31.01.2019 | Presseinfo Nr. 4

Zahl der Arbeitslosen steigt saisonbedingt

Arbeitslosenquote stieg auf 3,9 Prozent.

Saisonbedingter Anstieg in allen Rechtskreisen.

Rückgänge nur im Vorjahresvergleich zu verzeichnen.

Zugang und Bestand offener Stellen im Vergleich zum Vormonat deutlich gesunken.

 

Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk bezogen auf alle Rechtskreise

Insgesamt waren 15.510 Personen in den Landkreisen Hochtaunus, Groß-Gerau und Main-Taunus arbeitslos gemeldet. Das waren 912 Menschen (6,2 Prozent) mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahr waren 978 Personen (- 5,9 Prozent) weniger von Arbeitslosigkeit bedroht. Die Arbeitslosenquote (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen) stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent. Sie liegt trotz des Anstiegs noch 0,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.  

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist auch in diesen Januar eine Folge der saisonbedingten Kündigungen in den Außenberufen und dem Ende der Beschäftigung aus dem Weihnachtsgeschäft in Handel und Logistik und damit eine natürliche Folge. Dennoch können wir die geopolitischen Veränderungen nicht ausblenden. Der Beginn des Jahres 2019 ist zumindest in unseren Köpfen aufgrund der politischen Veränderungen ein anderer als in den vorangegangenen Jahren. Ich möchte hier aber betonen, dass wir trotz mancher Unsicherheit keine Hinweise haben, die den stabilen Arbeitsmarkt belasten könnten. Wir haben und werden einen weiteren, wenn auch langsameren Anstieg der Beschäftigung im Laufe der nächsten Monate verzeichnen können, so dass auch in den nächsten Monaten mit dem Einsetzen der Frühjahrsbelebung die Arbeitslosigkeit wieder sinken wird. Der Rückgang der offenen Stellen, auch im Bestand ist damit keine Reaktion auf geopolitische Faktoren, sondern eine typische Folge zum Jahreswechsel und –beginn.

Mit Blick auf die Arbeitslosigkeit, so liegen wir zwar zu Beginn dieses Jahres über den Vorjahreswerten, dennoch profitieren wir weiterhin von den vergangenen starken Monaten und der sehr guten wirtschaftlichen Situation im Agenturbezirk. Dies zeigen insbesondere die Rückgänge im Rechtskreis SGB II", so Matthias Oppel, Vorsitzender der Geschäftsführung, der Agentur für Arbeit Bad Homburg.

Stellenmarkt

Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen ist im Agenturbezirk Bad Homburg im Januar gefallen. Im Vergleich zum Vormonat waren 333 Stellen weniger im Bestand. Dies entspricht einem Minus von 8,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr lag der Rückgang bei 14,8 Prozent bzw. bei 624 Stellen. Damit stellt der Rückgang den größten Rückgang aller hessischen Agenturen dar. Dies gilt auch für den Vorjahresvergleich.

Die Unternehmen meldeten im Dezember 652 offene Stellen, das sind 304 Stellen weniger (- 31,8 Prozent) als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 215 Stellen oder 24,8 Prozent weniger.     

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (aktueller Stand 30.06.2018) im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Homburg liegt bei 296.169 Beschäftigten. Damit waren im Vergleich zu früheren Erhebungen, 7.039 Menschen mehr in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Dies entspricht einer Steigerung der Beschäftigung von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zum Vorquartal waren 13 Personen mehr in sozialversicherungspflichtigen Tätigkeiten angestellt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat sich im Agenturbezirk Bad Homburg gegenüber dem Vorquartal kaum verändert, während Landesweit leichte Anstiege zu beobachten sind. Damit zeigt sich seit der letzten Erhebung der Beschäftigungszuwachs verhaltener.

 Arbeitslosigkeit nach Personengruppen bezogen auf alle Rechtskreise

Die Arbeitslosigkeit im Einzelnen:

Bei den Männern stieg die Erwerbslosenzahl zum Jahresanfang um 571 Personen (7,2 Prozent) auf insgesamt 8.519 Personen. Im Vergleich zum Vorjahreswert waren 279 Männer oder 3,2 Prozent weniger gemeldet. Bei den Frauen stieg die Zahl derer, die ohne Arbeit waren um 340 Personen (5,1 Prozent) auf insgesamt 6.990 Personen. Im Vorjahresvergleich waren 700 Frauen oder 9,1 Prozent weniger gemeldet.  

Insgesamt 6.643 Erwerbslose besitzen keinen deutschen Pass, 388 Menschen mehr (6,2 Prozent) als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren 507 Personen oder 7,1 Prozent weniger gemeldet. 

Die Zahl der jungen Erwachsenen unter 25 Jahren nahm im Januar ebenfalls zu. Insgesamt waren in diesem Monat 1.445 junge Menschen erwerbslos gemeldet, 119 mehr (-9,0 Prozent) als im Dezember. Im Vergleich zum Januar 2018 sind 44 Jugendliche oder 3,0 Prozent weniger erwerbslos. Die Gruppe der über 50 - Jährigen konnte im Januar ihren Bestand an Arbeitslosen ebenfalls nicht verringern. Es sind 284 Personen oder 6,2 Prozent mehr arbeitslos. Insgesamt waren 4.846 Personen erwerbslos. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 108 Personen oder 2,2 Prozent weniger.  

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich des Arbeitslosengeldes I (SGB III), für das die Arbeitsagentur Bad Homburg in den drei zugehörigen Kreisen ausschließlich zuständig ist, nahm im Januar die Zahl der Erwerbslosen deutlich zu. Im Einzelnen sieht die Verteilung wie folgt aus: Im SGB III Bereich waren im Vergleich zum Vormonat 737 Personen (13,2 Prozent) mehr erwerbslos. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 451 Personen (7,7 Prozent) mehr. Insgesamt waren 6.314 Menschen erwerbslos.

Die Zahl derjenigen, die in den Bereich der Grundsicherung fallen, nahm im Vergleich zum Vormonat dagegen ab. Im Bereich des Arbeitslosengeldes II (SGB II), welches im Agenturbezirk Bad Homburg ausschließlich in kommunaler Hand liegt, stieg die Erwerbslosenzahl um 175 Personen (1,9 Prozent) auf insgesamt 9.196 Menschen. Das waren 1.429 Personen oder 13,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die prozentuale Verteilung sieht wie folgt aus: 40,7 Prozent (SGB III) zu 59,3 Prozent (SGB II). 

Ausbildungsmarkt

Das Ausbildungsjahr 2018/2019 hat am 1. Oktober 2018 begonnen und endet am 30. September 2019. Der nächste Ausbildungsbericht wird Ende März 2019 veröffentlicht.

Entwicklung im Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis und Kreis Groß-Gerau

Hochtaunuskreis

Insgesamt waren im Hochtaunuskreis 4.050 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 221 Menschen (5,8 Prozent) mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 293 Personen oder 6,7 Prozent weniger. 

Hiervon sind 1.818 Personen dem Rechtskreis SGB III und 2.232 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Gemessen an der Gesamtzahl der Arbeitslosen waren dies 44,9 Prozent (SGB III) zu 55,1 Prozent (SGB II). Im Bereich des SGB III waren im Januar, 13,9 Prozent Arbeitslose mehr gemeldet als vor einem Monat (222 Personen), im Bereich des SGB II war es eine Person weniger. 

Im Vorjahresvergleich waren im Rechtskreis des SGB III 13 Personen oder 0,7 Prozent mehr gemeldet. Im Bereich des SGB II waren es 12,1 Prozent (-306 Personen) weniger.  

Die Arbeitslosenquote stieg ebenfalls um 2 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent. Sie liegt dennoch 0,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.      

Die Veränderungen sehen im Hochtaunuskreis wie folgt aus: Bei den Männern waren 143 Personen oder 6,8 Prozent mehr arbeitslos, so dass 2.256 Männer eine Beschäftigung suchen. Im Vergleich zum Januar 2018 waren 125 Männer oder 5,2 Prozent weniger gemeldet. 78 Frauen waren im Januar mehr gemeldet (4,5 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 168 Frauen oder 8,6 Prozent weniger. Insgesamt waren 1.794 Frauen ohne Arbeit. In der Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren waren 13 Jugendliche mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Dies entspricht einem Plus von 3,8 Prozent. Im Vorjahresvergleich waren es 47 Jugendliche oder 11,7 Prozent weniger. Im Januar waren insgesamt 355 Jugendliche erwerbslos. Bei den anderen Gruppen sah es wie folgt aus: In der Gruppe der über 50-Jährigen gab es einen Zuwachs von 89 Personen oder 6,7 Prozent. Insgesamt waren 1.427 Personen ohne Arbeit. Im Vergleich zum Vorjahr waren 9 Personen oder 0,6 Prozent weniger gemeldet. Bei den Arbeitslosen ohne deutschen Pass waren 1.646 Personen arbeitslos. Das waren 100 Personen oder 6,5 Prozent mehr als im Dezember. Im Vorjahresvergleich waren 134 Personen oder 7,5 Prozent weniger, die eine Tätigkeit suchten.  

Der Zugang offener Stellen lag im Januar mit insgesamt 289 Stellen leicht über dem Vormonatsniveau. Es waren 44 Stellen mehr gemeldet worden. Dies entspricht einem Prozentsatz von 18,0. Mit Blick auf das Vorjahr waren es 44 Stellen oder 13,2 Prozent weniger. 

Der Bestand war mit 1.080 gemeldeten Stellen im Vergleich zum Dezember gesunken. Dies waren 95 Stellen oder 8,1 Prozent weniger. Im Vergleich zum Vorjahr waren 88 Stellen oder 7,5 Prozent weniger im Bestand.

Main-Taunus-Kreis

Im Main-Taunus-Kreis stieg die Arbeitslosigkeit im Januar um 253 Personen auf insgesamt 4.334 (6,2 Prozent). Gegenüber dem Vorjahr waren im Januar 141 Menschen (- 3,2 Prozent) weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Rechtskreis des SGB III waren insgesamt 1.849 Personen, im Bereich des SGB II 2.485 Menschen gemeldet. Die Verteilung sieht wie folgt aus (42,7 Prozent im SGB III zu 57,3 Prozent im SGB II). Im Bereich des SGB III gab es einen Zuwachs um 12,3 Prozent (203 Personen) sowie einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Prozent (118 Personen). Im Bereich des SGB II waren 50 Erwerbslose mehr gemeldet. Das entspricht einem Zuwachs von 2,1 Prozent. Im Vorjahresvergleich waren 259 Personen oder 9,4 Prozent weniger gemeldet.

Die Arbeitslosenquote stieg auch im Main-Taunus-Kreis um 0,2 Prozent auf 3,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr lag die Quote immer noch 0,2 Prozent unter dem Vorjahreswert.    

Im Main-Taunus-Kreis sieht die Entwicklung im Einzelnen wie folgt aus: Bei den Männern waren 156 Personen oder 7,2 Prozent mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Januar 2018 waren es dagegen 51 Männer oder 2,2 Prozent weniger. Bei den Frauen waren es 96 Frauen oder 5,0 Prozent mehr. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 91 Frauen oder 4,3 Prozent weniger. Insgesamt waren 2.019 Frauen ohne Arbeit. In der Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren war ebenfalls ein Rückgang zu verzeichnen. Im Januar waren 45 Jugendliche oder 14,2 Prozent mehr erwerbslos. Im Vergleich zum Januar 2018 waren 13 Jugendliche oder 3,5 Prozent weniger arbeitslose Jugendliche zu verzeichnen. Insgesamt waren 361 Jugendliche ohne Tätigkeit. In der Gruppe der über 50-Jährigen waren im Vergleich zum Vormonat 65 Personen (4,8 Prozent) mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Vorjahresvergleich waren es 23 Personen oder 1,7 Prozent mehr. Insgesamt waren im Januar 1.413 über 50-Jährige erwerbslos. In der Personengruppe ohne deutschen Pass waren es 86 Arbeitslose oder 5,4 Prozent mehr. Im Vorjahresvergleich waren es dagegen 87 Personen oder 4,9 Prozent weniger. Insgesamt waren 1.676 Ausländer ohne Arbeit.

Die Stellenentwicklung im Main-Taunus-Kreis war im vergangenen Monat rückläufig. Insgesamt meldeten die Unternehmen im Januar 161 Stellen bei der Arbeitsagentur. Das waren 21 Stellen weniger als im Vormonat (-11,5 Prozent) und 87 Stellen (-35,1 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Der Stellenbestand lag mit insgesamt 970 Stellen weiterhin unter dem Vormonatsniveau (-102 Stellen oder 9,5 Prozent) und blieb mit 326 Stellen (-25,2 Prozent) unter dem Vorjahreswert.

Kreis Groß-Gerau

Insgesamt 7.126 Menschen waren im Kreis Groß-Gerau arbeitslos gemeldet, das waren 438 Personen (6,5 Prozent) mehr als im Vormonat und 544 Personen (-7,1 Prozent) weniger als im Vorjahr.  

Hiervon sind 2.647 dem Rechtskreis des SGB III und 4.479 Menschen dem Rechtskreis des SGB II zugeordnet. Somit entfielen, gemessen an der Gesamtzahl der Erwerbslosen, 37,1 Prozent auf den Bereich der Agentur für Arbeit und 62,9 Prozent auf den Bereich des SGB II, der in kommunaler Hand liegt. 

Gegenüber Dezember stieg die Arbeitslosenzahl im Bereich des SGB III um 312 Personen (13,4 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren 320 Personen oder 13,8 Prozent mehr gemeldet. Im Bereich des SGB II waren 126 Erwerbslose (2,9 Prozent) weniger gemeldet als im Vormonatsvergleich und 864 Menschen weniger (-16,2 Prozent) als vor einem Jahr.  

Die Arbeitslosenquote stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent. Die Quote liegt trotz des Anstiegs 0,4 Prozentpunkten unter dem Vorjahreswert und hat sich damit sogar um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbessert. 

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit sah wie folgt aus: Insgesamt waren 3.949 Männer ohne Arbeit, das sind 272 Männer oder 7,4 Prozent mehr als zum Jahresende 103 Männer oder 2,5 Prozent weniger als im Januar 2018. Bei den Frauen waren 166 Frauen oder 5,5 Prozent mehr gemeldet. Im Vorjahresvergleich lagen die Frauen mit 441 Erwerbslosen oder 12,2 Prozent ebenfalls unter dem Vorjahreswert. Insgesamt waren 3.177 Frauen erwerbslos. In der Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren waren im Vergleich zum Dezember 61 Personen oder 9,1 Prozent mehr gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren es ebenfalls 16 Jugendliche oder 2,2 Prozent mehr, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Insgesamt waren 729 Jugendliche ohne Arbeit. In der Gruppe der über 50 - Jährigen sieht es wie folgt aus: Insgesamt sind 2.006 Personen arbeitslos. Dies sind 130 Personen (6,9 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr sind 122 Personen oder 5,7 Prozent weniger erwerbslos. Die Personengruppe ohne deutschen Pass gab es auch einen Zuwachs von 202 Personen. Dies entspricht einem Plus von 6,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 286 Ausländer oder 7,9 Prozent weniger. Insgesamt waren 3.321 Ausländer erwerbslos.

Der Stellenzugang im Landkreis Groß-Gerau fiel im Januar rückläufig aus. Im Vergleich zum Vormonat waren 327 Stellen (-61,8 Prozent) weniger gemeldet worden. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 84 offene Stellen (-29,4 Prozent) weniger. Insgesamt meldeten die Unternehmen 202 Stellen. Der Bestand an offenen Stellen lag mit insgesamt 1.531 Stellen ebenfalls unter dem Vormonatswert (-8,2 Prozent oder 136 Stellen). Im Vorjahresvergleich waren es 210 Stellen oder 12,1 Prozent weniger.