01.07.2020 | Presseinfo Nr. 42

Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juni verlangsamt

Arbeitslosenquote stieg auf 5,2 Prozent.

Anstieg weiterhin in allen Personen- und Altersgruppen.

Geringster Anstieg in der Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren.

Anstieg in beiden Rechtskreisen.

Zuwachs bei neuen Stellenmeldungen.

Erneuter Stelleneinbruch beim Bestand.

Im Vorjahresvergleich weiterer Stelleneinbruch bei Zugang und Bestand.

Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt immer noch stark zu spüren.

Kurzarbeit im Juni nur leicht gestiegen.
 

Der Juni bringt ebenfalls wenig Veränderung auf dem Arbeitsmarkt. Die Auswirkungen der Pandemie sind auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt immer noch stark zu spüren.  

Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk bezogen auf alle Rechtskreise

Insgesamt waren 21.031 Menschen in den Landkreisen Hochtaunus, Groß-Gerau und Main-Taunus arbeitslos gemeldet. Das waren im Vergleich zum Vorkrisenmonat Mai 833 Menschen (+4,1 Prozent) mehr. Gegenüber dem Vorjahr waren 5.990 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen (+39,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen) stieg um 0,2 Prozent auf 5,2 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote bei 3,8 Prozent.

„Im Juni konnten wir erstmals einen rückläufigen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Gegensatz zu den Monaten April und Mai erkennen. Der Juni gibt damit das Stimmungsbild der wirtschaftlichen Situation in unserem Agenturbezirk wieder: Es geht langsam aufwärts! Hatte die Pandemie den Arbeitsmarkt noch im Mai fest im Griff, so zeichnet sich ein kleiner Lichtblick ab, was die Arbeitslosmeldungen im Vergleich zum Vormonat angeht. Das heißt aber nicht, dass in naher Zukunft die Zahlen sinken werden. Der Anstieg wird nur nicht mehr so stark sein, wie im April und Mai. Hier wirkt das Instrument der Kurzarbeit noch als Puffer. Vergleicht man allerdings die Juniwerte mit denen des Vorjahres so wird das Ausmaß der Pandemie doch recht deutlich. Das Virus ist ursächlich für einen Anstieg der Arbeitslosigkeit von rund 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, stellt Matthias Oppel, Vorsitzender der Agentur für Arbeit Bad Homburg ernüchtert fest.

„Der Zuwachs zieht sich durch alle drei Landkreise und wird sich im Vergleich zum Vorjahr noch etwas verstärken. Wenngleich ich davon ausgehe, dass die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat auch im nächsten Monat nicht mehr in dem Maße steigt, wie noch zu Anfang der Pandemie, wird ein Rückgang der Arbeitslosigkeit noch auf sich warten lassen. Wir merken zwar, dass die Betriebe und Unternehmen versuchen wieder ihren gewohnten Gang aufzunehmen, dennoch wird es noch sehr lange dauern, bis wir die Auswirkungen der Krise gänzlich überwunden haben. Bis zum Ende des Jahres werden wir in jedem Fall noch einen Anstieg der Arbeitslosigkeit in abgeschwächter Form gegenüber den Vormonaten haben. Dies zeigt auch die Arbeitslosenquote, die nunmehr über 5 Prozent liegt und damit die Werte aus der Vergangenheit erstmals überschreitet. Mit ursächlich für den Anstieg waren die mangelnden Abgänge in Arbeit, zum einen bedingt durch den Lockdown zum anderen dadurch, dass viele Stellenbesetzungen auf Eis gelegt worden waren. Gleichwohl ist dies eine Quote, die wir durchaus in unserem Agenturbezirk verkraften können. Mit Blick auf die Stellenmeldungen haben wir seit April nun erstmals wieder leichte Zuwächse. Dies ist ein wichtiger Indikator für die Beurteilung der wirtschaftlichen Situation in unserem Agenturbezirk und lässt auf Besserung hoffen. Unabhängig davon liegen die Zugänge und der Bestand weiterhin deutlich hinter dem Vorjahresniveau zurück.“, so Matthias Oppel.

„Auch die Zahl der Anzeigen und angezeigten Kurzarbeiter ging in diesem Monat zurück. Jetzt gilt es abzuwarten, ob auch alle angezeigten Mitarbeiter/innen in Kurzarbeit diese auch tatsächlich verrichtet haben. Das werden die nächsten Monate zeigen, da wir nun den ersten Abrechnungszeitrum zum 1. Juli 2020 vor uns haben. Ich bin guter Hoffnung, dass der Anteil der tatsächlichen Kurzarbeiter deutlich unter den angezeigten Werten liegen wird. Im letzten Monat lag dieser Wert noch bei rund 13 Prozent der Beschäftigten. Wir haben derzeit von März bis Ende Juni 7.373 Anzeigen erhalten. In diesen Anzeigen wurde Kurzarbeit für 114.035 Beschäftigte angezeigt. Damit gingen in den Monaten Mai und Juni deutlich weniger Anzeigen ein, als noch im März und April. Dies lässt den Schluss zu, dass der Großteil der Betriebe, die in Kurzarbeit tätig sind, sich bei uns gemeldet haben“, erklärt Matthias Oppel.

  „Was den Ausbildungsmarkt angeht, so hat sich dieser auch im Juni nicht zum Besseren hin verändert. Wir haben weiterhin einen krisenbedingten Rückgang an Ausbildungsplätzen. Auch der Anteil der Schüler/innen, der sich für die Aufnahme einer Ausbildung entscheidet, ist rückläufig. Wer derzeit die Voraussetzungen für einen weiteren Schulbesuch mitbringt, möchte dies in diesen Zeiten nutzen. Wir können auch im Juni feststellen, dass im gesamten Agenturbezirk mehr als ein Drittel aller Ausbildungsplätze storniert wurde. Dennoch brauchen wir jeden Ausbildungsplatz, der aus wirtschaftlicher Sicht der Unternehmen und Betriebe besetzt werden kann. Wir müssen dies zukunftsorientiert betrachten. Nach der Krise benötigen wir Fachkräfte in wichtigen Positionen. Der demografische Wandel wird nicht mit einer verstärkten Digitalisierung beendet. Wir benötigen trotz der wichtigen Digitalisierung unserer Wirtschaft auch gutausgebildete Fachkräfte. Das eine schließt das andere nicht aus. Wenn wir die Corona Krise in Zukunft überwinden wollen und an unsere frühere Wirtschaftsleistung anschließen möchten, müssen wir jeden zu besetzenden dualen Ausbildungsplatz als Investition in unseren Wohlstand und in den Erhalt unseres Wirtschaftsstandortes Deutschland, aber auch unserer Region ansehen“, führt Matthias Oppel aus.

„Die Agentur für Arbeit Bad Homburg unterstützt jeden ausbildungswilligen Arbeitgeber in der Krise durch die Nutzung von Einstiegsqualifizierungen. Durch die Förderung können Unternehmen einen wirtschaftlichen Vorteil erhalten, während der Auszubildende „ausgebildet“ wird, die Berufsschule besucht und im Folgejahr sogar in das nächsthöhere Ausbildungsjahr übernommen werden kann. Bis zum Jahresende können Azubis auch mit Kurzarbeitergeld unterstützt werden. Hier erfolgt bei der Vermittlung von Ausbildungsstellen eine enge Abstimmung mit der Industrie- und Handelskammer. Unternehmen können sich direkt an unseren Arbeitgeberservice wenden“, so Matthias Oppel.

Stellenmarkt

Der Stellenmarkt im Juni verzeichnete eine kleine Erholung: Im Vergleich zum Vormonat belief sich der Bestand auf insgesamt 2.249 Stellen. Das ist ein Minus von 199 Stellen (- 8,1 Prozent) gegenüber Mai. Im Vergleich zum Juni 2019 sind 1.733 Stellen weniger gemeldet worden (- 43,5 Prozent).

Der Zugang offener Stellen lag in diesen Monat erstmals über dem Vormonatswert.  Insgesamt meldeten die Unternehmen im Juni 439 Stellen, 86 Stellen mehr (+24,4 Prozent) als im Mai. Allerdings wurden 908 Stellen weniger gemeldet als im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang von – 67,4 Prozent.    

Der Gesamtzugang seit Jahresbeginn beläuft sich im Juni auf 3.651 Stellen. Das entspricht einem Minus von 2.809 Stellen oder 43,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019.  

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich des Arbeitslosengeldes I (SGB III), für den die Arbeitsagentur Bad Homburg in den drei zugehörigen Kreisen ausschließlich zuständig ist, nahm die Zahl der Erwerbslosen um 688 Menschen (+6,8 Prozent) auf 10.454 zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden im Juni 4.541 Menschen mehr (+76,8 Prozent) gezählt.  

Im Bereich des Arbeitslosengeldes II (SGB II), welches im Agenturbezirk Bad Homburg ausschließlich in kommunaler Hand liegt, stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 10.577 Menschen (+165 Personen oder 1,5 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren 1.449 Personen mehr (+15,9 Prozent) arbeitslos gemeldet.

Die prozentuale Verteilung sieht wie folgt aus: 48,7 Prozent (SGB III) zu 50,3 Prozent (SGB II). 

Ausbildungsmarkt

Auch in diesem Monat ist es aus statistischer Sicht derzeit nicht möglich die genauen Zahlen abzubilden. Die genannten Zahlen bilden daher nur einen Überblick ab.

Agenturbezirk Bad Homburg gesamt

Seit Beginn des Ausbildungsjahres wurden im Bezirk der Arbeitsagentur Bad Homburg bislang 3.112 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das sind 234 Stellen weniger als im Vorjahreszeitraum und entspricht einem Minus von 7,0 Prozent.

Die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber liegt bei 3.948. Hier ist ein Rückgang von 519 Bewerberinnen und Bewerbern ersichtlich. Dies entspricht einem Minus von 11,6 Prozent.

Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Relation von 0,79 gemeldeten Be-rufsausbildungsstellen je gemeldeten Bewerber. Im Vorjahreszeitraum lag die Relation bei 0,75.

Von den seit Beginn des Berichtsjahres gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern sind 1.952 zurzeit noch nicht versorgt. Das sind 92 Jugendliche oder 4,5 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Ausbildungsjahres 2018/2019. Zur Gruppe der unversorgten Bewerber zählen Jugendliche und junge Erwachsene, die nach der Schule noch keinen Ausbildungsplatz, einen weiteren Schulbesuch, Studium oder eine andere Alternative bis 30. September 2020 haben.

Demgegenüber stehen 1.361 noch unbesetzte Ausbildungsstellen. Dies sind 248 Stellen weniger (-15,4 Prozent) als vor einem Jahr.

Rein rechnerisch entspricht diese Relation einem Verhältnis von 0,70 unbe-setzten Berufsausbildungsstellen je unversorgten Bewerber. Im Vergleichs-zeitraum lag das Verhältnis bei 0,79.

Hochtaunuskreis

Im Juni 2020 lag die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen im Hoch-taunuskreis bei 986, das waren 166 oder 14,4 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber lag im Juni bei insgesamt 1.145 Jugendlichen. Damit war ein Jugendlicher oder 0,1 Prozent weniger gemeldet.

Rein rechnerisch ergibt dies eine Relation von 0,86 gemeldeten Berufsausbil-dungsstellen je gemeldeten Bewerber. Im Jahr zuvor lag die Relation bei 1,01.

Die Zahl der unversorgten Bewerberinnen und Bewerber fiel mit 565 jungen Menschen höher aus, als vor einem Jahr (52 oder 10,1 Prozent). Ihnen stehen im Juni aktuell 410 unbesetzte Berufsausbildungsstellen gegenüber, dies sind 146 Stellen weniger (-26,3 Prozent) als vor einem Jahr.

Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Relation von 0,73 unbesetzten Be-rufsausbildungsstellen je unversorgten Bewerber. Im Vorjahr lag die Relation bei 1,08.

Main-Taunus-Kreis

Die Entwicklung des Ausbildungsmarktes sieht wie folgt aus: Insgesamt meldeten die Unternehmen seit Beginn des Berichtsjahres 749 Berufsausbildungsstellen, 17,2 Prozent (- 155 Ausbildungsstellen) weniger als im Juni 2019. Auf der Bewerberseite gingen seit dem 1. Oktober 1.179 Bewerbermeldungen ein, 15,5 Prozent weniger (-216 Jugendliche) als im Vorjahr.

Daraus ergibt sich rein rechnerisch eine Relation von 0,63 Berufsausbildungs-stellen je Bewerber. Im Vorjahr lag die Relation bei 0,65.

Im Juni dieses Jahres waren 645 Bewerberinnen und Bewerber noch unversorgt, das waren 46 weniger (-6,7 Prozent) als vor einem Jahr. Gleichzeitig waren 378 Berufsausbildungsstellen noch nicht besetzt, 104 weniger (-21,8 Prozent) als im Juni 2019.

Die Relation unbesetzter Berufsausbildungsstellen je unversorgten Bewerber liegt damit rein rechnerisch bei 0,59. Im Vorjahr lag die Relation bei 0,70.

Kreis Groß-Gerau

Insgesamt wurden 1.381 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 87 oder 6,7 Pro-zent mehr als im Juni 2019. Gleichzeitig lag die Bewerberzahl mit insgesamt 1.624 Meldungen unter dem Vorjahreswert (-302 Personen oder 15,7 Prozent).

Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Relation von 0,85 Berufsausbildungsstellen je Bewerber. Im Vorjahr lag die Relation bei 0,67.

742 Jugendliche waren im Juni noch unversorgt, das waren 98 weniger (-11,7 Prozent) als im Vorjahr. Ihnen stehen noch 573 unbesetzte gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber. Dies sind 2 Stellen mehr (0,4 Prozent) als vor einem Jahr.

Die Relation unbesetzter Ausbildungsstellen je unversorgter Bewerber liegt rein rechnerisch bei 0,77. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 0,68.

Entwicklung im Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis und Kreis Groß-Gerau

Die drei Landkreise des Agenturbezirks Bad Homburg sind auch im Juni von der Pandemie stark betroffen.  

Hochtaunuskreis

Im Juni waren im Hochtaunuskreis insgesamt 5.336 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 187 Personen (+3,6 Prozent) mehr als im Mai und 1.458 Menschen (+37,6 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Davon waren 2.883 Menschen dem Rechtskreis SGB III und 2.453 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Im SGB III Bereich waren 121 Personen oder 4,4 Prozent mehr arbeitslos. Im Bereich des SGB II waren es 66 Arbeitslose oder 2,8 Prozent mehr als im Vormonat. (Relation: 54,0 Prozent zu 46,0 Prozent).  

Gegenüber dem Vorjahresmonat waren im Rechtskreis SGB III 1.242 Menschen mehr arbeitslos gemeldet (+75,7 Prozent). Im Rechtskreis SGB II waren es 216 Personen mehr (+9,7 Prozent). 

Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozent auf 4,4 Prozent. Im Juni 2019 lag die Quote bei 3,3.

Der Zugang offener Stellen belief sich auf insgesamt 128 Stellenmeldungen im Juni (+38 Stellen oder 42,2 Prozent). Der Zugang offener Stellen im Vergleich zum Juni 2019 wies einen Rückgang von 229 Stellen auf. Dies entspricht einem Minus von 64,1 Prozent. Der Stellenbestand lag bei 629 offenen Stellen. Das waren 127 Stellen oder 16,8 Prozent weniger gegenüber dem Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr lag der Bestand bei 606 Stellen oder 49,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Zugang seit Jahresbeginn belief sich auf insgesamt 1.105 Stellen und somit auf 1.063 Stellen weniger (-49,1 Prozent) als im Vorjahreszeitraum.   

Main-Taunus-Kreis

Im Main-Taunus-Kreis nahm die Arbeitslosenzahl im Juni um 258 Menschen (+4,5 Prozent) auf 5.940 zu. Im Vergleich zum Vorjahr waren 1.756 Menschen mehr (+42,0 Prozent) gemeldet. Insgesamt waren 5.940 Menschen erwerbslos.

Davon waren 2.995 Personen dem Rechtskreis SGB III und 2.945 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Dies ergibt eine Relation von 50,4 Prozent (SGB III) zu 49,6 Prozent (SGB II). Im Bereich des SGB III gab es einen Zuwachs von 198 Erwerbslosen (+7,1 Prozent) gegenüber dem Vormonat. Mit Blick auf den SGB II Bereich gab es einen Zuwachs von 60 Personen oder 2,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Anstieg von 1.324 Personen im Bereich des SGBIII oder 79,2 Prozent und einen Zuwachs von 432 Erwerbslosen oder 17,2 Prozent im Bereich der Grundsicherung.

Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent und liegt damit nunmehr 1,4 Prozent über dem Vorjahreswert (3,2 Prozent).          

Der Bestand offener Stellen lag bei 587 Stellen und damit 1 Stelle oder 0,2 Prozent unter dem Aprilwert. Im Vergleich zum Vorjahr lag der Bestand 370 Stellen bzw. 38,7 Prozent ebenfalls unter dem Vorjahresniveau. Der Zugang offener Stellen lag mit 149 Stellen und 52 Stellen bzw. 53,8 Prozent über dem Vormonatswert. Im Vergleich zum Vorjahr waren allerdings 139 Stellen weniger gemeldet worden, was einem Minus von 48,3 Prozent entspricht.

Seit Jahresbeginn meldeten die Unternehmen im Main-Taunus-Kreis insgesamt 911 Stellen, 554 Stellen weniger (- 37,8 Prozent) als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.  

Kreis Groß-Gerau

Im Kreis Groß-Gerau belief sich die Zahl, der von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen auf 9.755.  Das waren 388 Personen mehr als im Mai (+4,1 Prozent) und 2.776 mehr (+39,8 Prozent) als vor einem Jahr.   

Darunter waren 4.576 Menschen dem Rechtskreis SGB III und 5.179 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Gemessen an der Gesamtzahl entfielen somit 46,9 Prozent der Gemeldeten auf den Bereich der Arbeitslosenversicherung und 53,1 Prozent auf den Bereich der Grundsicherung.

Die Arbeitslosigkeit stieg seit Mai in beiden Rechtskreisen. (SGB III: +349 Personen oder 8,3 Prozent; SGB II: +39 Personen oder +0,8 Prozent). So waren 1.975 Menschen im Rechtskreis SGB III mehr arbeitslos als vor einem Jahr (+75,9 Prozent). Im Rechtskreis SGB II waren es 801 Menschen mehr (+18,3 Prozent).  

Die Arbeitslosenquote stieg im Juni auf 6,3 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote noch bei 4,6 Prozent.     

Der Stellenzugang im Landkreis Groß-Gerau belief sich auf 162 Stellen. Dies entspricht einem Minus von 4 Stellen bzw. – 2,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Im Vorjahresvergleich waren 540 Stellen oder 76,9 Prozent weniger gemeldet.  Seit Jahresbeginn meldeten die Unternehmen insgesamt 1.635 offene Stellen. Das waren ebenfalls deutlich weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (-1.192 Stellen oder -42,2 Prozent). Der Stellenbestand lag mit 1.033 gemeldeten Stellen auch unter den Vormonatswerten (-71 oder -6,4 Prozent) und 757 Stellen weniger als im Vorjahr (-42,3 Prozent).    

Kurzarbeit

Die Entwicklung der Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit flachte im Juni im Vergleich zu den Monaten April und Mai deutlich ab. Die Zahl der geprüften Anzeigen und der darin genannten Personen ist damit nur minimal angestiegen. Insgesamt liegen für den Agenturbezirk nun für den Zeitraum März bis Ende Juni insgesamt 7.373 Anzeigen auf Kurzarbeit vor. Damit hat sich die Zahl im Juni nochmal leicht erhöht. Im Juni wurden 305 Anzeigen auf Kurzarbeit gestellt. Damit wurden im Juni im Vergleich zu den Vormonaten, die wenigsten Anzeigen gestellt. Darin wurde für 4.238 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet.

Agenturbezirk Bad Homburg

Insgesamt stellten die Unternehmen von März bis Ende Juni insgesamt 7.373 Anzeigen, und meldeten damit Kurzarbeit an. Die Zahl der Betroffenen Mitarbeiter/innen in den Unternehmen, für die Kurzarbeit angemeldet wurde, lag bis Ende Juni agenturweit bei 114.035 Personen.

Hierbei ist festzuhalten, dass dies eine Gesamtsumme der möglichen Kurzarbeiter darstellt. Die tatsächliche Zahl der Kurzarbeiter fällt in der Regel deutlich niedriger aus, da nicht alle Mitarbeiter/innen eines Unternehmens in Kurzarbeit tätig sind, auch wenn das Unternehmen rein vorsorglich für alle im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer Kurzarbeit anmeldet.

Die Zahl der tatsächlichen Kurzarbeiter im Agenturbezirk Bad Homburg lag per Ende Mai bei 40.293 Beschäftigten. Damit sind tatsächlich ca. 13 Prozent der Sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten (305.732) im Agenturbezirk in Kurzarbeit tätig. Dieser Wert kann für den Juni noch nicht angegeben werden, wird aber voraussichtlich ähnlich hoch sein.

Hochtaunuskreis

Im Hochtaunuskreis liegen nunmehr von März bis Ende Juni insgesamt 2.465 Anzeigen von Unternehmen vor. Im Juni hatten die Unternehmen 87 neue Anzeige auf Kurzarbeit eingereicht. Betroffen sind damit 1.517 Beschäftigte in Kurzarbeit. Insgesamt wurden von März bis Ende Juni für 24.623 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet.

Main-Taunus-Kreis

Im Main- Taunus-Kreis liegen nunmehr von März bis Ende Juni insgesamt 2.486 Anzeigen von Unternehmen vor. Im Juni meldeten die Unternehmen 107 neue Anzeige auf Kurzarbeit. Damit kamen 1.565 potentielle Kurzarbeiter hinzu. Insgesamt wurde für den gesamten Zeitraum von März bis heute für 33.078 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet.

Kreis Groß-Gerau

2.422 Anzeigen lagen im Landkreis Groß-Gerau Ende Juni vor. Von Kurzarbeit betroffen waren demnach 58.334 Personen. Davon gingen im Juni 111 Anzeigen ein. Damit wurde für 1.158 Menschen Kurzarbeit angemeldet.