04.01.2022 | Presseinfo Nr. 1

Der Arbeitsmarkt im Dezember

Im Dezember zeigte sich der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit weiterhin stabil. Die Zahl der Arbeitslosen blieb gegenüber November nahezu unverändert. So waren zuletzt insgesamt 14.320 Frauen und Männer in Münster und dem Kreis Warendorf arbeitslos gemeldet, 27 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 4,3 Prozent.
 

Verglichen mit dem Vorjahr verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 1.847 Personen. Die Arbeitslosenquote verbesserte sich um 0,6 Prozentpunkte. Im Dezember vor einem Jahr lag sie noch bei 5,1 Prozent.

Weiterhin hoch war die Nachfrage der Unternehmen und Verwaltungen nach neuen Mitarbeitern. Die Betriebe meldeten im Dezember 1.213 neue freie Stellen, 34 weniger als im Vorjahresvergleich. Insgesamt standen Arbeitsuchenden 7.293 gemeldete Stellenangebote zur Verfügung, 2.036 mehr als im Dezember vor einem Jahr.

Der Arbeitsmarkt in Münster

Stabile Lage am Arbeitsmarkt

Im Dezember sank die Arbeitslosigkeit in Münster erneut. Zuletzt waren 7.547 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 103 weniger als im November. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,1 Prozentpunkte und lag zuletzt bei 4,3 Prozent. „Obwohl sich die Corona-Krise wieder zunehmend verschärft, hat sich dies im Dezember noch nicht auf die Arbeitslosigkeit ausgewirkt“, berichtet Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. Auch der für die Wintermonate saisontypische Anstieg der Arbeitslosenzahlen ist ausgeblieben. „Bislang konnte sich der Arbeitsmarkt sogar weiter erholen“, fügt er hinzu. So lag die Zahl der Arbeitslosen im Dezember um 13,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Gegenüber dem vergangenen Jahr ging die Zahl der Arbeitslosen um 1.208 Personen zurück. Die Arbeitslosenquote verbesserte sich um 0,7 Prozent.

Dabei setzte sich die positive Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit fort. Im Dezember waren 572 Jugendliche und junge Erwachsene arbeitslos gemeldet, 25 weniger als im November und 183 weniger als im Dezember des Vorjahres. „Junge Menschen, die eine abgeschlossene Ausbildung mitbringen, haben sehr gute Chancen auf eine neue Beschäftigung“, sagt Fahnemann. „Viele Unternehmen spüren bereits den demografischen Wandel und verlieren Mitarbeiter, die in den Ruhestand wechseln. Um die entstehenden Lücken zu füllen, werden ausgebildete Nachwuchskräfte gesucht“.

„Geringqualifizierte Arbeitsuchende haben es aber nach wie vor schwer am Arbeitsmarkt“, unterstreicht Fahnemann. Nur ein Fünftel der aktuell gemeldeten Stellenangebote richtet sich an Bewerber, die eine Helfertätigkeit suchen. Zugleich sind aber mehr als 56 Prozent der Menschen, die im Dezember arbeitslos gemeldet waren, geringqualifiziert. „Hier besteht großer Handlungsbedarf. Daher setzen wir auf intensive Beratung und Förderung von Weiterbildungen und Qualifizierungen“, erläutert der Agenturchef. Denn, so erklärt er: „Trotz der Pandemie bleibt die Fachkräftesicherung eine der größten Herausforderungen am Arbeitsmarkt“.

So verzeichnete die Agentur für Arbeit in Münster auch im Dezember zahlreiche offene Stellen. Insgesamt 3.171 Stellenangebote waren zuletzt gemeldet, 775 mehr als im Dezember vor einem Jahr und 430 mehr als im Dezember 2019, vor Beginn der Corona-Pandemie. „Allerdings setzt aktuell bei den Arbeitgebern angesichts der Entwicklung der Corona-Pandemie teilweise eine gewisse Zurückhaltung bei der Personalnachfrage ein“, räumt Fahnemann ein. Im Dezember meldeten die Betriebe 599 neue freie Stellen und damit 126 weniger als im Vorjahresvergleich. Grundsätzlich sei der Arbeitsmarkt aber gut aufgestellt und die Situation am Arbeitsmarkt weiter stabil geblieben, betont Fahnemann.

Der Arbeitsmarkt im Kreis Warendorf

Arbeitskräftenachfrage weiter auf Rekordniveau

Im Dezember waren im Kreis Warendorf insgesamt 4.122 und damit rund 45 Prozent mehr Stellenangebote als vor einem Jahr bei der Arbeitsagentur Ahlen-Münster gemeldet. Verglichen mit Dezember 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, waren sogar doppelt so viele offene Stellen in der Jobbörse der Arbeitsagentur registriert. Allein im Dezember meldeten die Unternehmen und Verwaltungen 614 offene neue Stellen, 92 mehr als im Vorjahresvergleich. „Damit liegt die Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen erneut auf einem Rekordhoch“, berichtet Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster.

Gesucht werde in nahezu allen Branchen und Berufen, erläutert er. So gab es im Dezember 96 neue Stellenmeldungen im verarbeitenden Gewerbe, beispielsweise in der Metall- oder Holzverarbeitung. Insgesamt 78 freie Stellen meldeten die Unternehmen im Handel, 48 neue Jobangebote gab es im Gesundheits- und Sozialwesen und 22 neue Stellen wurden im Baugewerbe gemeldet. Die jüngste Entwicklung der Pandemie habe im Dezember noch keine Auswirkungen auf die Personalbedarfe gehabt, sagt Fahnemann: „Der Fachkräftebedarf ist hoch. In vielen Unternehmen fehlen vor allem qualifizierte Mitarbeiter mit einer abgeschlossenen Ausbildung“. Durchschnittlich zwei Drittel der gemeldeten Stellenangebote richten sich an Bewerberinnen und Bewerber mit einer Berufs- oder Hochschulausbildung. Nur 27 Prozent der Stellenmeldungen sind Jobangebote für Helfer. Dagegen sind rund 60 Prozent der im Kreisgebiet arbeitslos gemeldeten Frauen und Männer geringqualifiziert. „Hier klafft eine Lücke zwischen Angebot und Nachfrage“, erklärt Fahnemann. „Die Fachkräftesicherung ist und bleibt auf längere Sicht eine der größten Herausforderungen am Arbeitsmarkt. Wir setzen daher auf eine intensive Beratung und investieren in die Weiterbildung und Qualifizierung von Arbeitsuchenden und Beschäftigten“.

Trotz der hohen Personalnachfrage ist die Arbeitslosigkeit im Dezember leicht angestiegen. Insgesamt waren 6.773 Frauen und Männer im Kreis Warendorf arbeitslos gemeldet, 76 mehr als im November. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte und lag zuletzt bei 4,3 Prozent. Dennoch sei die Lage am Arbeitsmarkt im Dezember insgesamt weiterhin stabil geblieben, unterstreicht Fahnemann. „Die Arbeitslosigkeit ist aktuell niedriger als vor der Pandemie“. So lag die Zahl der Arbeitslosen um 639 Personen unter dem Vorjahreswert. Verglichen mit Dezember 2019, dem Jahr vor dem Beginn der Corona-Krise, sank die Arbeitslosigkeit um 382 Personen.

Der Arbeitsmarkt im Münsterland

Die Arbeitslosenquote lag im Dezember im Münsterland bei 3,6 Prozent und veränderte sich gegenüber dem Vormonat nicht. Vor einem Jahr lag sie mit 4,2 Prozent allerdings noch deutlich höher. Aktuell sind münsterlandweit 33.871 Personen arbeitslos gemeldet, 70 weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr sank die Arbeitslosigkeit um 5.515 Personen, das entspricht einem Rückgang um 14 Prozent.

Die Arbeitslosenquoten in allen drei Arbeitsagenturen im Münsterland blieben im Vergleich zum Vormonat unverändert. Sie liegen bei 2,9 Prozent für die Arbeitsagentur Coesfeld, bei 3,7 Prozent für die Arbeitsagentur Rheine und bei 4,3 für die Agentur für Arbeit Ahlen-Münster.

Die Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen im Münsterland ging leicht zurück. So meldeten die Betriebe und Verwaltungen der Region im Dezember 2.904 neue freie Stellen bei den Arbeitsagenturen. Das sind 45 weniger als im November, aber 7 mehr als im Dezember vor einem Jahr. Insgesamt können Arbeitsuchende damit münsterlandweit auf 19.067 offene Stellen zurückgreifen, 5.758 mehr als im Vorjahresmonat.