03.11.2020 | Presseinfo Nr. 40

Trotz Pandemie kein Corona-Jahrgang

Der Ausbildungsmarkt in der Region Hersfeld-Rotenburg hat sich während der Corona-Pandemie relativ robust gezeigt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr der Berufsberatung suchten über die Arbeitsagentur Bad Hersfeld 672 junge Frauen und Männer eine Ausbildungsstelle – 5,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der von der Arbeitsagentur akquirierten Ausbildungsstellen ging um 12,2 Prozent auf 925 zurück.

123 Ausbildungsstellen bleiben vakant / Netzwerkpartner ziehen positive Bilanz des Ausbildungsjahres 2019/20

Rechnerisch kamen 138 Ausbildungsstellen auf 100 Bewerber. Damit stellte sich die Ausbildungsmarktlage für Bewerberinnen und Bewerber deutlich günstiger als im Bundes- und Hessendurchschnitt dar. Lediglich 20 Jugendliche und junge Erwachsene sind aktuell noch ohne Lehrstelle oder eine schulische Alternative.

„In unserer Region wird es keinen Corona-Jahrgang 2020 geben, obwohl durch den vorübergehenden Lockdown samt Schließung der Schulen der Berufswahlprozess der jungen Menschen beeinträchtigt wurde“, freute sich Waldemar Dombrowski Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda, bei der Telefonkonferenz „Ausbildung und Qualifizierung“, „Mit zahlreichen Jugendlichen konnten wir telefonische Beratungsgespräche führen und digitale Dienstleistungen anbieten.“

Gemeinsam mit den regionalen Netzwerkpartnern zog die Arbeitsagentur eine Bilanz des Ausbildungsjahres 2019/20. Sorgen bereitet diesen weiterhin die Stellenseite: In diesem Jahr blieben trotz längerer Laufzeiten der Stellenangebote 123 Ausbildungsstellen unbesetzt – 32 mehr als vor einem Jahr. Hier wurde deutlich: Die Suche nach ihren Fachkräften von morgen stellt die regionale Wirtschaft weiterhin vor große Herausforderungen, besonders im Handwerk, aber auch im kaufmännischen Bereich sowie im Einzelhandel.  

Agenturchef Dombrowski lobte Betriebe, Kammern und Berufsschulen, die sich auf die widrigen Umstände eingestellt und die Voraussetzungen für einen möglichst reibungslosen Ablauf der Ausbildung und der Prüfungen geschaffen haben.

Angesichts der anhaltenden Pandemie mit ihren widrigen Rahmenbedingungen sieht Waldemar Dombrowski erhebliche Herausforderungen für das Ausbildungsjahr 2020/21. Deshalb erprobe sein Haus derzeit die Videoberatung, die auch unabhängig von der jetzigen Krisensituation ein zukunftsweisendes Format darstellen dürfte.

Wie die Netzwerkpartner Industrie- und Handelskammer sowie die Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg die Situation beurteilen, erfahren Sie hier .