31.03.2021 | Presseinfo Nr. 18

Trotz Pandemie: Saisonbedingter Rückgang der Arbeitslosigkeit

  • Arbeitslosenquote sinkt auf 5,2 Prozent.
  • Alle Personen- und Altersgruppen konnten vom Rückgang profitieren.
  • Rückgänge im SGB III Bereich im Vergleich zum Vormonat.
  • Im Vergleich zum Vorjahr erneut leichte Verbesserungen.   
  • Stellenmeldungen konnten nicht zulegen. 
  • Erneuter Stellenzuwachs im Bestand.
  • Ausbildungsmarkt: Einbruch bei Bewerbern und Ausbildungsstellenmeldungen
  • Kurzarbeit nimmt im März nur noch leicht zu: 149 neue Anzeigen gestellt.  

Die Zahl der Arbeitslosen sank auch im vergangenen Monat, dennoch verbleibt der Vorjahresvergleich weiterhin auf hohem Niveau.   

Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk bezogen auf alle Rechtskreise

Insgesamt waren 21.033 Menschen in den Landkreisen Hochtaunus, Groß-Gerau und Main-Taunus arbeitslos gemeldet. Das waren im Vergleich zum Vormonat 603 Menschen (-2,8 Prozent) weniger. Gegenüber dem März des Vorjahres waren 5.112 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen (+32,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen) sank auf 5,2 Prozent. Im Vorjahresvergleich lag die Quote bei 4,0 Prozent. Der pandemiebedingte Anstieg liegt bei 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorkrisenjahr.

„In diesem Monat jährt sich die Pandemie zum ersten Mal und wir sind im Agenturbezirk Bad Homburg erstmals in der Lage, ein Resümee zu ziehen. Mir ist es wichtig zu betonen, dass trotz aller Hiobsbotschaften, wirtschaftlicher Ausblicke und sonstigen Prognosen, die uns alle täglich erreichen, sich der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Bad Homburg bisher als widerstandsfähig zeigt hat. Im Moment scheint es, dass wir bisher insgesamt gut durch die Krise gekommen sind“, erklärt Matthias Oppel, Vorsitzender der Geschäftsführung Bad Homburg.  „Natürlich hat die Pandemie auch in unserem Bezirk ihre Spuren deutlich hinterlassen, aber weit weniger deutlich als befürchtet. Mit einer Arbeitslosenquote, die sich bei knapp über 5 Prozent eingependelt hat, stehen wir zur Zeit noch gut da. Der Arbeitsmarkt hat sich pandemiebedingt zwar verschlechtert, aber eine Talfahrt, wie oft befürchtet, ist bisher ausgeblieben. Wir liegen in unserem Agenturbezirk durchschnittlich mit 1,2 Prozent über den Werten vor der Corona-Krise, aber noch unter den Werten, die wir zeitweilig während der Finanzkrise zu verzeichnen hatten“, so Oppel.

„Insgesamt sind die Beschäftigtenzahlen im Agenturbezirk Bad Homburg im vergangen Jahr auf einem stabilen Niveau geblieben. Die hohe Zahl der Kurzarbeiter sorgte bisher dafür, dass die Betriebe – auch bei schlechterer Auftragslage und pandemiebedingter kurzzeitiger Betriebsschließung – überwiegend ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterbeschäftigten konnten. Hier zeigt sich ein ganz klarer Erfolg des Kurzarbeitergeldes.  Ohne dieses Instrument sähe es sehr viel düsterer aus. Obgleich es Branchen gibt, die von der Krise schwer getroffen wurden oder zunehmend werden. Das Hotel- und Gaststättengewerbe gehört hier sicherlich zu den am schwersten getroffenen Branchen“, weiß Matthias Oppel.

„Ich bin trotz der vergangenen Entwicklungen verhalten optimistisch gestimmt, dass uns eine leichte Verbesserung der Situation auf dem Arbeitsmarkt im Laufe des Jahres weiter gelingen wird. Wir konnten einen leichten Zuwachs der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Vergleich zum Vorquartal verzeichnen. Auch fällt der saisonbedingte Rückgang der Arbeitslosigkeit in diesem Jahr stärker aus, als in den vergangenen Jahren. So konnten wir beim Stellenbestand einen Anstieg von knapp 6 Prozent erzielen.

Dennoch stehen wir trotz der Lichtblicke weiterhin vor enormen Herausforderungen: Wir haben immer noch rund 30 Prozent mehr Arbeitslose als vor der Pandemie. Diesen Anstieg müssen wir in den kommenden Monaten versuchen weiter abzubauen. Betrachten wir ausschließlich den Bereich des Arbeitslosengeldes I (SGB III) dann liegt der Anstieg sogar bei durchschnittlich 50 Prozent und teils höher. Hier zeigt sich, dass uns die Pandemie auf dem Arbeitsmarkt noch fest im Griff hat, zumal wir auch bei den Stellenmeldungen Rückgänge von durchschnittlich 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr haben. Auch wenn sich trotz des Lockdowns leichte Anzeichen einer saisonbedingten Frühjahrsbelebung zeigen, müssen wir hoffen, dass die Stellenzuwächse deutlich zulegen. Ich hoffe zudem sehr, dass im Laufe des Jahres der prognostizierte wirtschaftliche Aufschwung einsetzt, die Unternehmen etwas an Planungssicherheit zurückgewinnen und die damit verbundenen Stellenmeldungen vornehmen können. Hiervon sollten dann auch die Langzeitarbeitslosen profitieren. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen ist bedauerlicherweise stetig größer geworden und liegt zu Zeit deutlich über den Werten des Vorjahres. Dieser Anteil wird in den nächsten Monaten aufgrund der Überstellungen in den SGB II Bereich noch zunehmen. Eine Durchbrechung dieser Dynamik wird noch dauern“, erläutert Matthias Oppel.

„Die Auswirkungen der Pandemie zeigen sich in einem Bereich derzeit am Deutlichsten: Auf dem Ausbildungsmarkt! Konnten wir im vergangenen Jahr das Ausbildungsjahr noch mit zufriedenstellenden Zahlen abschließen, so erfüllen mich die Ergebnisse dieses Jahres bislang vor allem mit Sorge. Die Unternehmen meldeten pandemiebedingt bisher deutlich weniger Ausbildungsstellen. Ich weiß aus zahlreichen Gesprächen, dass Unternehmen und Betriebe Kürzungen der Ausbildungsstellen nicht leichtfertig vornehmen. Aber mit Blick auf den Fachkräftemangel, der auch pandemiebedingt nicht geringer werden wird, ist dies ein Signal, dass wir alle unsere Anstrengungen zur Stabilisierung des Ausbildungsmarktes und zum Wohle der jungen Menschen verstärken müssen. Wenn pandemiebedingt weniger Ausbildungsstellen gemeldet werden können, führt dies dazu, dass zahlreiche Schüler/innen an weiterführende Schulen oder Universitäten drängen, in der Hoffnung, die Krise dort besser zu überbestehen. Dadurch werden viele Berufswahlentscheidungen vertagt oder gar vorrübergehend aufgehoben. So haben wir auch bei den Bewerberzahlen einen deutlichen Rückgang zu verzeichnen. Die bislang erreichten Erfolge im Hinblick auf die ausbildungswilligen Jugendlichen jeglicher Schulrichtung werden damit zurückgeworfen. Hatten wir noch in den vergangenen Jahren viele gute ausbildungswillige – und ausbildungsfähige Jugendliche, deren Berufswünsche uns die Hoffnung gegeben haben, dass der Fachkräftemangel abgemindert werden könne, so ist dies derzeit anders. Diese Situation wird sich nicht so schnell ändern lassen und in den nächsten Jahren viel gesamtgesellschaftliches Engagement erfordern, um an den zurückliegenden Erfolgen anzuknüpfen zu können. Es gilt nun, die Jugendlichen und Arbeitgeber zu unterstützen, die einen Ausbildungsplatz suchen bzw. anbieten. Hierfür stehen Berufsberatung und Arbeitgeber-Service telefonisch gleichermaßen auch in Zeiten von Distanzunterricht und Home-Office zur Verfügung“, appelliert Oppel.

„Ich hoffe, dass wir bis zum Ausbildungsbeginn im Herbst noch gemeinsam etwas bewegen können. Trotz der pandemischen Entwicklungen und der derzeit angespannten Situation schaue ich mit vorsichtigem Optimismus auf das nächste Quartal, auch wenn sich verlässliche Aussagen gerade jetzt zu Beginn der dritten Welle nur eingeschränkt treffen lassen. Neben der Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes liegt unser Fokus verstärkt auf allen Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten, auch in Bezug auf Weiterbildung, Qualifizierung und berufliche Förderleistungen, um so zusätzliche Perspektiven und Alternativen zu schaffen“, so der Vorsitzende.

Stellenmarkt

Der Stellenmarkt konnte im März nicht zulegen. Im Vergleich zum Vormonat gingen die Stellenmeldungen erneut zurück. Im Vergleich zum Februar meldeten die Unternehmen insgesamt 631 Stellen, 31 Stellen weniger (- 4,7 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr 2020 waren 25,2 Prozent oder 213 Stellen weniger gemeldet worden. Der Stellenbestand konnte dagegen auch im März zulegen. Im Vergleich zum Februar belief sich der Bestand auf insgesamt 2.819 Stellen. Das stellt ein Plus von 162 Stellen (+6,1 Prozent) gegenüber dem Vormonat dar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2020 waren 381 Stellen weniger im Bestand gemeldet. Dies entspricht einem Minus von 11,9 Prozent.   

Der Gesamtzugang seit Jahresbeginn belief sich in diesem Monat auf 1.972 Stellen. Das entspricht einem Minus von 494 Stellen oder – 20,0 Prozent im Vergleich zum Jahr 2020.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich des Arbeitslosengeldes I (SGB III), für das die Arbeitsagentur Bad Homburg in den drei zugehörigen Kreisen ausschließlich zuständig ist, nahm die Zahl der Erwerbslosen um 658 Menschen (- 6,0 Prozent) auf 10.247 Erwerbslose ab. Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2020 wurden im März 2021 3.339 Menschen mehr (+ 48,3 Prozent) gezählt.  

Im Bereich des Arbeitslosengeldes II (SGB II), welches im Agenturbezirk Bad Homburg ausschließlich in kommunaler Hand liegt, stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 10.786 Menschen (+55 Personen oder 0,5 Prozent) an. Im Vergleich zum Vorjahr 2020 waren noch 1.773 Personen mehr (+19,7 Prozent) arbeitslos gemeldet.

Die prozentuale Verteilung sieht wie folgt aus: 48,7 Prozent (SGB III) zu 51,3 Prozent (SGB II). 

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte

Derzeit stehen 301.132 Personen in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Das sind 2.334 Personen (+0,8 Prozent) mehr als im Vorquartal. Im Vergleich zum Vorjahr waren 4.598 Personen weniger in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung tätig. Dies entspricht einem Rückgang von 1,5 Prozent.

Ausbildungsmarkt

Das Ausbildungsjahr 2020/2021 hat am 1. Oktober 2020 begonnen und endet am 30. September 20219.

Nach sechs Monaten werden nun erstmals die Zahlen zum Ausbildungsmarkt veröffentlicht.

Seit Beginn des Ausbildungsjahres wurden im Bezirk der Arbeitsagentur Bad Homburg bislang 2.502 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das sind 474 Stellen weniger als im Vorjahreszeitraum und entspricht einem Minus von 15,9 Prozent.  Im Vergleichszeitraum im Jahr 2018/2019 - also im letzten pandemiefreien Jahr- waren im März bereits 2.854 Berufsausbildungsstellen gemeldet worden.

Die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber liegt derzeit bei 2.730. Hier ist ein Rückgang von 787 Ausbildungsstellenbewerber/innen zu verzeichnen. Dies entspricht einem Minus von 22,4 Prozent.  Im Jahr 2018/2019 waren im Vergleich im gleichen Zeitraum bereits 3.669 Bewerber/innen gemeldet worden.  

Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Relation von 0,92 gemeldeten Berufsausbildungsstellen je gemeldeten Bewerber.

Von den seit Beginn des Berichtsjahres gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern sind 1.809 zurzeit unversorgt. Das sind 478 Jugendliche oder 20,9 Prozent weniger. Zur Gruppe der unversorgten Bewerber zählen Jugendliche und junge Erwachsene, die nach der Schule noch keinen Ausbildungsplatz, einen weiteren Schulbesuch, Studium oder eine andere Alternative bis 30. September 2021 haben.

Demgegenüber stehen 1.589 noch unbesetzte Ausbildungsstellen. Dies sind 386 Stellen weniger (-19,5 Prozent) als vor einem Jahr. 

Rein rechnerisch entspricht diese Relation einem Verhältnis von 0,88 unbesetzten Berufsausbildungsstellen je unversorgten Bewerber.

Entwicklung im Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis und Kreis Groß-Gerau

Die Entwicklung in den Landkreisen ist auch in diesem Monat identisch mit der Gesamtentwicklung des Agenturbezirks.    

Hochtaunuskreis

Im März 2021 waren im Hochtaunuskreis insgesamt 5.901 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 158 Personen (- 2,6 Prozent) weniger als im Februar und 1.600 Menschen (+37,2 Prozent) mehr als vor einem Jahr im März 2020. Davon waren 2.839 Menschen dem Rechtskreis SGB III und 3.062 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Im SGB III Bereich waren 152 Personen oder 5,1 Prozent weniger arbeitslos. Im Bereich des SGB II waren es 6 Personen oder - 0,2 Prozent weniger als im Februar. (Relation: 48,1 Prozent zu 51,9 Prozent).  

Gegenüber dem Vorjahresmonat März 2020 waren im Rechtskreis SGB III 835 Menschen mehr arbeitslos gemeldet (+41,7 Prozent). Im Rechtskreis SGB II waren es 765 Personen mehr (+33,3 Prozent). 

Die Arbeitslosenquote sank im März um 0,2 Prozentpunkte auf 4,9 Prozent. Im März 2020 lag die Quote bei 3,6 Prozent. Der pandemiebedingte Anstieg liegt damit im März 2021 bei 1,3 Prozent.

Der Zugang offener Stellen belief sich auf insgesamt 155 Stellenmeldungen in diesem Monat (-68 Stellen oder +- 30,5 Prozent weniger). Der Zugang offener Stellen wies im Vergleich zum Vorjahr 2020 einen Rückgang von 146 Stellen auf. Dies entspricht einem Minus von 48,5 Prozent. Der Stellenbestand lag in diesem Monat bei 770 offenen Stellen. Das waren 16 Stellen oder +2,1 Prozent mehr gegenüber dem Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr lag der Bestand mit 240 Stellen oder – 23,8 Prozent hinter dem Vorjahreswert des März 2020 zurück. Der Zugang seit Jahresbeginn belief sich auf insgesamt 541 Stellen und somit auf 252 Stellen weniger (- 31,8 Prozent) als im Vorjahreszeitraum.   

Im März 2021 lag die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen im Hochtaunuskreis bei 721, das waren 237 oder 24,7 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zum Vergleich auch hier die Zahl aus dem Vergleichszeitraum ohne Pandemie im Jahr 2019: Hier lag die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen bei 1.009.

Die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber um einen Ausbildungsplatz lag im März bei insgesamt 606 Jugendlichen. Damit waren 423 Jugendliche oder 41,1 Prozent weniger gemeldet. Im Zeitraum 2019 – also ohne Pandemie lag die Zahl der Ausbildungsstellenbewerber bei 942.

Rein rechnerisch ergibt dies eine Relation von 1,19 gemeldeten Berufsausbildungsstellen je gemeldeten Bewerber. 

Die Zahl der unversorgten Bewerberinnen und Bewerber fiel mit 363 jungen Menschen niedriger aus, als vor einem Jahr (-284 oder -43,9 Prozent). Ihnen stehen im März aktuell 514 unbesetzte Berufsausbildungsstellen gegenüber, dies sind 138 Stellen weniger (-21,2 Prozent) als vor einem Jahr.

Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Relation von 1,42 unbesetzten Berufsausbildungsstellen je unversorgten Bewerber. 

Main-Taunus-Kreis

Im Main-Taunus-Kreis nahm die Arbeitslosenzahl im März 2021 um 185 Menschen (-3,0 Prozent) auf 6.018 ab. Im Vergleich zum Vorjahr waren 1.650 Menschen mehr (+ 37,8 Prozent) gemeldet.

Davon waren 3.065 Personen dem Rechtskreis SGB III und 2.953 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Dies ergibt eine Relation von 50,9 Prozent (SGB III) zu 49,1 Prozent (SGB II). Im Bereich des SGB III konnte ein weiterer Rückgang von 177 Erwerbslosen (-5,5 Prozent) gegenüber dem Vormonat verzeichnet werden. Dies gilt auch für den SGB II Bereich. Hier gab es eine Abnahme von 8 Personen oder - 0,3 Prozent. Insgesamt waren 1.239 Personen oder 67,9 Prozent mehr im Bereich des SGB III im Vergleich zum Vorjahr 2020 gemeldet. Im SGB II Bereich sah es wie folgt aus:  Hier waren im Vergleich zum Vorjahr 411 Erwerbslose oder 32,5 Prozent mehr gemeldet.

Die Arbeitslosenquote sank in diesem Monat ebenfalls um 0,2 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent und liegt noch weiterhin 1,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Dies stellt auch den pandemiebedingten Anstieg dar.          

Der Bestand offener Stellen lag bei 867 Stellen und damit 67 Stellen oder 8,4 Prozent über dem Vormonatswert. Im Vergleich zum Vorjahr 2020 lag der Bestand mit 15 Stellen bzw. 1,8 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Der Zugang offener Stellen lag mit 184 Stellen und 6 Stellen weniger bzw. – 3,2 Prozent hinter dem Vormonatswert zurück. Im Vergleich zum Vorjahr 2020 waren 15 Stellen mehr gemeldet worden, was einem Plus von 1,8 Prozent entspricht. Seit Jahresbeginn meldeten die Unternehmen im Main-Taunus-Kreis insgesamt 680 Stellen, 105 Stellen mehr (+18,3 Prozent) als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.    

Die Entwicklung des Ausbildungsmarktes sieht wie folgt aus: Insgesamt meldeten die Unternehmen seit Beginn des Berichtsjahres 576 Berufsausbildungsstellen, 19,0 Prozent (- 135 Ausbildungsstellen) weniger als im März 2020. Auch hier zum Vergleich der pandemiefreie Zeitraum 2019: Hier waren 730 Berufsausbildungsstellen im März gemeldet worden.

Auf der Bewerberseite gingen seit dem 1. Oktober 2020 763 Bewerbermeldungen ein, 29,5 Prozent weniger (-320 Personen) als im Vorjahr. Im Zeitraum März 2019 waren es im Vergleich dazu bereits 1.151 Bewerber/innen.

Die rein rechnerische Relation von Berufsausbildungsstellen je Bewerber liegt bei 0,75.

Im März 2021 sind 541 Bewerberinnen und Bewerber noch unversorgt, das waren 199 weniger (-26,9 Prozent) als vor einem Jahr. Gleichzeitig waren 367 Berufsausbildungsstellen noch nicht besetzt, 116 weniger (-24,0 Prozent) als im März 2020. 

Die Relation unbesetzter Berufsausbildungsstellen je unversorgten Bewerber liegt damit rein rechnerisch bei 0,68.

Kreis Groß-Gerau

Im Kreis Groß-Gerau belief sich die Zahl, der von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen im März auf 9.114. Das waren 260 Personen weniger als im Vormonat Januar (-2,8 Prozent) und 1.862 mehr (+25,7 Prozent) als vor einem Jahr.   

Darunter waren 4.343 Menschen dem Rechtskreis SGB III und 4.771 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Gemessen an der Gesamtzahl entfielen somit 47,7 Prozent der Gemeldeten auf den Bereich der Arbeitslosenversicherung und 52,3 Prozent auf den Bereich der Grundsicherung.

Die Arbeitslosigkeit stellt sich wie folgt in den beiden Rechtskreisen dar: SGB III: - 329 Personen oder – 7,0 Prozent; SGB II: +69 Personen oder + 1,5 Prozent). So waren 1.265 Menschen im Rechtskreis SGB III mehr arbeitslos als vor einem Jahr (+41,1 Prozent). Im Rechtskreis SGB II waren es 597 Menschen mehr (+14,3 Prozent).  

Die Arbeitslosenquote sank im März um 0,2 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote noch bei 4,8 Prozent. Damit stieg die Quote pandemiebedingt um 1,1 Prozent.

Der Stellenzugang im Landkreis Groß-Gerau belief sich auf 292 Stellen. Dies entspricht einem Plus 43 Stellen bzw. +17,3 Prozent mehr als im Vergleich zum Vormonat Februar. Im Vorjahresvergleich 2020 waren 52 Stellen oder -15,1 Prozent weniger gemeldet worden. Seit Jahresbeginn meldeten die Unternehmen insgesamt 751 offene Stellen. Das waren – 347 Stellen oder – 31,6 Prozent weniger. Der Stellenbestand lag mit 1.182 gemeldeten Stellen ebenfalls über dem Vormonatswert (+ 79 Stellen oder + 7,2 Prozent) und 156 Stellen weniger als im Vorjahr 2020 (- 11,7 Prozent).    

Insgesamt wurden 1.205 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 102 oder 7,8 Prozent weniger als im März 2020. Im pandemiefreien Zeitraum 2019 waren nur 1.115 Ausbildungsstellen im März gemeldet worden.

Gleichzeitig lag die Bewerberzahl mit insgesamt 1.361 Meldungen leicht unter dem Vorjahreswert (- 44 Personen oder - 3,1 Prozent). Im Jahr 2019 waren es 1.576 Bewerber/innen.

Rein rechnerisch ergibt sich im März 2021 daraus eine Relation von 0,89 Berufsausbildungsstellen je Bewerber.

905 Jugendliche waren im März noch unversorgt, das waren 5 mehr (+ 0,6 Prozent) als im Vorjahr. Ihnen stehen noch 708 unbesetzte gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber. Dies sind 132 Stellen weniger (-15,7 Prozent) als vor einem Jahr.

Die Relation unbesetzter Ausbildungsstellen je unversorgter Bewerber liegt rein rechnerisch bei 0,78.

Kurzarbeit

Es wurden auch im März Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit gemeldet, wobei diese deutlich weniger waren als noch in den beiden Vormonaten des Jahres 2021.    

Agenturbezirk Bad Homburg

Insgesamt gingen im Agenturbezirk im März diesen Jahres 149 Anzeigen für Kurzarbeit ein. Angemeldet wurde die Kurzarbeit für insgesamt 1.119 Beschäftigte. Insgesamt stellten die Unternehmen von April 2020 bis heute insgesamt 9.933 Anzeigen, und meldeten damit Kurzarbeit an. Die Zahl der Betroffenen Mitarbeiter/innen in den Unternehmen, für die Kurzarbeit angemeldet wurde, lag bis heute agenturweit bei 144.778 Beschäftigten. Auch hier gilt weiterhin, dass es sich dabei nicht um die tatsächliche Zahl der Kurzarbeiter handelt, sondern um die gemeldete Anzahl an Kurzarbeitern. Diese fällt erfahrungsgemäß etwas niedriger aus und kann auch weiterhin statistisch derzeit noch nicht exakt erfasst werden.  

Hochtaunuskreis

Im Hochtaunuskreis liegen nunmehr von April 2020 bis Ende März 2021 insgesamt 3.299 Anzeigen von Unternehmen vor. Im März hatten die Unternehmen 46 neue Anzeigen auf Kurzarbeit eingereicht. Für 257 Beschäftigte wurde in diesem Monat lediglich Kurzarbeit angemeldet. Im Gesamtzeitraum wurde für 33.035 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet.

Main-Taunus-Kreis

Im Main-Taunus-Kreis liegen nunmehr von April 2020 bis heute insgesamt 3.340 Anzeigen von Unternehmen vor. In diesem Monat meldeten die Unternehmen 49 neue Anzeigen auf Kurzarbeit an. Es wurden 423 potentielle Kurzarbeiter neu gemeldet. Insgesamt wurde für den Zeitraum von April 2020 bis heute für 40.465 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet.

Kreis Groß-Gerau

3.294 Anzeigen lagen im Landkreis Groß-Gerau insgesamt bis Ende März insgesamt vor. Von Kurzarbeit betroffen, waren demnach 71.278 Beschäftigte. Im März kamen 54 neue Anzeigen hinzu. Damit wurde für 439 Beschäftigte im März Kurzarbeit angemeldet.