05.01.2021 | Presseinfo Nr. 1

Der Arbeitsmarkt bleibt stabil

In diesem Monat ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat – eher untypisch – noch einmal leicht gesunken.

Arbeitsmarkt

"Letztmals im Jahr 2011 gab es im Dezember ein Minus. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie bleiben auch zum Jahresende spürbar: Wir haben 31,3 Prozent oder 3.991 mehr Arbeitslose als im Vorjahr. Wenn wir auf die beiden Rechtskreise schauen, stellen wir im SGB-III-Bereich einen Anstieg um 2.954 Personen oder 42,0 Prozent und im SGB-II-Bereich um 1.037 Personen oder 18,1 Prozent zum Vorjahr fest. In diesem Monat haben wir insgesamt 16.746 Arbeitslose und abermals eine Quote von 4,3 Prozent,“ erklärt Elsa Koller-Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg.

In diesem Monat sind aktuelle Zahlen zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigen mit Stand Juni 2020, also die ersten Zahlen nach dem Lockdown, erschienen. Nach vielen Jahren der unterbrochenen Zunahme geht die Zahl der Beschäftigten erstmals im Vergleich zum Vorjahr zurück. „Wir haben zwar nach wie vor Zunahmen in vielen Branchen, z.B. dem Gesundheitswesen, im Bereich Erziehung und Unterricht oder der Öffentlichen Verwaltung, aber diese gleichen die starken Rückgänge in den Branchen Gastgewerbe, Zeitarbeit und Verarbeitendes Gewerbe nicht aus. Die insgesamt gesehen noch relativ moderate Abnahme um 0,2 Prozent oder 621 Personen zeigt, dass das Instrument der Kurzarbeit sehr gut wirkt und die Betriebe ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten, statt sie zu entlassen“, berichtet Koller-Knedlik.

Im abgelaufenen Monat sind 1.143 neue Anzeigen für Kurzarbeit hinzugekommen. Damit haben seit März die Arbeitsagentur 15.050 Anzeigen erreicht.

„In diesem Monat haben uns die Arbeitgeber weiterhin weniger Arbeitsstellen als im Vormonat gemeldet: 1.166 konnten wir neu in die Jobbörse aufnehmen. Das sind 106 oder 8,3 Prozent weniger als zum Vormonat und 35 oder 2,9 Prozent weniger als zum Vorjahr. Der Bestand an Arbeitsstellen beträgt im Dezember 4.299 und liegt damit niedriger als zum Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr liegt der Bestand um 903 (17,4 Prozent) niedriger. Gerade in der Zeitarbeit, dem Handel, dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Gastgewerbe sind die Rückgänge nach wie vor deutlich“, analysiert Koller-Knedlik.

Besondere Personengruppen

Verglichen mit Dezember 2019 nahm die Arbeitslosigkeit bei allen Personengruppen zu. Die Veränderung schwankte zwischen plus 18,0 Prozent bei den Menschen mit Behinderung, bis hin zu plus 55,4 Prozent bei den Langzeitarbeitslosen:

• Jugendliche unter 25 Jahre: 1.509 (plus 409, plus 37,2 Prozent)
• Ältere ab 50 Jahre: 6.049 (plus 1.366, plus 29,2 Prozent)
• Langzeitarbeitslose: 4.133 (plus 1.474, plus 55,4 Prozent)
• Ausländer: 5.451 (plus 1.260, plus 30,1 Prozent)
• Schwerbehinderte Menschen: 1.447 (plus 221, plus 18,0 Prozent)

Unterbeschäftigung

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Unter bisheriger Betrachtung haben wir 16.746 registrierte arbeitslose Personen. Dazu müssten aber weitere 5.419 Personen gerechnet werden. In der Summe wären das dann 22.165 Arbeitslose, was einer Arbeitslosenquote von 5,6 Prozent (Vormonat 5,6 Prozent, Vorjahr 4,7 Prozent) entspräche. Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (1.466), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (914), kurzfristig erkrankt sind (477), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 1.119), vorruhestandsähnliche Regelungen (931) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (244) gefördert werden. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 3.584 oder 19,3 Prozent.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 30. Juni 2020 waren 261.507 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 621 oder 0,2 Prozent weniger als zum 30. Juni 2019. Derzeit gehen 79.152 (30,3 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 182.355 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 33.482 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (12,8 Prozent), 164.569 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (62,9 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (15,3 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer nahm ab und die der Frauen nahm zu. Derzeit sind 137.813 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Minus von 857 oder 0,6 Prozent. Die Zahl arbeitender Frauen hingegen nahm zu: um 236 oder 0,2 Prozent auf 123.694 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 984 oder 2,3 Prozent auf 44.059.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Nicht alle verzeichnen Zuwächse:

• Verarbeitendes Gewerbe (minus 1.753 oder minus 2,9 Prozent): 59.311
• Verkehr und Lagerei (minus 61 oder minus 0,4 Prozent): 16.417
• Handel (keine Veränderung): 36.611
• Baugewerbe (plus 479 oder plus 3,2 Prozent): 15.615
• öffentliche Verwaltung (plus 525 oder plus 4,0 Prozent): 13.719
• Gesundheits- und Sozialwesen (plus 1.116 oder plus 3,1 Prozent): 37.199

Die Arbeitnehmerüberlassung hingegen verzeichnete ein weiteres Minus zum Vorjahresstichtag von 1.525 Personen oder 19,8 Prozent. Dieser Wirtschaftszweig zählt nun 6.162 Beschäftigte, was einem Anteil von 2,4 Prozent an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entspricht.

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.


Regionaler Arbeitsmarkt

Stadt Augsburg

  • Zahl der Arbeitslosen sinkt auf 10.290
  • Arbeitslosenquote sinkt auf 6,1 Prozent

In der Stadt Augsburg liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 10.290. Das sind 129 oder 1,2 Prozent weniger als einen Monat zuvor und entspricht einer Quote von 6,1 Prozent (6,2 Prozent im Vormonat). Im Dezember 2019 betrug die Arbeitslosenquote 4,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es 2.356 oder 29,7 Prozent mehr Arbeitslose. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Plus von 1.678 Personen oder 45,7 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 678 Personen oder 15,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In diesem Monat nahm die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr bei allen Personengruppen zu. Die Bandbreite reichte von plus 15,9 Prozent bei den Menschen mit Behinderung bis plus 45,3 Prozent bei den Langzeitarbeitslosen:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 951 (plus 276, plus 40,9 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 3.343 (plus 745, plus 28,7 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 2.821 (plus 879, plus 45,3 Prozent)
  • Ausländer: 3.988 (plus 887, plus 28,6 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 787 (plus 108, plus 15,9 Prozent)

Unterbeschäftigung

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 10.290 Personen. Hierzu müssten aber weitere 3.400 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 13.690 und wäre eine Arbeitslosenquote von 7,9 Prozent (Vormonat 8,0 Prozent, Vorjahr 6,7 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (840), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (550), kurzfristig erkrankt sind (260), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 709), vorruhestandsähnliche Regelungen (709) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (106) gefördert werden. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 2.204 oder 19,2 Prozent.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 30. Juni 2020 waren 145.994 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 1.495 oder 1,0 Prozent weniger als zum 30. Juni 2019. Derzeit gehen 46.006 (31,5 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 99.988 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 17.954 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (12,3 Prozent), 86.767 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (59,4 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (20,2 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm ab. Derzeit sind 72.861 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Minus von 1.164 oder 1,6 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm ab: um 331 oder 0,5 Prozent auf 73.133 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm geringfügig zu: um 27 oder 0,1 Prozent auf 22.318.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Nicht alle verzeichnen Zuwächse:

• Verarbeitendes Gewerbe (minus 1.591 oder minus 5,4 Prozent): 28.143
• Verkehr und Lagerei (minus 107 oder minus 1,5 Prozent): 7.173
• Handel (plus 166 oder plus 1,0 Prozent): 16.122
• Baugewerbe (plus 175 oder plus 3,6 Prozent): 5.086
• öffentliche Verwaltung (plus 307 oder plus 3,6 Prozent): 8.800
• Gesundheits- und Sozialwesen (plus 645 oder plus 2,5 Prozent): 26.434

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Landkreis Augsburg

  • Zahl der Arbeitslosen steigt auf 4.422
  • Arbeitslosenquote steigt auf 3,1 Prozent

Im Landkreis Augsburg gibt es im Dezember 90 Arbeitslose oder 2,1 Prozent mehr im Vergleich zum Vormonat: 4.422 sind derzeit registriert. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 1.160 oder 35,6 Prozent Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote steigt auf 3,1 Prozent und liegt damit weiterhin in der Nähe der Schwelle zur Vollbeschäftigung. Im Dezember 2019 betrug die Arbeitslosenquote 2,3 Prozent. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Plus von 928 Personen oder 41,9 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 232 Personen oder 22,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im Landkreis nahm in diesem Monat die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr bei allen Personengruppen zu. Die Bandbreite reichte von plus 21,6 Prozent bei den Menschen mit Behinderung bis plus 74,0 Prozent bei den Langzeitarbeitslosen:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 375 (plus 86, plus 29,8 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 1.813 (plus 417, plus 29,9 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 889 (plus 378, plus 74,0 Prozent)
  • Ausländer: 1.038 (plus 275, plus 36,0 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 428, (plus 76, plus 21,6 Prozent)

Unterbeschäftigung

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 4.422 Personen. Hierzu müssten aber weitere 1.431 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 5.853 und wäre eine Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent (Vormonat 4,0 Prozent, Vorjahr 3,4 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (450), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (243), kurzfristig erkrankt sind (153), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 302), vorruhestandsähnliche Regelungen (163) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (90) gefördert werden. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 934 oder 19,0 Prozent.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 30. Juni 2020 waren 78.055 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 502 oder 0,6 Prozent mehr als zum 30. Juni 2019. Derzeit gehen 22.014 (28,2 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 56.041 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 10.985 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (14,1 Prozent), 51.685 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (66,2 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (9,1 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 44.809 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 177 oder 0,4 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 325 oder 1,0 Prozent auf 33.246 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 643 oder 4,3 Prozent auf 15.511.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Nicht alle verzeichnen Zuwächse:

Handel (minus 124 oder minus 0,9 Prozent): 13.931
Verkehr und Lagerei (minus 46 oder minus 0,6 Prozent): 7.384
Verarbeitendes Gewerbe (plus 58 oder plus 0,3 Prozent): 20.936
öffentliche Verwaltung (plus 122 oder plus 4,4 Prozent): 2.882
Gesundheits- und Sozialwesen (plus 182 oder plus 2,8 Prozent): 6.606
Baugewerbe (plus 230 oder plus 3,7 Prozent): 6.413

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Landkreis Aichach-Friedberg

  • Zahl der Arbeitslosen steigt auf 2.034
  • Arbeitslosenquote verharrt auf 2,6 Prozent

Im Landkreis Aichach-Friedberg sind im Dezember 2.034 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 28 Arbeitslose oder 1,4 Prozent mehr als einen Monat zuvor. Im Vergleich zu Dezember 2019 sind es 475 oder 30,5 Prozent mehr. Die Arbeitslosenquote zum Vormonat verharrt auf 2,6 Prozent. Im Dezember 2019 betrug die Arbeitslosenquote 2,0 Prozent und liegt damit noch immer im Korridor der Vollbeschäftigung. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Plus von 348 Personen oder 30,4 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 127 Personen oder 30,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im Landkreis Aichach-Friedberg nahm die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr bei allen Personengruppen zu. Die Bandbreite über alle Gruppen hinweg ging von plus 19,0 Prozent bei den Menschen mit Behinderung bis plus 105,3 Prozent bei den Langzeitarbeitslosen:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 183 (plus 47, plus 34,6 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 893 (plus 204, plus 29,6 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 423 (plus 217, plus 105,3 Prozent)
  • Ausländer: 425 (plus 98, plus 30,0 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 232 (plus 37, plus 19,0 Prozent)

Unterbeschäftigung

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 2.034 Personen. Hierzu müssten aber weitere 588 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 2.622 und wäre eine Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent (Vormonat 3,3 Prozent, Vorjahr 2,8 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (176), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (121), kurzfristig erkrankt sind (64), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 108), vorruhestandsähnliche Regelungen (59) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (48) gefördert werden. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 446 oder 20,5 Prozent.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 30. Juni 2020 waren 37.458 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 372 oder 1,0 Prozent mehr als zum 30. Juni 2019. Derzeit gehen 11.132 (29,7 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 26.326 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 4.543 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (12,1 Prozent), 26.117 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (69,7 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (9,2 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 20.143 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 130 oder 0,6 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 242 oder 1,4 Prozent auf 17.315 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 314 oder 5,3 Prozent auf 6.230.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Nicht alle verzeichnen Zuwächse:

Verarbeitendes Gewerbe (minus 220 oder minus 2,1 Prozent): 10.232
Handel (minus 42 oder minus 0,6 Prozent): 6.558
Baugewerbe (plus 74 oder plus 1,8 Prozent): 4.116
Verkehr und Lagerei (plus 92 oder plus 5,2 Prozent): 1.860
öffentliche Verwaltung (plus 96 oder plus 4,9 Prozent): 2.037
Gesundheits- und Sozialwesen (plus 289 oder plus 7,5 Prozent): 4.159

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Fazit:
Die Arbeitslosenquote ist in diesem Monat in der Stadt Augsburg um 0,1 Prozentpunkte gesunken, im Landkreis Aichach-Friedberg gleichgeblieben und im Landkreis Augsburg um 0,1 Prozentpunkte gestiegen.
Im Vergleich zum Vorjahr bewegen sich insbesondere die beiden Landkreise trotz des Anstiegs weiterhin im Korridor der Vollbeschäftigung. Die Stadt Augsburg muss einen Anstieg um 1,4 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent verkraften.