30.07.2020 | Presseinfo Nr. 33

Die Anspannung bleibt

In diesem Monat ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat nahezu gleichgeblieben, im Gegenteil: sie ist sogar ganz leicht um 48 Prozent gesunken.

Arbeitsmarkt

„In diesem Monat ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat nahezu gleichgeblieben, im Gegenteil: sie ist sogar ganz leicht um 48 Personen gesunken. Natürlich sind im Vergleich zum Vorjahr die Folgen der Corona-Pandemie weiterhin deutlich sichtbar: Wir haben 39,0 Prozent oder 5.034 mehr Arbeitslose. Wenn wir auf die beiden Rechtskreise schauen, stellen wir im SGB-III-Bereich einen Anstieg um 3.707 Personen oder 53,9 Prozent zum Vorjahr fest und im SGB-II-Bereich um 1.327 Personen oder 22,1 Prozent. In diesem Monat haben wir insgesamt 17.927 Arbeitslose und eine Quote von weiterhin 4,6 Prozent,“ erklärt Elsa Koller-Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg.

Im abgelaufenen Monat sind 84 neue Anzeigen für Kurzarbeit hinzugekommen. Damit haben seit März die Arbeitsagentur 7.060 Anzeigen erreicht, gut 40 Prozent der Betriebe befinden sich in Kurzarbeit. „Auch, wenn einige wenige Firmen ihre Kurzarbeit wieder abgemeldet haben, bleibt die Lage ernst,“ führt Koller-Knedlik weiter aus.

„Neben den steigenden Arbeitslosenzahlen geht die Nachfrage nach Arbeitskräften weiterhin zurück. In diesem Monat sind es 1.055 neue Arbeitsstellen, die uns die Arbeitgeber gemeldet haben. Das sind 273 oder 34,9 Prozent mehr als zum Vormonat, aber auch 69 oder 6,1 Prozent weniger als zum Vorjahr. Der Bestand an Arbeitsstellen beträgt im Juli 4.184 und liegt um 1.786 (29,9 Prozent) unter dem Vorjahreswert. Gerade in der Zeitarbeit, dem Handel und dem Gastgewerbe sind die Rückgänge nach wie vor deutlich“, analysiert Koller-Knedlik.

„Im August wird die Arbeitslosigkeit wieder nach oben gehen, da das Schuljahr und die Ausbildungen zu Ende gegangen sind. Wir erwarten für den September dann einen ersten Rückgang der Arbeitslosenzahlen. Auch wenn die Region derzeit einige schlechte Nachrichten erreichen, so sehen ich dennoch zuversichtlich in die kommenden Monate. Bei den im Fokus stehenden Firmen z.B. wird hart darum gerungen, die Zahl der abzubauenden Stellen zu reduzieren. Dabei kommt auch die Kreativität der Belegschaft zum Tragen und vielleicht entwickeln sich dadurch weitere Produkte und Geschäftsfelder. Wir stehen auf alle Fälle mit unserem Know-How und der Möglichkeit finanzieller Förderung von Qualifizierungen parat und zwar für jede Firma und jeden Beschäftigten“, blickt Koller-Knedlik in die Zukunft.

„Für den Ausbildungsmarkt und die Jugendlichen geht die heiße Phase weiter. Unsere Botschaft ist hier ganz klar: Unternehmen tun gut daran, ihre Ausbildungsbereitschaft weiter hochzuhalten! Corona ist irgendwann vorbei, doch der Bedarf an Fachkräften bleibt und ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit eines jeden Unternehmens. Corona hat jedoch den Einstellungsprozess verzögert. Daher ist in diesem Bereich gerade sehr viel Bewegung. Sowohl Jugendliche als auch Firmen, die noch auf der Suche sind, sollten sich schnellstmöglich an die Berufsberatung bzw. den Arbeitgeber-Service wenden. Wir haben noch eine große Auswahl an Ausbildungsstellen in unserem System und auch noch viele suchende Jugendliche.“


Arbeitsmarkt Juli
Besondere Personengruppen

Verglichen mit Juli 2019 nahm die Arbeitslosigkeit bei allen Personengruppen zu. Die Veränderung schwankte zwischen plus 17,9 Prozent bei den Menschen mit Behinderung, bis hin zu plus 52,5 Prozent bei den Jugendlichen:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 2.081 (plus 716, plus 52,5 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 5.878 (plus 1.301, plus 28,4 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 3.386 (plus 762, plus 29,0 Prozent)
  • Ausländer: 6.153 (plus 1.904, plus 44,8 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 1.414 (plus 215, plus 17,9 Prozent)

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Unter bisheriger Betrachtung haben wir 17.927 registrierte arbeitslose Personen. Dazu müssten aber weitere 4.892 Personen gerechnet werden. In der Summe wären das dann 22.819 Arbeitslose, was einer Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent (Vormonat 5,8 Prozent, Vorjahr 4,8 Prozent) entspräche. Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (1.250), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (717), kurzfristig erkrankt sind (431), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 1.030), vorruhestandsähnliche Regelungen (968) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (247) gefördert werden. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 4.139 oder 22,2 Prozent.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. Dezember 2019 waren 264.594 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 3.262 oder 1,2 Prozent mehr als zum 31. Dezember 2018. Derzeit gehen 79.336 (30,0 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 185.258 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 35.777 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (13,5 Prozent), 165.309 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (62,5 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (14,9 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 139.340 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 1.355 oder 1,0 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 1.907 oder 1,5 Prozent auf 125.254 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 2.072 oder 5,0 Prozent auf 43.738.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Fast alle verzeichnen Zuwächse:

  • Verarbeitendes Gewerbe (minus 631 oder minus 1,0 Prozent): 60.958
  • Verkehr und Lagerei (plus 207 oder plus 1,3 Prozent): 16.657
  • Handel (plus 343 oder plus 0,9 Prozent): 37.547
  • Baugewerbe (plus 444 oder plus 3,1 Prozent): 14.959
  • öffentliche Verwaltung (plus 610 oder plus 4,7 Prozent): 13.566
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 1.310 oder plus 3,7 Prozent): 37.140

Die Arbeitnehmerüberlassung hingegen verzeichnete ein weiteres Minus zum Vorjahresstichtag von 935 Personen oder 11,8 Prozent. Dieser Wirtschaftszweig zählt nun 7.020 Beschäftigte, was einem Anteil von 2,7 Prozent an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entspricht.

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Regionaler Arbeitsmarkt

Stadt Augsburg

  • Zahl der Arbeitslosen sinkt auf 11.185
  • Arbeitslosenquote verharrt auf 6,6 Prozent

In der Stadt Augsburg liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 11.185. Das sind 12 oder 0,1 Prozent weniger als einen Monat zuvor und entspricht einer Quote von erneut 6,6 Prozent (6,6 Prozent im Vormonat). Im Juli 2019 betrug die Arbeitslosenquote 4,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es 3.115 oder 38,6 Prozent mehr Arbeitslose. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Plus von 2.261 Personen oder 63,4 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 854 Personen oder 19,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In diesem Monat nahm die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr bei allen Personengruppen zu. Die Bandbreite reichte von plus 10,5 Prozent bei den Menschen mit Behinderung bis plus 61,2 Prozent bei den Jugendlichen:

• Jugendliche unter 25 Jahre: 1.270 (plus 482, plus 61,2 Prozent)
• Ältere ab 50 Jahre: 3.291 (plus 690, plus 26,5 Prozent)
• Langzeitarbeitslose: 2.351 (plus 475, plus 25,3 Prozent)
• Ausländer: 4.529 (plus 1.379, plus 43,8 Prozent)
• Schwerbehinderte Menschen: 745 (plus 71, plus 10,5 Prozent)

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 11.185 Personen. Hierzu müssten aber weitere 3.040 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 14.225 und wäre eine Arbeitslosenquote von 8,3 Prozent (Vormonat 8,3 Prozent, Vorjahr 6,8 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (705), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (417), kurzfristig erkrankt sind (239), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 633), vorruhestandsähnliche Regelungen (735) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (107) gefördert werden. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 2.606 oder 22,4 Prozent.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. Dezember 2019 waren 148.565 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 1.275 oder 0,9 Prozent mehr als zum 31. Dezember 2018. Derzeit gehen 46.461 (31,3 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 102.104 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 19.314 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (13,0 Prozent), 87.723 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (59,0 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (19,6 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 74.241 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 354 oder 0,5 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 921 oder 1,3 Prozent auf 74.324 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 776 oder 3,6 Prozent auf 22.519.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Fast alle verzeichnen einen Zuwachs:

  • Verarbeitendes Gewerbe (minus 735 oder minus 2,4 Prozent): 29.401
  • Verkehr und Lagerei (plus 18 oder plus 0,2 Prozent): 7.300
  • Handel (plus 142 oder plus 0,9 Prozent): 16.257
  • Baugewerbe (plus 212 oder plus 4,6 Prozent): 4.864
  • öffentliche Verwaltung (plus 362 oder plus 4,4 Prozent): 8.671
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 854 oder plus 3,3 Prozent): 26.545

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Landkreis Augsburg

  • Zahl der Arbeitslosen sinkt auf 4.617
  • Arbeitslosenquote verharrt auf 3,2 Prozent

Im Landkreis Augsburg gibt es im Juli 43 Arbeitslose oder 0,9 Prozent weniger im Vergleich zum Vormonat: 4.617 sind derzeit registriert. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 1.391 oder 43,1 Prozent Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote verharrt auf 3,2 Prozent und liegt damit weiterhin knapp über der Schwelle zur Vollbeschäftigung. Im Juli 2019 betrug die Arbeitslosenquote 2,3 Prozent. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Plus von 994 Personen oder 45,4 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 397 Personen oder 38,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im Landkreis nahm in diesem Monat die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr bei allen Personengruppen zu. Die Bandbreite reichte von plus 29,9 Prozent bei den Menschen mit Behinderung bis plus 55,2 Prozent bei den Ausländern:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 544 (plus 186, plus 52,0 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 1.755 (plus 447, plus 34,2 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 714 (plus 192, plus 36,8 Prozent)
  • Ausländer: 1.169 (plus 416, plus 55,2 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 435, (plus 100, plus 29,9 Prozent)

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 4.617 Personen. Hierzu müssten aber weitere 1.353 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 5.970 und wäre eine Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent (Vormonat 4,1 Prozent, Vorjahr 3,4 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (412), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (218), kurzfristig erkrankt sind (139), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 298), vorruhestandsähnliche Regelungen (170) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (85) gefördert werden. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 1.087 oder 22,3 Prozent.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. Dezember 2019 waren 79.200 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 1.659 oder 2,1 Prozent mehr als zum 31. Dezember 2018. Derzeit gehen 21.975 (27,7 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 57.225 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 11.742 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (14,8 Prozent), 51.948 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (65,6 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (8,9 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 45.447 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 844 oder 1,9 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 815 oder 2,5 Prozent auf 33.753 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 1.028 oder 7,1 Prozent auf 15.567.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Alle verzeichnen Zuwächse:

  • Verkehr und Lagerei (plus 16 oder plus 0,2 Prozent): 7.576
  • öffentliche Verwaltung (plus 154 oder plus 5,7 Prozent): 2.869
  • Baugewerbe (plus 169 oder plus 2,8 Prozent): 6.266
  • Verarbeitendes Gewerbe (plus 215 oder plus 1,0 Prozent): 21.159
  • Handel (plus 293 oder plus 2,0 Prozent): 14.682
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 332 oder plus 5,2 Prozent): 6.656

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Landkreis Aichach-Friedberg

  • Zahl der Arbeitslosen steigt auf 2.125
  • Arbeitslosenquote verharrt auf 2,7 Prozent

Im Landkreis Aichach-Friedberg sind im Juli 2.125 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind sieben Arbeitslose oder 0,3 Prozent mehr als einen Monat zuvor. Im Vergleich zu Juli 2019 sind es 528 oder 33,1 Prozent mehr. Die Arbeitslosenquote zum Vormonat verharrt auf 2,7 Prozent. Im Juli 2019 betrug die Arbeitslosenquote 2,1 Prozent und liegt damit noch immer im Korridor der Vollbeschäftigung. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Plus von 452 Personen oder 40,2 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 76 Personen oder 16,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im Landkreis Aichach-Friedberg nahm die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr bei allen Personengruppen zu. Die Bandbreite über alle Gruppen hinweg ging von plus 21,9 Prozent bei den Jugendlichen bis plus 42,0 Prozent bei den Langzeitarbeitslosen:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 267 (plus 48, plus 21,9 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 832 (plus 164, plus 24,6 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 321 (plus 95, plus 42,0 Prozent)
  • Ausländer: 455 (plus 109, plus 31,5 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 234 (plus 44, plus 23,2 Prozent)

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 2.125 Personen. Hierzu müssten aber weitere 499 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 2.624 und wäre eine Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent (Vormonat 3,3 Prozent, Vorjahr 2,8 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (133), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (82), kurzfristig erkrankt sind (53), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 99), vorruhestandsähnliche Regelungen (63) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (55) gefördert werden. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 446 oder 20,5 Prozent.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. Dezember 2019 waren 36.829 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 328 oder 0,9 Prozent mehr als zum 31. Dezember 2018. Derzeit gehen 10.900 (29,6 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 25.929 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 4.721 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (12,8 Prozent), 25.638 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (69,6 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (8,8 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 19.652 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 157 oder 0,8 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 171 oder 1,0 Prozent auf 17.177 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 268 oder 5,0 Prozent auf 5.652.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Fast alle verzeichnen Zuwächse:

  • Verarbeitendes Gewerbe (minus 111 oder minus 1,1 Prozent): 10.398
  • Handel (minus 92 oder minus 1,4 Prozent): 6.608
  • Baugewerbe (plus 63 oder plus 1,7 Prozent): 3.829
  • öffentliche Verwaltung (plus 94 oder plus 4,9 Prozent): 2.026
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 124 oder plus 3,3 Prozent): 3.939
  • Verkehr und Lagerei (plus 173 oder plus 10,8 Prozent): 1.781

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.
Fazit:
Die Arbeitslosenquote ist in diesem Monat in allen drei Gebietskörperschaften gleichgeblieben.

Im Vergleich zum Vorjahr bewegen sich insbesondere die beiden Landkreise trotz des Anstiegs weiterhin im Korridor der Vollbeschäftigung.

Ausbildungsstellenmarkt

  • Seit Oktober 3.615 gemeldete Bewerber und 4.400 Berufsausbildungsstellen
  • 122 Ausbildungsplätze pro 100 Bewerber

Betriebe und Verwaltungen meldeten seit Oktober für das Berufsberatungsjahr 2019/2020 4.400 Berufsausbildungsstellen. Das sind 239 oder 5,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (4.639). Für eine Ausbildungsstelle haben sich 3.615 junge Menschen bei der Arbeitsagentur Augsburg vormerken lassen. Das sind 15 oder 0,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Statistisch gesehen stehen 100 Ausbildungsbewerbern 122 Ausbildungsplätze gegenüber.

Ende Juli waren 1.208 Bewerber noch unversorgt und 1.745 Ausbildungsstellen noch unbesetzt.

Top 10 der gemeldeten Berufsausbildungsstellen:

  1. Kaufmann/-frau im Einzelhandel 282
  2. Verkäufer/in 204
  3. Kaufmann/-frau – Büromanagement 202
  4. Handelsfachwirt/in (Ausbildung) 160
  5. Kaufmann – Groß-/Außenhandel - Großhandel 128
  6. Kfz.mechatroniker – Pkw-Technik 127
  7. Fachkraft – Lagerlogistik 126
  8. Industriekaufmann/-frau 113
  9. Medizinische/r Fachangestellte/r 107
  10. Friseur/in 105

Top 10 der gemeldeten Bewerber:

  1. Kaufmann/-frau – Büromanagement 264
  2. Verkäufer/in 246
  3. Medizinische/r Fachangestellte/r 226
  4. Kfz.mechatroniker – Pkw-Technik 190
  5. Kaufmann/-frau im Einzelhandel 162
  6. Industriekaufmann/-frau 119
  7. Industriemechaniker/in 112
  8. Friseur/in 108
  9. Fachlagerist/in 83
  10. Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r 77

Stadt Augsburg:

  • 2.147 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 130 oder 5,7 Prozent weniger
  • 1.749 Jugendliche suchen eine Ausbildungsstelle, 38 oder 2,2 Prozent mehr
  • Verhältnis 100 Bewerber zu 123 Ausbildungsstellen
  • 608 unversorgte Bewerber
  • 816 unbesetzte Berufsausbildungsstellen

 

Landkreis Augsburg:

  • 1.441 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 146 oder 9,2 Prozent weniger
  • 1.300 Jugendliche suchen eine Ausbildungsstelle, 58 oder 4,3 Prozent weniger
  • Verhältnis 100 Bewerber zu 111 Ausbildungsstellen
  • 448 unversorgte Bewerber
  • 591 unbesetzte Berufsausbildungsstellen

Landkreis Aichach-Friedberg:

  • 812 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 37 oder 4,8 Prozent mehr
  • 566 Jugendliche suchen eine Ausbildungsstelle, 35 oder 6,6 Prozent mehr
  • Verhältnis 100 Bewerber zu 143 Ausbildungsstellen
  • 152 unversorgte Bewerber
  • 338 unbesetzte Berufsausbildungsstellen