01.09.2020 | Presseinfo Nr. 34

Die Lage ist angespannt aber stabil

In diesem Monat ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat, wie saisonal üblich, gestiegen.

Arbeitsmarkt

„In diesem Monat ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat, wie saisonal üblich, gestiegen. Der Anstieg um 1.066 Personen oder 5,9 Prozent bewegt sich im Korridor der Vorjahre. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie machen sich allerdings weiterhin deutlich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar: Wir haben 33,8 Prozent oder 4.802 mehr Arbeitslose als im Vorjahr. Zu bemerken ist dazu, dass dieser Anstieg von Monat zu Monat abschmilzt, was wir als hoffnungsvolles Zeichen auf einen besser werdenden Arbeitsmarkt werten. Wenn wir auf die beiden Rechtskreise schauen, stellen wir im SGB-III-Bereich einen Anstieg um 3.742 Personen oder 49,2 Prozent und im SGB-II-Bereich um 1.060 Personen oder 16,1 Prozent zum Vorjahr fest. In diesem Monat haben wir insgesamt 18.993 Arbeitslose und eine Quote von 4,9 Prozent,“ erklärt Roland Fürst, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Augsburg.

Im abgelaufenen Monat sind 63 neue Anzeigen für Kurzarbeit hinzugekommen. Damit haben seit März die Arbeitsagentur 7.289 Anzeigen erreicht, ca. 40 Prozent der Betriebe befinden sich in Kurzarbeit. Laut ersten Hochrechnungen haben im April 4.735 Betriebe für 41.705 Beschäftigte Kurzarbeitergeld beantragt und abgerechnet.

„Neben den steigenden Arbeitslosenzahlen geht aber die Nachfrage nach Arbeitskräften langsam nach oben. In diesem Monat haben uns die Arbeitgeber 1.143 neue Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 88 oder 8,3 Prozent mehr als zum Vormonat, aber auch noch 156 oder 12,0 Prozent weniger als zum Vorjahr. Der Bestand an Arbeitsstellen beträgt im August 4.291 und liegt um 1.733 (28,8 Prozent) unter dem Vorjahreswert. Gerade in der Zeitarbeit, dem Handel und dem Gastgewerbe sind die Rückgänge nach wie vor deutlich“, analysiert Fürst.

„Wie erwartet, sind im August die Arbeitslosenzahlen nach oben gegangen, v.a. bei den Jüngeren sind sie deutlich gestiegen. Dies dürfte damit zusammenhängen, dass die Abschlussprüfungen der Ausbildungen verzögert stattgefunden haben und die jungen Menschen erst im August arbeitslos geworden sind. Wir erwarten im kommenden Monat dennoch einen Rückgang der Arbeitslosigkeit, da nach den Sommerferien die Zahl der Einstellungen traditionell zunimmt“, blickt Roland Fürst in die Zukunft.

„Den jungen Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz geben wir mit auf den Weg: Es ist weiterhin nicht zu spät für eine Ausbildung. Bis Ende des Jahres ist der Einstieg in die Ausbildung noch möglich, weil alle Partner in der dualen Ausbildung darauf vorbereitet sind, auch Späteinsteiger gut zu integrieren. Dies zeigt sich auch an der Laufzeit der Ausbildungsprämien für coronageschädigte Betriebe – ein Ausbildungsstart ist bis Mitte Februar 2021 möglich. Die Ausbildungsprämie richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU mit bis zu 249 Beschäftigten), die in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen sind und dennoch gleich viele Ausbildungsverträge für das Ausbildungsjahr 2020 abschließen, wie im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019. Die Prämie besteht aus einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro je Ausbildungsvertrag. Alternativ gibt es die Ausbildungsprämie plus für zusätzliche Ausbildungsverträge. In diesem Fall beträgt der Zuschuss einmalig 3.000 Euro pro zusätzlichem Ausbildungsvertrag. Bei allen Fragen rund um das neue Instrumentarium steht Ihnen unser Arbeitgeberservice zur Verfügung“, führt Fürst aus.

Arbeitsmarkt August
Besondere Personengruppen

Verglichen mit August 2019 nahm die Arbeitslosigkeit bei allen Personengruppen zu. Die Veränderung schwankte zwischen plus 21,0 Prozent bei den Menschen mit Behinderung, bis hin zu plus 40,3 Prozent bei den Ausländern:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 2.628 (plus 686, plus 35,3 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 6.061 (plus 1.249, plus 26,0 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 3.595 (plus 856, plus 31,3 Prozent)
  • Ausländer: 6.487 (plus 1.864, plus 40,3 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 1.478 (plus 257, plus 21,0 Prozent)

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Unter bisheriger Betrachtung haben wir 18.993 registrierte arbeitslose Personen. Dazu müssten aber weitere 4.584 Personen gerechnet werden. In der Summe wären das dann 23.577 Arbeitslose, was einer Arbeitslosenquote von 6,0 Prozent (Vormonat 5,8 Prozent, Vorjahr 4,9 Prozent) entspräche. Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (1.146), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (715), kurzfristig erkrankt sind (443), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 852), vorruhestandsähnliche Regelungen (939) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (240) gefördert werden. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 4.344 oder 22,6 Prozent.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. Dezember 2019 waren 264.594 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 3.262 oder 1,2 Prozent mehr als zum 31. Dezember 2018. Derzeit gehen 79.336 (30,0 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 185.258 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 35.777 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (13,5 Prozent), 165.309 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (62,5 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (14,9 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 139.340 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 1.355 oder 1,0 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 1.907 oder 1,5 Prozent auf 125.254 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 2.072 oder 5,0 Prozent auf 43.738.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Fast alle verzeichnen Zuwächse:

  • Verarbeitendes Gewerbe (minus 631 oder minus 1,0 Prozent): 60.958
  • Verkehr und Lagerei (plus 207 oder plus 1,3 Prozent): 16.657
  • Handel (plus 343 oder plus 0,9 Prozent): 37.547
  • Baugewerbe (plus 444 oder plus 3,1 Prozent): 14.959
  • öffentliche Verwaltung (plus 610 oder plus 4,7 Prozent): 13.566
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 1.310 oder plus 3,7 Prozent): 37.140

Die Arbeitnehmerüberlassung hingegen verzeichnete ein weiteres Minus zum Vorjahresstichtag von 935 Personen oder 11,8 Prozent. Dieser Wirtschaftszweig zählt nun 7.020 Beschäftigte, was einem Anteil von 2,7 Prozent an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entspricht.

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Regionaler Arbeitsmarkt

Stadt Augsburg

  • Zahl der Arbeitslosen steigt auf 11.772
  • Arbeitslosenquote steigt auf 7,0 Prozent

In der Stadt Augsburg liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 11.772. Das sind 587 oder 5,2 Prozent mehr als einen Monat zuvor und entspricht einer Quote von 7,0 Prozent (6,6 Prozent im Vormonat). Im August 2019 betrug die Arbeitslosenquote 5,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es 3.044 oder 34,9 Prozent mehr Arbeitslose. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Plus von 2.312 Personen oder 60,3 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 732 Personen oder 15,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In diesem Monat nahm die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr bei allen Personengruppen zu. Die Bandbreite reichte von plus 15,9 Prozent bei den Menschen mit Behinderung bis plus 43,3 Prozent bei den Jugendlichen:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 1.573 (plus 475, plus 43,3 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 3.373 (plus 653, plus 24,0 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 2.483 (plus 516, plus 26,2 Prozent)
  • Ausländer: 4.774 (plus 1.375, plus 40,5 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 787 (plus 108, plus 15,9 Prozent)

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 11.772 Personen. Hierzu müssten aber weitere 2.828 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 14.600 und wäre eine Arbeitslosenquote von 8,5 Prozent (Vormonat 8,3 Prozent, Vorjahr 6,9 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (657), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (418), kurzfristig erkrankt sind (235), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 497), vorruhestandsähnliche Regelungen (711) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (101) gefördert werden. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 2.760 oder 23,3 Prozent.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. Dezember 2019 waren 148.565 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 1.275 oder 0,9 Prozent mehr als zum 31. Dezember 2018. Derzeit gehen 46.461 (31,3 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 102.104 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 19.314 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (13,0 Prozent), 87.723 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (59,0 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (19,6 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 74.241 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 354 oder 0,5 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 921 oder 1,3 Prozent auf 74.324 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 776 oder 3,6 Prozent auf 22.519.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Fast alle verzeichnen einen Zuwachs:

  • Verarbeitendes Gewerbe (minus 735 oder minus 2,4 Prozent): 29.401
  • Verkehr und Lagerei (plus 18 oder plus 0,2 Prozent): 7.300
  • Handel (plus 142 oder plus 0,9 Prozent): 16.257
  • Baugewerbe (plus 212 oder plus 4,6 Prozent): 4.864
  • öffentliche Verwaltung (plus 362 oder plus 4,4 Prozent): 8.671
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 854 oder plus 3,3 Prozent): 26.545

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Landkreis Augsburg

  • Zahl der Arbeitslosen steigt auf 4.943
  • Arbeitslosenquote steigt auf 3,4 Prozent

Im Landkreis Augsburg gibt es im August 326 Arbeitslose oder 7,1 Prozent mehr im Vergleich zum Vormonat: 4.943 sind derzeit registriert. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 1.220 oder 32,8 Prozent Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote steigt auf 3,4 Prozent und liegt damit dennoch in der Nähe der Schwelle zur Vollbeschäftigung. Im August 2019 betrug die Arbeitslosenquote 2,6 Prozent. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Plus von 958 Personen oder 37,9 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 262 Personen oder 22,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im Landkreis nahm in diesem Monat die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr bei allen Personengruppen zu. Die Bandbreite reichte von plus 27,4 Prozent bei den Menschen mit Behinderung bis plus 48,1 Prozent bei den Langzeitarbeitslosen:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 685 (plus 161, plus 30,7 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 1.837 (plus 412, plus 28,9 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 782 (plus 254, plus 48,1 Prozent)
  • Ausländer: 1.250 (plus 381, plus 43,8 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 451, (plus 97, plus 27,4 Prozent)
     

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 4.943 Personen. Hierzu müssten aber weitere 1.277 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 6.220 und wäre eine Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent (Vormonat 4,1 Prozent, Vorjahr 3,6 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (372), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (214), kurzfristig erkrankt sind (144), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 267), vorruhestandsähnliche Regelungen (166) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (85) gefördert werden. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 1.108 oder 21,7 Prozent.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. Dezember 2019 waren 79.200 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 1.659 oder 2,1 Prozent mehr als zum 31. Dezember 2018. Derzeit gehen 21.975 (27,7 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 57.225 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 11.742 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (14,8 Prozent), 51.948 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (65,6 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (8,9 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 45.447 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 844 oder 1,9 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 815 oder 2,5 Prozent auf 33.753 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 1.028 oder 7,1 Prozent auf 15.567.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Alle verzeichnen Zuwächse:

  • Verkehr und Lagerei (plus 16 oder plus 0,2 Prozent): 7.576
  • öffentliche Verwaltung (plus 154 oder plus 5,7 Prozent): 2.869
  • Baugewerbe (plus 169 oder plus 2,8 Prozent): 6.266
  • Verarbeitendes Gewerbe (plus 215 oder plus 1,0 Prozent): 21.159
  • Handel (plus 293 oder plus 2,0 Prozent): 14.682
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 332 oder plus 5,2 Prozent): 6.656

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Landkreis Aichach-Friedberg

  • Zahl der Arbeitslosen steigt auf 2.278
  • Arbeitslosenquote steigt auf 2,9 Prozent

Im Landkreis Aichach-Friedberg sind im August 2.278 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 153 Arbeitslose oder 7,2 Prozent mehr als einen Monat zuvor. Im Vergleich zu August 2019 sind es 538 oder 30,9 Prozent mehr. Die Arbeitslosenquote zum Vormonat steigt auf 2,9 Prozent. Im August 2019 betrug die Arbeitslosenquote 2,3 Prozent und liegt damit noch immer im Korridor der Vollbeschäftigung. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Plus von 472 Personen oder 38,0 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 66 Personen oder 13,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im Landkreis Aichach-Friedberg nahm die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr bei allen Personengruppen zu. Die Bandbreite über alle Gruppen hinweg ging von plus 15,6 Prozent bei den Jugendlichen bis plus 35,2 Prozent bei den Langzeitarbeitslosen:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 370 (plus 50, plus 15,6 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 851 (plus 184, plus 27,6 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 330 (plus 86, plus 35,2 Prozent)
  • Ausländer: 463 (plus 108, plus 30,4 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 240 (plus 52, plus 27,7 Prozent)

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 2.278 Personen. Hierzu müssten aber weitere 479 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 2.757 und wäre eine Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent (Vormonat 3,4 Prozent, Vorjahr 2,9 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (117), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (83), kurzfristig erkrankt sind (64), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 88), vorruhestandsähnliche Regelungen (62) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (54) gefördert werden. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 476 oder 20,9 Prozent.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. Dezember 2019 waren 36.829 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 328 oder 0,9 Prozent mehr als zum 31. Dezember 2018. Derzeit gehen 10.900 (29,6 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 25.929 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 4.721 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (12,8 Prozent), 25.638 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (69,6 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (8,8 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 19.652 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 157 oder 0,8 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 171 oder 1,0 Prozent auf 17.177 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 268 oder 5,0 Prozent auf 5.652.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Fast alle verzeichnen Zuwächse:

  • Verarbeitendes Gewerbe (minus 111 oder minus 1,1 Prozent): 10.398
  • Handel (minus 92 oder minus 1,4 Prozent): 6.608
  • Baugewerbe (plus 63 oder plus 1,7 Prozent): 3.829
  • öffentliche Verwaltung (plus 94 oder plus 4,9 Prozent): 2.026
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 124 oder plus 3,3 Prozent): 3.939
  • Verkehr und Lagerei (plus 173 oder plus 10,8 Prozent): 1.781

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Fazit:
Die Arbeitslosenquote ist in diesem Monat in allen drei Gebietskörperschaften gestiegen: Stadt Augsburg um 0,4 Prozentpunkte und die beiden Landkreise um je 0,2 Prozentpunkte.

Im Vergleich zum Vorjahr bewegen sich insbesondere die beiden Landkreise trotz des Anstiegs weiterhin im Korridor der Vollbeschäftigung. Die Stadt Augsburg muss einen Anstieg um 1,8 Prozentpunkte auf 7,0 Prozent verkraften.

Ausbildungsstellenmarkt

  • Seit Oktober 3.764 gemeldete Bewerber und 4.572 Berufsausbildungsstellen
  • 121 Ausbildungsplätze pro 100 Bewerber

Betriebe und Verwaltungen meldeten seit Oktober für das Berufsberatungsjahr 2019/2020 4.572 Berufsausbildungsstellen. Das sind 200 oder 4,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (4.772). Für eine Ausbildungsstelle haben sich 3.764 junge Menschen bei der Arbeitsagentur Augsburg vormerken lassen. Das sind 44 oder 1,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Statistisch gesehen stehen 100 Ausbildungsbewerbern 121 Ausbildungsplätze gegenüber.

Ende August waren 704 Bewerber noch unversorgt und 1.446 Ausbildungsstellen noch unbesetzt.

Top 10 der gemeldeten Berufsausbildungsstellen:

  1. Kaufmann/-frau im Einzelhandel 291
  2. Kaufmann/-frau - Büromanagement 215
  3. Verkäufer/in 214
  4. Handelsfachwirt/in (Ausbildung) 162
  5. Kfz.mechatroniker – Pkw-Technik 130
  6. Kaufmann - Groß-/Außenhandel – Großhandel 130
  7. Fachkraft – Lagerlogistik 127
  8. Industriekaufmann/-frau 115
  9. Medizinische/r Fachangestellte/r 115
  10. Friseur/in 107

Top 10 der gemeldeten Bewerber:

  1. Kaufmann/-frau – Büromanagement 279
  2. Verkäufer/in 266
  3. Medizinische/r Fachangestellte/r 234
  4. Kfz.mechatroniker – Pkw-Technik 195
  5. Kaufmann/-frau im Einzelhandel 174
  6. Industriekaufmann/-frau 121
  7. Industriemechaniker/in 114
  8. Friseur/in 113
  9. Fachlagerist/in 93
  10. Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r 82

Top 10 der unbesetzten Berufsausbildungsstellen:

  1. Kaufmann/-frau im Einzelhandel 126
  2. Verkäufer/in 119
  3. Handelsfachwirt/in (Ausbildung) 59
  4. Kaufmann/-frau – Büromanagement 54
  5. Fachverk.-Lebensm.handwerk – Fleischerei 46
  6. Bankkaufmann/-frau 41
  7. Fachverkäuf.-Lebensm.handwerk – Bäckerei 37
  8. Fachkraft – Lagerlogistik 32
  9. Friseur/in 30
  10. Elektroniker/in – Energie-/Gebäudetechnik 28
     

Stadt Augsburg:

  • 2.236 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 130 oder 5,5 Prozent weniger
  • 1.837 Jugendliche suchen eine Ausbildungsstelle, 57 oder 3,2 Prozent mehr
  • Verhältnis 100 Bewerber zu 122 Ausbildungsstellen
  • 351 unversorgte Bewerber
  • 675 unbesetzte Berufsausbildungsstellen

Landkreis Augsburg:

  • 1.516 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 100 oder 6,2 Prozent weniger
  • 1.338 Jugendliche suchen eine Ausbildungsstelle, 59 oder 4,2 Prozent weniger
  • Verhältnis 100 Bewerber zu 113 Ausbildungsstellen
  • 243 unversorgte Bewerber
  • 495 unbesetzte Berufsausbildungsstellen

Landkreis Aichach-Friedberg:

  • 820 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 30 oder 3,8 Prozent mehr
  • 589 Jugendliche suchen eine Ausbildungsstelle, 46 oder 8,5 Prozent mehr
  • Verhältnis 100 Bewerber zu 139 Ausbildungsstellen
  • 110 unversorgte Bewerber
  • 276 unbesetzte Berufsausbildungsstellen