30.06.2021 | Presseinfo Nr. 40

Weniger Arbeitslose im Juni

Die Zahl der Arbeitslosen ging im Bezirk der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster weiter zurück. Insgesamt waren im Juni 16.193 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 160 weniger als im Mai. Besonders deutlich fällt der Rückgang gegenüber dem Vorjahr aus. Im aktuellen Berichtsmonat waren 1.917 Menschen weniger arbeitslos als im Juni 2020. Das entspricht einem Rückgang um 10,6 Prozent.
 
 

Die Arbeitslosenquote blieb mit 4,9 Prozent auf dem Niveau des Vormonats. Gegenüber Juni 2020 verringerte sie sich jedoch um 0,6 Prozentpunkte.

Die Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen lag deutlich über dem Vorjahr. So meldeten die Arbeitgeber im Agenturbezirk im Juni 1.633 neue freie Stellen bei der Agentur für Arbeit. Das sind 736 mehr als noch im Juni 2020. Insgesamt waren im Juni 6.664 unbesetzte Stellen gemeldet, 463 mehr als im Vormonat und 1.580 mehr als im Vorjahr. Damit stieg die Arbeitskräftenachfrage gegenüber dem vergangenen Jahr um 31,1 Prozent.

Der Arbeitsmarkt in Münster

Arbeitgeber suchen Personal

Eine anhaltende Frühjahrsbelebung und weitere Lockerungen der Corona-Regelungen führten im Juni dazu, dass Arbeitgeber mehr Personal suchten. Sie meldeten 823 neue freie Stellen bei der Agentur für Arbeit, 27 mehr als im Mai. Verglichen mit Juni des vergangenen Jahres wurden sogar 329 Stellenangebote mehr gemeldet, das entspricht einer Steigerung um 66,6 Prozent. Insgesamt standen Arbeitsuchenden in Münster im Juni 2.962 gemeldete Stellen zur Verfügung, 208 mehr als im Mai und 601 mehr als vor einem Jahr. „Mit dem aktuell abflauenden Infektionsgeschehen normalisiert sich auch die Situation am Arbeitsmarkt zunehmend. Immer mehr Arbeitgeber blicken vorsichtig optimistisch in die Zukunft und stellen neues Personal ein“, berichtet Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. Besonders gefragt waren Mitarbeiter im Handel. Im Juni waren 194 offene Stellen im Einzelhandel bei der Arbeitsagentur gemeldet, 48 mehr als im Mai. Im Hotel- und Gaststättengewerbe zählte die Agentur für Arbeit 111 offene Stellenangebote, 51 mehr als im Vormonat. Nach wie vor hoch ist der Personalbedarf auch im Gesundheits- und Sozialwesen. Im Juni standen Arbeitsuchenden hier 361 Stellenangebote zur Verfügung.

Die Nachfrage der Unternehmen nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern führte dazu, dass die Arbeitslosigkeit im Stadtgebiet erneut zurückging. Im Juni waren insgesamt 8.778 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 70 weniger als im Mai. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,1 Prozentpunkte auf zuletzt 5 Prozent. Noch deutlicher fällt der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr aus. So waren zuletzt 714 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im Juni 2020. Die Arbeitslosenquote verbesserte sich im Vorjahresvergleich und ging um 0,5 Prozentpunkte zurück.

„Die positive Entwicklung darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Pandemie noch immer tiefe Einschnitte am Arbeitsmarkt hinterlassen hat“, sagt Fahnemann. So waren im Juni noch um 1.090 Personen mehr arbeitslos als im Juni 2019, bevor die Corona-Krise einsetzte. Insbesondere gelte es, Langzeitarbeitslosigkeit zu vermeiden und Menschen, die bereits seit längerer Zeit ohne eine Beschäftigung sind, zu unterstützen, hebt der Agenturleiter hervor. „Menschen, die bereits vor dem Beginn der Corona-Pandemie arbeitslos waren oder eine geringe Qualifizierung mitbringen, haben es weiterhin schwer, zurück in den Arbeitsmarkt zu finden“, so Fahnemann. So waren im Juni 3.918 Männer und Frauen langzeitarbeitslos gemeldet, 985 mehr als im März 2020, bevor die Pandemie erste Auswirkungen am Arbeitsmarkt zeigte. „Da vorrangig qualifizierte Kräfte gesucht werden, sind Weiterbildungen und Qualifizierungen, die auf einen Berufsabschluss zielen, besonders wichtig, um neue Beschäftigungschancen zu ermöglichen“, unterstreicht der Agenturleiter.

Der Arbeitsmarkt im Kreis Warendorf

Der Arbeitsmarkt erholt sich weiter

Auch im Juni entspannte sich die Situation am Arbeitsmarkt im Kreis Warendorf weiter. Insgesamt waren 7.415 Menschen arbeitslos gemeldet, 90 weniger als im Mai. Die Arbeitslosenquote blieb allerdings unverändert bei 4,7 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich die Lage spürbar. Im aktuellen Berichtsmonat waren 1.203 Frauen und Männer weniger arbeitslos gemeldet als im Juni vor einem Jahr. Das entspricht einem Rückgang von 14 Prozent. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,7 Prozentpunkte. Besonders positiv entwickelte sich die Jugendarbeitslosigkeit. Während im Juni 2020 noch 843 Jugendliche und junge Erwachsene arbeitslos gemeldet waren, sank die Zahl der jungen Arbeitslosen zuletzt um 185 Personen auf 658. Das entspricht einem Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit um 21,9 Prozent. Gute Chancen hatten junge Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Ausbildung oder einem Studienabschluss. Jugendliche ohne Berufsabschluss sind dagegen deutlich mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. So hatten 73 Prozent der jugendlichen Arbeitslosen keine abgeschlossene Ausbildung. Dahingegen richteten sich 74 Prozent der gemeldeten Jobangebote an Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Ausbildung oder einem Hochschulabschluss. 

Neben der anhaltenden Frühjahrsbelebung führten auch die sinkenden Infektionszahlen und die damit einhergehenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen dazu, dass Arbeitgeber wieder mehr Personal suchten. Zwar meldeten sie im Juni 96 neue freie Stellen weniger als im Mai. Mit 810 neuen Stellenmeldungen lag die Arbeitskräftenachfrage aber deutlich über dem Vorjahr. Im aktuellen Berichtsmonat meldeten die Unternehmen und Verwaltungen im Kreis Warendorf 407 Stellen mehr als im Vorjahresvergleich. „Nach und nach kehrt etwas Normalität an den Arbeitsmarkt zurück. Hotel- und Gaststättenbetriebe dürfen wieder öffnen, teilweise können Veranstaltungen stattfinden und im Einzelhandel sind weitere Beschränkungen aufgehoben worden. Hier wird nun Personal gesucht“, berichtet Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. „Auch andere Branchen blicken optimistisch in die Zukunft und planen Neueinstellungen“, ergänzt er. Zahlreiche offene Stellen gab es beispielsweise im verarbeitenden Gewerbe, besonders in der Metallverarbeitung und dem Maschinenbau.

Insgesamt konnten Menschen im Juni bei der Jobsuche auf 3.702 freie Stellen im Bestand der Agentur für Arbeit zurückgreifen, 255 mehr als im Vormonat und sogar 979 mehr als vor einem Jahr.

Der Arbeitsmarkt im Münsterland

Im Juni ist die Arbeitslosenquote im Münsterland gegenüber dem Vormonat unverändert bei 4,1 Prozent geblieben. Allerdings liegt sie damit um 0,6 Prozentpunkte niedriger als noch vor einem Jahr zur gleichen Zeit. Die Zahl der im Münsterland arbeitslos gemeldeten Personen ist mit aktuell 38.194 Personen um 495 niedriger als im Vormonat und sogar um 5.689 niedriger als noch vor einem Jahr.

Auch im Bezirk der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster veränderte sich die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat nicht. Sie lag auch im Juni weiterhin bei 4,9 Prozent. Die Agentur für Arbeit Coesfeld verzeichnete ein weiteres Mal die niedrigste Arbeitslosenquote in NRW. Sie lag im Juni bei 3,3 Prozent und ist damit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als noch im Mai dieses Jahres. Ähnlich war die Entwicklung für die Agentur für Arbeit Rheine. Hier sank die Arbeitslosenquote ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat. Sie liegt aktuell damit bei 4,1 Prozent.

Im Juni wurden bei den Arbeitsagenturen im Münsterland 3.648 neue freie Stellen gemeldet, 1.491 mehr als im gleichen Monat des vergangenen Jahres. Der Bestand an insgesamt gemeldeten Stellen liegt aktuell bei 16.812. Davon sind 15.493 unbefristete Jobangebote. Bei 1.628 davon handelt es sich um Stellen, die in Teilzeit zu vergeben sind.