Saisonaler Rückgang der Arbeitslosigkeit

„Saisonüblich geht im September die Zahl der Arbeitslosen zurück, allerdings in diesem Jahr nicht so stark wie in den Vorjahren.

30.09.2022 | Presseinfo Nr. 44

Arbeitsmarkt

„Saisonüblich geht im September die Zahl der Arbeitslosen zurück, allerdings in diesem Jahr nicht so stark wie in den Vorjahren. Gegenüber dem September 2021 sehen wir eine weitere Zunahme, die jedoch ausschließlich auf den SGB-II-Bereich zurückzuführen ist. Dennoch bin ich weiterhin optimistisch für unseren lokalen Arbeitsmarkt im Blick auf die kommenden Monate gestimmt. Die Arbeitslosenquote in diesem Monat geht von 4,3 Prozent auf 4,2 Prozent zurück. Im Jahr 2021 verzeichneten wir 3,9 Prozent. Im SGB-III-Bereich gehen die Zahlen zurück: Arbeitslosenversicherung minus 694 Personen oder minus 8,9 Prozent auf 7.124 Personen. Im SGB-II-Bereich steigt die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr um 23,0 Prozent. In diesem Monat registrieren wir insgesamt 16.320 Arbeitslose“, erklärt Elsa Koller-Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg.


Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) schreibt diesen Monat über den Ar-beitsmarkt: „Das IAB-Arbeitsmarktbarometer lag im September 2022 bei 100,4 Punkten und ist im Vergleich zum August um weitere 0,8 Punkte gesunken. Damit liegt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) knapp über der neutralen Marke von 100, was weiterhin leicht positive Aussichten signalisiert. Auf europäischer Ebene verzeichnet das Barometer den fünften Rückgang in Folge und liegt nun genau auf dem neutralen Stand von 100 Punkten. Arbeitskräftemangel trifft auf Energiekrise. Der boomende Arbeitsmarkt be-kommt einen Dämpfer. „Der Arbeitsmarkt in der Region Augsburg bleibt weiterhin stabil, auch wenn die Zahl der offenen Stellen weiter gesunken ist. In Zahlen ausgedrückt: Der Bestand an Arbeitsstellen beträgt im September 6.859 und liegt damit um 226 oder 3,2 Prozent niedriger als zum Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir 618 (9,9 Prozent) mehr Stellen. Neue Zahlen können wir von den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten berichten, die ebenfalls hoffnungsfroh stimmen: Zum Stichtag März 2022 hatten wir 268.632 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Region, so viele wie noch nie zuvor, das bedeutet ein Zunahme von mehr als 4.600 zum Vorjahr“, berichtet Koller-Knedlik.

Arbeitsmarkt September

Besondere Personengruppen

Verglichen mit September 2021 nahm die Arbeitslosigkeit nur bei den Langzeitarbeitslosen ab. Die Veränderung schwankte zwischen minus 18,0 Prozent bei den Langzeitarbeitslosen, bis hin zu plus 33,9 Prozent bei den Ausländern (Zuwanderung aus der Ukraine):

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 1.958 (plus 160, plus 8,9 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 5.953 (plus 333, plus 5,9 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 3.889 (minus 856, minus 18,0 Prozent)
  • Ausländer: 6.793 (plus 1.718, plus 33,9 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 1.495 (plus 104, plus 7,5 Prozent)

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 221 oder 1,1 Prozent. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Unter bisheriger Betrachtung haben wir 15.962 registrierte arbeitslose Personen. Dazu müssten weitere 4.823 Personen gerechnet werden. In der Summe wären das dann 20.785 Arbeitslose, was einer Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent (Vormonat 5,1 Prozent, Vorjahr 5,2 Prozent) entspräche. Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (866), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (953), kurzfristig erkrankt sind (501), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 1.253), vorruhestandsähnliche Regelungen (811) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (214) gefördert werden.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. März 2022 waren 268.632 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 4.612 oder 1,7 Prozent mehr als zum 31. März 2021 und auch mehr als zum Vorkrisenstichtag im Jahr 2019. Derzeit gehen 83.189 (31,0 Prozent) einer Teilzeitbeschäfti-gung und 185.443 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 35.850 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (13,3 Prozent), 167.232 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (62,2 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (16,1 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.
Wir verzeichnen einen deutlichen Anstieg bei der Beschäftigung von Frauen und Männern. Derzeit sind 140.714 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 2.267 oder 1,6 Prozent. Die Zahl arbeitender Frauen nahm ebenfalls zu: um 2.345 oder 1,9 Prozent auf 127.918. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 2.762 oder 6,0 Prozent auf 48.727.
Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Mit Ausnahme vom Verarbeitenden Gewerbe verzeichnen alle Zuwächse, zudem ist inzwischen das Gesundheits- und Sozialwesen der zweitgrößte Wirtschaftszweig im Agenturbezirk:

  • Verarbeitendes Gewerbe (minus 643 oder minus 1,1 Prozent): 57.070
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 1.012 oder plus 2,6 Prozent): 39.769
  • Handel (plus 583 oder plus 1,6 Prozent): 37.065
  • Verkehr und Lagerei (plus 643 oder plus 3,8 Prozent): 17.761
  • Baugewerbe (plus 297 oder plus 1,9 Prozent): 16.236
  • öffentliche Verwaltung (plus 435 oder plus 3,1 Prozent): 14.628

Die Arbeitnehmerüberlassung verzeichnet ein Plus zum Vorjahresstichtag von 315 Personen oder 4,9 Prozent. Dieser Wirtschaftszweig zählt nun 6.787 Beschäftigte, was einem Anteil von 2,5 Prozent an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entspricht.
*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Regionaler Arbeitsmarkt

Stadt Augsburg
  • Zahl der Arbeitslosen sinkt wieder unter 10.000
  • Arbeitslosenquote sinkt auf 5,8 Prozent

In der Stadt Augsburg liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 9.892. Das sind 160 oder 1,6 Prozent weniger als einen Monat zuvor und entspricht einer Quote von 5,8 Prozent (5,9 Prozent im Vormonat). Im September 2021 betrug die Arbeitslosenquote 5,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es 299 oder 3,1 Prozent mehr Arbeitslose. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Minus von 490 Personen oder 12,1 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 789 Personen oder 14,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Besondere Personengruppen

In diesem Monat nahm die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr bei den Langzeitarbeitslosen ab. Die Bandbreite reichte von minus 17,8 Prozent bei den Langzeitarbeitslosen bis plus 20,0 Prozent bei den Ausländern:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 1.179 (plus 49, plus 4,3 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 3.305 (plus 142, plus 4,5 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 2.720 (minus 589, minus 17,8 Prozent)
  • Ausländer: 4.572 (plus 761, plus 20,0 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 831 (plus 52, plus 6,7 Prozent)

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 509 oder 4,2 Prozent. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 9.892 Personen. Hierzu müssten weitere 2.867 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 12.759 und wäre eine Arbeitslosenquote von 7,4 Prozent (Vormonat 7,5 Prozent, Vorjahr 7,1 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (456), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (491), kurzfristig erkrankt sind (228), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 812), vorruhestandsähnliche Regelungen (599) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (93) gefördert werden.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. März 2022 waren 148.489 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 2.063 oder 1,4 Prozent mehr als zum 31. März 2021. Derzeit gehen 47.733 (32,1 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 100.756 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 19.144 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (12,9 Prozent), 86.994 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (58,6 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (21,2 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen und Männer nahm zu. Derzeit sind 73.378 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 956 oder 1,3 Prozent. Die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 1.107 oder 1,5 Prozent auf 75.111. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 1.205 oder 5,2 Prozent auf 24.211. 

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Mit Ausnahme vom Verarbeitenden Gewerbe verzeichnen alle Zuwächse und das Gesundheits- und Sozialwesen nun der größte Wirtschaftszweig in der Stadt:

  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 597 oder plus 2,2 Prozent): 28.095
  • Verarbeitendes Gewerbe (minus 831 oder minus 3,1 Prozent): 25.799
  • Handel (plus 146 oder plus 0,9 Prozent): 15.753
  • öffentliche Verwaltung (plus 306 oder plus 3,4 Prozent): 9.426
  • Verkehr und Lagerei (plus 317 oder plus 4,3 Prozent): 7.671
  • Baugewerbe (plus 127 oder plus 2,5 Prozent): 5.166

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Landkreis Augsburg
  • Zahl der Arbeitslosen sinkt auf 4.250
  • Arbeitslosenquote sinkt auf 2,9 Prozent

Im Landkreis Augsburg gibt es im September 126 Arbeitslose oder 2,9 Prozent weniger im Vergleich zum Vormonat: 4.250 sind derzeit registriert. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 418 oder 10,9 Prozent Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote sinkt auf 2,9 Prozent. Im September 2021 betrug die Arbeitslosenquote 2,6 Prozent. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Minus von 102 Personen oder 4,1 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 520 Personen oder 38,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Besondere Personengruppen

Im Landkreis nahm in diesem Monat die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr bei den Langzeitarbeitslosen ab. Die Bandbreite reichte von minus 22,3 Prozent bei den Langzeitar-beitslosen bis plus 64,6 Prozent bei den Ausländern:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 477 (plus 33, plus 7,4 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 1.740 (plus 112, plus 6,9 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 744 (minus 214, minus 22,3 Prozent)
  • Ausländer: 1.437 (plus 564, plus 64,6 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 449, (plus 43, plus 10,6 Prozent)
Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 561 oder 11,3 Prozent. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 4.250 Personen. Hierzu müssten weitere 1.281 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 5.531 und wäre eine Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent (Vormonat 3,8 Prozent, Vorjahr 3,4 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (214), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (241), kurzfristig erkrankt sind (132), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 446), vorruhestandsähnliche Regelungen (156) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (66) gefördert werden.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. März 2022 waren 81.992 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 1.876 oder 2,3 Prozent mehr als zum 31. März 2021. Derzeit gehen 23.718 (29,0 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 58.204 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 11.974 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (14,6 Pro-zent), 53.691 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (65,5 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (9,8 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 47.054 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 1.044 oder 2,3 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 832 oder 2,4 Prozent auf 34.868. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 1.159 oder 6,9 Prozent auf 17.890.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Alle verzeichnen Zuwächse:

  • Verarbeitendes Gewerbe (plus 130 oder plus 0,6 Prozent): 21.190
  • Handel (plus 391 oder plus 2,7 Prozent): 14.642
  • Verkehr und Lagerei (plus 320 oder plus 4,0 Prozent): 8.256
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 250 oder plus 3,6 Prozent): 7.100
  • Baugewerbe (plus 146 oder plus 2,2 Prozent): 6.887
  • öffentliche Verwaltung (plus 46 oder plus 1,6 Prozent): 3.023

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Landkreis Aichach-Friedberg
  • Zahl der Arbeitslosen weiter über 2.000
  • Arbeitslosenquote sinkt auf 2,8 Prozent

Im Landkreis Aichach-Friedberg sind im September 2.178 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 89 Arbeitslose oder 3,9 Prozent weniger als einen Monat zuvor. Im Vergleich zu September 2021 sind es 309 oder 16,5 Prozent mehr. Die Arbeitslosenquote zum Vormonat sinkt auf 2,8 Prozent. Im September 2021 betrug die Arbeitslosenquote 2,4 Prozent. Sie liegt dennoch weiterhin im Korridor der Vollbeschäftigung. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Minus von 102 Personen oder 7,8 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 411 Personen oder 73,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Besondere Personengruppen

Im Landkreis Aichach-Friedberg nahm die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr bei den Langzeitarbeitslosen ab. Die Bandbreite über alle Gruppen hinweg ging von minus 11,1 Prozent bei den Langzeitarbeitslosen bis plus 100,5 Prozent bei den Ausländern:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 302 (plus 78, plus 34,8 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 908 (plus 79, plus 9,5 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 425 (minus 53, minus 11,1 Prozent)
  • Ausländer: 784 (plus 393, plus 100,5 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 215 (plus 9, plus 4,4 Prozent)
Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 452 oder 19,9 Prozent. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 2.178 Personen. Hierzu müssten weitere 547 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 2.725 und wäre eine Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent (Vormonat 3,6 Prozent, Vorjahr 2,9 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (113), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (57), kurzfristig erkrankt sind (50), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 235), vorruhestandsähnliche Regelungen (44) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (41) gefördert werden.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. März 2022 waren 38.221 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 673 oder 1,8 Prozent mehr als zum 31. März 2021. Derzeit gehen 11.738 (30,7 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 26.483 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 4.732 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (12,4 Pro-zent), 26.547 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (69,5 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (9,9 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 20.282 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 267 oder 1,3 Prozent. Die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 406 oder 2,3 Prozent auf 17.939. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 398 oder 6,4 Prozent auf 6.626.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Alle verzeichnen Zuwächse:

  • Verarbeitendes Gewerbe (plus 58 oder plus 0,6 Prozent): 10.081
  • Handel (plus 46 oder plus 0,7 Prozent): 6.670
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 165 oder plus 3,7 Prozent): 4.574
  • Baugewerbe (plus 24 oder plus 0,6 Prozent): 4.183
  • öffentliche Verwaltung (plus 83 oder plus 4,0 Prozent): 2.179
  • Verkehr und Lagerei (plus 6 oder plus 0,3 Prozent): 1.834

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Fazit:

Die Arbeitslosenquote ist in diesem Monat in allen drei Gebietskörperschaften um je 0,1 Prozentpunkte gesunken.

Im Vergleich zum Vorjahr befinden sich die beiden Landkreise noch im Bereich der Vollbeschäftigung und in der Stadt Augsburg gibt es erstmals eine Zunahme um 0,1 Prozentpunkte bei der Arbeitslosenquote.

 

Freie Ausbildungsstellen und Stellen können der Agentur für Arbeit per E-Mail gemeldet werden: Augsburg.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de oder unter der Telefonnummer 0800 4 5555 20 (dieser Anruf ist kostenfrei). Unter dieser Telefonnummer erhalten interessierte Betriebe auch Auskunft über die Ausbildungsprämien sowie ebenfalls über das Internet unter www.arbeitsagentur.de/unternehmen

Arbeitsmarktreport im Internet unter: www.arbeitsagentur.de/vor-ort/augsburg/statistik