30.06.2021 | Presseinfo Nr. 19

Frühjahrsbelebung und Lockerungen lassen Arbeitslosigkeit weiter sinken

Die Frühjahrsbelebung und die „Corona-Lockerungen“ in vielen Lebensbereichen haben die Arbeitslosigkeit in Ost- und Waldhessen weiter sinken lassen. Zum Ende des Monats sind in den Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg 6.149 Personen arbeitslos gemeldet.

Dies sind 4,3 Prozent weniger als im Mai. Zugleich verringerte sich der Abstand zum Vorjahresmonat weiter (-17,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank auf 3,2 Prozent (Vormonat: 3,4 Prozent; Vorjahr: 3,9 Prozent). Das ist bei weitem die niedrigste Quote aller Agenturbezirke in Hessen (Hessendurchschnitt: 5,1 Prozent).

„Von der positiven Entwicklung gegenüber dem Vorjahr haben erfreulicherweise nahezu alle Personengruppen profitiert, insbesondere jüngere Menschen“ erklärt Waldemar Dombrowski, Leiter der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Sorgen bereitet dem Agenturleiter weiterhin der während der Pandemie gestiegene Anteil der Langzeitarbeitslosigkeit. 32,2 Prozent aller im Landkreis arbeitslos gemeldeten Personen sind seit mehr als einem Jahr ohne Beschäftigung. Vor zwei Jahren hatte dieser Anteil nur 27,7 Prozent betragen.

Kurzarbeit

Seit Mitte März 2020 haben 5.346 Betriebe für 78.648 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Da die konkrete Beantragung und Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes nachträglich erfolgen, können erst mit einigen Monaten Verzögerung Aussagen zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit getroffen werden. Demnach haben im Dezember vergangenen Jahres 13.095 Beschäftigte Kurzarbeitergeld bezogen. Das waren 718 mehr als im Monat zuvor und 9 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Agenturbezirk. Erste Hochrechnungen weisen auf einen Anstieg für Januar Februar hin.

Wie sich die Arbeitslosigkeit im Juli in den zum Agenturbezirk gehörigen Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg entwickelte, erfahren Sie hier.