28.02.2020 | Presseinfo Nr. 14

Stellenrückgang und Anstieg der Kurzarbeit als Folge einer sich abschwächenden Konjunktur

Die Arbeitslosigkeit in Ost- und Waldhessen ist im Februar leicht gesunken. Derzeit sind im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda 6.053 Menschen arbeitslos –51 weniger als im Januar. Die Arbeitslosenquote beträgt – wie im Vormonat - 3,2 Prozent, liegt jedoch unter der des Vorjahres (3,3 Prozent).

Von der positiven Entwicklung gegenüber dem Vorjahr haben alle Personengruppen profitiert, am stärksten die jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren und ältere Arbeitslose über 50 Jahren.

Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, hebt die weiterhin vorhandene Dynamik des Arbeitsmarktes hervor. So ist die Zahl der Menschen, die sich erstmals oder erneut aus einer Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet haben, niedriger als im Vorjahr. Zugleich konnten mehr Personen in eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt integriert werden.  

Jedoch weist die Stellensituation auf eine sich abschwächende Konjunktur hin. Seit Jahresbeginn akquirierte der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur in den Landkreisen Fulda und Bad Hersfeld 1.540 Stellen. Dies waren deutlich weniger als im Vorjahr. Entgegen der Entwicklung in den vergangenen Jahren hat sich der Stellenbestand verringert. Derzeit liegen der Arbeitsagentur 3.348 Stellen zur Besetzung vor – 17 Prozent weniger als vor einem Jahr. Vor allem in den Bereichen Produktion und Fertigung macht sich die gegenwärtige wirtschaftliche Situation bemerkbar; hier halten sich viele Betriebe momentan mit Neueinstellungen zurück, die Anfragen von Kurzarbeit und die Zahl der von Kurzarbeit bereits betroffenen Betriebe steigen.