30.09.2021 | Presseinfo Nr. 52

Der Ostwürttemberger Arbeitsmarkt im September 2021

Sinkende Arbeitslosenzahlen zum Herbstanfang
• 8.913 Arbeitslose im September

• Quote sinkt leicht auf 3,5 Prozent

• Jugendarbeitslosigkeit rückläufig auf 2,8 Prozent
 

Arbeitslosigkeit
Im Agenturbezirk Aalen ist im September die Zahl der Arbeitslosen um 474 Personen auf 8.913 Personen ge-sunken. Dadurch ging die Arbeitslosenquote um 0,2 Pro-zentpunkte auf 3,5 Prozent zurück. „Nach einem saiso-nalen Anstieg der Arbeitslosigkeit im August waren im September wieder deutlich weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Wie erwartet, konnten vor allem jüngere Leute ihre Arbeitslosigkeit nach den Sommerferien beenden und eine Beschäftigung aufnehmen oder eine Ausbildung bzw. eine berufliche  Qualifizierungsmaßnahme beginnen“, erläutert Claudia Prusik, Vorsitzende der Geschäftsführung, die aktuellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. 

Wenn wir unsere aktuell 8.913 Arbeitslosen mit dem Vorjahr vergleichen, dann können wir sogar einen Rückgang von 21,2 Prozent verzeichnen. Insgesamt ist die Region also auf einem guten Weg sich von der Pandemie zu erholen. „Für mich ist das ein wichtiges und vor allem positives Signal sowie eine gute Basis für die Aufgaben auf dem Arbeitsmarkt, die die Transformation der Arbeitswelt mit sich bringt“, ergänzt Prusik.

Arbeitsagenturen und Jobcenter 

4.176 Personen werden derzeit vom Jobcenter Heidenheim und dem Jobcenter im Ostalbkreis betreut, was einen Anteil von 46,9 Prozent von allen Arbeitslosen ausmacht. 4.737 Personen werden von der Arbeitsagentur Aalen, mit den Geschäftsstellen Bopfingen, Ellwangen, Schwäbisch Gmünd und Heidenheim betreut.

Landkreise

Heidenheim:

3.079 Arbeitslose (1.432 Frauen, 1.647 Männer), -149 Personen weniger zum Vormonat

Arbeitslosenquote im September: 4,1 Prozent

davon vom Jobcenter betreut (SGB II): 1.500 Menschen, -13 zum Vormonat

Ostalbkreis:

5.834 Arbeitslose (2.653 Frauen, 3.181 Männer), -325 Personen weniger zum Vormonat

Arbeitslosenquote im September: 3,3 Prozent

davon vom Jobcenter betreut (SGB II): 2.676 Menschen, -35 zum Vormonat 

Personengruppen

Von der Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt konnten alle Personengruppen profitieren. Nicht überraschend ist vor allem der starke Rückgang bei den jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren, dessen urlaubs- und ferienbedingter Anstieg im August zu einem großen Teil wieder kompensiert werden konnte. Weiterhin positiv verläuft auch die Entwicklung der Langzeitarbeitslosen. Bereits im 3. Monat in Folge können wir bei dieser Gruppe leichte Rückgänge vermelden (-29 Personen), was mich sehr freut“, so Prusik. Trotzdem ist dies die Personengruppe, die sich auf einen längeren Zeitraum betrachtet sozusagen am langsamsten von den „Corona-Auswirkungen“  erholt. Besonders deutlich wird dies im Jahresvergleich zum September 2020 – also mitten in der Hochphase der Pandemie. Hier hatten wir in der Region noch 330 Langzeitarbeitslose weniger gemeldet. Wir dürfen diese Personen keinesfalls aus dem Fokus verlieren.

Zudem haben wir 4.633 Arbeitslose, die über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen. Über alle Personengruppen hinweg gilt: Mit der richtigen (Qualifizierungs-) Strategie haben wir hier langfristig ein großes Potenzial für den Fachkräftemangel in vielen Bereichen“, appelliert Claudia Prusik.

Stellenangebote

Die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften entwickelt sich in Ostwürttemberg weiterhin positiv und ist ein Indikator für die gute Stimmung auf dem Arbeitsmarkt. Im September erteilten die heimischen Betriebe dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Aalen 872 neue Vermittlungsaufträge. Die meisten im Berichtsmonat gemeldeten Stellen kamen aus dem Fertigungsbereich. Die Zahl der seit Jahresbeginn gemeldeten Stellen liegt bei 7.114 und damit um 25,5 Prozent höher als im Vorjahr.

Betrachtet man das Verhältnis zwischen gemeldeten Stellen (3.337) und Arbeitslosen in Ostwürttemberg, so kommen insgesamt auf jede offene Stelle rein rechnerisch 2,7 Arbeitslose.

Endspurt auf dem Ausbildungsmarkt

Auch wenn das Ausbildungsjahr offiziell schon begonnen hat sind noch viele Unternehmen und Betriebe in unserer Region auf der Suche nach Nachwuchs. Ein verspäteter Einstieg ist derzeit noch problemlos möglich. „Alle die noch Interesse an einem Ausbildungsplatz für 2021 haben und auch alle, die bereits fürs kommende Jahr eine Ausbildung suchen oder Unterstützung bei 

der Berufswahl benötigen, sind herzlich eingeladen, sich bei unserer Berufsberatung zu melden! Diese hilft gerne in allen Fragen rund ums Thema Ausbildung weiter!“ ermuntert Prusik.

Hinweis: die Zahlen zum abgeschlossenen Beratungsjahr 2020/2021 auf dem Ausbildungsmarkt veröffentlichen wir gemeinsam mit unseren Partnern am 22.11.2021

Kurzarbeit

Auch im September ist die Zahl neuer Anzeigen zur Kurzarbeit weiter rückläufig. Insgesamt zeigten in Ostwürttemberg 14 Betriebe für 227 Beschäftigte Kurzarbeit an. Für März 2021 liegen endgültige Zahlen vor, da alle Melde- und Abrechnungsfristen inzwischen abgelaufen sind. Demnach haben im März 1.663 Betriebe Kurzarbeit umgesetzt und mit der Agentur für Arbeit abgerechnet. Es befanden sich 11.646 Personen in Kurzarbeit. Nach wie vor sind das verarbeitende Gewerbe, vor allem der Metall- und Elektroindustrie, der Einzelhandel und das Gastgewerbe am stärksten betroffenen Bereiche.