31.07.2019 | Presseinfo Nr. 42

Sommerlicher Anstieg der Arbeitslosenzahl setzt sich fort

Saisonüblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit

Arbeitslosenquote steigt auf 4,0 Prozent

Anstieg seit dem Vormonat bei allen Personengruppen erkennbar

Weniger Stellenzugänge als im Vormonat und Vorjahr

Stellenbestand höher als im Juni, aber niedriger als vor einem Jahr

Mehr gemeldete Bewerber für eine Ausbildungsstelle als im Vorjahr

Auch im Juli setzte sich im Agenturbezirk Bad Homburg der saisonal bedingte Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Sommermonaten fort. Den prozentual höchsten Anstieg gegenüber dem Vormonat gab es bei den unter 25-Jährigen.

Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk bezogen auf alle Rechtskreise

Insgesamt waren 15.798 Menschen in den Landkreisen Hochtaunus, Groß-Gerau und Main-Taunus arbeitslos gemeldet. Das waren 757 Menschen mehr als im Juni und ein Anstieg um 5,0 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr waren 335 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen (+2,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen) erhöhte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 3,9 Prozent.

„Nachdem es im Agenturbezirk Bad Homburg bereits im Vormonat einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahl gab, hat die Arbeitslosigkeit im Juli weiter zugenommen“, erklärt Norbert Meier, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Bad Homburg: „Diese im Sommer übliche Entwicklung ist in diesem Jahr durchschnittlich etwas stärker ausgefallen als in den Vorjahren. Das zeigt sich besonders bei den Männern und den Älteren, deren Anstiege höher ausgefallen sind.  Prozentual gesehen gab es die stärkste Erhöhung bei den Jüngeren. Auch dies ist eine saisonal auftretende Entwicklung, da viele junge Menschen nach Ausbildungsende auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind. Generell enden viele Beschäftigungsverhältnisse zum Quartalsende und schlagen sich dann, besonders im Bereich der Arbeitslosenversicherung, in steigenden Arbeitslosenzahlen nieder. Obwohl im bisherigen Jahresverlauf insgesamt weniger freie Stellen von den Unternehmen gemeldet wurden als im letzten Jahr – hier stellt allein der Kreis Groß-Gerau eine Ausnahme dar, hat sich der Bestand offener Arbeitsstellen im Agenturbezirk Bad Homburg seit Juni sichtbar erhöht. Ungeachtet der nachlassenden Dynamik bietet der Stellenmarkt Jobsuchenden weiterhin viele Chancen, da besonders die Nachfrage nach Fachkräfte anhält. Gleiches gilt für den Ausbildungsmarkt. Obwohl sich mehr Jugendliche für einen Ausbildungsplatz interessieren, gibt es aktuell noch mehr freie, gemeldete Ausbildungsstellen als im vergangenen Ausbildungsjahr. Bis zum Ende des Ausbildungsjahres und auch darüber hinaus appellieren wir deshalb an interessierte Jugendliche und Unternehmen, die Beratungs- und Unterstützungsangebote der Arbeitsagentur bei der Suche zu nutzen.“    

Stellenmarkt

Auch in diesem Monat war der Bestand der bei der Agentur für Arbeit Bad Homburg gemeldeten offenen Arbeitsstellen höher als im Vormonat und belief sich auf insgesamt 4.286 Stellen. Das ist ein Plus von 304 Stellen (+7,6 Prozent) gegenüber Juni. Im Vergleich zu Juli 2018 sind es 170 Stellen weniger (-3,8 Prozent).

Der Zugang offener Stellen lag unter den Werten des Vormonats und auch des Vorjahres. Insgesamt meldeten die Unternehmen im Juli 1.140 Stellen, 207 Stellen weniger (-15,4 Prozent) als im Juni und 191 Stellen weniger (-14,4 Prozent) als vor einem Jahr. 

Der Gesamtzugang seit Jahresbeginn belief sich auf 7.600 Stellen.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen bezogen auf alle Rechtskreise

Der Anstieg der Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat betraf alle betrachteten Personengruppen, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung:

Die Zahl der männlichen Arbeitslosen erhöhte sich um 450 Personen (+5,6 Prozent) auf 8.545. Bei den Frauen fiel der Anstieg etwas geringer aus: 7.253 Frauen waren bei der Agentur für Arbeit Bad Homburg gemeldet, 307 mehr (+4,4 Prozent) als vor einem Monat. Bei den unter 25-Jährigen erhöhte sich die Zahl um 210 junge Menschen (+14,6 Prozent) auf 1.653. 50 Jahre und älter waren 4.835 arbeitslos gemeldete Männer und Frauen, insgesamt 199 mehr (+4,3 Prozent) als im Juni. 6.760 Menschen hatten keinen deutschen Pass, 269 Personen mehr (+4,1 Prozent) als im Vormonat.

Die Entwicklung bei den einzelnen Personengruppen im Vergleich zum Vorjahr ist unterschiedlich:

Während weniger Frauen und junge Menschen arbeitslos gemeldet waren als im Juli 2018 (Frauen: -130 bzw. -1,8 Prozent; unter 25-Jährige: -107 bzw. -6,1 Prozent), lag die Anzahl der gemeldeten Männer, der ab 50-Jährigen und der Gruppe ohne deutschen Pass über den Vergleichszahlen des Vorjahres (Männer: +465 bzw. +5,8 Prozent; Ältere: +197 bzw. +4,2 Prozent; Ausländer: +329 bzw. +5,1 Prozent).

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Gegenüber dem Vormonat gab es in beiden Rechtskreisen einen Anstieg der Arbeitslosigkeit:

Im Bereich des Arbeitslosengeldes I (SGB III), für den die Arbeitsagentur Bad Homburg in den drei zugehörigen Kreisen ausschließlich zuständig ist, erhöhte sich die Zahl der Erwerbslosen um 483 Menschen (+8,2 Prozent) auf 6.396. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden im Juli 545 Menschen mehr (+9,3 Prozent) gezählt.  

Im Bereich des Arbeitslosengeldes II (SGB II), welches im Agenturbezirk Bad Homburg ausschließlich in kommunaler Hand liegt, stieg die Zahl der Arbeitslosen seit Juni ebenfalls auf 9.402 Menschen an (+274 oder +3,0 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren 210 Personen weniger (-2,2 Prozent) arbeitslos gemeldet.

Die prozentuale Verteilung sieht wie folgt aus: 40,5 Prozent (SGB III) zu 59,5 Prozent (SGB II). 

Ausbildungsmarkt

Das Ausbildungsjahr 2018/2019 hat am 1. Oktober 2018 begonnen und endet am 30. September 2019.

Seit Beginn des Ausbildungsjahres wurden im Bezirk der Arbeitsagentur Bad Homburg 3.444 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das sind mit einem Minus von 7 Ausbildungsstellen (-0,2 Prozent) in etwa so viele wie im Vorjahreszeitraum. 

Die Zahl der bislang gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber lag bei 4.675. Das waren 210 junge Menschen mehr (+4,7 Prozent) als im Juli 2018.   

Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Relation von 0,74 gemeldeten Berufsausbildungsstellen je gemeldeten Bewerber. Im Vorjahreszeitraum lag die Relation bei 0,77.

Von den seit Beginn des Berichtsjahres gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern sind 1.466 zurzeit noch nicht versorgt. Das sind 52 Jugendliche weniger (-3,4 Prozent) als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zur Gruppe der noch nicht versorgten Bewerber zählen Jugendliche und junge Erwachsene, die nach der Schule noch keinen Ausbildungsplatz, einen weiteren Schulbesuch, ein Studium oder eine andere Alternative bis 30. September 2019 haben.

Dem gegenüber stehen 1.361 noch unbesetzte Ausbildungsstellen. Dies sind 224 Stellen mehr (+19,7 Prozent) als vor einem Jahr. 

Entwicklung im Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis und Kreis Groß-Gerau

Im Vergleich zum Vormonat stieg die Arbeitslosenzahl in allen drei Kreisen an. Während sich die Arbeitslosenquote im Hochtaunuskreis um 0,1 Prozentpunkte erhöhte, lag der Anstieg im Main-Taunus-Kreis und im Kreis Groß-Gerau bei jeweils 0,2 Prozentpunkten.

Hochtaunuskreis

Im Juli waren im Hochtaunuskreis insgesamt 4.087 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 209 Personen mehr (+5,4 Prozent) als im Juni und auch 81 Menschen mehr (+2,0 Prozent) als vor einem Jahr. Davon waren 1.811 Menschen dem Rechtskreis SGB III und 2.276 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet (Relation: 44,3 Prozent zu 55,7 Prozent).  

Gegenüber dem Vorjahresmonat waren im Rechtskreis SGB III 112 Menschen mehr arbeitslos gemeldet (+6,6 Prozent). Im Rechtskreis SGB II waren es hingegen 31 Personen weniger (-1,3 Prozent). 

Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 auf 3,4 Prozent. Auch im Juli 2018 hatte sie bei 3,4 Prozent gelegen.   

Die Veränderungen bei den einzelnen Personengruppen: 2.197 Männer waren im Hochtaunuskreis arbeitslos gemeldet, 101 mehr als im Juni (+4,8 Prozent) und 70 mehr (+3,3 Prozent) als vor einem Jahr. Bei den 1.890 Frauen war der Anstieg zum Vormonat mit einem Plus von 108 Frauen (+6,1 Prozent) prozentual etwas stärker ausgeprägt, gegenüber Juli 2018 mit einem Plus von 11 Frauen (+0,6 Prozent) niedriger als bei den Männern. Auch bei den Älteren und der Gruppe ohne deutschen Pass gab es gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat einen Anstieg (ab 50-Jährige: 1.427 Personen, 56 mehr (+4,1 Prozent) als im Juni und 90 mehr (+6,7 Prozent) als im Juli 2018/ Ausländer: 1.597 Personen, 32 mehr (+2,0 Prozent) als im Juni und ebenfalls 90 mehr (+6,0 Prozent) als vor einem Jahr).

Der stärkste prozentuale Anstieg seit dem Vormonat zeigte sich bei den Jugendlichen unter 25 Jahren. Hier waren im Juli insgesamt 401 Personen arbeitslos gemeldet (51 mehr oder +14,6 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr gab es in dieser Gruppe allerdings einen Rückgang um 77 junge Menschen (-16,1 Prozent).  

Während der Zugang offener Stellen mit insgesamt 330 Stellenmeldungen im Juli etwas geringer ausfiel als im Juni (-27 Stellen oder -7,6 Prozent), lag der Stellenbestand mit insgesamt 1.300 offenen Stellen etwas über dem Niveau des Vormonats (+65 Stellen oder +5,3 Prozent).

Gegenüber dem Vorjahr lagen sowohl der Stellenzugang (-219 Stellen oder -39,9 Prozent), als auch der Stellenbestand (-112 Stellen oder -7,9 Prozent) hinter den Werten von Juli 2018 zurück.

Der Zugang seit Jahresbeginn belief sich auf insgesamt 2.498 Stellen und somit auf 556 Stellen weniger (-18,2 Prozent) als im Vorjahreszeitraum.   

Im Juli 2019 belief sich die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen im Hochtaunuskreis auf 1.193. Mit einem Plus von 2 Stellen (+0,2 Prozent) waren dies etwa so viele wie vor einem Jahr. Auch bei den gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern zeigte sich kaum ein Unterschied zum Vergleichszeitraum des Vorjahres – mit 1.207 waren es vier junge Menschen mehr (+0,3 Prozent).

Rein rechnerisch ergibt dies, ebenso wie im Vorjahr, eine Relation von 0,99 gemeldeten Berufsausbildungsstellen je gemeldeten Bewerber.  

Die Zahl der unversorgten Bewerberinnen und Bewerber fiel mit 391 jungen Menschen etwas höher aus als vor einem Jahr (+7 oder +1,8 Prozent). Ihnen stehen 500 noch unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber. Das sind deutlich mehr als im Juli 2018 (+146 oder +41,2 Prozent).

Main-Taunus-Kreis

Im Main-Taunus-Kreis nahm die Arbeitslosenzahl im Juli um 179 Menschen (+4,3 Prozent) auf 4.363 zu. Das waren 78 Menschen mehr (+1,8 Prozent) als vor einem Jahr.

Davon waren 1.781 Personen dem Rechtskreis SGB III und 2.582 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Dies ergibt eine Relation von 40,8 Prozent (SGB III) zu 59,2 Prozent (SGB II). In beiden Rechtskreisen gab es einen Anstieg gegenüber dem Vormonat. Dieser belief sich im Rechtskreis SGB III auf 110 Personen (+6,6 Prozent), im Rechtskreis SGB II auf 69 Menschen (+2,7 Prozent). Auch im Vergleich zum Vorjahr gab es einen leichten Anstieg (SGBIII: +71 oder +4,2 Prozent; SGB II: +7 oder +0,3 Prozent).

Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,2 auf 3,4 Prozent und war damit genauso hoch wie im Vorjahr.      

Bei den einzelnen Personengruppen zeigten sich folgende Entwicklungen: Auch im Main-Taunus-Kreis schlägt sich der Anstieg der Arbeitslosenzahl seit dem Vormonat bei allen betrachteten Personengruppen nieder. 2.298 Männer waren im Juli von Arbeitslosigkeit betroffen, 103 mehr als im Juni (+4,7 Prozent) und 79 mehr als im Vorjahr (+3,6 Prozent). Die Zahl der arbeitslosen Frauen erhöhte sich im Juli um 76 (+3,8 Prozent) auf 2.065. Dies waren mit einer Person weniger etwa so viele wie ein Jahr zuvor. Wie im Agenturbezirk und den anderen Kreisen konnte der höchste prozentuale Zugang zum Vormonat bei den Jüngeren beobachtet werden, um 67 junge Menschen (+18,7 Prozent) auf insgesamt 426. Das waren acht Jugendliche weniger -1,8 Prozent) als im Juli 2018. 1.397 Erwerbslose waren 50 Jahre und älter. Dies waren 34 Personen mehr als im Juni (+2,5 Prozent) und 46 mehr als im Juli 2018 (+3,4 Prozent). Keinen deutschen Pass hatten 1.677 Menschen, 45 mehr als im Vormonat (+2,8 Prozent) sowie 10 mehr (+0,6 Prozent) als vor einem Jahr.

Während der Bestand offener Stellen mit insgesamt 1.080 größer war als im Juni (+123 oder +12,9 Prozent), gingen aber etwas weniger Stellen ein als im Vormonat (-25 Stellen oder -8,7 Prozent). Im Vorjahresvergleich gab es im Juli 105 Zugänge weniger (-28,5 Prozent). Auch der Stellenbestand lag um 218 Stellen unter dem Vorjahreswert (-16,8 Prozent).

Seit Jahresbeginn meldeten die Unternehmen im Main-Taunus-Kreis insgesamt 1.728 Stellen, 452 Stellen weniger (-20,7 Prozent) als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.    

Im Main-Taunus-Kreis meldeten sich deutlich mehr an einer Ausbildung interessierte junge Menschen als vor einem Jahr. Bis Juli waren dies 1.452 Bewerberinnen und Bewerber, 275 junge Menschen mehr (+23,4 Prozent) als im vorangegangenen Ausbildungsjahr. Gleichzeitig meldeten die Unternehmen mit insgesamt 919 Berufsausbildungsstellen fast so viele Stellen wie vor einem Jahr (- 5 Stellen oder -0,5 Prozent).     

Daraus ergibt sich rein rechnerisch eine Relation von 0,63 Berufsausbildungsstellen je Bewerber. Im Vorjahr lag die Relation bei 0,79.

515 junge Menschen waren im Juli noch nicht versorgt, 97 mehr (+23,2 Prozent) als im Juli 2018. Gleichzeitig waren 385 Berufsausbildungsstellen noch nicht besetzt, 58 mehr (+17,7 Prozent) als im Vorjahr. 

Kreis Groß-Gerau

Im Kreis Groß-Gerau belief sich die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen auf 7.348 Menschen. Das waren 369 Personen mehr als im Juni (+5,3 Prozent) und auch 176 mehr (+2,5 Prozent) als vor einem Jahr.   

Darunter waren 2.804 Menschen dem Rechtskreis SGB III und 4.544 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Gemessen an der Gesamtzahl entfielen somit 38,2 Prozent der Gemeldeten auf den Bereich der Arbeitslosenversicherung und 61,8 Prozent auf den Bereich der Grundsicherung.

Während die Arbeitslosigkeit seit Juni in beiden Rechtskreisen angestiegen ist (SGB III: Plus 203 Personen oder +7,8 Prozent; SGB II: 166 Personen oder +3,8 Prozent), ist die Entwicklung im Vorjahresvergleich unterschiedlich. So waren 362 Menschen im Rechtskreis SGB III mehr arbeitslos als vor einem Jahr (+14,8 Prozent). Im Rechtskreis SGB II waren es 186 Menschen weniger (-3,9 Prozent).  

Die Arbeitslosenquote stieg im Juli auf 4,8 Prozent an (+0,2 gegenüber Juni) und war somit genauso hoch wie im Juli 2018. 

Im Vergleich zum Vormonat stieg die Arbeitslosigkeit bei allen betrachteten Personengruppen an. Auch im Vorjahresvergleich zeigten sich – mit Ausnahme der Frauen und der Jüngeren – Anstiege. Die Entwicklungen im Einzelnen: 4.050 Männer waren im Juli 2019 arbeitslos gemeldet, 246 mehr (+6,5 Prozent) als im Juni und auch 316 mehr (+8,5 Prozent) als vor einem Jahr.  Bei den Frauen gab es 3.298 Meldungen. Das waren 123 mehr (+3;9 Prozent) als im Vormonat, aber 140 Frauen weniger als im Vorjahreszeitraum (-4,1 Prozent). Auch bei den unter 25-Jährigen waren mit insgesamt 826 jungen Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im Juni (+92 oder +12,5 Prozent), aber ebenfalls etwas weniger als vor einem Jahr (-22 oder -2,6 Prozent). 2.011 Personen waren 50 Jahre und älter, 109 mehr (+5,7 Prozent) als im Vormonat und auch 61 mehr (+3,1 Prozent) als im Juli 2018. Keinen deutschen Pass hatten 3.486 arbeitslose Menschen, 192 mehr (+5,8 Prozent) als vor einem Monat und 229 mehr (+7,0 Prozent) als vor einem Jahr.

Der Stellenzugang im Landkreis Groß-Gerau belief sich auf 547 Stellen und war somit niedriger als im Juni (-155 Stellen oder -22,1 Prozent). Alle anderen Vergleichswerte fielen hingegen mit einem Plus aus: Der aktuelle Stellenzugang lag noch immer um 133 Stellen (-32,1 Prozent) über dem des Vorjahres. Seit Jahresbeginn meldeten die Unternehmen insgesamt 3.374 offene Stellen. Das waren deutlich mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (+812 Stellen oder +31,7 Prozent). Auch der Stellenbestand war mit 1.906 gemeldeten Stellen größer als im Juni (+116 oder +6,5 Prozent) und auch höher als im Vorjahr (+160 oder +9,2 Prozent).     

1.332 Ausbildungsstellen wurden im Kreis bislang von den Unternehmen gemeldet, vier Stellen weniger (-0,3 Prozent) als im Juli 2018. Die Bewerberzahl lag mit insgesamt 2.016 jungen Menschen etwas unter dem Niveau des Vorjahres (-69 oder -3,3 Prozent).      

Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Relation von 0,66 Berufsausbildungsstellen je Bewerber. Im Vorjahr lag die Relation bei 0,64.

Mit insgesamt 560 waren im Juli weniger jungen Menschen unversorgt als vor einem Jahr (-156 oder -21,8 Prozent). Bei den noch unbesetzten Ausbildungsstellen waren es mit 476 insgesamt 20 Stellen mehr (+4,4 Prozent).