Der Ausbildungsmarkt April 2024

30.04.2024 | Presseinfo Nr. 31

Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt

 

Insgesamt 1.700 offene Ausbildungsstellen sind aktuell bei der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster gemeldet. Damit bieten sich Jugendlichen viele attraktive Chancen für den Start ins Berufsleben.

Ende April standen diesen Angeboten noch 1.076 Bewerberinnen und Bewerber gegenüber, die nach einem passenden Ausbildungsplatz suchen. Rein rechnerisch kann damit jeder unversorgte Bewerber unter 1,6 Ausbildungsstellen wählen.

Von den 2.406 Jugendlichen, die sich seit Oktober vergangenen Jahres als Bewerberin oder Bewerber bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur Ahlen-Münster gemeldet haben, konnten bereits 1.330 einen Ausbildungsvertrag unterschreiben oder planen ein Studium oder einen weiteren Schulbesuch.

 

Der Ausbildungsmarkt in der Stadt Münster

Gute Chancen für Jugendliche – Schwierige Nachwuchssuche für Betriebe

Jugendliche und junge Erwachsenen, die aktuell einen Ausbildungsplatz für diesen Sommer suchen, haben auch wenige Monate vor dem Ausbildungsstart noch vielfältige Möglichkeiten in unterschiedlichsten Berufen. Rein rechnerisch stehen jedem derzeit unversorgten Jugendlichen 2,2 unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüber. „Das Ausbildungsangebot ist deutlich größer als die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber. Damit kommen immer mehr junge Menschen in die Situation, unter verschiedenen Stellen wählen zu können“, berichtet Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster.

 

Seit Oktober des vergangenen Jahres meldeten die Unternehmen und Verwaltungen in Münster 1.859 offene Ausbildungsstellen bei der Arbeitsagentur. Ende April waren davon noch 1.000 Plätze unbesetzt. Demgegenüber haben in den vergangenen Monaten insgesamt 928 Jugendliche die Berufsberatung der Arbeitsagentur in Anspruch genommen, um sich bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle unterstützen zu lassen, 60 mehr als im vergangenen Jahr. 455 davon suchen auch weiterhin nach einer passenden Ausbildungsstelle.

 

Trotz der leicht gestiegenen Zahl der Ausbildungsbewerber stellt die Situation für die Ausbildungsbetriebe eine große Herausforderung dar, unterstreicht Fahnemann. Sie müssten immer mehr für ihr Unternehmen und ihre Ausbildungsmöglichkeiten werben, um junge Menschen zu erreichen und zu begeistern. Dies werde sich in Zukunft noch weiter verstärken: "Die demografische Entwicklung führt dazu, dass weniger junge Menschen auf den Ausbildungsmarkt treffen", erklärt er. "Zudem entscheiden sich zahlreiche Jugendliche für einen weiteren Schulbesuch", ergänzt er. "Das kann durchaus eine gute Wahl sein, wenn man so einen höheren Abschluss erzielen und dadurch seinen beruflichen Wunsch umsetzen möchte", sagt Fahnemann. Doch nicht immer verbesserten sich so die Chancen auf eine Ausbildung, so sein Hinweis: "Jugendlichen stehen bereits mit dem ersten Schulabschluss zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten in attraktiven Berufen offen".

 

Er rät jungen Menschen daher dazu, Kontakt zur Berufsberatung aufzunehmen und sich über die eigenen individuellen Möglichkeiten und Wege zum passenden Beruf zu informieren. Zu viel Zeit sollten sich Bewerberinnen und Bewerber, die gerne im Sommer in die Ausbildung einsteigen möchten, allerdings nicht lassen: "In vielen Unternehmen sind die Auswahlverfahren bereits in vollem Gange. Deshalb sollten sich junge Menschen nun intensiv um ihre Berufswahl kümmern, Kontakt zu Unternehmen aufnehmen und sich bewerben“, so Fahnemann.

 

Der Ausbildungsmarkt im Kreis Warendorf

Noch viele offene Ausbildungsstellen für Jugendliche

700 offene Ausbildungsstellen waren Ende April im Kreis Warendorf noch bei der Agentur für Arbeit gemeldet. "Damit stehen Jugendlichen, die im Sommer in die Ausbildung einsteigen möchten, verschiedenste Möglichkeiten offen", unterstreicht Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. Zuletzt waren 621 Jugendliche und junge Erwachsene noch ohne Ausbildungsvertrag oder andere Alternative. Rein rechnerisch kann damit jeder Bewerber aktuell unter 1,1 Ausbildungsangeboten wählen.

 

Insgesamt meldeten die Betriebe im Kreisgebiet seit Oktober des vergangenen Jahres 1.305 Ausbildungsstellen bei der Agentur für Arbeit. "Zahlreiche Unternehmen in der Region setzen trotz konjunktureller Unsicherheiten weiterhin auf die Ausbildung junger Menschen und engagieren sich, um ihnen eine berufliche Zukunft zu ermöglichen", berichtet der Agenturleiter. In diesem Jahr nahmen 1.478 Jugendliche die Berufsberatung der Arbeitsagentur in Anspruch und interessierten sich für eine Ausbildung. Damit stieg die Zahl der Ausbildungsplatzbewerber gegenüber dem Vorjahr um 56, das entspricht einem Anstieg um 3,9 Prozent. Für die Ausbildungsbetriebe sei dies eine gute Nachricht, so Fahnemann. Denn passende Bewerberinnen und Bewerber für die offenen Ausbildungsplätze zu finden, werde für die Arbeitgeber zunehmend schwieriger, da die Zahl der Jugendlichen, die dem Ausbildungsmarkt zur Verfügung stehen, aus demografischen Gründen zurückgeht. 

 

Ausbildungsbetriebe stünden damit bei der Suche nach passenden Bewerberinnen und Bewerbern vor wachsenden Herausforderungen, so Fahnemann. "Sie müssen noch intensiver für ihr Unternehmen und ihre Ausbildungsangebote werben". Trotz des vielfältigen Angebots, sei bei Bewerberinnen und Bewerbern Flexibilität gefragt, so der Experte. Wer sich nicht nur auf einen einzigen Beruf festlege, sondern auch Alternativen in Betracht zöge, könne seine Chancen auf einen passenden Berufseinstieg deutlich steigern. Er rät dazu, sich bei der Orientierung über offene Ausbildungsstellen an die Berufsberatung zu wenden. Zu lange sollten Jugendliche nicht mehr mit ihrer Berufswahl und der Ausbildungsstellensuche warten: "Auch wenn es noch einige Chancen am Ausbildungsmarkt gibt, sollten sich junge Menschen, die weiterhin einen Ausbildungsplatz wünschen, jetzt mit Nachdruck darum kümmern, Unternehmen anzusprechen und Bewerbungen zu schreiben. Denn die Auswahlverfahren haben natürlich schon begonnen“, erklärt der Agenturleiter.

 

 

Die Daten zum Ausbildungsmarkt können Sie hier abrufen: Daten zum Ausbildungsmarkt