30.11.2022 | Presseinfo Nr. 61

Stabilität des Arbeitsmarktes auch im November sichtbar

Der Ostwürttemberger Arbeitsmarkt im November 2022

- 8.307 Arbeitslose im November
- Quote sinkt auf 3,3 Prozent
- Jugendarbeitslosigkeit sinkt um 0,2 Prozentpunkte auf 2,1 Prozent

Arbeitslosigkeit

„Die Stabilität des Arbeitsmarktes in der Region Ostwürttemberg zeigt sich auch im November, was in den aktuell weltpolitischen und wirtschaftlich Zeiten keine Selbstverständlichkeit ist.“, beschreibt Claudia Prusik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aalen, die aktuelle Arbeitsmarktlage. „Das Thema Energie, die Preissteigerungen, weiterhin auch Liefer- und Materialengpässe und einiges mehr beeinträchtigen weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung. Dennoch erwarte ich auch in den nächsten Monaten keinen Einbruch auf unserem Arbeitsmarkt. Personal - vor allem qualifizierte Fachkräfte - wird nach wie vor händeringend gesucht. Zudem führt aus meiner Sicht kein Weg an kontinuierlicher Weiterbildung vorbei, damit ich selbst nachhaltig zukunftsfähig bleibe bzw. mich zukunftsfähig mache, egal ob ich beschäftigt oder arbeitssuchend bin. Hierzu gibt es vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten von unserem Online-Tool New Plan (https://www.arbeitsagentur.de/k/newplan) über unsere Beratungsdienstleistung bis hin zu unseren unterschiedlichsten Fördermöglichkeiten rund ums Thema Qualifizierung“, so Prusik.

Die Zahl der Arbeitslosen ist auch im November gesunken ­- um 155 auf nunmehr 8.307 Personen insgesamt. Den stärksten Rückgang an Arbeitslosen verzeichnete die Gruppe der 15- bis 25-Jährigen mit 9,6 Prozent, beziehungsweise 64 Personen. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent zurück.

2.176 Personen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, das sind 299 mehr als im Vorjahr. Davon kamen 813 Personen direkt aus Beschäftigung. Gleichzeitig beendeten 2.321 Personen ihre Arbeitslosigkeit - hiervon nahmen 615 Personen eine Beschäftigung auf.

Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen wir zwar einen leichten Anstieg um absolut 74 Personen, jedoch ist dies auf die Fluchtmigration und die Tatsache, dass seit 01.06. ukrainische Geflüchtete bei Hilfebedürftigkeit SGB II-Leistungen erhalten können, zurückzuführen.

 „Mit 11.362 seit Jahresbeginn gemeldeten Stellen liegen wir um fast 30 Prozent höher als im Vorjahr und die erforderlichen Arbeitskräfte sind an vielen Stellen nicht im notwendigen Umfang vorhanden. Darum ist es unter anderem ungemein wichtig, dass wir gemeinsam mit den Jobcentern konsequent auf zukunfts- und marktorientierte Qualifizierung unserer Kundinnen und Kunden setzen“, betont Prusik.


Arbeitsagentur und Jobcenter

In der Agentur für Arbeit Aalen, mit den Geschäftsstellen Bopfingen, Ellwangen, Schwäbisch Gmünd und Heidenheim, werden 3.866 Personen betreut. 4.441 Personen werden derzeit vom Jobcenter Heidenheim und dem Jobcenter im Ostalbkreis betreut, was einen Anteil von 53,5 Prozent an allen Arbeitslosen ausmacht.


Landkreise

Heidenheim

  • 2.760 Arbeitslose (1.341 Frauen, 1.419 Männer), 8 Personen oder 0,3 Prozent weniger zum Vormonat
  • Arbeitslosenquote im November: 3,7 Prozent (±0,0 Prozentpunkte)
  • davon vom Jobcenter betreut (SGB II): 1.514 Personen, -32 Personen oder 2,1 Prozent weniger zum Vormonat

Ostalbkreis

  • 5.547 Arbeitslose (2.694 Frauen, 2.853 Männer), 147 Personen oder 2,6 Prozent weniger zum Vormonat
  • Arbeitslosenquote im November: 3,1 Prozent (-0,1 Prozentpunkte)
  • davon vom Jobcenter betreut (SGB II): 2.927 Menschen, 50 Personen oder 1,7 Prozent weniger zum Vormonat

Geschäftsstellen

Die regional unterschiedliche Fluchtmigration beeinflusst die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den Geschäftsstellen. Dies ist wichtig bei der Betrachtung der Arbeitslosenzahlen nach Geschäftsstellen. So sank der Bestand an Arbeitslosen in Heidenheim gegenüber dem Vorjahresmonat insgesamt um 1,2 Prozent (absolut -34). Dem gegenüber steht die Entwicklung in Bopfingen mit einer Zunahme von 11,0 Prozent (absolut +51).


Stellenangebote

1.052 neue Stellen wurden im November der Arbeitsagentur und den Jobcentern zur Besetzung gemeldet. Das sind 124 oder 13,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Somit standen den Vermittlungsfachkräften im Berichtsmonat insgesamt 5.487 zu  besetzende Stellen zur Verfügung. Die meisten Stellen kamen nach wie vor aus dem Bereich der Metallverarbeitung, dem Lagerbereich und dem Verkauf.


Kurzarbeit

Im November ist die Zahl neuer Anzeigen zur Kurzarbeit im Vergleich zum Vormonat etwas gestiegen. Insgesamt zeigten 23 Betriebe für 436 Beschäftigte Kurzarbeit an. Im Oktober 2022 waren es 22 Betriebe für 317 Beschäftigte. Für den Monat Mai 2022 liegen uns endgültige Zahlen vor, da alle Melde- und Abrechnungsfristen zwischenzeitlich abgelaufen sind.

Somit haben 247 Betriebe im Mai 2022 Kurzarbeit umgesetzt und mit der Agentur für Arbeit abgerechnet. 1.124 Personen befanden sich in Kurzarbeit. Nach wie vor sind die am stärksten betroffenen Bereiche das verarbeitende Gewerbe, vor allem in der Metall- und Elektroindustrie und im Einzelhandel.