30.01.2020 | Presseinfo Nr. 8

Arbeitslosigkeit steigt deutlich an

Der saisonale Anstieg der Arbeitslosigkeit fiel in Ost- und Waldhessen im Januar stärker aus als in den vergangenen Jahren. Derzeit sind im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda 6.104 Menschen arbeitslos – 820 mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,2 Prozent (Vormonat: 2,8 Prozent; Vorjahr: 3,2 Prozent).

„Die Gründe für den relativ starken Zuwachs bei der Arbeitslosigkeit liegen in der Kombination aus saisonalem Anstieg und abnehmender Konjunkturdynamik“, erklärt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Im Winter kommt es zu erhöhter Arbeitslosigkeit in den Außenberufen, und zum Jahreswechsel laufen zahlreiche Arbeitsverträge aus. Daneben ist die Auftragslage bei Unternehmen, die dem Automotive-Bereich angehören oder mit ihm verzahnt sind, rückläufig. Dies führte in den vergangenen Monaten bereits zu einer verstärkten Inanspruchnahme von betrieblicher Kurzarbeit.

Die abnehmende Konjunkturdynamik ließ die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung ansteigen. So wuchs sich die Zahl der Personen, die bei der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda arbeitslos gemeldet sind, binnen Jahresfrist um 8,5 Prozent auf 2.995.

Die verhaltene Konjunkturentwicklung wird durch die Stellensituation belegt. Mit 791 Stellen akquirierte der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Bad Hersfeld im Januar in den Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg gut ein Viertel weniger als im Januar des vergangenen Jahres. Auch der Stellenbestand hat sich verringert. Aktuell sind der Arbeitsagentur 3.259 Stellen zur Besetzung gemeldet. Das sind 248 weniger als im Vormonat und fast 600 weniger als vor einem Jahr. Gleichwohl gibt es in zahlreichen Berufen personelle Engpässe und damit gute Vermittlungsmöglichkeiten.