31.03.2020 | Presseinfo Nr. 24

Corona-Epidemie beendet Frühjahrsbelebung abrupt

Die Pandemie schlägt sehr stark auf den Arbeitsmarkt in Ost- und Waldhessen durch. Zum Stichtag 12. März 2020 war dies jedoch nur sehr begrenzt der Fall, eine einsetzende Frühjahrsbelebung war bereits spürbar. Die gravierenden negativen Folgen erreichten die Wirtschaft erst in den Tagen und Wochen danach und finden sich daher in den vorliegenden statistischen Daten noch nicht wieder.

Die Pandemie schlägt sehr stark auf den Arbeitsmarkt in Ost- und Waldhessen durch. Zum Stichtag 12. März 2020 war dies jedoch nur sehr begrenzt der Fall, eine einsetzende Frühjahrsbelebung war bereits spürbar. Die gravierenden negativen Folgen erreichten die Wirtschaft erst in den Tagen und Wochen danach und finden sich daher in den vorliegenden statistischen Daten noch nicht wieder.

So waren Mitte März im Bezirk der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda 5.876 Personen arbeitslos. Dies waren 177 weniger als im Februar und 68 weniger als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vorjahr fällt der deutliche Rückgang der Arbeitslosigkeit bei jüngeren Menschen unter 25 Jahren positiv auf (-56 auf 649).

„Angesichts der in weiten Teilen ruhenden Wirtschaft gehen wir von einem Anstieg der Arbeitslosigkeit im April aus“, erklärt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, „Ab Mitte März ist die Zahl der gemeldeten Stellen regelrecht eingebrochen. Die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt wurde von der Pandemie abrupt beendet.“  Der Agenturchef bewertet es positiv, dass die Unternehmen versuchen, ihre Beschäftigten durch die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld zu halten. Dieses Instrument habe bereits während der Finanzkrise seine Bewährungsprobe bestanden. Die Anfragen von Unternehmen und Betrieben zur Kurzarbeit wegen des Corona-Virus setzten ab Mitte März explosionsartig ein. Sie werden derzeit ausgewertet. Darüber werden wir im Verlauf des heutigen Nachmittags gesondert berichten.