30.04.2019 | Presseinfo Nr. 20

Arbeitslosigkeit saisonbedingt rückläufig

Arbeitslosenquote unverändert bei 3,8 Prozent.

Verringerung der Arbeitslosigkeit saisonüblich.

Bestand und Zugang an gemeldeten Arbeitsstellen deutlich gestiegen.

Größter Stellenzuwachs mit 80 Prozent im Landkreis Groß-Gerau.

Ausbildungsbewerber nehmen auch im April noch deutlich zu.

Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Bad Homburg hat sich Vergleich zum Vormonat saisonbedingt verringert. Es konnten auch in diesem Monat alle Personen- und Altersgruppen davon profitieren.   

Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk bezogen auf alle Rechtskreise

Insgesamt waren 14.981 Personen in den Landkreisen Hochtaunus, Groß-Gerau und Main-Taunus arbeitslos gemeldet. Das waren 108 Menschen (- 0,7 Prozent) weniger als im März. Im Vergleich zum Vorjahr waren 607 Personen (- 3,9 Prozent) weniger von Arbeitslosigkeit bedroht. Die Arbeitslosenquote (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen) blieb unverändert bei 3,8 Prozent. Sie liegt nunmehr noch 0,2 Prozent unter dem Vorjahreswert.

„Auch der April schließt saisonbedingt mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit. Neben dem klassischen saisonbedingten Rückgang können wir auch in diesem Monat einen zusätzlichen Anstieg der Arbeitskräftenachfrage bei Fachkräften verzeichnen. Dies wird insbesondere dadurch verdeutlicht, dass wir insgesamt einen Zuwachs an offenen Stellen haben. Besonders signifikant war der Anstieg hier im Landkreis Groß-Gerau mit 80 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Man merkt hier deutlich die Rolle der geopolitischen Faktoren, die sich zurzeit wieder etwas entspannt haben und sich somit auch auf die Stellenmeldungen auswirken. Durch die steigende Nachfrage nach Arbeitskräften und den dadurch bedingten Beschäftigungszuwachs starten wir in ein gutes und stabiles zweites Quartal.

Was den Ausbildungsmarkt angeht, so konnten wir auch im April einen Zuwachs an Ausbildungsstellenbewerber verzeichnen. Die Zahl der Berufsausbildungsstellen ist im Vergleich zum Vorjahr zum jetzigen Zeitpunkt leicht rückläufig. Mit Blick auf den Ausbildungsstart haben die Betriebe ihre Entscheidung zur Ausbildung bereits getroffen und suchen nun vermehrt nach dem geeigneten Kandidaten. Dies sind auch gute Aussichten für junge geflüchtete Menschen auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Wer dieses Jahr eine Ausbildungsstelle sucht, kann noch aus dem Vollen schöpfen. Der dringende Fachkräftebedarf und die sehr guten Zukunftsaussichten für junge Menschen in Ausbildungsberufen, sind ein guter Start in das Berufsleben“, so Matthias Oppel, Vorsitzender der Geschäftsführung, der Agentur für Arbeit Bad Homburg.

Stellenmarkt

Der Bestand und der Zugang an gemeldeten offenen Arbeitsstellen ist im Agenturbezirk Bad Homburg in diesem Monat erstmals deutlich gestiegen. Der Zugang offener Stellen konnte sich im hessenvergleich sogar überdurchschnittlich steigern.

Der Bestand lag insgesamt bei 3.458 Stellen. Es waren somit 148 Stellen mehr im Bestand als noch im März. Das entspricht einer Steigerung von 4,5 Prozent.

Die Unternehmen meldeten im April 1.209 offene Stellen, das sind 329 Stellen mehr (37,4 Prozent) als im März. Im Vergleich zum Vorjahr waren 231 Stellen mehr gemeldet worden. Das entspricht einem Plus von 23,6 Prozent.       

Der Gesamtzugang seit Jahresbeginn belief sich auf 3.762 Stellen. Im Vergleich zum April 2018 gingen trotz des Zuwachses noch 476 Stellen (-11,2 Prozent) weniger ein.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (aktueller Stand 30.09.2018) im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Homburg liegt bei 301.032 Beschäftigten. Damit waren im Vergleich zu früheren Erhebungen, 4.863 Menschen mehr in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Dies entspricht einer Steigerung der Beschäftigung von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zum Vorquartal waren 5.950 Personen mehr in sozialversicherungspflichtigen Tätigkeiten angestellt. Aufgrund einer Fehlmeldung im Landkreis Groß-Gerau kam es zu einer Korrektur der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Rückblickend konnte der Agenturbezirk Bad Homburg die Zahl der Beschäftigten weiter steigern.

 Arbeitslosigkeit nach Personengruppen bezogen auf alle Rechtskreise

Die Arbeitslosigkeit im Einzelnen:

Bei den Männern sank die Erwerbslosenzahl um 97 Personen (-1,2 Prozent) auf insgesamt 8.187 Personen. Im Vergleich zum Vorjahreswert waren 100 Männer oder 1,1 Prozent weniger gemeldet. Bei den Frauen sank die Zahl derer, die ohne Arbeit waren um 11 Personen (- 0,2 Prozent) auf insgesamt 6.794. Im Vorjahresvergleich waren 507 Frauen oder 6,9 Prozent weniger gemeldet.   

Insgesamt 6.515 Erwerbslose besitzen keinen deutschen Pass, 16 Menschen weniger (- 0,2 Prozent) als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren 117 Personen oder 1,8 Prozent weniger gemeldet.  

Die Zahl der jungen Erwachsenen unter 25 Jahren nahm im April weiter ab. Insgesamt waren in diesem Monat 1.387 junge Menschen erwerbslos gemeldet, 67 weniger (-4,6 Prozent) als im März. Im Vergleich zum April 2018 sind 89 Jugendliche oder 6,0 Prozent weniger erwerbslos. Die Gruppe der über 50 - Jährigen konnte im April ihren Bestand an Arbeitslosen ebenfalls leicht verringern. Es waren 15 Personen oder 0,3 Prozent weniger arbeitslos. Insgesamt waren 4.625 Personen erwerbslos. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 166 Personen oder 3,5 Prozent weniger.   

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich des Arbeitslosengeldes I (SGB III), für den die Arbeitsagentur Bad Homburg in den drei zugehörigen Kreisen ausschließlich zuständig ist, nahm im April die Zahl der Erwerbslosen weiter ab. Im Einzelnen sieht die Verteilung wie folgt aus: Im SGB III Bereich waren im Vergleich zum Vormonat 22 Personen (-0,4 Prozent) weniger erwerbslos. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 339 Personen (6,0 Prozent) mehr. Insgesamt waren 6.009 Menschen erwerbslos.

Die Zahl derjenigen, die in den Bereich der Grundsicherung fallen, sank im Vergleich zum Vormonat ebenfalls. Im Bereich des Arbeitslosengeldes II (SGB II), welches im Agenturbezirk Bad Homburg ausschließlich in kommunaler Hand liegt, sank die Erwerbslosenzahl um 86 Personen (- 0,9 Prozent) auf insgesamt 8.972 Menschen. Im Vergleich zum Vorjahr waren 946 Personen oder 9,5 Prozent weniger gemeldet.

Die prozentuale Verteilung sieht wie folgt aus: 40,1 Prozent (SGB III) zu 59,9 Prozent (SGB II). 

Ausbildungsmarkt

Das Ausbildungsjahr 2018/2019 hat am 1. Oktober 2018 begonnen und endet am 30. September 2019.

Seit Beginn des Ausbildungsjahres wurden im Bezirk der Arbeitsagentur Bad Homburg bislang 2.900 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das sind 153 Stellen weniger als im Vorjahreszeitraum und entspricht einem Minus von 5,0 Prozent. 

Die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber liegt bei 4.020. Hier konnte ein Zuwachs von 473 Bewerberinnen und Bewerbern erzielt werden. Dies entspricht einem Plus von 13,3 Prozent.    

Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Relation von 0,72 gemeldeten Berufsausbildungsstellen je gemeldeten Bewerber. Im Vorjahreszeitraum lag die Relation bei 0,86.

Von den seit Beginn des Berichtsjahres gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern sind 2.507 zurzeit noch nicht versorgt. Das sind 314 Jugendliche oder 14,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Ausbildungsjahres 2017/2018. Zur Gruppe der unversorgten Bewerber zählen Jugendliche und junge Erwachsene, die nach der Schule noch keinen Ausbildungsplatz, einen weiteren Schulbesuch, Studium oder eine andere Alternative bis 30. September 2019 haben.

Demgegenüber stehen 1.771 noch unbesetzte Ausbildungsstellen. Dies sind 51 Stellen weniger (-2,8 Prozent) als vor einem Jahr. 

Rein rechnerisch entspricht diese Relation einem Verhältnis von 0,71 unbesetzten Berufsausbildungsstellen je unversorgten Bewerber. Im Vergleichszeitraum April 2018 lag das Verhältnis bei 0,83.

Entwicklung im Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis und Kreis Groß-Gerau

Hochtaunuskreis

Insgesamt waren im Hochtaunuskreis 3.978 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 48 Menschen (-1,2 Prozent) weniger als im März. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 43 Personen oder 1,1 Prozent weniger, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind.

Hiervon sind 1.712 Personen dem Rechtskreis SGB III und 2.266 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Gemessen an der Gesamtzahl der Arbeitslosen waren dies 43,0 Prozent (SGB III) zu 57,0 Prozent (SGB II). Im Bereich des SGB III waren im April 2,5 Prozent Arbeitslose weniger gemeldet als vor einem Monat (-44 Personen), im Bereich des SGB II waren es vier Personen weniger.

Im Vorjahresvergleich waren im Rechtskreis des SGB III  95 Personen oder 5,9 Prozent mehr gemeldet. Im Bereich des SGB II waren es dagegen 138 Arbeitslose oder 5,7 Prozent weniger.    

Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 3,4 Prozent und liegt immer noch 0,1 Prozent unter dem Vorjahreswert.         

Die Veränderungen sehen im Hochtaunuskreis wie folgt aus: Bei den Männern waren 71 Personen oder 3,2 Prozent weniger arbeitslos, so dass 2.169 Männer eine Beschäftigung suchen. Im Vergleich zum April 2018 waren lediglich 22 Männer oder 1,0 Prozent weniger gemeldet. Im April waren insgesamt 1.809 Frauen arbeitslos gemeldet. Das waren 23 Frauen (1,3 Prozent) weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 21 Frauen oder 1,1 Prozent weniger. In der Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren waren 14 Jugendliche oder 3,8 Prozent weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Vorjahresvergleich waren es 42 Jugendliche oder 10,5 Prozent. Insgesamt waren 359 Jugendliche ohne Arbeit. Bei den anderen Gruppen sah es wie folgt aus: In der Gruppe der über 50-Jährigen war ein Rückgang von 15 Personen zu verzeichnen. Dies entspricht einem Minus von 1,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 7 Personen oder 0,5 Prozent mehr gemeldet. Insgesamt waren 1.366 „Best Agers“ ohne Arbeit. Bei den Arbeitslosen ohne deutschen Pass waren 1.615 Personen arbeitslos. Das waren 14 Personen oder 0,9 Prozent weniger als im März. Im Vorjahresvergleich waren 31 Personen oder 2,0 Prozent weniger, die eine Tätigkeit suchten.  

Der Zugang offener Stellen lag im April mit insgesamt 31 Stellen leicht über dem Vormonatsniveau. Es waren 350 Stellen gemeldet worden. Dies entspricht einem Prozentsatz von 9,7 Prozent. Mit Blick auf das Vorjahr waren es dagegen 4 Stellen oder 1,1 Prozent weniger.  

Der Bestand war mit 1.080 gemeldeten Stellen im Vergleich zum März leicht gestiegen. Es waren 20 Stellen oder 1,8 Prozent weniger im Bestand. Im Vergleich zum Vorjahr waren 245 Stellen oder 18,5 Prozent weniger im Bestand. Der Zugang seit Jahresbeginn belief sich auf 1.311 Stellen, das sind 360 Stellen oder 21,5 Prozent weniger als im April 2018.  

Im April 2019 lag die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen im Hochtaunuskreis bei 1.01, das waren 53 oder 5,0 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber lag im April bei insgesamt 1.026 Jugendlichen. Damit waren 90 Jugendliche oder 9,6 Prozent mehr gemeldet.

Rein rechnerisch ergibt dies eine Relation von 0,99 gemeldeten Berufsausbildungsstellen je gemeldeten Bewerber. Im Jahr zuvor lag die Relation bei 1,14.

Die Zahl der unversorgten Bewerberinnen und Bewerber fiel mit 636 jungen Menschen höher aus, als vor einem Jahr (57 oder 9,8 Prozent). Ihnen stehen im April aktuell 646 unbesetzte Berufsausbildungsstellen gegenüber, dies sind 40 Stellen mehr (6,6 Prozent) als vor einem Jahr.

Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Relation von 1,02 unbesetzten Berufsausbildungsstellen je unversorgten Bewerber.  Im Vorjahr lag die Relation bei 1,05.

Main-Taunus-Kreis

Im Main-Taunus-Kreis sank die Arbeitslosigkeit im April auf 37 Personen auf insgesamt 4.087 (-0,9 Prozent). Gegenüber dem Vorjahr waren im April 253 Menschen (- 5,8 Prozent) weniger gemeldet, die von Arbeitslosigkeit betroffen waren.

Im Rechtskreis des SGB III waren insgesamt 1.677 Personen, im Bereich des SGB II 2.410 Menschen gemeldet. Die Verteilung sieht wie folgt aus (41,0 Prozent im SGB III zu 59,0 Prozent im SGB II). Im Bereich des SGB III gab es einen Anstieg um 1,1 Prozent (18 Personen) sowie einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent (7 Personen). Im Bereich des SGB II war es dagegen zu einem Rückgang von 55 Personen oder 2,2 Prozent gekommen. Im Vorjahresvergleich waren allerdings 246 Personen oder 9,3 Prozent weniger gemeldet.

Die Arbeitslosenquote sank auf 3,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr lag die Quote 0,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.     

Im Main-Taunus-Kreis sieht die Entwicklung im Einzelnen wie folgt aus: Bei den Männern waren 18 Personen oder 0,8 Prozent weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Im April 2018 waren es noch 123 Männer oder 5,4 Prozent weniger gewesen. Insgesamt 2.169 Männer waren ohne Tätigkeit. Bei den Frauen waren es 19 Frauen oder 1,0 Prozent weniger. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 130 Frauen oder 6,3 Prozent weniger. Insgesamt waren 1.918 Frauen ohne Arbeit. In der Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren war ebenfalls ein Rückgang zu verzeichnen. Im April waren 41 Jugendliche oder 12,0 Prozent weniger erwerbslos. Im Vergleich zum April 2018 waren es 62 Jugendliche oder 17,0 Prozent weniger arbeitslose Jugendliche zu verzeichnen. Insgesamt waren 302 Jugendliche ohne Tätigkeit. In der Gruppe der über 50-Jährigen waren im Vergleich zum Vormonat ebenfalls 14 Personen (- 1,0 Prozent) weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Vorjahresvergleich waren es 50 Personen oder 3,6 Prozent weniger. Insgesamt waren in diesem Monat 1.355 über 50-Jährige erwerbslos. In der Personengruppe ohne deutschen Pass waren es 38 Arbeitslose oder 2,3 Prozent weniger. Im Vorjahresvergleich waren es 64 Personen oder 3,8 Prozent weniger. Insgesamt waren 1.629 Ausländer ohne Arbeit.

Die Stellenentwicklung im Main-Taunus-Kreis hat sich leicht verbessert. Insgesamt meldeten die Unternehmen im April 284 Stellen bei der Arbeitsagentur. Das waren 41 Stellen mehr als im Vormonat (16,9 Prozent) und 10 Stellen (-3,4 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Der Stellenbestand lag mit insgesamt 858 Stellen über dem Vormonatsniveau (38 Stellen oder 4,6 Prozent) und blieb mit 485 Stellen (-36,1 Prozent) unter dem Vorjahreswert. Der Zugang seit Jahresbeginn beläuft sich auf 915 Stellen, das sind 279 Stellen oder 23,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Entwicklung des Ausbildungsmarktes sieht wie folgt aus: Insgesamt meldeten die Unternehmen seit Beginn des Berichtsjahres 753 Berufsausbildungsstellen, 9,7 Prozent (- 81 Ausbildungsstellen) weniger als im April 2018. Auf der Bewerberseite gingen seit dem 1.Oktober 1.269 Bewerbermeldungen ein, 39,5 Prozent mehr (359 Personen) als im Vorjahr.

Daraus ergibt sich rein rechnerisch eine Relation von 0,59 Berufsausbildungsstellen je Bewerber. Im Vorjahr lag die Relation bei 0,92.

Im April waren 837 Bewerberinnen und Bewerber noch unversorgt, das waren 267 mehr (46,8 Prozent) als vor einem Jahr. Gleichzeitig waren 470 Berufsausbildungsstellen noch nicht besetzt, 60 weniger (-11,3 Prozent) als im April 2018. 

Die Relation unbesetzter Berufsausbildungsstellen je unversorgten Bewerber liegt damit rein rechnerisch bei 0,56. Im Vorjahr lag die Relation bei 0,93.

Kreis Groß-Gerau

Insgesamt 6.919 Menschen waren im Kreis Groß-Gerau arbeitslos gemeldet, das waren 23 Personen (- 0,3 Prozent) weniger als im Vormonat und 311 Personen (- 4,3 Prozent) weniger als im Vorjahr.  

Hiervon sind 2.620 dem Rechtskreis des SGB III und 4.296 Menschen dem Rechtskreis des SGB II zugeordnet. Somit entfielen, gemessen an der Gesamtzahl der Erwerbslosen, 37,9 Prozent auf den Bereich der Agentur für Arbeit und 62,1 Prozent auf den Bereich des SGB II, der in kommunaler Hand liegt. 

Gegenüber März stieg die Arbeitslosenzahl im Bereich des SGB III um 4 Erwerbslose. Dies entspricht einem Zuwachs von 0,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 2451 Personen oder 10,6 Prozent mehr gemeldet. Im Bereich des SGB II waren 27 Erwerbslose (- 0,6 Prozent) weniger gemeldet als im Vormonatsvergleich und 562 Arbeitslose weniger (-11,6 Prozent) als vor einem Jahr.  

Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,6 Prozent. Die Quote liegt damit im April weiterhin 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. 

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit sah wie folgt aus: Insgesamt waren 3.849 Männer ohne Arbeit, das sind 8 Männer oder 0,2 Prozent weniger als im Vormonat März, aber 45 Männer oder 1,2 Prozent mehr als im April 2018. Bei den Frauen waren 15 Erwerbslose oder 0,5 Prozent weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Vorjahresvergleich lagen die Frauen mit 356 Erwerbslosen oder 10,4 Prozent ebenfalls unter dem Vorjahreswert. Insgesamt waren 3.067 Frauen ohne Arbeit. In der Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren waren im Vergleich zum März 12 Personen oder 1,6 Prozent weniger gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 15 Jugendliche oder 2,1 Prozent mehr, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Insgesamt waren 726 Jugendliche ohne Arbeit. In der Gruppe der über 50 - Jährigen sieht es wie folgt aus: Insgesamt sind 1.904 Personen arbeitslos. Dies sind 14 Personen (-0,7 Prozent) weniger als im Vormonat und 109 bzw. 5,4 Prozent weniger als im Vorjahr. In der Personengruppe ohne deutschen Pass gab es einen Zuwachs von 36 Personen. Dies entspricht einem Plus von 1,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 84 Ausländer oder 2,5 Prozent weniger. Insgesamt waren 3.271 Ausländer erwerbslos.

Der Stellenzugang im Landkreis Groß-Gerau fiel in diesem Monat positiv aus. Im Vergleich zum Vormonat waren 257 Stellen mehr gemeldet worden. Dies entspricht einem Zuwachs von 80,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 245 Stellen (74,2 Prozent) mehr gemeldet worden. Insgesamt meldeten die Unternehmen 575 Stellen. Der Bestand an offenen Stellen lag mit insgesamt 1.520 Stellen über dem Vormonatsniveau. Der Zuwachs an Bestandsstellen belief sich auf 130 Stellen bzw. 9,4 Prozent. Im Vorjahresvergleich waren es 206 Stellen oder 11,9 Prozent weniger. Seit Jahresbeginn wurden 1.536 Stellen gemeldet. Dies entspricht einem Plus von 163 Stellen oder 11,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt wurden 1.130 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 19 oder 1,7 Prozent weniger als im April 2018. Gleichzeitig lag die Bewerberzahl mit insgesamt 1.725 Meldungen über dem Vorjahreswert (24 Personen oder 1,4 Prozent).  

Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Relation von 0,66 Berufsausbildungsstellen je Bewerber. Im Vorjahr lag die Relation bei 0,68.

1.034 Jugendliche waren im April noch unversorgt, das waren 10 weniger (-1,0 Prozent) als im Vorjahr. Ihnen stehen noch 655 unbesetzte gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber. Dies sind 31 Stellen weniger (-4,5 Prozent) als vor einem Jahr.

Die Relation unbesetzter Ausbildungsstellen je unversorgter Bewerber liegt rein rechnerisch bei 0,63. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 0,66.