29.08.2019 | Presseinfo Nr. 45

Anstieg der Arbeitslosenzahl auch im August

Saisonüblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Insgesamt weniger Dynamik am Arbeitsmarkt.

Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 4,0 Prozent

Anstieg seit dem Vormonat bei allen Personengruppen erkennbar.

Anstiege bei den Jugendlichen saisonüblich.

Stellenzugänge bleiben verhalten.

Stellenbestand auch im August höher, aber niedriger als vor einem Jahr

Erneut mehr gemeldete Bewerber für eine Ausbildungsstelle als im Vorjahr
 

Die saisonal bedingte Arbeitslosigkeit setzte sich im Agenturbezirk Bad Homburg auch im August weiter fort. Den prozentual höchsten Anstieg gegenüber dem Vormonat gab es auch in diesem Monat erneut bei den unter 25-Jährigen.

Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk bezogen auf alle Rechtskreise

Insgesamt waren 15.996 Menschen in den Landkreisen Hochtaunus, Groß-Gerau und Main-Taunus arbeitslos gemeldet. Das waren 198 Menschen mehr als im Juli und ein Anstieg um 1,3 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr waren 425 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen (+2,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen) blieb im August unverändert bei 4,0 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 4,1 Prozent.

„Die Entwicklung des Arbeitsmarktes unterscheidet sich im August nicht wesentlich, von der des vergangenen Monats. Wir haben auch in diesem Monat einen erneuten Anstieg der Arbeitslosigkeit“, teilt Matthias Oppel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Homburg mit. 

„Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit ist auch für den August typisch. Insbesondere die sehr deutliche Zunahme in der Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren ist nicht ungewöhnlich. Das Ausbildungsende führte dazu, dass wir in dieser Gruppe einen Anstieg von 80 Prozent haben. Dennoch liegen wir noch knapp unter den Vorjahreswerten, so dass trotz des enormen Anstiegs immer noch viele Jugendliche übernommen werden. Auch wenn viele Jugendliche ihren beruflichen Werdegang mit einer erfolgreich absolvierten Ausbildung beginnen, so zieht es doch ebenso viele an weiterführende Schulen, wie die Fachoberschule oder an die Hochschulen. Trotz Perspektive melden sich die angehenden Schüler/innen und Studierende zunächst arbeitslos. Dies schlägt sich auch in der Statistik nieder, zeigt aber zugleich, dass auch der Ausbildungsmarkt von Dynamik geprägt ist. Gegen Ende des Jahres werden wir mit Blick auf die Zahlen sehen, dass sich der jetzige Anstieg bei den jungen Menschen auf ein normales Maß eingependelt hat. Insofern ist der Anstieg kein Grund zur Sorge, und kann auch nicht als Indikator für die konjunkturelle Entwicklung herangezogen werden“, so Matthias Oppel.

 „Dennoch haben wir einen erneuten Zuwachs der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen, die noch aus dem Quartalsende, aber auch einer leichten konjunkturellen Eintrübung herrührt. Hier haben wir im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von rund 3 Prozent. Betroffen sind mit Blick auf die Werte des vergangenen Jahres vor allem Männer, Ältere und Ausländer, aber auch der Rechtskreis des SGB III. Während im Vergleich zum Vorjahr der Rechtskreis des SGB II stärker anstieg. Erfreulich ist, dass im Berichtsmonat 3 Prozent mehr offene Stellen gemeldet wurden, was zu einer deutlichen Zunahme im Bestand führte. Ein ähnliches Ergebnis zeigt sich auch bei den seit Jahresbeginn gemeldeten offenen Stellen. Hier konnten wir das Vorjahresniveau zumindest halten und schneiden damit im Hessenvergleich gut ab, denn hessenweit gehen mehrheitlich die Stellenmeldungen, aber auch der Bestand zurück. Hier profitieren wir von unserer wirtschaftlich starken Region, so dass trotz verhaltener Dynamik am Arbeitsmarkt, weiterhin eine stabile und auf leichten Zuwachs gerichtete Beschäftigungslage herrscht. Davon unberührt bleibt der weiterhin steigende Bedarf an ausgebildeten Fachkräften, aber auch an zukünftigen Auszubildenden.  Aktuell haben wir mehr Interessent/innen für einen Ausbildungsplatz, aber gleichzeitig auch mehr freie gemeldete Ausbildungsstellen, die es noch zu besetzen gilt. Hier sind die Chancen noch einen Ausbildungsplatz zu erhalten, für leistungsschwächere Jugendliche groß. Die Agentur für Arbeit hält hier zahlreiche Unterstützungsangebote bereit“, appelliert Mattias Oppel.

Stellenmarkt

Auch im August war der Bestand, der bei der Agentur für Arbeit Bad Homburg gemeldeten offenen Arbeitsstellen höher als im Vormonat und belief sich auf insgesamt 4.422 Stellen. Das ist ein Plus von 136 Stellen (+3,2 Prozent) gegenüber Juni. Im Vergleich zu August 2018 sind es 44 Stellen weniger (-1,0 Prozent).

Der Zugang offener Stellen lag nur leicht über den Vormonatswerten, aber deutlich über denen, des Vorjahres.  Insgesamt meldeten die Unternehmen im August 1.144 Stellen, 4 Stellen mehr (+ 0,4 Prozent) als im Juli und 202 Stellen mehr (+21,4 Prozent) als vor einem Jahr. 

Der Gesamtzugang seit Jahresbeginn belief sich auf 8.744 Stellen.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen bezogen auf alle Rechtskreise

Der Anstieg der Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat betraf fast alle betrachteten Personengruppen, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung. Ausgenommen die Gruppe der über 50-Jährigen:

Die Zahl der männlichen Arbeitslosen erhöhte sich um 72 Personen (+0,8 Prozent) auf 8.617. Bei den Frauen fiel der Anstieg höher aus: 7.379 Frauen waren bei der Agentur für Arbeit Bad Homburg gemeldet, 126 mehr (+1,7 Prozent) als vor einem Monat. Bei den unter 25-Jährigen erhöhte sich die Zahl um 340 junge Menschen (+20,6 Prozent) auf 1.993. 50 Jahre und älter waren 4.827 arbeitslos gemeldete Männer und Frauen, insgesamt 8 weniger (-0,2 Prozent) als im Juli. 6.805 Menschen hatten keinen deutschen Pass, 45 Personen mehr (+0,7 Prozent) als im Vormonat.

Die Entwicklung bei den einzelnen Personengruppen im Vergleich zum Vorjahr ist unterschiedlich:

Während auch in diesem Monat weniger Frauen und junge Menschen arbeitslos gemeldet waren als im August 2018 (Frauen: -70 bzw. -0,9 Prozent; unter 25-Jährige: -53 bzw. -2,6 Prozent), lag die Anzahl der gemeldeten Männer, der ab 50-Jährigen und der Gruppe ohne deutschen Pass über den Vergleichszahlen des Vorjahres (Männer: +495 bzw. +6,1 Prozent; Ältere: +258 bzw. +5,6 Prozent; Ausländer: +261 bzw. +9,5 Prozent).

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Gegenüber dem Vormonat gab es im Rechtskreis des SGB II einen Anstieg der Arbeitslosigkeit:

Im Bereich des Arbeitslosengeldes I (SGB III), für den die Arbeitsagentur Bad Homburg in den drei zugehörigen Kreisen ausschließlich zuständig ist, reduzierte sich die Zahl der Erwerbslosen um 79 Menschen (-1,2 Prozent) auf 6.317. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden im August 549 Menschen mehr (+11.5 Prozent) gezählt.  

Im Bereich des Arbeitslosengeldes II (SGB II), welches im Agenturbezirk Bad Homburg ausschließlich in kommunaler Hand liegt, stieg die Zahl der Arbeitslosen seit Juli ebenfalls auf 9.679 Menschen an (+277 oder +2,9 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren 224 Personen weniger (-2,3 Prozent) arbeitslos gemeldet.

Die prozentuale Verteilung sieht wie folgt aus: 39,5 Prozent (SGB III) zu 60,5 Prozent (SGB II). 

Ausbildungsmarkt

Das Ausbildungsjahr 2018/2019 hat am 1. Oktober 2018 begonnen und endet am 30. September 2019.

Seit Beginn des Ausbildungsjahres wurden im Bezirk der Arbeitsagentur Bad Homburg 3.531 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das sind 50 Stellen bzw. -1,4 Prozent weniger. 

Die Zahl der bislang gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber lag bei 4.884. Das waren 221 junge Menschen mehr (+4,7 Prozent) als im August 2018.   

Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Relation von 0,72 gemeldeten Berufsausbildungsstellen je gemeldeten Bewerber. Im Vorjahreszeitraum lag die Relation bei 0,77.

Von den seit Beginn des Berichtsjahres gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern sind 983 zurzeit noch nicht versorgt. Das sind 80 Jugendliche mehr (+8,9 Prozent) als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zur Gruppe der noch nicht versorgten Bewerber zählen Jugendliche und junge Erwachsene, die nach der Schule noch keinen Ausbildungsplatz, einen weiteren Schulbesuch, ein Studium oder eine andere Alternative bis 30. September 2019 haben.

Demgegenüber stehen 995 noch unbesetzte Ausbildungsstellen. Dies sind 283 Stellen mehr (+39,7 Prozent) als vor einem Jahr. 

Entwicklung im Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis und Kreis Groß-Gerau

Im Vergleich zum Juli stieg die Arbeitslosenzahl in allen drei Kreisen an. Betroffen waren fast alle Personengruppen und Altersgruppen, ausgenommen der über 50-Jährigen.

Hochtaunuskreis

Im August waren im Hochtaunuskreis insgesamt 4.112 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 25 Personen mehr (+0,6 Prozent) als im Juli und auch 135 Menschen mehr (+3,4 Prozent) als vor einem Jahr. Davon waren 1.792 Menschen dem Rechtskreis SGB III und 2.320 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet (Relation: 43,6 Prozent zu 56,4 Prozent).  

Gegenüber dem Vorjahresmonat waren im Rechtskreis SGB III 140 Menschen mehr arbeitslos gemeldet (+8,5 Prozent). Im Rechtskreis SGB II waren es hingegen 5 Personen weniger (-0,2 Prozent). 

Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 auf 3,5 Prozent. Im August 2018 hatte sie bei 3,6 Prozent gelegen.   

Die Veränderungen bei den einzelnen Personengruppen: 2.219 Männer waren im Hochtaunuskreis arbeitslos gemeldet, 22 mehr als im Juli (+1,0 Prozent) und 136 mehr (+6,5 Prozent) als vor einem Jahr. Bei den 1.893 Frauen war der Anstieg zum Vormonat mit einem Plus von 3 Frauen (+0,2 Prozent) fast gegen Null. Dies gilt auch für den Vorjahresvergleich August 2018, mit einem Rückgang von einer Frau (- 0,1 Prozent). Auch bei den Älteren und der Gruppe ohne deutschen Pass gab es gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat einen Anstieg (ab 50-Jährige: 1.438 Personen, 11 mehr (+0,8 Prozent) als im Juli und 119 mehr (+9,0 Prozent) als im August 2018/ Ausländer: 1.635 Personen, 38 mehr (+2,4 Prozent) als im Juli und ebenfalls 132 mehr (+8,8 Prozent) als vor einem Jahr).

Im Verhältnis zum Vormonat und im Vergleich waren im Hochtaunuskreis drei Jugendliche weniger erwerbslos. Dies entspricht einem Minus von 0,7 Prozentpunkten. Im Verhältnis zum Vorjahr waren 41 Jugendliche unter 25 Jahren bzw. 9,3 Prozent weniger gemeldet.

Während der Zugang offener Stellen mit insgesamt 341 Stellenmeldungen im August erneut verhalten ausfiel als im Juli (+11 Stellen oder + 3,3 Prozent), lag der Stellenbestand mit insgesamt 1.322 offenen Stellen leicht über dem Niveau des Vormonats (+22 Stellen oder +1,7 Prozent).

Gegenüber dem Vorjahr lagen sowohl der Stellenzugang (-1 Stellen oder -0,3 Prozent), als auch der Stellenbestand (-12 Stellen oder -0,9 Prozent) hinter den Augustwerten 2018 zurück.

Der Zugang seit Jahresbeginn belief sich auf insgesamt 2.839 Stellen und somit auf 557 Stellen weniger (-16,4 Prozent) als im Vorjahreszeitraum.   

Im August 2019 belief sich die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen im Hochtaunuskreis auf 1.227. Mit einem Minus von 17 Stellen (-1,4 Prozent) waren dies marginal mehr als vor einem Jahr. Auch bei den gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern zeigte sich kaum ein Unterschied zum Vergleichszeitraum des Vorjahres – mit 1.276 Jugendlichen war lediglich ein Jugendlicher weniger gemeldet (-0,1 Prozent).  

Rein rechnerisch ergibt dies, ebenso wie im Vorjahr, eine Relation von 0,96 gemeldeten Berufsausbildungsstellen je gemeldeten Bewerber.  

Die Zahl der unversorgten Bewerberinnen und Bewerber fiel mit 229 jungen Menschen etwas höher aus als vor einem Jahr (+11 oder +5,0 Prozent). Ihnen stehen 327 noch unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber. Das sind auch in diesem Monat deutlich mehr als im Vorjahr 2018 (+157 oder +92,4 Prozent). Die Relation unbesetzter Ausbildungsstelle zu unversorgtem Bewerber lag bei 1,43.

Main-Taunus-Kreis

Im Main-Taunus-Kreis nahm die Arbeitslosenzahl im August um 88 Menschen (+2,0 Prozent) auf 4.451 zu. Das waren 151 Menschen mehr (+3,5 Prozent) als vor einem Jahr.

Davon waren 1.769 Personen dem Rechtskreis SGB III und 2.682 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Dies ergibt eine Relation von 39,7 Prozent (SGB III) zu 60,3 Prozent (SGB II). Einen Anstieg gab es lediglich im Rechtskreis des SGB II gegenüber dem Vormonat. Im Bereich des SGB III ergab sich ein Rückgang von 12 Personen oder (-0,7 Prozent), im Rechtskreis SGB II gab es einen Anstieg von 100 Menschen (+3,9 Prozent). Auch im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Anstieg (SGBIII: +122 oder +7,4 Prozent; SGB II: +29 oder +1,1 Prozent).

Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 auf 3,5 Prozent und lag damit 0,1 Prozent über dem Vorjahreswert.       

Bei den einzelnen Personengruppen zeigten sich folgende Entwicklungen: Auch im August schlägt sich im Main-Taunus-Kreis der Anstieg der Arbeitslosenzahl seit dem Vormonat bei fast allen Personengruppen nieder. 2.321 Männer waren im August von Arbeitslosigkeit betroffen, 23 mehr als im Juli (+1,0 Prozent) und 78 mehr als im Vorjahr (+3,5 Prozent). Die Zahl der arbeitslosen Frauen erhöhte sich im August um 65 (+3,1 Prozent) auf 2.130. Dies waren 73 Personen mehr (+3,5 Prozent) wie ein Jahr zuvor. Wie im Agenturbezirk und dem Kreis Groß-Gerau konnte der höchste prozentuale Zugang zum Vormonat bei den Jüngeren beobachtet werden, um 128 junge Menschen (+30,0 Prozent) auf insgesamt 554. Das waren 15 Jugendliche mehr +2,8 Prozent) als im August 2018. 1.384 Erwerbslose waren 50 Jahre und älter. Dies waren 13 Personen weniger als im Juli (-0,9 Prozent) und 35 mehr als im August 2018 (+2,6 Prozent). Keinen deutschen Pass hatten 1.698 Menschen, 21 mehr als im Vormonat (+1,3 Prozent) sowie 18 mehr (+1,1 Prozent) als vor einem Jahr.

Während der Bestand offener Stellen mit insgesamt 1.092 leicht größer war als im Juli (+12 oder +1,1 Prozent), gingen etwas weniger Stellen ein als im Vormonat (-8 Stellen oder -3,0 Prozent). Im Vorjahresvergleich gab es im August 35 Zugänge weniger (-12,1 Prozent). Auch der Stellenbestand lag um 281 Stellen unter dem Vorjahreswert (-20,5 Prozent).

Seit Jahresbeginn meldeten die Unternehmen im Main-Taunus-Kreis insgesamt 1.983 Stellen, 487 Stellen weniger (-19,7 Prozent) als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.    

Im Main-Taunus-Kreis meldeten sich deutlich mehr an einer Ausbildung interessierte junge Menschen als vor einem Jahr. Bis Juli waren dies 1.515 Bewerberinnen und Bewerber, 284 junge Menschen mehr (+23,1 Prozent) als im vorangegangenen Ausbildungsjahr. Gleichzeitig meldeten die Unternehmen mit insgesamt 942 Berufsausbildungsstellen fast so viele Stellen wie vor einem Jahr (- 3 Stellen oder -0,3 Prozent).     

Daraus ergibt sich rein rechnerisch eine Relation von 0,62 Berufsausbildungsstellen je Bewerber. Im Vorjahr lag die Relation bei 0,77.

387 junge Menschen waren im August noch nicht versorgt, 83 mehr (+27,3 Prozent) als im August 2018. Gleichzeitig waren 288 Berufsausbildungsstellen noch nicht besetzt, 90 mehr (+45,5 Prozent) als im Vorjahr. 

Kreis Groß-Gerau

Im Kreis Groß-Gerau belief sich die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen auf 7.433 Menschen. Das waren 85 Personen mehr als im Juli (+1,2 Prozent) und auch 139 mehr (+1,9 Prozent) als vor einem Jahr.   

Darunter waren 2.756 Menschen dem Rechtskreis SGB III und 4.677 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Gemessen an der Gesamtzahl entfielen somit 37,1 Prozent der Gemeldeten auf den Bereich der Arbeitslosenversicherung und 62,9 Prozent auf den Bereich der Grundsicherung.

Während die Arbeitslosigkeit seit Juli im Rechtskreis des SBG II angestiegen ist, sank diese im SBG III Bereich (SGB III: Minus 48 Personen oder -1,7 Prozent; SGB II: 133 Personen oder +2,9 Prozent), ist die Entwicklung im Vorjahresvergleich unterschiedlich. So waren 387 Menschen im Rechtskreis SGB III mehr arbeitslos als vor einem Jahr (+16,3 Prozent). Im Rechtskreis SGB II waren es 248 Menschen weniger (-5,0 Prozent).  

Die Arbeitslosenquote stieg im August auf 4,9 Prozent an (+0,1 gegenüber Juli) und war somit genauso hoch wie im August 2018. 

Im Vergleich zum Vormonat stieg die Arbeitslosigkeit bei fast allen betrachteten Personengruppen an. Auch im Vorjahresvergleich zeigten sich – mit Ausnahme der Frauen und der Jüngeren – Anstiege. Die Entwicklungen im Einzelnen: 4.077 Männer waren im August 2019 arbeitslos gemeldet, 27 mehr (+0,7 Prozent) als im Juli und auch 281 mehr (+7,4 Prozent) als vor einem Jahr.  Bei den Frauen gab es 3.356 Meldungen. Das waren 58 mehr (+1,8 Prozent) als im Vormonat, aber 142 Frauen weniger als im Vorjahreszeitraum (-4,1 Prozent). Auch bei den unter 25-Jährigen waren mit insgesamt 1.041 jungen Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im Juli (+215 oder +26,0 Prozent), aber ebenfalls weniger als vor einem Jahr (-27 oder -2,5 Prozent). 2.005 Personen waren 50 Jahre und älter, 6 weniger (-0,3 Prozent) als im Vormonat und 104 mehr (+5,5 Prozent) als im August 2018. Keinen deutschen Pass hatten 3.472 arbeitslose Menschen, 14 weniger (-0,4 Prozent) als vor einem Monat und 111 mehr (+3,3 Prozent) als vor einem Jahr.

Der Stellenzugang im Landkreis Groß-Gerau belief sich auf 548 Stellen und war somit um eine Stelle erhöht. (+1 Stelle oder + 0,2 Prozent). Im Vorjahresvergleich waren 238 Stellen oder +76,8 Stellen mehr gemeldet.  Seit Jahresbeginn meldeten die Unternehmen insgesamt 3.922 offene Stellen. Das waren deutlich mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (+1.050 Stellen oder +36,6 Prozent). Auch der Stellenbestand war mit 2.008 gemeldeten Stellen größer als im Juli (+102 oder +5,4 Prozent) und auch höher als im Vorjahr (+249 oder +14,2 Prozent).     

1.362 Ausbildungsstellen wurden im Kreis bislang von den Unternehmen gemeldet, 30 Stellen weniger (-2,2 Prozent) als im August 2018. Die Bewerberzahl lag mit insgesamt 2.093 jungen Menschen etwas unter dem Niveau des Vorjahres (-62 oder -2,9 Prozent).      

Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Relation von 0,65 Berufsausbildungsstellen je Bewerber, ebenso wie im Vorjahr.

Mit insgesamt 367 waren im August weniger jungen Menschen unversorgt als vor einem Jahr (-14 oder -3,7 Prozent). Bei den noch unbesetzten Ausbildungsstellen waren es mit 380 insgesamt 36 Stellen mehr (+10,5 Prozent).