29.04.2021 | Presseinfo Nr. 24

Trotz leichter saisonaler Rückgänge- Stagnation auf dem Arbeitsmarkt

  • Arbeitslosenquote sinkt auf 5,1 Prozent.
  • Alle Personen- und Altersgruppen konnten erneut vom Rückgang profitieren.
  • Rückgänge im SGB III Bereich im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr.
  • Stellenmeldungen konnten verhalten zulegen. 
  • Ausbildungsmarkt: Keine Veränderung (weniger Bewerber und Ausbildungsstellenmeldungen) mit Ausnahme des Landkreises Groß-Gerau (hier mehr Bewerber).
  • Kurzarbeit nimmt im April erneut nur leicht zu: 83 neue Anzeigen gestellt.    

Die Zahl der Arbeitslosen sank saisonbedingt erneut im vergangenen Monat, dennoch verbleibt der Vorjahresvergleich weiterhin auf hohem Niveau.   

Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk bezogen auf alle Rechtskreise

Insgesamt waren 20.583 Menschen in den Landkreisen Hochtaunus, Groß-Gerau und Main-Taunus arbeitslos gemeldet. Das waren im Vergleich zum Vormonat 450 Menschen (-2,1 Prozent) weniger. Gegenüber dem April des Vorjahres waren 2.273 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen (+12,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen) sank auf 5,1 Prozent. Im Vorjahresvergleich lag die Quote bei 4,6 Prozent. Der pandemiebedingte Anstieg liegt dennoch bei 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019. Hier lag die Quote bei 3,8 Prozent.

„Auch im April wurde der Arbeitsmarkt durch die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung bestimmt. Wir haben zwar - wie schon im vorangegangenen Monat - einen Abbau der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Dieser war aber saisonbedingt und es kam zu keiner signifikanten Aufwärtsbewegung. Der Arbeitsmarkt zeigt sich trotz leichter Stagnation weiterhin stabil. Die Zahl der Stellenmeldungen verblieb im Vergleich zum Vormonat ebenfalls auf einem niedrigen Niveau, auch wenn wir im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Verbesserung zu verzeichnen haben. Dies ist aber angesichts der schlechten Zahlen des April 2020 nicht verwunderlich. Die Zahl der Stellenmeldungen ist und bleibt abhängig von den pandemischen Entwicklungen. Ich erwarte hier aber spätestens im Frühsommer einen Aufwärtstrend,“ erklärt Matthias Oppel, Vorsitzender der Geschäftsführung.

„Einen Anstieg haben wir auch bei der Langzeitarbeitslosen zu verzeichnen. Diese Entwicklung wird ebenfalls noch andauern und uns die nächsten Monate begleiten. Hier werde ich in den nächsten Monaten wahrscheinlich keine deutliche Besserung vermelden können. Dies gilt auch für den SGB III - Bereich. Hier sehen die Zahlen mit einem Plus von knapp 13 Prozent Arbeitslosen mehr im Vergleich zum April 2020 zwar besser aus. Vergleichen wir die Zahlen jedoch mit denen des April 2019, so zeigt sich, dass wir vom Vorkrisenniveau mit derzeit insgesamt rund 5.000 Erwerbslosen mehr noch weit entfernt sind. Mit Einsetzen des wirtschaftlichen Aufschwungs werden wir ebenso wie nach der Finanzkrise kontinuierlich einen Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt erkennen und an frühere Erfolge anknüpfen können. Hier benötigen wir noch etwas Geduld“, kommentiert Oppel die derzeitigen Zahlen. 

„Was den Ausbildungsmarkt angeht, so konnten wir im vergangenen Monat keine weiteren Verbesserungen verzeichnen. Der Ausbildungsmarkt 2021 ist und bleibt angespannt. Dies wird sich für den Moment nicht ändern. Wir werden unsere ganze Aufmerksamkeit und Anstrengung aufbieten müssen, um wie schon 2020 jungen Menschen, aber auch den Betrieben Perspektiven zu eröffnen. Deswegen appelliere ich gleichermaßen an Schulabgänger/innen und Unternehmen, sich an die Arbeitsagentur zu wenden. Nutzen Sie dafür die bekannten Hotlines 0800 4 5555 20 (Arbeitgeber) und 06172- 4869 - 600 (Schüler/innen). Gemeinsam können wir die Herausforderung bewältigen“, so Matthias Oppel.

Stellenmarkt

Der Stellenmarkt konnte im April nur verhalten zulegen. Im Vergleich zum Vormonat konnten die Stellenmeldungen nur einen leichte Zuwachs verzeichnen. Im Vergleich zum März meldeten die Unternehmen insgesamt 673 Stellen, 43 Stellen mehr (6,7 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr 2020 waren sogar 71,2 Prozent oder 280 Stellen mehr gemeldet worden. Der Stellenbestand konnte dagegen auch im April nicht zulegen. Im Vergleich zum März belief sich der Bestand auf insgesamt 2.790 Stellen. Das stellt ein Minus von 29 Stellen (-1,0 Prozent) gegenüber dem Vormonat dar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2020 waren 93 Stellen weniger im Bestand gemeldet. Dies entspricht einem Minus von 3,2 Prozent.   

Der Gesamtzugang seit Jahresbeginn belief sich in diesem Monat auf 2.645 Stellen. Das entspricht einem Minus von 214 Stellen oder – 7,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2020.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich des Arbeitslosengeldes I (SGB III), für das die Arbeitsagentur Bad Homburg in den drei zugehörigen Kreisen ausschließlich zuständig ist, nahm die Zahl der Erwerbslosen um 588 Menschen (- 5,7 Prozent) auf 9.659 Erwerbslose ab. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2020 wurden im April 2021 1002 Menschen mehr (+ 11,6 Prozent) gezählt.  Betrachtet man dagegen den April 2019 so haben wir immer noch rund 3.000 Erwerbslose mehr. Dies entspricht immer noch einem Prozentsatz von ca. 45 Prozent mehr.

Im Bereich des Arbeitslosengeldes II (SGB II), welches im Agenturbezirk Bad Homburg ausschließlich in kommunaler Hand liegt, stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 10.924 Menschen (+138 Personen oder 1,3 Prozent) an. Im Vergleich zum Vorjahr 2020 waren noch 1.271 Personen mehr (+13,2 Prozent) arbeitslos gemeldet.

Die prozentuale Verteilung sieht wie folgt aus: 46,9 Prozent (SGB III) zu 53,1 Prozent (SGB II). 

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte

Derzeit stehen 301.132 Personen in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Das sind 2.334 Personen (+0,8 Prozent) mehr als im Vorquartal. Im Vergleich zum Vorjahr waren 4.598 Personen weniger in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung tätig. Dies entspricht einem Rückgang von 1,5 Prozent.

Ausbildungsmarkt

Das Ausbildungsjahr 2020/2021 hat am 1. Oktober 2020 begonnen und endet am 30. September 2021.

Im letzten Monat wurden erstmals die Zahlen zum Ausbildungsmarkt veröffentlicht.

Seit Beginn des Ausbildungsjahres wurden im Bezirk der Arbeitsagentur Bad Homburg bislang 2.578 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das sind 425 Stellen weniger als im Vorjahreszeitraum und entspricht einem Minus von 14,2 Prozent.  Im Vergleichszeitraum im Jahr 2018/2019 - also im letzten pandemiefreien Jahr- waren im April bereits 2.979 Berufsausbildungsstellen gemeldet worden.

Die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber liegt derzeit bei 3.002.  Hier ist ein Rückgang von 637 Ausbildungsstellenbewerber/innen zu verzeichnen. Dies entspricht einem Minus von 17,5 Prozent.  Im Jahr 2018/2019 waren im Vergleich im gleichen Zeitraum bereits 4020 Bewerber/innen gemeldet worden.  Im Verhältnis zum Vorkrisenjahr 2019 fehlen rund 1000 Bewerber/innen.

Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Relation von 0,86 gemeldeten Berufsausbildungsstellen je gemeldeten Bewerber.

Von den seit Beginn des Berichtsjahres gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern sind 1.871 zurzeit unversorgt. Das sind 392 Jugendliche oder 17,2 Prozent weniger. Zur Gruppe der unversorgten Bewerber zählen Jugendliche und junge Erwachsene, die nach der Schule noch keinen Ausbildungsplatz, einen weiteren Schulbesuch, Studium oder eine andere Alternative bis 30. September 2021 haben.

Demgegenüber stehen 1.463 noch unbesetzte Ausbildungsstellen. Dies sind 410 Stellen weniger (-21,9 Prozent) als vor einem Jahr. 

Rein rechnerisch entspricht diese Relation einem Verhältnis von 0,78 unbesetzten Berufsausbildungsstellen je unversorgten Bewerber.

Entwicklung im Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis und Kreis Groß-Gerau

Die Entwicklung in den Landkreisen ist auch in diesem Monat identisch mit der Gesamtentwicklung des Agenturbezirks.    

Hochtaunuskreis

Im April 2021 waren im Hochtaunuskreis insgesamt 5.744 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 157 Personen (- 2,7 Prozent) weniger als im März und 903 Menschen (+18,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr im April 2020. Davon waren 2.676 Menschen dem Rechtskreis SGB III und 3.068 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Im SGB III Bereich waren 163 Personen oder 5,7 Prozent weniger arbeitslos. Im Bereich des SGB II waren es 6 Personen oder 0,2 Prozent mehr als im März. (Relation: 46,6 Prozent zu 53,4 Prozent).  

Gegenüber dem Vorjahresmonat April 2020 waren im Rechtskreis SGB III 171 Menschen mehr arbeitslos gemeldet (+6,8 Prozent). Im Rechtskreis SGB II waren es 732 Personen mehr (+31,3 Prozent). 

Die Arbeitslosenquote sank im April um 0,1 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent. Im April 2020 lag die Quote bei 4,1 Prozent.

Der Zugang offener Stellen belief sich auf insgesamt 203 Stellenmeldungen in diesem Monat (+48 Stellen oder +31,0 Prozent mehr). Der Zugang offener Stellen wies im Vergleich zum Vorjahr 2020 einen Zuwachs von 109 Stellen auf. Dies entspricht einem Plus von 116,0 Prozent. Der Stellenbestand lag in diesem Monat bei 745 offenen Stellen. Das waren 25 Stellen oder -3,2 Prozent weniger gegenüber dem Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr lag der Bestand mit 136 Stellen oder – 15,4 Prozent hinter dem Vorjahreswert des April 2020 zurück. Der Zugang seit Jahresbeginn belief sich auf insgesamt 744 Stellen und somit auf 143 Stellen weniger (- 16,1 Prozent) als im Vorjahreszeitraum.   

Im April 2021 lag die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen im Hochtaunuskreis bei 754, das waren 210 oder 21,8 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zum Vergleich auch hier die Zahl aus dem Vergleichszeitraum ohne Pandemie im Jahr 2019: Hier lag die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen bei 1.052.

Die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber um einen Ausbildungsplatz lag im April bei insgesamt 666 Jugendlichen. Damit waren 394 Jugendliche oder 37,2 Prozent weniger gemeldet. Im Zeitraum 2019 – also ohne Pandemie lag die Zahl der Ausbildungsstellenbewerber bei 1.026.

Rein rechnerisch ergibt dies eine Relation von 1,13 gemeldeten Berufsausbildungsstellen je gemeldeten Bewerber. 

Die Zahl der unversorgten Bewerberinnen und Bewerber fiel mit 376 jungen Menschen niedriger aus, als vor einem Jahr (-273 oder -42,1 Prozent). Ihnen stehen im April aktuell 468 unbesetzte Berufsausbildungsstellen gegenüber, dies sind 135 Stellen weniger (-22,4 Prozent) als vor einem Jahr.

Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Relation von 1,24 unbesetzten Berufsausbildungsstellen je unversorgten Bewerber. 

Main-Taunus-Kreis

Im Main-Taunus-Kreis nahm die Arbeitslosenzahl im April 2021 um 100 Menschen (-1,7 Prozent) auf 5.918 ab. Im Vergleich zum Vorjahr waren 832 Menschen mehr (+ 16,4 Prozent) gemeldet.

Davon waren 2.895 Personen dem Rechtskreis SGB III und 3.023 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Dies ergibt eine Relation von 48,9 Prozent (SGB III) zu 51,1 Prozent (SGB II). Im Bereich des SGB III konnte ein weiterer Rückgang von 170 Erwerbslosen (-5,5 Prozent) gegenüber dem Vormonat verzeichnet werden. Im SGB II – Bereich gab es eine Zunahme von 70 Personen oder +2,4 Prozent. Insgesamt waren 530 Personen oder 22,4 Prozent mehr im Bereich des SGB III im Vergleich zum Vorjahr 2020 gemeldet. Im SGB II Bereich sah es wie folgt aus:  Hier waren im Vergleich zum Vorjahr 302 Erwerbslose oder 11,4 Prozent mehr gemeldet.

Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,6 Prozent. Sie liegt 0,7 Prozentpunkte über dem Vorjahr.  Zu Beginn der Pandemie im April 2020 lag die Quote noch bei 3,9 Prozent.

Der Bestand offener Stellen lag bei 878 Stellen und damit 11 Stellen oder 1,3 Prozent über dem Vormonatswert. Im Vergleich zum Vorjahr 2020 lag der Bestand mit 154 Stellen bzw. 21,3 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Der Zugang offener Stellen lag mit 240 Stellen und 56 Stellen weniger bzw. – 30,4 Prozent über dem Vormonatswert zurück. Im Vergleich zum Vorjahr 2020 waren 150 Stellen mehr gemeldet worden, was einem Plus von 166,7 Prozent entspricht. Seit Jahresbeginn meldeten die Unternehmen im Main-Taunus-Kreis insgesamt 920 Stellen, 255 Stellen mehr (+38,3 Prozent) als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.    

Die Entwicklung des Ausbildungsmarktes sieht wie folgt aus: Insgesamt meldeten die Unternehmen seit Beginn des Berichtsjahres 599 Berufsausbildungsstellen, 16,0 Prozent (- 114 Ausbildungsstellen) weniger als im April 2020. Auch hier zum Vergleich der pandemiefreie Zeitraum 2019: Hier waren 777 Berufsausbildungsstellen im April gemeldet worden.

Auf der Bewerberseite gingen seit dem 1. Oktober 2020 835 Bewerbermeldungen ein, 24,1 Prozent weniger (-265 Personen) als im Vorjahr. Im Zeitraum April 2019 waren es im Vergleich dazu bereits 1.269 Bewerber/innen.

Die rein rechnerische Relation von Berufsausbildungsstellen je Bewerber liegt bei 0,72.

Im April 2021 sind 550 Bewerberinnen und Bewerber noch unversorgt, das waren 172 weniger (-23,8 Prozent) als vor einem Jahr. Gleichzeitig waren 347 Berufsausbildungsstellen noch nicht besetzt, 116 weniger (-25,1 Prozent) als im April 2020. 

Die Relation unbesetzter Berufsausbildungsstellen je unversorgten Bewerber liegt damit rein rechnerisch bei 0,63.

Kreis Groß-Gerau

Im Kreis Groß-Gerau belief sich die Zahl, der von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen im April auf 8.921. Das waren 193 Personen weniger als im Vormonat März (-2,1 Prozent) und 538 mehr (+6,4 Prozent) als vor einem Jahr.   

Darunter waren 4.088 Menschen dem Rechtskreis SGB III und 4.833 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Gemessen an der Gesamtzahl entfielen somit 45,8 Prozent der Gemeldeten auf den Bereich der Arbeitslosenversicherung und 54,2 Prozent auf den Bereich der Grundsicherung.

Die Arbeitslosigkeit stellt sich wie folgt in den beiden Rechtskreisen dar: SGB III: - 255 Personen oder – 5,9 Prozent; SGB II: +62 Personen oder + 1,3 Prozent). So waren 301 Menschen im Rechtskreis SGB III mehr arbeitslos als vor einem Jahr (+7,9 Prozent). Im Rechtskreis SGB II waren es 237 Menschen mehr (+5,2 Prozent).  

Die Arbeitslosenquote sank im April um 0,1 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote noch bei 5,5 Prozent.

Der Stellenzugang im Landkreis Groß-Gerau belief sich auf 230 Stellen. Dies entspricht einem Minus von 62 Stellen bzw. -21,2 Prozent mehr als im Vergleich zum Vormonat März. Im Vorjahresvergleich 2020 waren 21 Stellen oder +10,0 Prozent mehr gemeldet worden. Seit Jahresbeginn meldeten die Unternehmen insgesamt 981 offene Stellen. Das waren – 326 Stellen oder – 24,9 Prozent weniger. Der Stellenbestand lag mit 1.167 gemeldeten Stellen ebenfalls über dem Vormonatswert (-15 Stellen oder -1,3 Prozent) und 111 Stellen weniger als im Vorjahr 2020 (- 8,7 Prozent).    

Insgesamt wurden 1.225 Berufsausbildungsstellen gemeldet, -101 oder -7,6 Prozent weniger als im April. Im pandemiefreien Zeitraum 2019 waren nur 1.150 Ausbildungsstellen im April gemeldet worden. Damit konnte der Landkreis Groß-Gerau an das Jahr 2019 anschließen und dieses in diesem Monat übertreffen.

Gleichzeitig lag die Bewerberzahl mit insgesamt 1.501 Meldungen leicht über dem Vorjahreswert (+ 22 Personen oder + 1,5 Prozent). Im Jahr 2019 waren es 1.725 Bewerber/innen.

Rein rechnerisch ergibt sich im April 2021 daraus eine Relation von 0,82 Berufsausbildungsstellen je Bewerber.

945 Jugendliche waren im April noch unversorgt, das waren 53 mehr (+ 5,9 Prozent) als im Vorjahr. Ihnen stehen noch 648 unbesetzte gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber. Dies sind 159 Stellen weniger (-19,7 Prozent) als vor einem Jahr.

Die Relation unbesetzter Ausbildungsstellen je unversorgter Bewerber liegt rein rechnerisch bei 0,69.

Kurzarbeit

Es wurden auch im April Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit gemeldet, wobei diese erneut deutlich weniger waren als noch in den Vormonaten des Jahres 2021.

Agenturbezirk Bad Homburg

Insgesamt gingen im Agenturbezirk im April diesen Jahres 83 Anzeigen für Kurzarbeit ein. Im Vergleich dazu gingen zu Beginn der Pandemie 5.624 Anzeigen allein im April 2020 ein. Angemeldet wurde die Kurzarbeit für insgesamt 523 Beschäftigte. Insgesamt stellten die Unternehmen von April 2020 bis heute insgesamt 10.016 Anzeigen, und meldeten damit Kurzarbeit an. Die Zahl der Betroffenen Mitarbeiter/innen in den Unternehmen, für die Kurzarbeit angemeldet wurde, lag bis heute agenturweit bei 145.301 Beschäftigten. Auch hier gilt weiterhin, dass es sich dabei nicht um die tatsächliche Zahl der Kurzarbeiter handelt, sondern um die gemeldete Anzahl an Kurzarbeitern. Diese fällt erfahrungsgemäß etwas niedriger aus und kann auch weiterhin statistisch derzeit noch nicht exakt erfasst werden.  

Hochtaunuskreis

Im Hochtaunuskreis liegen nunmehr von April 2020 bis Ende April 2021 insgesamt 3.329 Anzeigen von Unternehmen vor. Im April hatten die Unternehmen 30 (Vorjahr 2020: 1.907 Anzeigen) neue Anzeigen auf Kurzarbeit eingereicht. Für 230 Beschäftigte wurde in diesem Monat lediglich Kurzarbeit angemeldet. Im Gesamtzeitraum wurde für 33.265 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet.

Main-Taunus-Kreis

Im Main-Taunus-Kreis liegen nunmehr von April 2020 bis heute insgesamt 3.370 Anzeigen von Unternehmen vor. In diesem Monat meldeten die Unternehmen 30 (Vorjahr 2020: 1.892 Anzeigen) neue Anzeigen auf Kurzarbeit an. Es wurden 177 potentielle Kurzarbeiter neu gemeldet. Insgesamt wurde für den Zeitraum von April 2020 bis heute für 40.642 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet.

Kreis Groß-Gerau

3.317 Anzeigen lagen im Landkreis Groß-Gerau insgesamt bis Ende April insgesamt vor. Von Kurzarbeit betroffen, waren demnach 71.394 Beschäftigte. Im April kamen 23 (Vorjahr 2020: 1825 Anzeigen) neue Anzeigen hinzu. Damit wurde für 116 Beschäftigte im April Kurzarbeit angemeldet.