02.10.2020 | Presseinfo Nr. 42

Höhere Förderzuschüsse für die berufliche Weiterbildung

Mit dem Qualifizierungschancengesetz und dem „Arbeit von morgen“ Gesetz beraten und fördern wir die Weiterbildung im Betrieb. Ab dem 01.10.2020 gelten höhere Förderzuschüsse.

"Mit der Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung unterstützen wir den Transformationsprozess im Freistaat. Und der Schlüssel der Zukunft ist die Qualifizierung. Qualifizierung ist aber auch kostspielig. Mit den höheren Zuschüssen reduzieren wir die finanzielle Belastung für Firmen und Beschäftigte und schaffen Freiräume für mehr Weiterbildung. Wir freuen uns, dass wir Unternehmen damit noch stärker unterstützen können", sagte Ralf Holtzwart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit.

"Das Weiterbildungsengagement der bayerischen Arbeitgeber ist seit Jahren sehr hoch. Die staatlichen Zuschüsse, die nun nochmal erhöht wurden, unterstützen die Firmen dabei, trotz der aktuellen Rezession weiter in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter zu investieren. Beschäftigte ohne Berufsausbildung oder mit geringfügiger Qualifizierung können sich zur Fachkraft weiterbilden und dabei auch ihre Erfolgsaussichten auf dem Arbeitsmarkt deutlich verbessern. Ebenso wichtig ist es, erfahrene und gut ausgebildete Mitarbeiter gezielt auf die neuen Herausforderungen der Arbeitswelt von morgen vorzubereiten", ergänzte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

"Gerade für Branchen in der Transformation ist es wichtig, dass sie sich für die Zukunft wappnen. Dazu gehören qualifizierte Mitarbeiter für möglicherweise neue Aufgaben. Es gilt, die Förderinstrumente der Arbeitsmarktpolitik heute weiterzuentwickeln, um die Menschen rechtzeitig auf die Arbeit von morgen vorbereiten zu können. Wichtig ist, dass wir gemeinsam mit unseren Arbeitsmarktpartnern entscheiden, welche Qualifizierungen für die Beschäftigten im Betrieb sinnvoll sind", erklärte Holtzwart abschließend.

Einen Überblick über die Fördermöglichkeiten bietet ein neues Erklärvideo, das die vbw in Zusammenarbeit erstellt hat, zu finden unter diesem Link.

Was ab dem 01.10.2020 gilt:

Die Agenturen für Arbeit können ab Oktober Lehrgangskosten gestaffelt bezuschussen. Die Staffelung richtet sich nach der Unternehmensgröße. Je größer ein Unternehmen ist, umso größer ist der Eigenanteil den es beisteuern muss.

Für Kleinstunternehmen (bis 9 Mitarbeiter) ist ein Zuschuss bei den Lehrgangskosten bis zu 100 Prozent möglich. Die weitere Staffelung lautet: für kleine und mittlere Unternehmen (10-249 Mitarbeiter) bis zu 65 Prozent, für Großunternehmen (ab 250-2.499 Mitarbeiter) bis zu 40 Prozent und für größere Unternehmen (ab 2.500 Mitarbeiter) bis zu 30 Prozent.

Auch das Arbeitsentgelt für die Beschäftigten kann während der Teilnahme an einer Weiterbildung bezuschusst werden. Die Staffelung geht hier von
100 Prozent (Kleinstunternehmen) über 65 Prozent (kleine und mittlere Unternehmen) bis zu 40 Prozent (für Großunternehmen ab 250 und darüber hinaus).

Darüber hinaus können höhere Zuschüsse gezahlt werden, wenn ein größerer Anteil der Beschäftigten eines Betriebes einer Anpassung der beruflichen Kompetenzen bedarf.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit