28.02.2020 | Presseinfo Nr. 13

Februar bringt leichte Entspannung

Arbeitslosigkeit leicht gesunken.

Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozent auf 4,2 Prozent.

Rückgang bei fast allen Personen- und Altersgruppen zu verzeichnen: Ausnahme - Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren.

Anstieg beim Stellenzugang und – bestand.
 

Der Februar schließt mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Beginn des Jahres. Im Agenturbezirk sank die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat, bei allen Personen mit Ausnahme der Jugendlichen.   

Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk bezogen auf alle Rechtskreise

Insgesamt waren 16.318 Menschen in den Landkreisen Hochtaunus, Groß-Gerau und Main-Taunus arbeitslos gemeldet. Das waren im Vergleich zum Vormonat 271 Menschen (-1,6 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahr waren 1.042 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen (+6,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen) sank um 0,1 Prozent auf 4,1 Prozent. Im Vorjahr lag sie unverändert bei 3,9 Prozent.

„Der Februar bringt eine im Vergleich zum Vormonat eine leichte Entspannung. Insbesondere in den Kreisen Groß-Gerau und dem Main-Taunus-Kreis hatten wir einen Rückgang, während die Zahl der Arbeitslosen im Hochtaunuskreis nahezu gleichblieb.  Dennoch haben wir im Vergleich zum letzten Jahr und den vergangenen Jahren einen Anstieg der Arbeitslosigkeit, der über das saisonübliche Maß hinausgeht. Dies ist der allgemeinen leichten konjunkturellen Eintrübung zum Jahresende geschuldet, deren Auswirkungen wir noch an der ein oder anderen Stelle merken. Trotzdem konnten wir bereits eine leichte Belebung feststellen. Die Agentur Bad Homburg ist eine von zwei hessischen Agenturen mit einer positiven Veränderung im Stellenbestand. Auch bei den neu gemeldeten offenen Stellen konnten wir im Februar zulegen. Dies wird dazu führen, dass wir die leichte Eintrübung zum Jahresende wieder abfangen können und auch weiterhin ein leichten Anstieg in der Beschäftigung haben werden. Wir konnten in diesem Jahr auch bemerken, dass mehr Jugendliche nach der Ausbildung übernommen werden. Der Anstieg in der Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren ist verhaltener als im Vorjahr. Insgesamt können wir von einem normalen Februar sprechen, der im Moment keinen Anlass zur Besorgnis darstellt. Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin stabil und konnte auch den geopolitischen Veränderungen standhalten“, erklärt Matthias Oppel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Homburg.

Stellenmarkt

Der Stellenmarkt im Februar setzt den Trend der rückläufigen Stellen nicht fort. Im Gegenteil: Der Bestand hat sich im Februar verbessert. Im Vergleich zum Vormonat belief sich der Bestand auf insgesamt 3.624 Stellen. Das ist ein Plus von 82 Stellen (+2,3 Prozent) gegenüber Januar. Im Vergleich zu Februar 2019 sind es 272 Stellen mehr (+8,1 Prozent).

Der Zugang offener Stellen lag ebenfalls über dem Vormonatswert.  Insgesamt meldeten die Unternehmen im Februar 865 Stellen, 108 Stellen mehr (+14,3 Prozent) als im Januar und 156 Stellen mehr als im Vorjahr 2019 (+15,3 Prozent) als vor einem Jahr. 

Der Gesamtzugang seit Jahresbeginn beläuft sich im Februar 1.622 Stellen. Das entspricht einem Minus von 51 Stellen oder 3,0 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019.  

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen bezogen auf alle Rechtskreise

Im Vergleich zum Monat Januar gab es bei fast allen Personen- und Altersgruppen Rückgänge.    

Die Zahl der männlichen Arbeitslosen sank um 73 Personen (-0,8 Prozent) auf 9.000.  Bei den Frauen gab es ebenfalls einen Rückgang: 7.318 Frauen waren bei der Agentur für Arbeit Bad Homburg gemeldet, 198 weniger (-2,8 Prozent) als vor einem Monat. Bei den unter 25-Jährigen stieg dagegen die Zahl um 125 junge Menschen (+9,0 Prozent) auf 1.520. 50 Jahre und älter waren 5.417 arbeitslos gemeldete Männer und Frauen, insgesamt 164 weniger (- 2,9 Prozent) als im Januar. 7.042 Menschen hatten keinen deutschen Pass, 70 Personen weniger (-1,0 Prozent) als im Vormonat.

Die Entwicklung bei den einzelnen Personengruppen ist im Vergleich zum Vorjahr auch im Februar unterschiedlich.

Mit Blick auf das Vorjahr gab es auch im Februar überwiegend Zunahmen. In der Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren war allerdings ein Rückgang zu verzeichnen. Die Abnahme lag bei 14 Jugendlichen bzw. 0,9 Prozent. Den größten Zuwachs gab es wie auch im vergangenen Monat bei den über 50-Jährigen. Hier waren im Vergleich zum Vorjahr 774 Personen mehr gemeldet, das sind 16,7 Prozent mehr. Bei den Frauen lag der Anstieg bei 426 Personen und 6,2 Prozent. Bei den Männern lag der Zuwachs bei 616 bzw. 7,3 Prozent. Bei den Ausländern lag der Zuwachs bei 462 Personen oder 7,0 Prozent.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (aktueller Stand 30.06.2019) im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Homburg liegt bei 301.077 Beschäftigten. Damit waren im Vergleich zu früheren Erhebungen, 4.908 Menschen mehr in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Dies entspricht einer Steigerung der Beschäftigung von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Im Vergleich zum Vorquartal waren 754 Personen mehr in sozialversicherungspflichtigen Tätigkeiten angestellt. Dies entspricht einer Steigerung von 0,3 Prozent.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Der Februar beginnt mit einer einheitlichen Entwicklung in beiden Rechtskreisen.   

Im Bereich des Arbeitslosengeldes I (SGB III), für den die Arbeitsagentur Bad Homburg in den drei zugehörigen Kreisen ausschließlich zuständig ist, nahm die Zahl der Erwerbslosen um 62 Menschen (-0.9 Prozent) auf 7.49 ab. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden im Februar 815 Menschen mehr (+13,1 Prozent) gezählt.  

Im Bereich des Arbeitslosengeldes II (SGB II), welches im Agenturbezirk Bad Homburg ausschließlich in kommunaler Hand liegt, sank die Zahl der Arbeitslosen auf 9.269 Menschen (-202 Personen oder -2,2 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren allerdings 222 Personen mehr (+2,5 Prozent) arbeitslos gemeldet.

Die prozentuale Verteilung sieht wie folgt aus: 43,2 Prozent (SGB III) zu 56,8 Prozent (SGB II). 

Ausbildungsmarkt

Das Ausbildungsjahr 2019/2020 begann am 1. Oktober 2019 und endet am 30. September 2020. Der erste Zwischenbericht zum Ausbildungsmarkt wird Ende März 2020 veröffentlicht.  

Entwicklung im Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis und Kreis Groß-Gerau

Im Februar sank die Arbeitslosenzahl bei fast allen Personengruppen lediglich im Hochtaunuskreis gab es einen minimalen Anstieg.     

Hochtaunuskreis

Im Februar waren im Hochtaunuskreis insgesamt 4.525 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 4 Personen (+0,1 Prozent) mehr als im Januar und 438 Menschen (+10,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Davon waren 2.087 Menschen dem Rechtskreis SGB III und 2.438 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Im SGB III Bereich waren 25 Personen oder 1,2 Prozent weniger arbeitslos. Im Bereich des SGB II waren es 29 Arbeitslose oder 1,2 Prozent weniger als im Vormonat. (Relation: 46,1 Prozent zu 53,9 Prozent).  

Gegenüber dem Vorjahresmonat waren im Rechtskreis SGB III 271 Menschen mehr arbeitslos gemeldet (+14,9 Prozent). Im Rechtskreis SGB II waren es 167 Personen mehr (+7,4 Prozent). 

Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 3,8 Prozent. Im Februar 2019 lag die Quote bei 3,5.

Die Veränderungen bei den einzelnen Personengruppen: 2.473 Männer waren im Hochtaunuskreis arbeitslos gemeldet, 39 mehr als im Januar (+1,6 Prozent) und 179 mehr (+7,8 Prozent) als vor einem Jahr. Bei den 2.052 Frauen ergab sich einen Zuwachs im Vergleich zum Vormonat von 35 Frauen (-1,7 Prozent). Im Februar 2019 lag der Anstieg bei 259 Personen (+14,4 Prozent). Auch bei den Älteren gab es gegenüber dem Vormonat dagegen einen Rückgang von 28 Personen (-1,7 Prozent) und gegenüber dem Vorjahresmonat einen Anstieg von 198 Personen oder 14,2 Prozent. Insgesamt waren 1.591 Personen arbeitslos gemeldet. Bei den Ausländern sah es wie folgt aus: 1.905 Personen, 45 mehr (+2,4 Prozent) als im Januar und ebenfalls 250 mehr (+15,1 Prozent) als vor einem Jahr.

Im Verhältnis zum Vormonat waren im Hochtaunuskreis 44 Jugendliche oder 11,8 Prozent mehr gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 23 Jugendliche mehr. Insgesamt waren 416 junge Menschen unter 25 Jahren erwerbslos.  

Der Zugang offener Stellen fiel mit insgesamt 250 Stellenmeldungen im Februar leicht positiv aus (+8 Stellen oder 3,3 Prozent). Dies gilt für den Stellenbestand ebenfalls. Mit insgesamt 1.057 offenen Stellen lag das Niveau über dem des Vormonats (+25 Stellen oder 2,4 Prozent).

Gegenüber dem Vorjahr lag der Stellenzugang (-103 Stellen oder – 29,2 Prozent) unter den Vorjahreswerten, ebenso beim Bestand. Hier waren es 5 Stellen oder 0,5 Prozent weniger.  

Der Zugang seit Jahresbeginn belief sich auf insgesamt 492 Stellen und somit auf 150 Stellen weniger (-23,4 Prozent) als im Vorjahreszeitraum.   

Main-Taunus-Kreis

Im Main-Taunus-Kreis nahm die Arbeitslosenzahl im Februar um 78 Menschen (-1,8 Prozent) auf 4.316 zu. Im Vergleich zum Vorjahr waren 100 Menschen mehr (+2,4 Prozent) gemeldet.

Davon waren 1.856 Personen dem Rechtskreis SGB III und 2.460 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Dies ergibt eine Relation von 43,0 Prozent (SGB III) zu 57,0 Prozent (SGB II). Im Bereich des SGB III gab es einen Rückgang von 55 Erwerbslosen (-2,9 Prozent) gegenüber dem Vormonat. Mit Blick auf den SGB II Bereich gab es einen Rückgang von 23 Personen bzw. 0,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Anstieg von 82 Personen im Bereich des SGBIII oder 4,6 Prozent und einen Rückgang von 18 Erwerbslosen oder 0,7 Prozent im Bereich der Grundsicherung.

Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 3,4 Prozent und liegt damit noch 0,1 Prozent über dem Vorjahreswert.

Bei den einzelnen Personengruppen zeigten sich folgende Entwicklungen: 2.307 Männer waren im Februar von Arbeitslosigkeit betroffen, 40 weniger als im Januar (-1,7 Prozent) und 91 mehr als im Vorjahr (+4,1 Prozent). Die Zahl der arbeitslosen Frauen sank im Februar um 38 Frauen (-1,9 Prozent) auf 2.009. Dies waren 9 Frauen (+0,5 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor. Bei den Jüngeren kam es dagegen zu einem Zuwachs von 26 Jugendlichen oder 7,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 2Jugendliche mehr. Dies entspricht einem Plus von 0,5 Prozent. Insgesamt waren 382 Jugendliche arbeitslos. 1.472 Erwerbslose waren 50 Jahre und älter. Dies waren 48 Personen weniger als im Januar (-3,2 Prozent), und 117 Personen mehr als im Februar 2019 (+8,6 Prozent). Keinen deutschen Pass hatten 1.703 Menschen, 8 weniger als im Vormonat (-0,5 Prozent) sowie 15 Ausländer mehr (+0,9 Prozent) als vor einem Jahr.

Der Bestand offener Stellen lag mit insgesamt 959 unter dem Wert des Januars (-11 Stellen oder -1,1 Prozent) und 31 Personen oder 3,3 Prozent über dem Wert vom Februar 2019. Der Zugang offener Stellen lag mit 182 Stellen und 12 Stellen bzw. – 6,2 Prozent weniger ebenfalls unter dem Vormonatswert. Im Vergleich zum Vorjahr waren 45 Stellen weniger gemeldet worden, was einem Minus von 19,8 Prozent entspricht.

Seit Jahresbeginn meldeten die Unternehmen im Main-Taunus-Kreis insgesamt 376 Stellen, 12 Stellen weniger (-3,1 Prozent) als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Kreis Groß-Gerau

Im Kreis Groß-Gerau belief sich die Zahl, der von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen auf 7.477. Das waren 197 Personen weniger als im Januar (+-2,6 Prozent) und 504 mehr (+7,2 Prozent) als vor einem Jahr.   

Darunter waren 3.106 Menschen dem Rechtskreis SGB III und 4.371 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Gemessen an der Gesamtzahl entfielen somit 41,5 Prozent der Gemeldeten auf den Bereich der Arbeitslosenversicherung und 58,5 Prozent auf den Bereich der Grundsicherung.

Die Arbeitslosigkeit stieg seit Januar im Rechtskreis SGB III. (SGB III: Plus 18 Personen oder 0,6 Prozent; SGB II: 215 Personen oder -4,7 Prozent). So waren 462 Menschen im Rechtskreis SGB III mehr arbeitslos als vor einem Jahr (+17,5 Prozent). Im Rechtskreis SGB II waren es 42 Menschen mehr (+1,0 Prozent).  

Die Arbeitslosenquote sank im Februar auf 4,9 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote noch bei 4,7 Prozent.     

Im Vergleich zum Vormonat entwickelte sich die Arbeitslosigkeit unterschiedlich. Die Entwicklungen im Einzelnen: 4.220 Männer waren im Februar arbeitslos gemeldet. Das entsprach einem Rückgang von 72 Personen bzw. 1,7 Prozent. Im Vorjahresvergleich waren 346 Männer (+8,9 Prozent) mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Bei den Frauen gab es 3.257 Meldungen. Das waren 125 Frauen weniger (-3,7 Prozent) als im Vormonat und 158 Frauen mehr als im Vorjahreszeitraum (+5,1 Prozent). Bei den unter 25-Jährigen waren mit insgesamt 722 junge Menschen arbeitslos gemeldet (+55 oder 8,2 Prozent) und weniger als vor einem Jahr (-39 oder -5,1 Prozent). 2.354 Personen waren 50 Jahre und älter, 88 weniger (+3,6 Prozent) als im Vormonat und 459 mehr (+24,2 Prozent) als im Februar 2019. Keinen deutschen Pass hatten 3.464 arbeitslose Menschen, 107 mehr (-3,0 Prozent) als vor einem Monat und 197 mehr (+6,0 Prozent) als vor einem Jahr.

Der Stellenzugang im Landkreis Groß-Gerau belief sich auf 433 Stellen. Dies entspricht einem Plus von 112 Stellen bzw. +34,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Im Vorjahresvergleich waren 8 Stellen oder 1,8 Prozent weniger gemeldet.  Seit Jahresbeginn meldeten die Unternehmen insgesamt 754 offene Stellen. Das waren deutlich mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (+111 Stellen oder +17,3 Prozent). Der Stellenbestand war mit 1.608 gemeldeten Stellen dem positiven Trend gefolgt (+68 oder 4,4 Prozent) und 246 Stellen mehr als im Vorjahr (+18,1 Prozent).