01.06.2021 | Presseinfo Nr. 33

Noch viel Bewegung am Ausbildungsmarkt

Wer bislang keinen Ausbildungsplatz für den Sommer dieses Jahres gefunden hat, sollte weiter aktiv suchen, denn noch gibt es zahlreiche Angebote bei der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. So stehen den Bewerberinnen und Bewerbern aktuell 1.370 freie Ausbildungsstellen zur Verfügung.
 
 

837 Jugendliche sind derzeit noch als Bewerber bei der Arbeitsagentur Ahlen-Münster als Ausbildungsplatzsuchende gemeldet, 106 weniger als im vergangenen Jahr zu diesem Zeitpunkt. Sie haben bislang noch keinen Ausbildungsplatz oder eine andere Alternative gefunden. Rechnerisch steht jedem von ihnen 1,64 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Eine gute Ausgangssituation für die Suche.

Seit Beginn des aktuellen Berichtsjahres meldeten sich insgesamt 2.470 Jugendliche und junge Erwachsene bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster und damit 117 weniger als im vergangenen Jahr zu diesem Zeitpunkt. Gestiegen ist jedoch die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen. Sie meldeten bislang insgesamt 3.361 Ausbildungsstellen bei den Experten der Arbeitsagentur, 107 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Der Ausbildungsmarkt in Münster

In Münster meldeten sich im laufenden Ausbildungsjahr fast genauso viele Jugendliche bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur wie im Vorjahr. Mit 1.034 waren es bis Mai gerade einmal 15 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. „Das ist sehr erfreulich, denn in den umliegenden Regionen, beobachten wir, dass die jungen Menschen aus Unsicherheit im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stärker auf einen weiteren Schulbesuch setzen“, berichtet Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster und ergänzt: „Dabei suchen die Unternehmen auch jetzt dringend Nachwuchskräfte. Zahlreiche Möglichkeiten also für einen Start in die berufliche Karriere.“

Insgesamt meldeten die Betriebe in Münster seit Beginn des aktuellen Berichtsjahres 1.942 freie Ausbildungsstellen bei der Arbeitsagentur. Das sind 115 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. „Damit setzen die Ausbildungsbetriebe ein deutliches Zeichen. Denn der Fachkräftemangel ist nicht vom Tisch. Er wird mit dem Ende der Pandemie wieder ein wichtiges Thema werden. Unternehmen, die jetzt in den Nachwuchs investieren, schaffen sich damit eine gute Ausgangslage für die Zukunft“, so Fahnemann.

Aktuell sind noch 371 Jugendliche in Münster ohne Ausbildungsplatz oder anderer Alternative. Ihnen gegenüber stehen 735 unbesetzte Ausbildungsstellen. Rechnerisch ergeben sich damit fast 2 Ausbildungsstellen für jeden Bewerber. „Wer seine Bemühungen jetzt nochmal verstärkt, die Unterstützung der Berufsberatung in Anspruch nimmt, und auch Alternativen ins Auge fasst, kann bis zum Sommer sicherlich noch einen guten Ausbildungsplatz finden,“ so Fahnemann.

Dem Agenturleiter ist dabei wichtig: „In nahezu allen Beriechen gibt es noch freie Ausbildungsstellen. Die Angebote sind also durchaus interessant.“ So gibt es zum Beispiel offene Stellen zum Kaufmann/frau im Einzelhandel, Kaufmann/frau für Büromanagement, als Verkäufer/in, Medizinische/r Fachangestellte/r oder auch Elektroniker/in.

Der Ausbildungsmarkt im Kreis Warendorf

Im Kreis Warendorf suchen aktuell noch 466 Jugendliche eine Ausbildung für das aktuelle Jahr, 37 weniger als vor einem Jahr zu diesem Zeitpunkt. Sie können derzeit auf eine von 635 noch unbesetzten Ausbildungsstellen hoffen, 4 mehr als vor einem Jahr. Rechnerisch ergibt das 1,36 Ausbildungsplätze für jeden noch unversorgten Bewerber. „Es wäre schön, wenn dieses Rechenbeispiel immer aufgehen würde“, betont Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster und fügt hinzu: „Leider passen die Angebote und Erwartungen der Arbeitgeber nicht immer mit den Interessen der Jugendlichen überein. Dennoch ist die Ausgangssituation für die jungen Leute aktuell sehr gut.“

Der Rat des Ausbildungsmarktexperten ist es, die Bemühungen der Ausbildungssuche jetzt noch einmal zu steigern und sich Unterstützung zu holen: „Die Beratungsfachkräfte der Arbeitsagentur können dabei helfen, die eigenen Bemühungen nochmal zu reflektieren und dann zu optimieren. Dann lassen sich die derzeitigen Möglichkeiten sicherlich zum Erfolg führen.“ Denn spannende Ausbildungsangebote gibt es noch in nahezu allen Berufen. So suchen die Unternehmen zum Beispiel Nachwuchs im Verkauf, verschiedenen kaufmännischen Berufen, aber auch im Lager.

Während die Ausbildungsbetriebe im laufenden Berichtsjahr mit 1.419 freien Stellen fast genauso viele (-8) meldeten wie im Vorjahr, ist die Zahl der jugendlichen Bewerber etwas deutlicher gesunken. 1.436 von ihnen meldeten sich bis Mai bei der Arbeitsagentur, 102 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. „Durch die Corona-Pandemie gibt es bei den jungen Leuten eine gewisse Unsicherheit bezogen auf die Berufswahl und die Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Es wäre jedoch schade, wenn sie die Angebote der Unternehmen nicht nutzen“, so Fahnemann. Er rät daher dazu, sich mit der Berufsberatung in Verbindung zu setzen, um die individuellen Möglichkeiten zu besprechen.