03.06.2020 | Presseinfo Nr. 30

Arbeitslosigkeit steigt weiter an: Krise trifft Jüngere besonders stark!

Erwartungsgemäß ist infolge der Corona-Pandemie die Arbeitslosigkeit in Ost- und Waldhessen erneut stark angestiegen. Im Mai waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda 7.300 Personen arbeitslos. Dies waren 601 mehr als im April und 1.663 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 3,8 Prozent (Vormonat: 3,5 Prozent; Vorjahr: 3,0 Prozent).

Am stärksten trifft die Krise jüngere Menschen unter 25 Jahren. Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, zeigte sich bei einer Pressekonferenz in Fulda besorgt: „Leider wurden relativ viele Frauen und Männer nach Abschluss ihrer Ausbildung vom Betrieb nicht übernommen. Zudem trifft zu Beginn einer Krise die Arbeitslosigkeit zunächst vor allem Beschäftigte mit geringer Berufserfahrung beziehungsweise mit kurzer Betriebszugehörigkeit. Eine zeitnahe Integration dieser Menschen in den Arbeitsmarkt sehe ich als große Herausforderung, da wir die Folgen der Pandemie bis ins nächste Jahr spüren dürften.“

Obwohl der Zugang an Stellen sowie der Bestand stark rückläufig sind, bestehen in einigen Bereichen Chancen auf eine Anstellung. Während die Gastronomiebetriebe kaum Bedarf an Personal haben, werden unter anderem Fachkräfte im Baubereich sowie in der Alten- und Krankenpflege gesucht. Möglichkeiten gibt es auch im Bereich Verkehr und Logistik sowie für Berufskraftfahrer. Im Agenturbezirk sind seit Mitte März bis zum 27. Mai insgesamt 3.440 Anzeigen auf Kurzarbeit eingegangen, die sich auf mehr als 51.000 Beschäftigte beziehen. Da die Beantragung und Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes nachträglich erfolgt, wird man erst in den nächsten Wochen und Monaten sagen können, wie viele Beschäftigte tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren.

Wie sich die Entwicklung des Arbeitsmarktes in den zum Agenturbezirk gehörigen Landkreisen vollzog, erfahren Sie hier .