01.07.2020 | Presseinfo Nr. 31

Abschwung verlangsamt sich

Die Corona-Krise wirkt sich auch im Monat Juni weiterhin auf den Arbeitsmarkt aus.

Arbeitsmarkt

"Doch die Arbeitslosenzahlen sind dieses Mal moderat, um 292 oder 1,7 Prozent, gestiegen, im Vergleich zum Vorjahr jedoch um 44,4 Prozent. Gerade dieser Anstieg hat seinen Grund darin, dass im Juni die Arbeitslosigkeit normalerweise nochmal sinkt, ehe im Juli meist der sommerliche Anstieg beginnt. Wenn wir auf die beiden Rechtskreise schauen, stellen wir im SGB-III-Bereich einen Anstieg um 4.055 Personen oder 63,0 Prozent zum Vorjahr fest und im SGB-II-Bereich um 1.473 Personen oder 24,5 Prozent. In diesem Monat haben wir insgesamt 17.975 Arbeitslose und eine Quote von 4,6 Prozent, die zuletzt im Juni 2010 höher war (5,1 Prozent). Zwar sinken die Zugänge in Arbeitslosigkeit allgemein (minus 653 oder 16,5 Prozent), steigen jedoch aus Erwerbstätigkeit heraus im Vergleich zum Vorjahr im SGB-III-Bereich weiter an: um plus 179 oder 14,2 Prozent und sinken dafür im SGB-II-Bereich um 49 oder 20,8 Prozent. Zugleich nimmt der Abgang in Erwerbstätigkeit im SGB-II-Bereich weiter ab: um minus 102 oder 35,3 Prozent und nimmt im SGB-III-Bereich um plus 86 oder 7,9 Prozent zum Vorjahr zu,“ erklärt Elsa Koller-Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg.

„Die Entwicklung der Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit lässt deutlich die Auswirkungen der Coronakrise auf den Arbeitsmarkt erkennen, wobei in den vergangenen beiden Monaten Mai und Juni deutlich weniger Anzeigen hinzugekommen sind. Im April zeigten noch 5.471 Betriebe Kurzarbeit an, im Monat Mai waren es 712 und jetzt waren es noch 176. Kumuliert für die Monate April bis Juni erreichten die Agentur für Arbeit Augsburg 7.057 Anzeigen für 91.921 Personen“, führt Koller-Knedlik weiter aus.

„Neben den steigenden Arbeitslosenzahlen geht die Nachfrage nach Arbeitskräften weiterhin zurück. In diesem Monat sind es nur 782 neue Arbeitsstellen, die uns die Arbeitgeber gemeldet haben. Das sind zwar 190 oder 32,1 Prozent mehr als zum Vormonat, aber auch 789 oder 50,2 Prozent weniger als zum Vorjahr. Der Bestand an Arbeitsstellen beträgt im Juni 4.288 und liegt um 1.748 (29,0 Prozent) unter dem Vorjahreswert. Gerade in der Zeitarbeit, dem Handel und dem Gastgewerbe sind die Rückgänge weiterhin deutlich“, analysiert Koller-Knedlik.

„Die Zunahme der Arbeitslosigkeit flacht derzeit ab. Im Sommer wird es dennoch weiter nach oben gehen und danach sinken die Zahlen hoffentlich wieder. Wir und die Allianz für Arbeitsplätze sehen dennoch positive Zeichen für die Zukunft. In den vergangenen Monaten z.B. ist deutlich geworden, wie anpassungsfähig die Unternehmen in Augsburg sind. Produktionen wurden umgestellt, um auf eine veränderte Nachfrage zu reagieren, kreative Absatzstrategien wurden entwickelt, Onlineshops ausgebaut und aufgebaut. Andere Unternehmen nutzen die Krise, um ihre Mitarbeiter gezielt weiterzubilden und zu schulen. Wir legen den Firmen nochmals sehr ans Herz, die Zeit der Kurzarbeit für Weiterbildung zu nutzen. Wir fördern dies finanziell. Sprechen Sie uns und meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Arbeitgeberservice an“, blickt Koller-Knedlik in die Zukunft.
„Für den Ausbildungsmarkt und die Jugendlichen hat die heiße Phase begonnen. Unsere Botschaft ist hier ganz klar: Unternehmen tun gut daran, ihre Ausbildungsbereitschaft weiter hochzuhalten! Corona ist irgendwann vorbei, doch der Bedarf an Fachkräften bleibt und ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit eines jeden Unternehmens. Der jetzt eingestellte Azubi ist in drei Jahren die fertige Fachkraft.“

Arbeitsmarkt Juni
Besondere Personengruppen

Verglichen mit Juni 2019 nahm die Arbeitslosigkeit bei allen Personengruppen zu. Die Veränderung schwankte zwischen plus 22,0 Prozent bei den Menschen mit Behinderung, bis hin zu plus 81,3 Prozent bei den Jugendlichen:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 1.972 (plus 884, plus 81,3 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 5.942 (plus 1.372, plus 30,0 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 3.249 (plus 631, plus 24,1 Prozent)
  • Ausländer: 6.384 (plus 2.150, plus 50,8 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 1.412 (plus 255, plus 22,0 Prozent)

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Unter bisheriger Betrachtung haben wir 17.975 registrierte arbeitslose Personen. Dazu müssten aber weitere 4.725 Personen gerechnet werden. In der Summe wären das dann 22.700 Arbeitslose, was einer Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent (Vormonat 5,7 Prozent, Vorjahr 4,7 Prozent) entspräche. Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (1.286), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (649), kurzfristig erkrankt sind (339), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 953), vorruhestandsähnliche Regelungen (985) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (261) gefördert werden. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 4.294 oder 23,3 Prozent.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. Dezember 2019 waren 264.594 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 3.262 oder 1,2 Prozent mehr als zum 31. Dezember 2018. Derzeit gehen 79.336 (30,0 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 185.258 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 35.777 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (13,5 Prozent), 165.309 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (62,5 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (14,9 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 139.340 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 1.355 oder 1,0 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 1.907 oder 1,5 Prozent auf 125.254 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 2.072 oder 5,0 Prozent auf 43.738.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Fast alle verzeichnen Zuwächse:

  • Verarbeitendes Gewerbe (minus 631 oder minus 1,0 Prozent): 60.958
  • Verkehr und Lagerei (plus 207 oder plus 1,3 Prozent): 16.657
  • Handel (plus 343 oder plus 0,9 Prozent): 37.547
  • Baugewerbe (plus 444 oder plus 3,1 Prozent): 14.959
  • öffentliche Verwaltung (plus 610 oder plus 4,7 Prozent): 13.566
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 1.310 oder plus 3,7 Prozent): 37.140

Die Arbeitnehmerüberlassung hingegen verzeichnete ein weiteres Minus zum Vorjahresstichtag von 935 Personen oder 11,8 Prozent. Dieser Wirtschaftszweig zählt nun 7.020 Beschäftigte, was einem Anteil von 2,7 Prozent an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entspricht.

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Regionaler Arbeitsmarkt

Stadt Augsburg

  • Zahl der Arbeitslosen steigt auf 11.197
  • Arbeitslosenquote steigt auf 6,6 Prozent

In der Stadt Augsburg liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 11.197. Das sind 151 oder 1,4 Prozent mehr als einen Monat zuvor und entspricht einer Quote von 6,6 Prozent (6,5 Prozent im Vormonat). Im Juni 2019 betrug die Arbeitslosenquote 4,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es 3.311 oder 42,0 Prozent mehr Arbeitslose. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Plus von 2.372 Personen oder 69,3 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 939 Personen oder 21,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In diesem Monat nahm die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr bei allen Personengruppen zu. Die Bandbreite reichte von plus 16,3 Prozent bei den Menschen mit Behinderung bis plus 77,0 Prozent bei den Jugendlichen:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 1.214 (plus 528, plus 77,0 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 3.302 (plus 693, plus 26,6 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 2.278 (plus 410, plus 21,9 Prozent)
  • Ausländer: 4.648 (plus 1.494, plus 47,4 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 751 (plus 105, plus 16,3 Prozent)

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 11.197 Personen. Hierzu müssten aber weitere 2.962 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 14.159 und wäre eine Arbeitslosenquote von 8,2 Prozent (Vormonat 8,2 Prozent, Vorjahr 6,8 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (730), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (395), kurzfristig erkrankt sind (198), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 566), vorruhestandsähnliche Regelungen (744) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (119) gefördert werden. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 2.559 oder 22,1 Prozent.


Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. Dezember 2019 waren 148.565 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 1.275 oder 0,9 Prozent mehr als zum 31. Dezember 2018. Derzeit gehen 46.461 (31,3 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 102.104 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 19.314 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (13,0 Prozent), 87.723 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (59,0 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (19,6 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 74.241 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 354 oder 0,5 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 921 oder 1,3 Prozent auf 74.324 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 776 oder 3,6 Prozent auf 22.519.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Fast alle verzeichnen einen Zuwachs:

  • Verarbeitendes Gewerbe (minus 735 oder minus 2,4 Prozent): 29.401
  • Verkehr und Lagerei (plus 18 oder plus 0,2 Prozent): 7.300
  • Handel (plus 142 oder plus 0,9 Prozent): 16.257
  • Baugewerbe (plus 212 oder plus 4,6 Prozent): 4.864
  • öffentliche Verwaltung (plus 362 oder plus 4,4 Prozent): 8.671
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 854 oder plus 3,3 Prozent): 26.545

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Landkreis Augsburg

  • Zahl der Arbeitslosen steigt auf 4.660
  • Arbeitslosenquote verharrt auf 3,2 Prozent

Im Landkreis Augsburg gibt es im Juni 109 Arbeitslose oder 2,4 Prozent mehr im Vergleich zum Vormonat: 4.660 sind derzeit registriert. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 1.551 oder 49,9 Prozent Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote verharrt auf 3,2 Prozent und liegt damit weiterhin knapp über der Schwelle zur Vollbeschäftigung. Im Juni 2019 betrug die Arbeitslosenquote 2,2 Prozent. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Plus von 1.113 Personen oder 54,3 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 438 Personen oder 41,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im Landkreis nahm in diesem Monat die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr bei allen Personengruppen zu. Die Bandbreite reichte von plus 29,0 Prozent bei den Menschen mit Behinderung bis plus 100,8 Prozent bei den Jugendlichen:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 520 (plus 261, plus 100,8 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 1.783 (plus 458, plus 34,6 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 674 (plus 152, plus 29,1 Prozent)
  • Ausländer: 1.254 (plus 516, plus 69,9 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 427, (plus 96, plus 29,0 Prozent)


Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 4.660 Personen. Hierzu müssten aber weitere 1.281 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 5.941 und wäre eine Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent (Vormonat 4,0 Prozent, Vorjahr 3,3 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (414), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (190), kurzfristig erkrankt sind (93), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 291), vorruhestandsähnliche Regelungen (175) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (89) gefördert werden. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 1.179 oder 24,8 Prozent.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. Dezember 2019 waren 79.200 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 1.659 oder 2,1 Prozent mehr als zum 31. Dezember 2018. Derzeit gehen 21.975 (27,7 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 57.225 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 11.742 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (14,8 Prozent), 51.948 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (65,6 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (8,9 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 45.447 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 844 oder 1,9 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 815 oder 2,5 Prozent auf 33.753 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 1.028 oder 7,1 Prozent auf 15.567.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Alle verzeichnen Zuwächse:

  • Verkehr und Lagerei (plus 16 oder plus 0,2 Prozent): 7.576
  • öffentliche Verwaltung (plus 154 oder plus 5,7 Prozent): 2.869
  • Baugewerbe (plus 169 oder plus 2,8 Prozent): 6.266
  • Verarbeitendes Gewerbe (plus 215 oder plus 1,0 Prozent): 21.159
  • Handel (plus 293 oder plus 2,0 Prozent): 14.682
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 332 oder plus 5,2 Prozent): 6.656

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Landkreis Aichach-Friedberg

  • Zahl der Arbeitslosen steigt auf 2.118
  • Arbeitslosenquote verharrt auf 2,7 Prozent

Im Landkreis Aichach-Friedberg sind im Juni 2.118 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 32 Arbeitslose oder 1,5 Prozent mehr als einen Monat zuvor. Im Vergleich zu Juni 2019 sind es 666 oder 45,9 Prozent mehr. Die Arbeitslosenquote zum Vormonat verharrt auf 2,7 Prozent. Im Juni 2019 betrug die Arbeitslosenquote 1,9 Prozent und liegt damit noch immer im Korridor der Vollbeschäftigung. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Plus von 570 Personen oder 58,9 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 96 Personen oder 19,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im Landkreis Aichach-Friedberg nahm die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr bei allen Personengruppen zu. Die Bandbreite über alle Gruppen hinweg ging von plus 30,0 Prozent bei den Menschen mit Behinderung bis plus 66,4 Prozent bei den Jugendlichen:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 238 (plus 95, plus 66,4 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 857 (plus 221, plus 34,7 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 297 (plus 69, plus 30,3 Prozent)
  • Ausländer: 482 (plus 140, plus 40,9 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 234 (plus 54, plus 30,0 Prozent)

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 2.118 Personen. Hierzu müssten aber weitere 482 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 2.600 und wäre eine Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent (Vormonat 3,4 Prozent, Vorjahr 2,6 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (142), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (64), kurzfristig erkrankt sind (48), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 96), vorruhestandsähnliche Regelungen (66) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (53) gefördert werden. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 556 oder 27,2 Prozent.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. Dezember 2019 waren 36.829 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 328 oder 0,9 Prozent mehr als zum 31. Dezember 2018. Derzeit gehen 10.900 (29,6 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 25.929 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 4.721 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (12,8 Prozent), 25.638 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (69,6 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (8,8 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 19.652 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 157 oder 0,8 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 171 oder 1,0 Prozent auf 17.177 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 268 oder 5,0 Prozent auf 5.652.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Fast alle verzeichnen Zuwächse:

  • Verarbeitendes Gewerbe (minus 111 oder minus 1,1 Prozent): 10.398
  • Handel (minus 92 oder minus 1,4 Prozent): 6.608
  • Baugewerbe (plus 63 oder plus 1,7 Prozent): 3.829
  • öffentliche Verwaltung (plus 94 oder plus 4,9 Prozent): 2.026
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 124 oder plus 3,3 Prozent): 3.939
  • Verkehr und Lagerei (plus 173 oder plus 10,8 Prozent): 1.781

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Fazit:
Die Arbeitslosenquote ist in diesem Monat im Agenturbezirk auf 4,6 Prozent und in der Stadt Augsburg auf 6,6 Prozent gestiegen und in den Landkreisen gleichgeblieben (Landkreis Augsburg 3,2 Prozent, Landkreis Aichach-Friedberg 2,7 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahr bewegen sich insbesondere die beiden Landkreise trotz des Anstiegs weiterhin im Korridor der Vollbeschäftigung.

Ausbildungsstellenmarkt

  • Seit Oktober 3.449 gemeldete Bewerber und 4.303 Berufsausbildungsstellen
  • 125 Ausbildungsplätze pro 100 Bewerber

Betriebe und Verwaltungen meldeten seit Oktober für das Berufsberatungsjahr 2019/2020 4.303 Berufsausbildungsstellen. Das sind 219 oder 4,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (4.522). Für eine Ausbildungsstelle haben sich 3.449 junge Menschen bei der Arbeitsagentur Augsburg vormerken lassen. Das sind 52 oder 1,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Statistisch gesehen stehen 100 Ausbildungsbewerbern 125 Ausbildungsplätze gegenüber.

Ende Juni waren 1.471 Bewerber noch unversorgt und 2.003 Ausbildungsstellen noch unbesetzt.

Top 10 der gemeldeten Berufsausbildungsstellen:

  1. Kaufmann/-frau im Einzelhandel 281
  2. Verkäufer/in 199
  3. Kaufmann/-frau – Büromanagement 190
  4. Handelsfachwirt/in (Ausbildung) 160
  5. Kaufmann – Groß-/Außenhandel - Großhandel 125
  6. Fachkraft – Lagerlogistik 124
  7. Kfz.mechatroniker – Pkw-Technik 121
  8. Industriekaufmann/-frau 111
  9. Friseur/in 103
  10. Medizinische/r Fachangestellte/r 99

Top 10 der gemeldeten Bewerber:

  1. Kaufmann/-frau – Büromanagement 254
  2. Verkäufer/in 228
  3. Medizinische/r Fachangestellte/r 213
  4. Kfz.mechatroniker – Pkw-Technik 182
  5. Kaufmann/-frau im Einzelhandel 151
  6. Industriekaufmann/-frau 118
  7. Industriemechaniker/in 110
  8. Friseur/in 106
  9. Fachlagerist/in 78
  10. Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r 74

Stadt Augsburg:

  • 2.101 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 129 oder 5,8 Prozent weniger
  • 1.664 Jugendliche suchen eine Ausbildungsstelle, 4 oder 0,2 Prozent mehr
  • Verhältnis 100 Bewerber zu 126 Ausbildungsstellen
  • 761 unversorgte Bewerber
  • 965 unbesetzte Berufsausbildungsstellen

Landkreis Augsburg:

  • 1.406 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 133 oder 8,6 Prozent weniger
  • 1.236 Jugendliche suchen eine Ausbildungsstelle, 86 oder 6,5 Prozent weniger
  • Verhältnis 100 Bewerber zu 114 Ausbildungsstellen
  • 517 unversorgte Bewerber
  • 654 unbesetzte Berufsausbildungsstellen

Landkreis Aichach-Friedberg:

  • 796 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 43 oder 5,7 Prozent mehr
  • 549 Jugendliche suchen eine Ausbildungsstelle, 30 oder 5,8 Prozent mehr
  • Verhältnis 100 Bewerber zu 145 Ausbildungsstellen
  • 193 unversorgte Bewerber
  • 384 unbesetzte Berufsausbildungsstellen