04.01.2019 | Presseinfo Nr. 1

Arbeitsmarkt bleibt auch zum Jahreswechsel entspannt

Arbeitslosenquote unverändert bei 3,7 Prozent.
Saisonbedingter Anstieg im SGB III.

Rückgänge größtenteils im SGB II Bereich zu verzeichnen.

Zugang offener Stellen im Vergleich zum Vormonat deutlich gesunken.

Stellenbestand weiterhin stabil - Landkreis Groß-Gerau mit deutlichen Zuwächsen.

Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Bad Homburg ist im Vergleich zum Vormonat fast unverändert geblieben. Es gibt jedoch deutliche Unterschiede in der Entwicklung zwischen Männern und Frauen sowie Jüngeren und Älteren. Auch zwischen den Rechtkreisen fällt die Entwicklung gegensätzlich aus. Im Rechtskreis SGB II ist die Arbeitslosigkeit zurückgegangen (-1,2%), während sie im Rechtskreis SGB III angestiegen ist (+1,9%). Im Vorjahresvergleich stellt sich diese Diskrepanz sogar noch deutlicher dar.

 

Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk bezogen auf alle Rechtskreise

Mit Blick auf den SGB III Bereich haben wir im Hochtaunuskreis und im Main-Taunus-Kreis einen saisonbedingten Anstieg, der auf das Ende des Weihnachtsgeschäfts und die saisonbedingten Entlassungen in den Außenberufen zurückzuführen ist. Die Kündigungswelle zum Jahresende fiel dagegen verhalten aus. Im SGB II Bereich gab es durchweg in allen drei Landkreisen einen Rückgang.

Insgesamt waren 14.598 Personen in den Landkreisen Hochtaunus, Groß-Gerau und Main-Taunus arbeitslos gemeldet. Das waren 9 Menschen (- 0,1 Prozent) weniger als im November. Im Vergleich zum Vorjahr waren 905 Personen (- 5,8 Prozent) weniger von Arbeitslosigkeit bedroht. Die Arbeitslosenquote (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen) blieb damit unverändert bei 3,7 Prozent. Sie liegt auch zum Jahresende 0,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.  

„Das Jahr 2018 schließt – wie schon 2017- mit einer positiven Bilanz. Zum einen konnte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten auch in diesem Jahr weiter erhöhen und an die Entwicklung im vergangenen Jahr anknüpfen. Der Agenturbezirk konnte im vergangenen Jahr den stärksten Beschäftigungszuwachs in Hessen verzeichnen. Die starke Wirtschaftskraft in den drei Landkreisen war der Jobmotor und bescherte uns gute Stellenzuwächse. Insofern konnten wir saisonbedingter Arbeitslosigkeit und Jugendarbeitslosigkeit trotzen. Auch die Zahl der eingemündeten Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung konnte durch gezielte Förderung kontinuierlich verbessert werden. Von der sehr guten Konjunktur konnten insbesondere die Langzeitarbeitslosen profitieren.

Mit Blick auf das neue Jahr erwarte ich ein stabiles, wenn auch langsamer steigendes Wirtschaftswachstum und dadurch einen weiteren Beschäftigungszuwachs. Die gut ausgebildete Fachkraft wird auf dem Arbeitsmarkt 2019 weiterhin stark nachgefragt werden. Gerade die Stellenbesetzung in den Mangelberufen wird eine zentrale Herausforderung für das neue Jahr darstellen. Dies gilt insbesondere für die neue Ausbildungsgeneration. Wir benötigen mehr junge Menschen in Ausbildung als in Studienberufen um auch in den nächsten Jahren die Wirtschaft stabil zu halten. Wer jetzt eine Ausbildung im technisch-handwerklichen Bereich beginnt, hat sehr gute Zukunftsaussichten. Dies schließt ein Aufbaustudium und eine berufliche Weiterbildung im Anschluss nicht aus, sondern im Gegenteil werden dies im Rahmen des lebenslangen Lernens weiterhin wichtige Elemente bleiben. Aus diesem Grund ist die Orientierung und Beratung in den Schulen, insbesondere in den Gymnasien und Fachoberschulen ein Handlungsschwerpunkt in der Beratungstätigkeit der Agentur in den kommenden Jahren. Die Einmündung in Ausbildung wird auch 2019 durch einen stabilen Arbeitsmarkt begünstigt.

Zu guter Letzt möchte ich allen Kundinnen und Kunden sowie allen Akteuren am Arbeitsmarkt ein gutes und erfolgreiches neues Jahr wünschen“, so Norbert Meier, operativer Geschäftsführer, der Agentur für Arbeit Bad Homburg.

 

Stellenmarkt

Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen ist im Agenturbezirk Bad Homburg entgegen des Landestrends leicht gestiegen. Dennoch liegt der Bestand an offenen Stellen weiterhin deutlich unter dem Vorjahresbestand. Das Minus von 15,2% stellt sogar den größten Rückgang aller hessischen Agenturen dar.

Die Details im Einzelnen:

Die Unternehmen meldeten im Dezember 956 offene Stellen, das sind 281 Stellen weniger (- 22,7 Prozent) als im November. Im Vergleich zum Vorjahr waren es lediglich 14 Stellen oder 1,4 Prozent weniger.     

Der Gesamtzugang seit Jahresbeginn belief sich auf 12.871 Stellen. Damit beläuft sich der Rückgang im Vergleich zum Vorjahresende auf 3,9 Prozent bzw. 526 Stellen. Der Stellenbestand war mit insgesamt 3.914 gemeldeten Stellen leicht gestiegen. Der Zuwachs beläuft sich auf 15 Stellen oder 0,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren es dagegen 701 Stellen weniger, so dass sich der Rückgang auf 15,2 Prozent beläuft.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (aktueller Stand 31.06.2018) im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Homburg liegt bei 296.169 Beschäftigten. Damit waren im Vergleich zu früheren Erhebungen, 7.039 Menschen mehr in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Dies entspricht einer Steigerung der Beschäftigung von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zum Vorquartal waren 13 Personen mehr in sozialversicherungspflichtigen Tätigkeiten angestellt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat sich im Agenturbezirk Bad Homburg gegenüber dem Vorquartal kaum verändert, während Landesweit leichte Anstiege zu beobachten sind. Damit zeigt sich seit der letzten Erhebung der Beschäftigungszuwachs verhaltener.

 

 Arbeitslosigkeit nach Personengruppen bezogen auf alle Rechtskreise

Die Arbeitslosigkeit im Einzelnen:

Bei den Männern stieg die Erwerbslosenzahl zum Jahresende um 120 Personen (1,5 Prozent) auf insgesamt 7.948 Personen. Im Vergleich zum Vorjahreswert waren 261 Männer oder 3,2 Prozent weniger gemeldet. Bei den Frauen dagegen sank die Zahl derer, die ohne Arbeit waren um 129 Personen (- 1,9 Prozent) auf insgesamt 6.650. Im Vorjahresvergleich waren 644 Frauen oder 8,8 Prozent weniger gemeldet.  

Insgesamt 6.255 Erwerbslose besitzen keinen deutschen Pass, 29 Menschen weniger (- 0,5 Prozent) als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren 499 Personen oder 7,4 Prozent weniger gemeldet. 

Die Zahl der jungen Erwachsenen unter 25 Jahren nahm im Dezember weiter ab. Insgesamt waren in diesem Monat 1.326 junge Menschen erwerbslos gemeldet, 78 weniger (- 5,6 Prozent) als im November. Im Vergleich zum Dezember 2017 sind 137 Jugendliche oder 9,4 Prozent weniger erwerbslos. Die Gruppe der über 50 - Jährigen konnte im Dezember ihren Bestand an Arbeitslosen nicht verringern. Es sind 48 Personen oder 1,1 Prozent mehr arbeitslos. Insgesamt waren 4.562 Personen erwerbslos. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 116 Personen oder 2,5 Prozent weniger.  

 

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich des Arbeitslosengeldes I (SGB III), für den die Arbeitsagentur Bad Homburg in den drei zugehörigen Kreisen ausschließlich zuständig ist, nahm im Dezember die Zahl der Erwerbslosen deutlich zu. Im Einzelnen sieht die Verteilung wie folgt aus: Im SGB III Bereich waren im Vergleich zum Vormonat 104 Personen (1,9 Prozent) mehr erwerbslos. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 481 Personen (9,4 Prozent) mehr. Insgesamt waren 5.577 Menschen erwerbslos.

Die Zahl derjenigen, die in den Bereich der Grundsicherung fallen, nahm im Vergleich zum Vormonat dagegen ab. Im Bereich des Arbeitslosengeldes II (SGB II), welches im Agenturbezirk Bad Homburg ausschließlich in kommunaler Hand liegt, sank die Erwerbslosenzahl um 113 Personen (-1,2 Prozent) auf insgesamt 9.021 Menschen. Das waren 1.386 Personen oder 13,3 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die prozentuale Verteilung sieht wie folgt aus: 38,2 Prozent (SGB III) zu 61,8 Prozent (SGB II). 

 

Arbeitslosigkeit im Kontext von Fluchtmigration

Die Arbeitslosigkeit im Kontext der Fluchtmigration wird ab 2019 nur noch bei signifikanten Veränderungen veröffentlicht. Die Statistik der letzten Monate bzw. des letzten Jahres hat gezeigt, dass sich die Einmündungsquote auf dem ersten Arbeitsmarkt in der Gruppe der Geflüchteten aufgrund von Sprachkursen sowie schulischer und beruflicher Förderung stetig – wenn auch etwas langsamer-  erhöht hat. Da auch im nächsten Jahr von einem weiteren Rückgang dieser Personengruppe auszugehen ist, wird keine weitere statistische Aufbereitung erfolgen. Im Übrigen fließen die Einmündungen insbesondere in die veröffentlichten SGB II Zahlen mit ein, so dass eine Aufteilung nach den Aufenthaltsstatus entbehrlich ist.

 

Ausbildungsmarkt

Das Ausbildungsjahr 2018/2019 hat am 1. Oktober 2018 begonnen und endet am 30. September 2019. Der nächste Ausbildungsbericht wird Ende März 2019 veröffentlicht.

 

Entwicklung im Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis und Kreis Groß-Gerau

Hochtaunuskreis

Insgesamt waren im Hochtaunuskreis 3.829 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 5 Menschen (-0,5 Prozent) weniger als im November. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 281 Personen oder 6,8 Prozent weniger. 

Hiervon sind 1.596 Personen dem Rechtskreis SGB III und 2.233 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Gemessen an der Gesamtzahl der Arbeitslosen waren dies 41,7 Prozent (SGB III) zu 58,3 Prozent (SGB II). Im Bereich des SGB III waren im Dezember, 2,1 Prozent Arbeitslose mehr gemeldet als vor einem Monat (-33 Personen), im Bereich des SGB II waren es 1,7 Prozent (38 Personen) weniger.

Im Vorjahresvergleich waren im Rechtskreis des SGB III 36 Personen oder 2,3 Prozent mehr gemeldet. Im Bereich des SGB II waren es 12,4 Prozent (-317 Personen) weniger.  

Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 3,2 Prozent. Sie liegt auch im Dezember 0,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.        

Die Veränderungen sehen im Hochtaunuskreis wie folgt aus: Bei den Männern waren 45 Personen oder 2,2 Prozent mehr arbeitslos, so dass 2.113 Männer eine Beschäftigung suchen. Im Vergleich zum Dezember 2017 waren 105 Männer oder 4,7 Prozent weniger gemeldet. 50 Frauen waren im Dezember weniger gemeldet (- 2,8 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 176 Frauen oder 9,3 Prozent weniger. Insgesamt waren 1.716 Frauen ohne Arbeit. In der Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren waren 11 Jugendliche weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Dies entspricht einem Minus von 3,1 Prozent. Im Vorjahresvergleich waren es 43 Jugendliche oder 11,2 Prozent weniger. Im Dezember waren insgesamt 342 Jugendliche erwerbslos. Bei den anderen Gruppen sah es wie folgt aus: In der Gruppe der über 50-Jährigen gab es einen Zuwachs von 10 Personen oder 0,8 Prozent. Insgesamt waren 1.338 Personen ohne Arbeit. Im Vergleich zum Vorjahr waren 14 Personen oder 1,0 Prozent weniger gemeldet. Bei den Arbeitslosen ohne deutschen Pass waren 1.546 Personen arbeitslos. Das waren 13 Personen oder 0,8 Prozent weniger als im November. Im Vorjahresvergleich waren 173 Personen oder 10,1 Prozent weniger, die eine Tätigkeit suchten.  

Der Zugang offener Stellen lag im Dezember mit insgesamt 245 Stellen unter dem Vormonatsniveau. Es waren 453 Stellen weniger gemeldet worden. Dies entspricht einem Prozentsatz von 64,9. Mit Blick auf das Vorjahr waren es 98 Stellen oder 28,6 Prozent weniger. 

Der Bestand war mit 1.175 gemeldeten Stellen im Vergleich zum November leicht gesunken. Dies waren 40 Stellen oder 3,3 Prozent weniger. Im Vergleich zum Vorjahr waren 162 Stellen oder 12,1 Prozent weniger im Bestand. Der Zugang seit Jahresbeginn belief sich auf 5.088 Stellen, das sind 535 Stellen oder 11,8 Prozent mehr als zum Jahresende 2017.

 

Main-Taunus-Kreis

Im Main-Taunus-Kreis stieg die Arbeitslosigkeit im Dezember um 43 Personen auf insgesamt 4.081 (0,7 Prozent). Gegenüber dem Vorjahr waren im Dezember 110 Menschen (- 2,6 Prozent) weniger, die von Arbeitslosigkeit betroffen waren.

Im Rechtskreis des SGB III waren insgesamt 1.646 Personen, im Bereich des SGB II 2.435 Menschen gemeldet. Die Verteilung sieht wie folgt aus (40,3 Prozent im SGB III zu 59,7 Prozent im SGB II). Im Bereich des SGB III gab es einen Zuwachs um 6,5 Prozent (100 Personen) sowie einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 11,1 Prozent (164 Personen). Im Bereich des SGB II waren 71 Erwerbslose weniger gemeldet. Das entspricht einem Rückgang von 2,8 Prozent. Im Vorjahresvergleich waren 274 Personen oder 10,1 Prozent weniger gemeldet.

Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 3,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr lag die Quote 0,2 Prozent unter dem Dezemberwert.    

Im Main-Taunus-Kreis sieht die Entwicklung im Einzelnen wie folgt aus: Bei den Männern waren 51 Personen oder 2,4 Prozent mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Dezember 2017 waren es dagegen 91 Männer oder 4,0 Prozent weniger. Bei den Frauen waren es 22 Frauen oder 1,1 Prozent weniger. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 19 Frauen oder 1,0 Prozent weniger. Insgesamt waren 1.923 Frauen ohne Arbeit. In der Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren war ebenfalls ein Rückgang zu verzeichnen. Im Dezember waren 29 Jugendliche oder 8,4 Prozent weniger erwerbslos. Im Vergleich zum Dezember 2017 waren 64 Jugendliche oder 16,8 Prozent weniger arbeitslose Jugendliche zu verzeichnen. Insgesamt waren 316 Jugendliche ohne Tätigkeit. In der Gruppe der über 50-Jährigen waren im Vergleich zum Vormonat 17 Personen (1,5 Prozent) mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Vorjahresvergleich waren es 61 Personen oder 4,7 Prozent mehr. Insgesamt waren im Dezember 1.348 über 50-Jährige erwerbslos. In der Personengruppe ohne deutschen Pass waren es 28 Arbeitslose oder 1,7 Prozent weniger. Im Vorjahresvergleich waren es dagegen 63 Personen oder 3,8 Prozent weniger. Insgesamt waren 1.590 Ausländer ohne Arbeit.

Die Stellenentwicklung im Main-Taunus-Kreis war im vergangenen Monat rückläufig. Insgesamt meldeten die Unternehmen im Dezember 182 Stellen bei der Arbeitsagentur. Das waren 43 Stellen weniger als im Vormonat (-19,1 Prozent) und 141 Stellen (-43,7 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Der Stellenbestand lag mit insgesamt 1.072 Stellen weiterhin unter dem Vormonatsniveau (-52 Stellen oder 4,6 Prozent) und blieb mit 359 Stellen (-25,1 Prozent) unter dem Vorjahreswert. Der Zugang seit Jahresbeginn beläuft sich auf 3.437 Stellen, das sind 329 Stellen oder 8,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

 

Kreis Groß-Gerau

Insgesamt 6.688 Menschen waren im Kreis Groß-Gerau arbeitslos gemeldet, das waren 33 Personen (-0,5 Prozent) weniger als im Vormonat und 514 Personen (-7,1 Prozent) weniger als im Vorjahr.  

Hiervon sind 2.335 dem Rechtskreis des SGB III und 4.353 Menschen dem Rechtskreis des SGB II zugeordnet. Somit entfielen, gemessen an der Gesamtzahl der Erwerbslosen, 34,9 Prozent auf den Bereich der Agentur für Arbeit und 65,1 Prozent auf den Bereich des SGB II, der in kommunaler Hand liegt. 

Gegenüber November sank die Arbeitslosenzahl im Bereich des SGB III um 29 Personen (-1,2 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren 281 Personen oder 13,7 Prozent mehr gemeldet. Im Bereich des SGB II waren 4 Erwerbslose (- 0,1 Prozent) weniger gemeldet als im Vormonatsvergleich und 795 Menschen weniger (-15,4 Prozent) als vor einem Jahr.  

Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,5 Prozent. Die Quote liegt damit im Dezember erneut mit 0,3 Prozentpunkten unter dem Vorjahreswert. 

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit sah wie folgt aus: Insgesamt waren 3.677 Männer ohne Arbeit, das sind 24 Männer oder 0,7 Prozent mehr als im November und 65 Männer oder 1,7 Prozent weniger als im Dezember 2017. Bei den Frauen waren 57 Frauen oder 1,9 Prozent weniger gemeldet. Im Vorjahresvergleich lagen die Frauen mit 449 Erwerbslosen oder 13,0 Prozent ebenfalls unter dem Vorjahreswert. Insgesamt waren 3.011 Frauen erwerbslos. In der Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren waren im Vergleich zum November 38 Personen oder 5,4 Prozent weniger gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 30 Jugendliche oder 4,3 Prozent weniger, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Insgesamt waren 668 Jugendliche ohne Arbeit. In der Gruppe der über 50 - Jährigen sieht es wie folgt aus: Insgesamt sind 1.876 Personen arbeitslos. Dies sind 21 Personen (1,1 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr sind 163 Personen oder 8,0 Prozent weniger erwerbslos. Die Personengruppe ohne deutschen Pass gab es dagegen einen Zuwachs von 12 Personen. Dies entspricht einem Plus von 0,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 263 Ausländer oder 7,8 Prozent weniger. Insgesamt waren 3.119 Ausländer erwerbslos.

Der Stellenzugang im Landkreis Groß-Gerau fiel im Dezember entgegen des Agenturtrends positiv aus. Es gab deutliche Zuwächse. Im Vergleich zum Vormonat waren es 215 Stellen (68,5 Prozent) mehr. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 225 offene Stellen (74,0 Prozent) mehr. Insgesamt meldeten die Unternehmen 529 Stellen. Der Bestand an offenen Stellen lag mit insgesamt 1.667 Stellen ebenfalls über dem Vormonatswert (6,9 Prozent oder 107 Stellen). Im Vorjahresvergleich waren es dagegen 180 Stellen oder 9,7 Prozent weniger. Seit Jahresbeginn wurden 4.346 Stellen gemeldet. Dies entspricht einem Minus von 732 Stellen oder 14,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.