29.05.2019 | Presseinfo Nr. 27

Der Arbeitsmarkt im Mai 2019

Arbeitsmarkt zeigt sich verhalten

  • Arbeitslosenquote unverändert bei 3,8 Prozent.
  • Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit – ausschließlich im SGB II Bereich.
  • Bestand und Zugang an gemeldeten Arbeitsstellen entgegen Hessentrend weiterhin ansteigend.
  • Dennoch deutliche Rückgänge beim Stellenbestand im Vergleich zum Vorjahr.
  • Ausbildungsbewerber/innen nehmen im Mai weiter deutlich zu.
     

Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Bad Homburg stieg im Vergleich zum Vormonat marginal an.  

Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk bezogen auf alle Rechtskreise

Insgesamt waren 14.999 Personen in den Landkreisen Hochtaunus, Groß-Gerau und Main-Taunus arbeitslos gemeldet. Das waren 18 Menschen (- 0,1 Prozent) mehr als im April. Im Vergleich zum Vorjahr waren 211 Personen (- 1,4 Prozent) weniger von Arbeitslosigkeit bedroht. Die Arbeitslosenquote (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen) blieb unverändert bei 3,8 Prozent. Sie liegt nunmehr noch 0,1 Prozent unter dem Vorjahreswert.  

„Der Mai, der in den vergangenen Jahren stets ein Garant für den Höhepunkt der Frühjahrsbelebung war, endet dieses Jahr insgesamt verhalten. Dies liegt zum einen an dem Zuwachs der Erwerbslosen im SGB II Bereich als auch in der verhaltenen Konjunkturlage. Die sich abschwächende Konjunktur erreicht auch in Teilen langsam den Arbeitsmarkt, wobei der Agenturbezirk Bad Homburg immer noch gut aufgestellt ist. Dies zeigt sich auch daran, dass wir gerade, was den Stellenbestand angeht, entgegen dem Hessendurchschnitt die stärksten Zuwächse im Vergleich zum Vormonat haben. Wir werden somit die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten noch etwas steigern können, obwohl sich diese bereits auf dem Höhepunkt der vergangenen Jahre befinden. Allerdings sehen wir eine zunehmende Stagnation der Arbeitslosenzahlen als auch der Arbeitskräftenachfrage, trotz eines deutlichen Zuwachses im Bestand und im Zugang offener Stellen. Es wird zunehmend schwieriger Fachkräfte für diese Stellen zu gewinnen, so dass nicht alle Stellen adäquat besetzt werden können. Die betriebliche Qualifizierung bestehender Arbeitskräfte und Weiterentwicklung junger Menschen im Betrieb wird eine tragende Säule zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit der Unternehmen, aber auch zum Wohlstand der Gesellschaft, darstellen. Der Auszubildende von morgen ist bereits jetzt ein wichtiges Element in der Zukunftsplanung der Betriebe.
Umso erfreulicher ist es, dass wir auch im Mai noch deutliche Zuwächse bei den Berufsausbildungsstellenbewerbern verzeichnen können. Wir benötigen motivierte junge Menschen, die in ihre berufliche Zukunft mit einer Ausbildung starten“, so Matthias Oppel, Vorsitzender der Geschäftsführung, der Agentur für Arbeit Bad Homburg.

Stellenmarkt

Der Bestand und der Zugang an gemeldeten offenen Arbeitsstellen ist im Agenturbezirk Bad Homburg auch in diesem Monat weiter gestiegen. 
Der Bestand lag insgesamt bei 3.776 Stellen. Es waren 318 Stellen mehr im Bestand als noch im April. Das entspricht einer Steigerung von 9,2 Prozent.
Der Bestand ist im Vergleich zum Vormonat entgegen des Hessendurchschnitts deutlich angestiegen.

Die Unternehmen meldeten im Mai 1.351 offene Stellen, das sind 142 Stellen mehr (11,7 Prozent) als im April. Im Vergleich zum Vorjahr waren 164 Stellen mehr gemeldet worden. Das entspricht einem Plus von 13,8 Prozent.      
Der Gesamtzugang seit Jahresbeginn belief sich auf 5.113 Stellen.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (aktueller Stand 30.09.2018) im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Homburg liegt bei 301.032 Beschäftigten. Damit waren im Vergleich zu früheren Erhebungen, 4.863 Menschen mehr in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Dies entspricht einer Steigerung der Beschäftigung von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zum Vorquartal waren 5.950 Personen mehr in sozialversicherungspflichtigen Tätigkeiten angestellt. Aufgrund einer Fehlmeldung im Landkreis Groß-Gerau kam es zu einer Korrektur der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Rückblickend konnte der Agenturbezirk Bad Homburg die Zahl der Beschäftigten weiter steigern.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen bezogen auf alle Rechtskreise

Die Arbeitslosigkeit im Einzelnen:
Bei den Männern sank die Erwerbslosenzahl um 74 Personen (-0,9 Prozent) auf insgesamt 8.113 Personen. Im Vergleich zum Vorjahreswert waren 49 Männer oder 0,6 Prozent mehr gemeldet. Bei den Frauen stieg die Zahl derer, die ohne Arbeit waren um 92 Personen (1,4 Prozent) auf insgesamt 6.886 Arbeitslose. Im Vorjahresvergleich waren 260 Frauen oder 3,6 Prozent weniger gemeldet.  
Insgesamt 6.504 Erwerbslose besitzen keinen deutschen Pass, 11 Menschen weniger (- 0,2 Prozent) als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren 5 Personen oder 0,1 Prozent weniger gemeldet. 
Die Zahl der jungen Erwachsenen unter 25 Jahren nahm auch im Mai weiter ab. Insgesamt waren in diesem Monat 1.362 junge Menschen erwerbslos gemeldet, 25 weniger (-1,8 Prozent) als im April. Im Vergleich zum Mai 2018 sind 38 Jugendliche oder 2,7 Prozent weniger erwerbslos. Die Gruppe der über 50 - Jährigen konnte im Mai ihren Bestand an Arbeitslosen nicht verringern. Es waren 37 Personen oder 0,8 Prozent mehr arbeitslos. Insgesamt waren 4.662 Personen erwerbslos. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 30 Personen oder 0,6 Prozent weniger.  

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich des Arbeitslosengeldes I (SGB III), für den die Arbeitsagentur Bad Homburg in den drei zugehörigen Kreisen ausschließlich zuständig ist, nahm im Mai die Zahl der Erwerbslosen weiter ab. Im Einzelnen sieht die Verteilung wie folgt aus: Im SGB III Bereich waren im Vergleich zum Vormonat 62 Personen (-1,0 Prozent) weniger erwerbslos. Im Vergleich zum Vorjahr waren es allerdings 551 Personen (10,2 Prozent) mehr. Insgesamt waren 5.947 Menschen erwerbslos.
Die Zahl derjenigen, die in den Bereich der Grundsicherung fallen, stieg im Vergleich zum Vormonat. Im Bereich des Arbeitslosengeldes II (SGB II), welches im Agenturbezirk Bad Homburg ausschließlich in kommunaler Hand liegt, stieg die Erwerbslosenzahl um 80 Personen (0,9 Prozent) auf insgesamt 9.052 Menschen. Im Vergleich zum Vorjahr waren 762 Personen oder 7,8 Prozent weniger gemeldet.
Die prozentuale Verteilung sieht wie folgt aus: 39,6 Prozent (SGB III) zu 60,4 Prozent (SGB II). 

Ausbildungsmarkt

Das Ausbildungsjahr 2018/2019 hat am 1. Oktober 2018 begonnen und endet am 30. September 2019.
Seit Beginn des Ausbildungsjahres wurden im Bezirk der Arbeitsagentur Bad Homburg bislang 3.215 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das sind 18 Stellen mehr als im Vorjahreszeitraum und entspricht einem Plus von 0,6 Prozent. 
Die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber liegt bei 4.239. Hier konnte ein Zuwachs von 313 Bewerberinnen und Bewerbern erzielt werden. Dies entspricht einem Plus von 8,0 Prozent.   
Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Relation von 0,76 gemeldeten Berufsausbildungsstellen je gemeldeten Bewerber. Im Vorjahreszeitraum lag die Relation bei 0,81.
 
Von den, seit Beginn des Berichtsjahres gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern sind 2.409 zurzeit noch unversorgt. Das sind 298 Jugendliche oder 14,1 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Ausbildungsjahres 2017/2018. Zur Gruppe der unversorgten Bewerber zählen Jugendliche und junge Erwachsene, die nach der Schule noch keinen Ausbildungsplatz, einen weiteren Schulbesuch, Studium oder eine andere Alternative bis 30. September 2019 haben.
Demgegenüber stehen 1.806 unbesetzte Ausbildungsstellen. Dies sind 89 Stellen mehr (5,2 Prozent) als vor einem Jahr. 
Rein rechnerisch entspricht diese Relation einem Verhältnis von 0,75 unbesetzten Berufsausbildungsstellen je unversorgten Bewerber. Im Vergleichszeitraum Mai 2018 lag das Verhältnis bei 0,81.


Entwicklung im Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis und Kreis Groß-Gerau

Hochtaunuskreis
Insgesamt waren im Hochtaunuskreis 3.904 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 74 Menschen (-1,9 Prozent) weniger als im April. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 47 Personen oder 1,2 Prozent weniger, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind.
Hiervon sind 1.666 Personen dem Rechtskreis SGB III und 2.238 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Gemessen an der Gesamtzahl der Arbeitslosen waren dies 42,7 Prozent (SGB III) zu 57,3 Prozent (SGB II). Im Bereich des SGB III waren im Mai 2,7 Prozent Arbeitslose weniger gemeldet als vor einem Monat (-46 Personen), im Bereich des SGB II waren es 28 Personen (-1,2 Prozent) weniger.
Im Vorjahresvergleich waren im Rechtskreis des SGB III  90 Personen oder 5,7 Prozent mehr gemeldet. Im Bereich des SGB II waren es dagegen 137 Arbeitslose oder 5,8 Prozent weniger.   
Die Arbeitslosenquote sank auf 3,3 Prozent und hat damit den Vorjahreswert erreicht.       
  
Die Veränderungen sehen im Hochtaunuskreis wie folgt aus: Bei den Männern waren 44 Personen oder 2,0 Prozent weniger arbeitslos, so dass 2.125 Männer eine Beschäftigung suchen. Im Vergleich zum Mai 2018 waren 34 Männer oder 1,6 Prozent weniger gemeldet. Im Mai waren insgesamt 1.779 Frauen arbeitslos gemeldet. Das waren 30 Frauen (-1,7 Prozent) weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 13 Frauen oder 0,7 Prozent weniger. In der Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren waren 39 Jugendliche oder 10,9 Prozent weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Vorjahresvergleich waren es 81 Jugendliche oder 20,2 Prozent. Insgesamt waren 320 Jugendliche ohne Arbeit. Bei den anderen Gruppen sah es wie folgt aus: In der Gruppe der über 50-Jährigen war ein Zuwachs von 21 Personen zu verzeichnen. Dies entspricht einem Plus von 1,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 27 Personen oder 2,0 Prozent mehr gemeldet. Insgesamt waren 1.387 „Best Agers“ ohne Arbeit. Bei den Arbeitslosen ohne deutschen Pass waren 1.589 Personen arbeitslos. Das waren 26 Personen oder 1,6 Prozent weniger als im April. Im Vorjahresvergleich waren 33 Personen oder 2,1 Prozent mehr gemeldet, die eine Tätigkeit suchten.  

Der Zugang offener Stellen lag im Mai mit insgesamt 500 Stellen deutlich über dem Vormonatsniveau. Es waren 150 Stellen mehr gemeldet worden. Dies entspricht einem Prozentsatz von 42,9 Prozent. Mit Blick auf das Vorjahr waren es 58 Stellen oder 13,1 Prozent weniger. 
Der Bestand war mit 1.249 gemeldeten Stellen im Vergleich zum April gestiegen. Es waren 169 Stellen oder 15,6 Prozent mehr im Bestand. Im Vergleich zum Vorjahr waren 138 Stellen oder 9,9 Prozent weniger im Bestand. Der Zugang seit Jahresbeginn belief sich auf 1.811 Stellen, das sind 302 Stellen oder 14,3 Prozent weniger als im Mai 2018. 

Im Mai 2019 lag die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen im Hochtaunuskreis bei 1.107, das waren 19 oder 1,7 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber lag im Mai bei insgesamt 1.084 Jugendlichen. Damit waren 27 Jugendliche oder 2,6 Prozent mehr gemeldet.
Rein rechnerisch ergibt dies eine Relation von 1,02 gemeldeten Berufsausbildungsstellen je gemeldeten Bewerber. Im Jahr zuvor lag die Relation bei 1,07.
Die Zahl der unversorgten Bewerberinnen und Bewerber fiel mit 608 jungen Menschen höher aus, als vor einem Jahr (24 oder 4,1 Prozent). Ihnen stehen im Mai aktuell 646 unbesetzte Berufsausbildungsstellen gegenüber, dies sind 83 Stellen mehr (14,7 Prozent) als vor einem Jahr.
Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Relation von 1,06 unbesetzten Berufsausbildungsstellen je unversorgten Bewerber.  Im Vorjahr lag die Relation bei 0,96.

Main-Taunus-Kreis
Im Main-Taunus-Kreis stieg die Arbeitslosigkeit im Mai um 68 Personen auf insgesamt 4.155 (1,7 Prozent). Gegenüber dem Vorjahr waren im Mai 61 Menschen (-1,4 Prozent) weniger gemeldet, die von Arbeitslosigkeit betroffen waren.

Im Rechtskreis des SGB III waren insgesamt 1.668 Personen, im Bereich des SGB II 2.487 Menschen gemeldet. Die Verteilung sieht wie folgt aus (40,1 Prozent im SGB III zu 59,9 Prozent im SGB II). Im Bereich des SGB III gab es einen Rückgang um 0,5 Prozent (- 9 Personen) sowie einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 7,0 Prozent (109 Personen). Im Bereich des SGB II war es zu einem Zuwachs von 77 Personen oder 3,2 Prozent gekommen. Im Vorjahresvergleich waren allerdings 170 Personen oder 6,4 Prozent weniger gemeldet.
Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 3,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr lag die Quote 0,1 Prozent unter dem Vorjahreswert.    

Im Main-Taunus-Kreis sieht die Entwicklung im Einzelnen wie folgt aus: Bei den Männern waren 5 Personen oder 0,2 Prozent weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Mai 2018 waren es noch 40 Männer oder 1,8 Prozent weniger gewesen. Insgesamt 2.174 Männer waren ohne Tätigkeit. Bei den Frauen waren es 63 Frauen oder 3,3 Prozent mehr. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 21 Frauen oder 1,0 Prozent weniger. Insgesamt waren 1.981 Frauen ohne Arbeit. In der Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren war ein Zuwachs von 21 Jugendlichen oder 7,0 Prozent zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 11 Jugendliche oder 3,3 Prozent weniger arbeitslose Jugendliche. Insgesamt waren 323 Jugendliche ohne Tätigkeit. In der Gruppe der über 50-Jährigen waren im Vergleich zum Vormonat ebenfalls 20 Personen (1,5 Prozent) mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Vorjahresvergleich waren es 16 Personen oder 1,2 Prozent mehr. Insgesamt waren in diesem Monat 1.375 über 50-Jährige erwerbslos. In der Personengruppe ohne deutschen Pass war ein Arbeitsloser oder 0,1 Prozent mehr gemeldet. Im Vorjahresvergleich waren es 13 Personen oder 0,8 Prozent weniger. Insgesamt waren 1.630 Ausländer ohne Arbeit.

Die Stellenentwicklung im Main-Taunus-Kreis stagniert. Insgesamt meldeten die Unternehmen im Mai 262 Stellen bei der Arbeitsagentur. Das waren 22 Stellen weniger als im Vormonat (-7,7 Prozent) und 91 Stellen (-25,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Der Stellenbestand lag mit insgesamt 917 Stellen über dem Vormonatsniveau (59 Stellen oder 6,9 Prozent) und blieb mit 343 Stellen (-27,2 Prozent) unter dem Vorjahreswert. Der Zugang seit Jahresbeginn beläuft sich auf 1.177 Stellen, das sind 370 Stellen oder 23,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Entwicklung des Ausbildungsmarktes sieht wie folgt aus: Insgesamt meldeten die Unternehmen seit Beginn des Berichtsjahres 870 Berufsausbildungsstellen, 0,3 Prozent (3 Ausbildungsstellen) mehr als im Mai 2018. Auf der Bewerberseite gingen seit dem 1.Oktober 1.332 Bewerbermeldungen ein, 30,0 Prozent mehr (307 Personen) als im Vorjahr.
Daraus ergibt sich rein rechnerisch eine Relation von 0,65 Berufsausbildungsstellen je Bewerber. Im Vorjahr lag die Relation bei 0,85.
Im Mai waren 826 Bewerberinnen und Bewerber noch unversorgt, das waren 265 mehr (47,2 Prozent) als vor einem Jahr. Gleichzeitig waren 528 Berufsausbildungsstellen noch nicht besetzt, 27 mehr (5,4 Prozent) als im Mai 2018. 
Die Relation unbesetzter Berufsausbildungsstellen je unversorgten Bewerber liegt damit rein rechnerisch bei 0,64. Im Vorjahr lag die Relation bei 0,89.

Kreis Groß-Gerau
Insgesamt 6.940 Menschen waren im Kreis Groß-Gerau arbeitslos gemeldet, das waren 24 Personen (0,3 Prozent) mehr als im Vormonat und 103 Personen (- 1,5 Prozent) weniger als im Vorjahr. 
Hiervon sind 2.613 dem Rechtskreis des SGB III und 4.327 Menschen dem Rechtskreis des SGB II zugeordnet. Somit entfielen, gemessen an der Gesamtzahl der Erwerbslosen, 37,7 Prozent auf den Bereich der Agentur für Arbeit und 62,3 Prozent auf den Bereich des SGB II, der in kommunaler Hand liegt. 
Gegenüber April sank die Arbeitslosenzahl im Bereich des SGB III um 7 Erwerbslose. Dies entspricht einem Rückgang von 0,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 352 Personen oder 15,6 Prozent mehr gemeldet. Im Bereich des SGB II war ein Erwerbsloser (1,0 Prozent) mehr gemeldet als im Vormonatsvergleich und 4 Arbeitslose weniger (-2,4 Prozent) als vor einem Jahr.  
Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,6 Prozent. Die Quote liegt damit im Mai weiterhin 0,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. 

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit sah wie folgt aus: Insgesamt waren 3.814 Männer ohne Arbeit, das sind 35 Männer oder 0,9 Prozent weniger als im Vormonat April, aber 123 Männer oder 3,3 Prozent mehr als im Mai 2018. Bei den Frauen waren 59 Erwerbslose oder 1,9 Prozent mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Vorjahresvergleich lagen die Frauen mit 226 Erwerbslosen oder 6,7 Prozent ebenfalls unter dem Vorjahreswert. Insgesamt waren 3.125 Frauen ohne Arbeit. In der Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren waren im Vergleich zum April 7 Personen oder 1,0 Prozent weniger gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 54 Jugendliche oder 8,1 Prozent mehr, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Insgesamt waren 719 Jugendliche ohne Arbeit. In der Gruppe der über 50 - Jährigen sieht es wie folgt aus: Insgesamt sind 1.900 Personen arbeitslos. Dies sind 4 Personen (-0,2 Prozent) weniger als im Vormonat und 73 bzw. 3,7 Prozent weniger als im Vorjahr. In der Personengruppe ohne deutschen Pass gab es einen Zuwachs von 14 Personen. Dies entspricht einem Plus von 0,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 75 Ausländer oder 0,8 Prozent weniger. Insgesamt waren 3.285 Ausländer erwerbslos.

Der Stellenzugang im Landkreis Groß-Gerau fiel in diesem Monat verhalten aus. Im Vergleich zum Vormonat waren 14 Stellen mehr gemeldet worden. Dies entspricht einem Zuwachs von 2,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 197 Stellen (50,3 Prozent) mehr gemeldet worden. Insgesamt meldeten die Unternehmen 589 Stellen. Der Bestand an offenen Stellen lag mit insgesamt 1.610 Stellen über dem Vormonatsniveau. Der Zuwachs an Bestandsstellen belief sich auf 90 Stellen bzw. 5,9 Prozent. Im Vorjahresvergleich waren es 40 Stellen oder 2,4 Prozent weniger. Seit Jahresbeginn wurden 2.125 Stellen gemeldet. Dies entspricht einem Plus von 360 Stellen oder 20,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt wurden 1.238 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 34 oder 2,8 Prozent mehr als im Mai 2018. Gleichzeitig lag die Bewerberzahl mit insgesamt 1.823 Meldungen unter dem Vorjahreswert (-21 Personen oder 1,1 Prozent).  
Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Relation von 0,68 Berufsausbildungsstellen je Bewerber. Im Vorjahr lag die Relation bei 0,65.
975 Jugendliche waren im Mai noch unversorgt, das waren 9 mehr (0,9 Prozent) als im Vorjahr. Ihnen stehen noch 632 unbesetzte gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber. Dies sind 21 Stellen weniger (-3,2 Prozent) als vor einem Jahr.
Die Relation unbesetzter Ausbildungsstellen je unversorgter Bewerber liegt rein rechnerisch bei 0,65. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 0,68.