01.07.2019 | Presseinfo Nr. 37

Der Arbeitsmarkt im Juni 2019

Frühsommer lässt Arbeitslosigkeit steigen

  • Arbeitslosenquote unverändert bei 3,8 Prozent.
  • Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit – überwiegend im SGB II Bereich.
  • Verantwortlich für den Anstieg sind überwiegend die Jugendlichen.
  • Arbeitslosigkeit im SGB III Bereich vorwiegend im Vergleich zum Vorjahr: Betroffen sind Männer, Ältere und Ausländer.
  • Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen gegenüber dem Vormonat entgegen Hessentrend weiterhin ansteigend.
  • Dennoch auch im Juni deutliche Rückgänge von 11 Prozent beim Stellenbestand im Vergleich zum Vorjahr.
  • Ausbildungsbewerber/innen nehmen im Juni weiter deutlich zu – ebenso die Zahl der neugemeldeten Berufsausbildungsstellen.
     

Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Bad Homburg stieg im Vergleich zum Vormonat erneut leicht an.   

Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk bezogen auf alle Rechtskreise

Insgesamt waren 15.041 Personen in den Landkreisen Hochtaunus, Groß-Gerau und Main-Taunus arbeitslos gemeldet. Das waren 42 Menschen (0,3 Prozent) mehr als im Mai. Im Vergleich zum Vorjahr waren 33 Personen (0,2 Prozent) weniger von Arbeitslosigkeit bedroht. Die Arbeitslosenquote (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen) blieb unverändert bei 3,8 Prozent und hat auch im Juni den Vorjahreswert erreicht.

„Nachdem sich der Mai schon verhalten zeigte, brachte der Juni keine signifikante Veränderung. Die sonst üblichen starken Rückgänge in der Arbeitslosigkeit sind auch im Juni ausgeblieben. Zwar haben wir im SGB III noch leichte Rückgänge zu verzeichnen, dennoch erreichen diese nicht die Größenordnungen der letzten Jahre. Der saisonbedingte Anstieg der erwerbslosen Jugendlichen kann in diesem Jahr nicht aufgefangen werden. Die Dynamik des Arbeitsmarktes im Agenturbezirk lässt leicht nach, obwohl wir diesen Monat im Vergleich zum Mai noch keine Einbußen im Stellenbestand haben. Eine Abschwächung der Konjunktur lässt sich allerdings im Vorjahresvergleich ablesen. Hier hatten wir deutlich stärkere Zuwächse im Bestand. Der Anstieg bei den Jugendlichen ist saisonüblich und wird sich in den nächsten Monaten noch verstärken, bis es im Herbst wieder zu einer beginnenden Entspannung kommt. Insbesondere Jugendliche aus handwerklich-technischen Mangelberufen werden schnell wieder einmünden und sind nicht von der schwächelnden Dynamik betroffen. Auch in der Gruppe der „Best Agers“ wird es in den nächsten Monaten ebenfalls zu weiteren Rückgängen kommen, da das „Know how“ weiterhin von Wert für die Unternehmen ist.
Auch auf dem Ausbildungsmarkt zeigen sich weitere Zuwächse sowohl bei den Bewerberinnen und Bewerbern, als auch bei den Berufsausbildungsstellen. Die Ausbildung neuer Fachkräfte hat für die Wirtschaft einen ungebrochen hohen Stellenwert, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Stabilität sowie das Wachstum des eigenen Betriebes zu sichern. Wer sich für eine Ausbildung entscheidet, entscheidet sich auch für einen guten und nachhaltigen Start in die berufliche Zukunft“, so Norbert Meier, Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Bad Homburg. „Ich bin trotz der Verlangsamung am Arbeitsmarkt zufrieden mit der Gesamtsituation, die, für den Agenturbezirk Bad Homburg, insgesamt stabil und in Teilen wachstumsorientiert aussieht.“

Stellenmarkt

Der Bestand an gemeldeten offenen Arbeitsstellen ist im Agenturbezirk Bad Homburg auch in diesem Monat weiter gestiegen.  
Der Bestand lag insgesamt bei 3.982 Stellen. Es waren 206 Stellen mehr im Bestand als noch im Mai. Das entspricht einer Steigerung von 5,5 Prozent.
Der Bestand ist im Vergleich zum Vormonat entgegen des Hessendurchschnitts auch in diesem Monat wieder deutlich angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind 495 Stellen oder 11,1 Prozent weniger an Stellen im Bestand.

Die Unternehmen meldeten im Juni 1.347 offene Stellen, das sind 4 Stellen weniger (-0,3 Prozent) als im Mai. Im Vergleich zum Vorjahr waren 307 Stellen mehr gemeldet worden. Das entspricht einem Plus von 29,5 Prozent.      
Der Gesamtzugang seit Jahresbeginn belief sich auf 6.460 Stellen.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (aktueller Stand 31.12. 2018) im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Homburg liegt bei 301.121 Beschäftigten. Damit waren im Vergleich zu früheren Erhebungen, 89 Menschen mehr in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Im Vergleich zum Vorjahr waren 5.727 Personen mehr in sozialversicherungspflichtigen Tätigkeiten angestellt. Dies entspricht einer Steigerung von 1,9 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten ist damit weiter angestiegen. 

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen bezogen auf alle Rechtskreise

Die Arbeitslosigkeit im Einzelnen:
Bei den Männern sank die Erwerbslosenzahl um 18 Personen (-0,2 Prozent) auf insgesamt 8.095 Personen. Im Vergleich zum Vorjahreswert waren 193 Männer oder 2,4 Prozent mehr gemeldet. Bei den Frauen stieg die Zahl derer, die ohne Arbeit waren um 60 Personen (0,9 Prozent) auf insgesamt 6.946 Arbeitslose. Im Vorjahresvergleich waren 160 Frauen oder 2,3 Prozent weniger gemeldet.  
Insgesamt 6.491 Erwerbslose besitzen keinen deutschen Pass, 13 Menschen weniger (- 0,2 Prozent) als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren 162 Personen oder 2,6 Prozent weniger gemeldet. 
Die Zahl der jungen Erwachsenen unter 25 Jahren nahm im Juni saisonbedingt ab. Insgesamt waren in diesem Monat 1.443 junge Menschen erwerbslos gemeldet, 81 mehr (5,9 Prozent) als im Mai. Im Vergleich zum Juni 2018 sind 32 Jugendliche oder 2,2 Prozent weniger erwerbslos. Die Gruppe der über 50 - Jährigen konnte im Juni ihren Bestand an Arbeitslosen verringern. Es waren 26 Personen oder 0,6 Prozent mehr arbeitslos. Insgesamt waren 4.636 Personen erwerbslos. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 12 Personen oder 0,3 Prozent mehr.   

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich des Arbeitslosengeldes I (SGB III), für den die Arbeitsagentur Bad Homburg in den drei zugehörigen Kreisen ausschließlich zuständig ist, nahm im Juni die Zahl der Erwerbslosen weiter ab. Im Einzelnen sieht die Verteilung wie folgt aus: Im SGB III Bereich waren im Vergleich zum Vormonat 34 Personen (-0,6 Prozent) weniger erwerbslos. Im Vergleich zum Vorjahr waren es allerdings 534 Personen (9,9 Prozent) mehr. Insgesamt waren 5.913 Menschen erwerbslos.
Im Bereich des Arbeitslosengeldes II (SGB II), welches im Agenturbezirk Bad Homburg ausschließlich in kommunaler Hand liegt, stieg die Erwerbslosenzahl um 76 Personen (0,8 Prozent) auf insgesamt 9.128 Menschen. Im Vergleich zum Vorjahr waren 501 Personen oder 5,2 Prozent weniger gemeldet.
Die prozentuale Verteilung sieht wie folgt aus: 39,3 Prozent (SGB III) zu 60,7 Prozent (SGB II). 

Ausbildungsmarkt

Das Ausbildungsjahr 2018/2019 hat am 1. Oktober 2018 begonnen und endet am 30. September 2019.
Seit Beginn des Ausbildungsjahres wurden im Bezirk der Arbeitsagentur Bad Homburg bislang 3.346 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das sind 53 Stellen mehr als im Vorjahreszeitraum und entspricht einem Plus von 1,6 Prozent. 
Die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber liegt bei 4.427. Hier konnte ein Zuwachs von 284 Bewerberinnen und Bewerbern erzielt werden. Dies entspricht einem Plus von 6,8 Prozent.   
Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Relation von 0,75 gemeldeten Berufsausbildungsstellen je gemeldeten Bewerber. Im Vorjahreszeitraum lag die Relation bei 0,79.
 
Von den, seit Beginn des Berichtsjahres gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern sind 2.044 zurzeit noch unversorgt. Das sind 96 Jugendliche oder 4,9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Ausbildungsjahres 2017/2018. Zur Gruppe der unversorgten Bewerber zählen Jugendliche und junge Erwachsene, die nach der Schule noch keinen Ausbildungsplatz, einen weiteren Schulbesuch, Studium oder eine andere Alternative bis 30. September 2019 haben.
Demgegenüber stehen 1.609 unbesetzte Ausbildungsstellen. Dies sind 141 Stellen mehr (9,6 Prozent) als vor einem Jahr. 

Entwicklung im Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis und Kreis Groß-Gerau

Hochtaunuskreis

Insgesamt waren im Hochtaunuskreis 3.878 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 26 Menschen (-0,7 Prozent) weniger als im Mai. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 30 Personen oder 0,8 Prozent weniger, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind.
Hiervon sind 1.641 Personen dem Rechtskreis SGB III und 2.237 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Gemessen an der Gesamtzahl der Arbeitslosen waren dies 42,3 Prozent (SGB III) zu 57,7 Prozent (SGB II). Im Bereich des SGB III waren im Juni 1,5 Prozent Arbeitslose weniger gemeldet als vor einem Monat (-25 Personen), im Bereich des SGB II waren es eine Person weniger.
Im Vorjahresvergleich waren im Rechtskreis des SGB III  91 Personen oder 5,9 Prozent mehr gemeldet. Im Bereich des SGB II waren es dagegen 121 Arbeitslose oder 5,1 Prozent weniger.   
Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 3,3 Prozent und hat damit auch in diesem Monat den Vorjahreswert erreicht.       
  
Die Veränderungen sehen im Hochtaunuskreis wie folgt aus: Bei den Männern waren 29 Personen oder 1,4 Prozent weniger arbeitslos, so dass 2.096 Männer eine Beschäftigung suchen. Im Vergleich zum Juni 2018 waren 3 Männer oder 0,1 Prozent weniger gemeldet. Im Juni waren insgesamt 1.782 Frauen arbeitslos gemeldet. Das waren 3 Frauen (0,2 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 27 Frauen oder 1,5 Prozent weniger. In der Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren waren 30 Jugendliche oder 9,4 Prozent weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Vorjahresvergleich waren es 89 Jugendliche oder 20,3 Prozent. Insgesamt waren 350 Jugendliche ohne Arbeit. Bei den anderen Gruppen sah es wie folgt aus: In der Gruppe der über 50-Jährigen war ein Rückgang von 16 Personen zu verzeichnen. Dies entspricht einem Minus von 1,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 39 Personen oder 2,9 Prozent mehr gemeldet. Insgesamt waren 1.371 „Best Agers“ ohne Arbeit. Bei den Arbeitslosen ohne deutschen Pass waren 1.565 Personen arbeitslos. Das waren 24 Personen oder 1,5 Prozent weniger als im Mai. Im Vorjahresvergleich waren 46 Personen oder 3,0 Prozent mehr gemeldet, die eine Tätigkeit suchten.  

Der Zugang offener Stellen lag im Juni mit insgesamt 357 Stellen deutlich unter dem Vormonatsniveau. Es waren 143 Stellen weniger gemeldet worden. Dies entspricht einem Prozentsatz von 28,6 Prozent. Mit Blick auf das Vorjahr waren es 35 Stellen oder 8,9 Prozent weniger. 
Der Bestand war mit 1.235 gemeldeten Stellen im Vergleich zum Mai leicht gesunken. Es waren 14 Stellen oder 1,1 Prozent weniger im Bestand. Im Vergleich zum Vorjahr waren 192 Stellen oder 13,5 Prozent weniger im Bestand. Der Zugang seit Jahresbeginn belief sich auf 2.168 Stellen, das sind 337 Stellen oder 13,5 Prozent weniger als im Juni 2018. 

Im Juni 2019 lag die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen im Hochtaunuskreis bei 1.152, das waren 2 oder 0,2 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber lag im Juni bei insgesamt 1.146 Jugendlichen. Damit waren 32 Jugendliche oder 2,9 Prozent mehr gemeldet.
Rein rechnerisch ergibt dies eine Relation von 1,01 gemeldeten Berufsausbildungsstellen je gemeldeten Bewerber. Im Jahr zuvor lag die Relation bei 1,03.
Die Zahl der unversorgten Bewerberinnen und Bewerber fiel mit 513 jungen Menschen niedriger aus, als vor einem Jahr (14 oder -2,7 Prozent). Ihnen stehen im Juni aktuell 556 unbesetzte Berufsausbildungsstellen gegenüber, dies sind 64 Stellen mehr (13,0 Prozent) als vor einem Jahr.
Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Relation von 1,08 unbesetzten Berufsausbildungsstellen je unversorgten Bewerber.  Im Vorjahr lag die Relation bei 0,93.

Main-Taunus-Kreis

Im Main-Taunus-Kreis stieg die Arbeitslosigkeit im Juni um 29 Personen auf insgesamt 4.184 (0,7 Prozent). Gegenüber dem Vorjahr waren im Juni 0,1 Menschen (-0,1 Prozent) weniger gemeldet, die von Arbeitslosigkeit betroffen waren.

Im Rechtskreis des SGB III waren insgesamt 1.671 Personen, im Bereich des SGB II 2.513 Menschen gemeldet. Die Verteilung sieht wie folgt aus (39,9 Prozent im SGB III zu 60,1 Prozent im SGB II). Im Bereich des SGB III gab es einen Zuwachs von 0,2 Prozent (3 Personen) sowie einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 6,0 Prozent (95 Personen). Im Bereich des SGB II war es zu einem Zuwachs von 26 Personen oder 1,0 Prozent gekommen. Im Vorjahresvergleich waren allerdings 98 Personen oder 3,8 Prozent weniger gemeldet.
Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 3,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr lag die Quote 0,1 Prozent unter dem Vorjahreswert.    

Im Main-Taunus-Kreis sieht die Entwicklung im Einzelnen wie folgt aus: Bei den Männern waren 21 Personen oder 1,0 Prozent weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Juni 2018 waren es noch 12 Männer oder 0,5 Prozent weniger gewesen. Insgesamt 2.195 Männer waren ohne Tätigkeit. Bei den Frauen waren insgesamt 1.989 Frauen arbeitslos. Das waren 8 Frauen oder 0,8 Prozent mehr. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 15 Frauen oder 0,7 Prozent weniger. In der Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren war ein Zuwachs von 36 Jugendlichen oder 11,1 Prozent zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr waren es ein arbeitsloser Jugendlicher oder 0,3 Prozent weniger. Insgesamt waren 359 Jugendliche ohne Tätigkeit. In der Gruppe der über 50-Jährigen waren im Vergleich zum Vormonat 12 Personen (-0,9 Prozent) weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Vorjahresvergleich waren es 23 Personen oder 1,7 Prozent mehr. Insgesamt waren in diesem Monat 1.363 über 50-Jährige erwerbslos. In der Personengruppe ohne deutschen Pass waren zwei Arbeitslose oder 0,1 Prozent mehr gemeldet. Im Vorjahresvergleich waren es 9 Personen oder 0,6 Prozent weniger. Insgesamt waren 1.632 Ausländer ohne Arbeit.

Die Stellenentwicklung im Main-Taunus-Kreis hat sich im Juni verbessert.  Insgesamt meldeten die Unternehmen im Juni 288 Stellen bei der Arbeitsagentur. Das waren 26 Stellen mehr als im Vormonat (9,9 Prozent) und 23 Stellen (8,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Der Stellenbestand lag mit insgesamt 957 Stellen über dem Vormonatsniveau (40 Stellen oder 4,4 Prozent) und blieb mit 322 Stellen (-25,2 Prozent) unter dem Vorjahreswert. Der Zugang seit Jahresbeginn beläuft sich auf 1.465 Stellen, das sind 347 Stellen oder 19,2 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Entwicklung des Ausbildungsmarktes sieht wie folgt aus: Insgesamt meldeten die Unternehmen seit Beginn des Berichtsjahres 900 Berufsausbildungsstellen, 0,3 Prozent (3 Ausbildungsstellen) mehr als im Juni 2018. Auf der Bewerberseite gingen seit dem 1.Oktober 1.395 Bewerbermeldungen ein, 25,0 Prozent mehr (279 Personen) als im Vorjahr.
Daraus ergibt sich rein rechnerisch eine Relation von 0,65 Berufsausbildungsstellen je Bewerber. Im Vorjahr lag die Relation bei 0,80.
Im Juni waren 691 Bewerberinnen und Bewerber noch unversorgt, das waren 153 mehr (28,4 Prozent) als vor einem Jahr. Gleichzeitig waren 482 Berufsausbildungsstellen noch nicht besetzt, 76 mehr (18,7 Prozent) als im Juni 2018. 
Die Relation unbesetzter Berufsausbildungsstellen je unversorgten Bewerber liegt damit rein rechnerisch bei 0,70. Im Vorjahr lag die Relation bei 0,75.

Kreis Groß-Gerau

Insgesamt 6.979 Menschen waren im Kreis Groß-Gerau arbeitslos gemeldet, das waren 39 Personen (0,6 Prozent) mehr als im Vormonat und 66 Personen (1,0 Prozent) mehr als im Vorjahr. 
Hiervon sind 2.601 dem Rechtskreis des SGB III und 4.376 Menschen dem Rechtskreis des SGB II zugeordnet. Somit entfielen, gemessen an der Gesamtzahl der Erwerbslosen, 37,3 Prozent auf den Bereich der Agentur für Arbeit und 62,7 Prozent auf den Bereich des SGB II, der in kommunaler Hand liegt. 
Gegenüber Mai sank die Arbeitslosenzahl im Bereich des SGB III um 12 Erwerbslose. Dies entspricht einem Rückgang von 0,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 348 Personen oder 15,4 Prozent mehr gemeldet. Im Bereich des SGB II waren 51 Erwerbslose (1,2 Prozent) mehr gemeldet als im Vormonatsvergleich und 282 Arbeitslose weniger (-6,1 Prozent) als vor einem Jahr.  
Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,6 Prozent und hat damit ebenfalls die Quote vom Vorjahr erreicht.  

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit sah wie folgt aus: Insgesamt waren 3.804 Männer ohne Arbeit, das sind 10 Männer oder 0,3 Prozent weniger als im Vormonat Mai, aber 184 Männer oder 5,1 Prozent mehr als im Juni 2018. Bei den Frauen waren 49 Erwerbslose oder 1,6 Prozent mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Vorjahresvergleich lagen die Frauen mit 118 Erwerbslosen oder 3,6 Prozent ebenfalls unter dem Vorjahreswert. Insgesamt waren 3.175 Frauen ohne Arbeit. In der Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren waren im Vergleich zum Juni 15 Personen oder 2,1 Prozent weniger gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 56 Jugendliche oder 8,3 Prozent mehr, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Insgesamt waren 734 Jugendliche ohne Arbeit. In der Gruppe der über 50 - Jährigen sieht es wie folgt aus: Insgesamt sind 1.902 Personen arbeitslos. Dies sind 2 Personen (0,1 Prozent) mehr als im Vormonat und 50 bzw. 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr. In der Personengruppe ohne deutschen Pass gab es einen Zuwachs von 9 Personen. Dies entspricht einem Plus von 0,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 107 Ausländer oder 3,4 Prozent weniger. Insgesamt waren 3.294 Ausländer erwerbslos.

Der Stellenzugang im Landkreis Groß-Gerau fiel in diesem Monat positiv aus. Im Vergleich zum Vormonat waren 113 Stellen mehr gemeldet worden. Dies entspricht einem Zuwachs von 19,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 319 Stellen (83,3 Prozent) mehr gemeldet worden. Insgesamt meldeten die Unternehmen 702 Stellen. Der Bestand an offenen Stellen lag mit insgesamt 1.790 Stellen über dem Vormonatsniveau. Der Zuwachs an Bestandsstellen belief sich auf 180 Stellen bzw. 11,2 Prozent. Im Vorjahresvergleich waren es 19 Stellen oder 1,1 Prozent mehr. Seit Jahresbeginn wurden 2.827 Stellen gemeldet. Dies entspricht einem Plus von 679 Stellen oder 31,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt wurden 1.294 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 48 oder 3,9 Prozent mehr als im Juni 2018. Gleichzeitig lag die Bewerberzahl mit insgesamt 1.926 Meldungen unter dem Vorjahreswert (- 27 Personen oder 1,4 Prozent).  
Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Relation von 0,67 Berufsausbildungsstellen je Bewerber. Im Vorjahr lag die Relation bei 0,64.
840 Jugendliche waren im Juni noch unversorgt, das waren 43 weniger (- 4,9 Prozent) als im Vorjahr. Ihnen stehen noch 571 unbesetzte gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber. Dies sind 1 Stelle mehr (0,2 Prozent) als vor einem Jahr.
Die Relation unbesetzter Ausbildungsstellen je unversorgter Bewerber liegt rein rechnerisch bei 0,68. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 0,65.