26.06.2019 | Presseinfo Nr. 35

Urlaubszeit – Was müssen Arbeitslose beachten

Die Sommerferien haben begonnen und damit auch die Urlaubszeit. Die Agentur für Arbeit Bad Homburg informiert darüber, was Arbeitslose bei Ihrer Urlaubsplanung zu beachten haben.

Wer als Arbeitsloser in den Ferien verreisen möchte, der muss sich den Urlaub vorher genehmigen lassen. Sonst entstehen Nachteile.

Anders als Berufstätige haben Erwerbslose keinen gesetzlichen Urlaubsanspruch. Der Gesetzgeber verlangt, dass Erwerbslose alle zumutbaren Aktivitäten unternehmen, um die Arbeitslosigkeit schnellstmöglich zu beenden. Dies gilt auch für die Ferienzeit.

Das heißt nicht, dass ein Arbeitsloser in den Sommerferien zu Hause bleiben muss. Die Agentur für Arbeit kann einer Reise zustimmen, wenn nach vorheriger Prüfung die sogenannte Ortsabwesenheit weder die Beschäftigungschancen schmälert, noch der Teilnahme an einer geplanten Eingliederungsmaßnahme entgegensteht. Liegt eine Genehmigung vor, wird das Arbeitslosengeld für eine Dauer von maximal drei Wochen weitergezahlt. Länger besteht ein Anspruch auf Ortsabwesenheit bei gleichzeitiger Zahlung des Arbeitslosengeldes gerechnet auf die gesamte Dauer der Arbeitslosigkeit nicht.

Arbeitslose, die ohne Wissen und vorherige Zustimmung der Agentur für Arbeit - unabhängig- von der Dauer - eine Urlaubsreise antreten, müssen das bereits gezahlte Arbeitslosengeld zurückzahlen und haben eventuell mit einem Bußgeld zu rechnen. Wer allerdings die Vorgaben bei seinen Planungen bedenkt, kann die Urlaubszeit unbeschwert genießen und sich danach mit voller Kraft wieder der Arbeitssuche widmen.