31.03.2021 | Presseinfo Nr. 21

Der Arbeitsmarkt im Monat März

Die Zahl der Arbeitslosen ging gegenüber dem Vormonat um 355 Personen auf 16.906 zurück. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent.
 

Im Vergleich zum Vorjahr waren im März 1.825 mehr Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einem Anstieg von 12,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell um 0,5 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Im März 2020 betrug die Arbeitslosenquote 4,6 Prozent.

Die Unternehmen und Verwaltungen meldeten im März 1.392 neue offene Stellen bei der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. Das waren 173 mehr als im Februar und 125 mehr als im Vorjahresmonat. Insgesamt standen den Experten der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster 5.491 Stellenangebote zur Vermittlung zur Verfügung. Das waren 274 mehr als im Februar.

Der Arbeitsmarkt in Münster

Arbeitskräftenachfrage steigt

Im März meldeten die Unternehmen und Verwaltungen in Münster 774 neue freie Arbeitsstellen bei der Agentur für Arbeit. Das waren 184 mehr als im Februar und entspricht einer Steigerung um mehr als 30 Prozent. „Dass die Arbeitgeber derzeit vermehrt Personal suchen, ist zum einen auf typische saisonale Entwicklungen zurückzuführen. Im Frühling steigt der Bedarf an Mitarbeitern beispielsweise in Bauberufen oder im Garten- und Landschaftsbau üblicherweise an. Das erklärt aber nicht allein die aktuell gestiegene Arbeitskräftenachfrage“, erläutert Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, und fügt hinzu: „In einigen Branchen und Wirtschaftszweigen hat sich die Lage trotz des andauernden Lock-Downs stabilisiert. In manchen werden sogar vermehrt Mitarbeiter gesucht, beispielsweise im Großhandel oder in Rechtsanwalts- und Steuerbüros“. Vor allem qualifizierte Kräfte werden gesucht. Knapp 90 Prozent der im März neu gemeldeten Stellenangebote richten sich an Bewerber mit einer abgeschlossenen Berufs- oder Hochschulausbildung.

„Besonders Ausbildungsabsolventen, die in den vergangenen Wochen ihre Prüfungen abgelegt haben und übergangsweise arbeitslos geworden waren, konnten eine neue Beschäftigung aufnehmen“, berichtet Fahnemann. So konnten im März junge Menschen besonders von der Entwicklung am Arbeitsmarkt profitieren. Die Zahl der unter 25-jährigen Arbeitslosen sank gegenüber dem Vormonat um 27 Personen auf zuletzt 771. Das entspricht einem Rückgang um 3,4 Prozent. Damit sank die Jugendarbeitslosigkeit stärker als die durchschnittliche Arbeitslosigkeit. Insgesamt waren im März 9.049 Männer und Frauen in Münster arbeitslos gemeldet, 112 weniger als im Februar, das entspricht einem Minus von 1,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote entwickelte sich gegenüber dem Vormonat positiv. Sie sank um 0,1 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent. Dennoch lag die Arbeitslosigkeit weiterhin deutlich über dem Vorjahr. Im März lag die Zahl der Arbeitslosen um 1.269 Personen über dem Vorjahresmonat.

Positiv zu werten sei, dass die Unternehmen auch im zweiten Lock-Down in großem Maß versuchten, ihre Mitarbeiter zu halten. So sank die Zahl der Menschen, die sich aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos melden mussten, gegenüber dem Vorjahresmonat um 19,4 Prozent. Einen großen Anteil daran habe weiterhin die Kurzarbeit, so Fahnemann: „Sie stabilisiert den Arbeitsmarkt und verhindert Entlassungen“. So stieg nach aktuellen Hochrechnungen die Zahl der Anzeigen auf Kurzarbeit mit dem zweiten Lock-Down im November erneut an. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster waren in diesem Monat insgesamt 1.850 Betriebe mit 12.889 Beschäftigten in Kurzarbeit. Das war gegenüber dem Vormonat ein Plus von 493 Unternehmen und 3.320 Arbeitnehmer. Im Oktober, vor dem erneuten Lock-Down, waren den aktuellsten Daten zufolge in Münster 792 Betriebe mit 4.984 Beschäftigten in Kurzarbeit.

Der Arbeitsmarkt im Kreis Warendorf

Trotz Lock-Down leichte Erholung am Arbeitsmarkt

„Trotz des weiter anhaltenden Lock-Downs hat im März die typische Frühjahresbelebung eingesetzt und zu einer sinkendenden Arbeitslosigkeit geführt“, berichtet Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster zur aktuellen Entwicklung am Arbeitsmarkt im Kreis Warendorf. So waren zuletzt insgesamt 7.857 Männer und Frauen im Kreisgebiet arbeitslos gemeldet, 243 weniger als im Februar. Das entspricht einem Rückgang um 3 Prozent. Die Arbeitslosenquote konnte sich ebenfalls verbessern und lag im März bei 5 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte unter der Quote im Februar.

Von der Entspannung am Arbeitsmarkt konnten auch Jugendliche und junge Erwachsene profitieren. Die Jugendarbeitslosigkeit sank gegenüber dem Vormonat um 24 Personen auf zuletzt 745 arbeitslose unter 25-Jährige. „Im Frühjahr werden typischerweise in einigen Branchen und Berufen neue Mitarbeiter gesucht. Für junge Menschen, die in den vergangenen Wochen ihre Berufsausbildung abschließen, aber nicht im Betrieb übernommen werden konnten, gab es hier Chancen auf eine neue Anstellung“, erläutert Fahnemann.

So meldeten die Unternehmen im Kreisgebiet im März 618 neue offene Stellen. Das waren zwar 11 weniger als im Februar, aber 49 mehr als im März vor einem Jahr. Gesucht wurden vor allem Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Berufs- oder Hochschulausbildung. Drei Viertel der Stellenangebote richteten sich an qualifizierte Bewerber. Nur für ein Fünftel der Jobangebote wurden Bewerber auf Helferniveau gesucht. Bedarf nach neuen Mitarbeitern gab es im verarbeitenden Gewerbe, beispielsweise im Metall- und Maschinenbau, im Einzelhandel und in Gesundheitsberufen. Insgesamt standen Arbeitslosen und Arbeitsuchenden 3.015 gemeldete Arbeitsstellen zur Verfügung.

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind jedoch weiterhin spürbar“, sagt Fahnemann. So lag die Arbeitslosigkeit aktuell noch um 7,9 Prozent über dem Vorjahr. „Wichtig bleibt in diesem Zusammenhang weiterhin die Kurzarbeit. Sie verhindert nach wie vor Entlassungen und stabilisiert die Lage am Arbeitsmarkt“, unterstreicht der Agenturchef. So stieg nach aktuellen Hochrechnungen die Zahl der Anzeigen auf Kurzarbeit mit dem zweiten Lock-Down im November erneut an. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster waren in diesem Monat insgesamt 1.850 Betriebe mit 12.889 Beschäftigten in Kurzarbeit. Das war gegenüber dem Vormonat ein Plus von 493 Unternehmen und 3.320 Arbeitnehmer. Im Oktober, vor dem erneuten Lock-Down, waren den aktuellsten Daten zufolge im Kreis Warendorf 566 Betriebe mit 4.585 Beschäftigten in Kurzarbeit.

Der Arbeitsmarkt im Münsterland

Im Münsterland ist die Arbeitslosigkeit im März gegenüber Februar gesunken. Mit 40.630 Arbeitslosen waren 1.082 Menschen weniger arbeitslos als noch im Februar. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,3 Prozent. Im Vormonat betrug diese noch 4,5 Prozent.

Durch die leichte Frühjahrsbelegung konnte die Arbeitslosenquote in allen drei Arbeitsagenturbezirken im Münsterland gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte sinken. So ist die Arbeitslosenquote für die Agentur für Arbeit Ahlen-Münster auf nun 5,1 zurückgegangen. Die Arbeitsagentur Coesfeld verzeichnete einen Rückgang auf 3,6 Prozent, während die Arbeitslosenquote für die Agentur für Arbeit Rheine bei 4,4 Prozent liegt.

Aktuell sind 14.062 offene Stellen bei den Arbeitsagenturen im Münsterland gemeldet. Darunter sind 12.996 unbefristete Jobangebote und 1.066 befristete. 1.343 Stellen sind aktuell in Teilzeit. Allein im März meldeten die Betriebe in der Region 3.404 neue Stellenangebote bei den Experten der Arbeitsagenturen. Das sind 104 mehr als noch im Vormonat.