01.12.2020 | Presseinfo Nr. 42

Der Arbeitsmarkt verhält sich neutral

In diesem Monat ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat weiter gesunken.

Arbeitsmarkt

„In diesem Monat ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat weiter gesunken. Der Rückgang um 406 Personen oder 2,4 Prozent liegt über den Werten der Vorjahre. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind aber trotzdem nach wir vor spürbar: Wir haben 33,6 Prozent oder 4.214 mehr Arbeitslose als im Vorjahr. Wenn wir auf die beiden Rechtskreise schauen, stellen wir im SGB-III-Bereich einen Anstieg um 3.192 Personen oder 47,5 Prozent und im SGB-II-Bereich um 1.022 Personen oder 17,6 Prozent zum Vorjahr fest. In diesem Monat haben wir insgesamt 16.757 Arbeitslose und eine Quote von 4,3 Prozent,“ erklärt Elsa Koller-Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg.

Im abgelaufenen Monat sind 276 neue Anzeigen für Kurzarbeit hinzugekommen. Damit haben seit März die Arbeitsagentur 7.718 Anzeigen erreicht. Die Top 3 der von realisierter Kurzarbeit betroffenen Wirtschaftszweige waren:

  • Einzelhandel (ohne Kfz-Handel),
  • Gastronomie und
  • Gesundheitswesen.

„In diesem Monat haben uns die Arbeitgeber fast genauso viele Arbeitsstellen wie im Vormonat gemeldet: 1.272 konnten wir neu in die Jobbörse aufnehmen. Das sind 33 oder 2,5 Prozent weniger als zum Vormonat und 74 oder 6,2 Prozent mehr als zum Vorjahr. Der Bestand an Arbeitsstellen beträgt im November 4.385 und liegt damit im vierten Monat in Folge höher als zum Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr liegt der Bestand um 1.088 (19,9 Prozent) niedriger. Gerade in der Zeitarbeit, dem Handel, dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Gastgewerbe sind die Rückgänge nach wie vor deutlich“, analysiert Koller-Knedlik.

Arbeitsmarkt November
Besondere Personengruppen

Verglichen mit November 2019 nahm die Arbeitslosigkeit bei allen Personengruppen zu. Die Veränderung schwankte zwischen plus 18,2 Prozent bei den Menschen mit Behinderung, bis hin zu plus 52,6 Prozent bei den Langzeitarbeitslosen:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 1.600 (plus 517, plus 47,7 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 5.935 (plus 1.319, plus 28,6 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 4.045 (plus 1.395, plus 52,6 Prozent)
  • Ausländer: 5.552 (plus 1.472, plus 36,1 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 1.443 (plus 222, plus 18,2 Prozent)

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Unter bisheriger Betrachtung haben wir 16.757 registrierte arbeitslose Personen. Dazu müssten aber weitere 5.346 Personen gerechnet werden. In der Summe wären das dann 22.103 Arbeitslose, was einer Arbeitslosenquote von 5,6 Prozent (Vormonat 5,7 Prozent, Vorjahr 4,7 Prozent) entspräche. Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (1.467), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (858), kurzfristig erkrankt sind (472), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 1.103), vorruhestandsähnliche Regelungen (941) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (229) gefördert werden. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 3.872 oder 21,2 Prozent.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. März 2020 waren 263.540 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 2.576 oder 1,0 Prozent mehr als zum 31. März 2019. Derzeit gehen 79.515 (30,2 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 184.025 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 34.367 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (13,0 Prozent), 165.474 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (62,8 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (15,1 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 138.788 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 895 oder 0,6 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 1.681 oder 1,4 Prozent auf 124.752 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 1.940 oder 4,6 Prozent auf 44.088.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Fast alle verzeichnen Zuwächse:

  • Verarbeitendes Gewerbe (minus 784 oder minus 1,3 Prozent): 60.468
  • Verkehr und Lagerei (plus 50 oder plus 0,3 Prozent): 16.499
  • Handel (plus 399 oder plus 1,1 Prozent): 37.000
  • Baugewerbe (plus 633 oder plus 4,3 Prozent): 15.386
  • öffentliche Verwaltung (plus 661 oder plus 5,1 Prozent): 13.621
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 1.270 oder plus 3,5 Prozent): 37.217

Die Arbeitnehmerüberlassung hingegen verzeichnete ein weiteres Minus zum Vorjahresstichtag von 819 Personen oder 10,7 Prozent. Dieser Wirtschaftszweig zählt nun 6.800 Beschäftigte, was einem Anteil von 2,6 Prozent an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entspricht.

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.


Regionaler Arbeitsmarkt

Stadt Augsburg

  • Zahl der Arbeitslosen sinkt auf 10.419
  • Arbeitslosenquote sinkt auf 6,2 Prozent

In der Stadt Augsburg liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 10.419. Das sind 274 oder 2,6 Prozent weniger als einen Monat zuvor und entspricht einer Quote von 6,2 Prozent (6,3 Prozent im Vormonat). Im November 2019 betrug die Arbeitslosenquote 4,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es 2.540 oder 32,2 Prozent mehr Arbeitslose. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Plus von 1.909 Personen oder 54,3 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 631 Personen oder 14,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In diesem Monat nahm die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr bei allen Personengruppen zu. Die Bandbreite reichte von plus 19,6 Prozent bei den Menschen mit Behinderung bis plus 52,7 Prozent bei den Jugendlichen:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 1.017 (plus 351, plus 52,7 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 3.327 (plus 703, plus 26,8 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 2.748 (plus 819, plus 42,5 Prozent)
  • Ausländer: 4.090 (plus 1.037, plus 34,0 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 805 (plus 132, plus 19,6 Prozent)

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 10.419 Personen. Hierzu müssten aber weitere 3.372 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 13.791 und wäre eine Arbeitslosenquote von 8,0 Prozent (Vormonat 8,1 Prozent, Vorjahr 6,6 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (835), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (539), kurzfristig erkrankt sind (266), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 696), vorruhestandsähnliche Regelungen (708) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (95) gefördert werden. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 2.462 oder 21,7 Prozent.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. März 2020 waren 147.602 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 744 oder 0,5 Prozent mehr als zum 31. März 2019. Derzeit gehen 46.341 (31,4 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 101.261 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 18.631 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (12,6 Prozent), 87.473 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (59,3 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (19,9 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 73.784 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 162 oder 0,2 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 582 oder 0,8 Prozent auf 73.818 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 631 oder 2,9 Prozent auf 22.532.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Fast alle verzeichnen einen Zuwachs:

  • Verarbeitendes Gewerbe (minus 800 oder minus 2,7 Prozent): 28.969
  • Verkehr und Lagerei (plus 109 oder plus 1,5 Prozent): 7.289
  • Baugewerbe (plus 271 oder plus 5,7 Prozent): 5.026
  • Handel (plus 293 oder plus 1,8 Prozent): 16.345
  • öffentliche Verwaltung (plus 392 oder plus 4,7 Prozent): 8.717
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 615 oder plus 2,4 Prozent): 26.362

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Landkreis Augsburg

  • Zahl der Arbeitslosen sinkt auf 4.332
  • Arbeitslosenquote sinkt auf 3,0 Prozent

Im Landkreis Augsburg gibt es im November 111 Arbeitslose oder 2,5 Prozent weniger im Vergleich zum Vormonat: 4.332 sind derzeit registriert. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 1.132 oder 35,4 Prozent Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote sinkt auf 3,0 Prozent und liegt damit weiterhin in der Nähe der Schwelle zur Vollbeschäftigung. Im November 2019 betrug die Arbeitslosenquote 2,2 Prozent. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Plus von 875 Personen oder 40,4 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 257 Personen oder 24,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im Landkreis nahm in diesem Monat die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr bei allen Personengruppen zu. Die Bandbreite reichte von plus 14,3 Prozent bei den Menschen mit Behinderung bis plus 73,8 Prozent bei den Langzeitarbeitslosen:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 388 (plus 106, plus 37,6 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 1.757 (plus 412, plus 30,6 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 881 (plus 374, plus 73,8 Prozent)
  • Ausländer: 1.029 (plus 305, plus 42,1 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 407, (plus 51, plus 14,3 Prozent)

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 4.332 Personen. Hierzu müssten aber weitere 1.429 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 5.761 und wäre eine Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent (Vormonat 4,0 Prozent, Vorjahr 3,4 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (472), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (222), kurzfristig erkrankt sind (140), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 308), vorruhestandsähnliche Regelungen (169) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (86) gefördert werden. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 937 oder 19,4 Prozent.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. März 2020 waren 78.618 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 1.312 oder 1,7 Prozent mehr als zum 31. März 2019. Derzeit gehen 22.121 (28,1 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 56.497 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 11.149 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (14,2 Prozent), 51.977 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (66,1 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (8,9 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 45.014 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 600 oder 1,4 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 712 oder 2,2 Prozent auf 33.604 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 904 oder 6,2 Prozent auf 15.505.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Fast alle verzeichnen Zuwächse:

  • Verkehr und Lagerei (minus 86 oder minus 1,1 Prozent): 7.417
  • Verarbeitendes Gewerbe (plus 114 oder plus 0,5 Prozent): 21.155
  • Handel (plus 148 oder plus 1,1 Prozent): 14.034
  • öffentliche Verwaltung (plus 157 oder plus 5,8 Prozent): 2.879
  • Baugewerbe (plus 280 oder plus 4,6 Prozent): 6.341
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 318 oder plus 5,0 Prozent): 6.689

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Landkreis Aichach-Friedberg

  • Zahl der Arbeitslosen sinkt auf 2.006
  • Arbeitslosenquote verharrt auf 2,6 Prozent

Im Landkreis Aichach-Friedberg sind im November 2.006 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 21 Arbeitslose oder 1,0 Prozent weniger als einen Monat zuvor. Im Vergleich zu November 2019 sind es 542 oder 37,0 Prozent mehr. Die Arbeitslosenquote zum Vormonat verharrt auf 2,6 Prozent. Im November 2019 betrug die Arbeitslosenquote 1,9 Prozent und liegt damit noch immer im Korridor der Vollbeschäftigung. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Plus von 408 Personen oder 39,2 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 134 Personen oder 31,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im Landkreis Aichach-Friedberg nahm die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr bei allen Personengruppen zu. Die Bandbreite über alle Gruppen hinweg ging von plus 20,3 Prozent bei den Menschen mit Behinderung bis plus 94,4 Prozent bei den Langzeitarbeitslosen:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 195 (plus 60, plus 44,4 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 851 (plus 204, plus 31,5 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 416 (plus 202, plus 94,4 Prozent)
  • Ausländer: 433 (plus 130, plus 42,9 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 231 (plus 39, plus 20,3 Prozent)

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 2.006 Personen. Hierzu müssten aber weitere 545 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 2.551 und wäre eine Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent (Vormonat 3,3 Prozent, Vorjahr 2,7 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (160), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (97), kurzfristig erkrankt sind (66), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 99), vorruhestandsähnliche Regelungen (64) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (48) gefördert werden. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 473 oder 22,8 Prozent.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. März 2020 waren 37.320 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 520 oder 1,4 Prozent mehr als zum 31. März 2019. Derzeit gehen 11.053 (29,6 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 26.267 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 4.587 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (12,3 Prozent), 26.024 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (69,7 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (9,0 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 19.990 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 133 oder 0,7 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 387 oder 2,3 Prozent auf 17.330 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 405 oder 7,2 Prozent auf 6.051.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Fast alle verzeichnen Zuwächse:

  • Verarbeitendes Gewerbe (minus 98 oder minus 0,9 Prozent): 10.344
  • Handel (minus 42 oder minus 0,6 Prozent): 6.621
  • Verkehr und Lagerei (plus 27 oder plus 1,5 Prozent): 1.793
  • Baugewerbe (plus 82 oder plus 2,1 Prozent): 4.019
  • öffentliche Verwaltung (plus 112 oder plus 5,9 Prozent): 2.025
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 337 oder plus 8,8 Prozent): 4.166

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Fazit:
Die Arbeitslosenquote ist in diesem Monat in der Stadt Augsburg und im Landkreis Augsburg um je 0,1 Prozentpunkte gesunken und Landkreis Aichach-Friedberg gleichgeblieben.
Im Vergleich zum Vorjahr bewegen sich insbesondere die beiden Landkreise trotz des Anstiegs weiterhin im Korridor der Vollbeschäftigung. Die Stadt Augsburg muss einen Anstieg um 1,5 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent verkraften.