30.11.2021 | Presseinfo Nr. 61

Saisonüblicher Rückgang der Arbeitslosigkeit!

  • Arbeitslosenquote sinkt auf 4,4 Prozent.
  • Arbeitsmarkt weiterhin aufnahmefähig. 
  • Main-Taunus-Kreis sinkt erstmals wieder unter Quote von 4 Prozent.
  • Stellenmarkt bewegt sich im leichten Plus.  
  • Anträge auf Kurzarbeit nehmen ganz leicht zu.

Der November schließt mit einem saisonüblichen Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk bezogen auf alle Rechtskreise

Insgesamt waren 17.938 Menschen in den Landkreisen Hochtaunus, Groß-Gerau und Main-Taunus arbeitslos gemeldet. Das waren im Vergleich zum Vormonat 635 Menschen (- 3,4 Prozent) weniger. Gegenüber dem November 2020 waren 3.384 Personen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen (- 15,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen) sank um 0,2 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent. Im Jahr 2020 lag die Quote im November bei 5,3 Prozent.

Der November schließt mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit. Auch wenn diese überwiegend saisonüblich ist, so konnte sich im November der Aufwärtstrend aus den vergangenen Monaten noch halten. Er sorgte so für einen erneuten Rückgang“, erklärt Matthias Oppel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Homburg.

„Wir konnten eine überdurchschnittliche Abnahme im Bereich des Arbeitslosengelds I verzeichnen und so die Abgänge in den ersten Arbeitsmarkt stärken. Dies war in der Vergangenheit nicht immer so und führte zu einem Anstieg der Übergänge in die Grundsicherung. Auch im SGB II Bereich hat sich die Situation verbessert. Die Langzeitarbeitslosigkeit geht weiter zurück, so dass zumindest im Moment der Trend gebrochen werden konnte. Dies ist eine erfreuliche Entwicklung“, so Oppel.

„Was den Stellenbestand angeht, so konnte sich dieser im November nur marginal verbessern. Die Pandemiesituation, die sich seit Anfang November zunehmend verschlechterte, sorgt dafür, dass Arbeitgeber im Moment wieder weniger Stellenmeldungen vornehmen und damit zurückstellen. Trotz der Pandemie ist der Bedarf an Fachkräften ungebrochen. Er hat sich in einigen Branchen sogar noch verstärkt. Obgleich gerade in der jetzigen Situation der Arbeitsmarkt, der grundsätzlich aufnahmefähig ist, erneut eine pandemiebedingte Stagnation erfährt. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt wird sich erst mit Verbesserung der epidemischen Lage entspannen. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass beides eng verknüpft ist. Daher ist es umso wichtiger auch das Pandemiegeschehen in den Griff zu bekommen, um auch saisonbedingte Anstiege, die uns zum Jahresende erwarten, besser abfedern zu können. Hier hilft uns auch weiterhin das Instrument der Kurzarbeit, welches von den Arbeitgebern nunmehr wieder, wenn auch in wenigen Fällen genutzt wird“, weiß Matthias Oppel.

Stellenmarkt

Der Stellenmarkt konnte im November wieder zulegen. Der Zugang an offenen Stellen konnte im Vergleich zum Vormonat um 45 offenen Stellen oder 5,2 Prozent auf 908 Stellenzugänge in diesem Monat wachsen. Der Stellenbestand lag mit -181 Stellen oder 5,7 Prozent im Vergleich zum Oktober allerdings im Minus. Insgesamt waren 2.978 Stellen im Bestand gemeldet. Im Verhältnis zum Vorjahreszeitraum wurden dagegen 173 offene Stelle oder 23,5 Prozent mehr gemeldet. Was den Stellenbestand angeht, so sind im Vorjahresvergleich 120 Stellen mehr vorhanden. Dies entspricht einem Plus von 4,2 Prozent.

Der Gesamtzugang seit Jahresbeginn belief sich im November auf 8.757 Stellen. Das entspricht einem Plus von 1.406 Stellen oder 19,1 Prozent im Vergleich zum Jahr 2020.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich des Arbeitslosengeldes I (SGB III), für das die Arbeitsagentur Bad Homburg in den drei zugehörigen Kreisen ausschließlich zuständig ist, nahm die Zahl der Erwerbslosen um 464 Menschen (- 6,1 Prozent) auf 7.094 Erwerbslose ab. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November wurden 3.348 Menschen weniger (- 32,1 Prozent) gezählt.  

Im Bereich des Arbeitslosengeldes II (SGB II), welches im Agenturbezirk Bad Homburg ausschließlich in kommunaler Hand liegt, sank die Zahl der Arbeitslosen auf 10.844 Menschen (- 171 Personen oder – 1,6 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr 2020 waren 36 Arbeitslose weniger (- 0,3 Prozent) gemeldet.

Die prozentuale Verteilung sieht wie folgt aus: 39,5 Prozent (SGB III) zu 60,5 Prozent (SGB II). 

Ausbildungsmarkt

Das Ausbildungsjahr 2020/2021 endete am 30. September 2021. Der nächste Bericht zum neuen Ausbildungsjahr 2021/2022 wird Ende März veröffentlicht.

Entwicklung im Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis und Kreis Groß-Gerau

Landkreise folgen auch in diesem Monat weitestgehend der Gesamtentwicklung im Agenturbezirk.

Hochtaunuskreis

Im November waren im Hochtaunuskreis insgesamt 4.990 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 173 Personen (- 3,4 Prozent) weniger als im Oktober und 963 Menschen (- 16,2 Prozent) weniger als im vergangenen Jahr. Davon waren 2.011 Menschen dem Rechtskreis SGB III und 2.979 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Im SGB III Bereich waren 141 Personen oder 6,6 Prozent weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Bereich des SGB II waren es 32 Personen oder – 1,1 Prozent weniger als im Oktober (Relation: 40,3 Prozent zu 59,7 Prozent).  

Gegenüber dem Vorjahresmonat November 2020 waren im Rechtskreis SGB III 859 Menschen weniger arbeitslos gemeldet (- 29,9 Prozent). Im Rechtskreis SGB II waren es 104 Personen weniger (- 3,4 Prozent). 

Die Arbeitslosenquote sank im November um 0,2 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote unverändert im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 5,0 Prozent.

Der Zugang offener Stellen belief sich in diesem Monat auf insgesamt 287 Stellenmeldungen (+52 Stellen oder +22,1 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich eine Steigerung von 76 Stellen. Dies entspricht einem Plus von 36,0 Prozent. Der Stellenbestand lag in diesem Monat bei 801 offenen Stellen mit 36 Stellen über dem Vormonat. Der Zuwachs entspricht einem Plus von 4,7 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr lag der Bestand mit 34 Stellen oder 4,4 Prozent über dem Vorjahreswert 2020. Der Zugang seit Jahresbeginn belief sich auf insgesamt 2.336 Stellen und somit auf 230 Stellen mehr (+10,9 Prozent) als im Vorjahreszeitraum.   

Main-Taunus-Kreis

Im Main-Taunus-Kreis sank die Arbeitslosenzahl im November um 235 Erwerbslose (- 4,4 Prozent) auf 5.161 Erwerbslose. Im Vergleich zum Vorjahr waren 971 Menschen weniger (- 15,8 Prozent) gemeldet.

Davon waren 2.084 Personen dem Rechtskreis SGB III und 3.077 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Dies ergibt eine Relation von 40,4 Prozent (SGB III) zu 59,6 Prozent (SGB II). Im Bereich des SGB III konnte ein Rückgang von 110 Erwerbslosen (- 5,0 Prozent) gegenüber dem Vormonat verzeichnet werden. Im SGB II – Bereich gab es eine Abnahme von 125 Personen oder – 3,9 Prozent. Insgesamt waren im Vergleich zum Vorjahr 1.031 Erwerbslose oder – 33,1 Prozent weniger im Bereich des Arbeitslosengeldes I gemeldet. Im SGB II Bereich sah es wie folgt aus: Hier waren im Vergleich zum Vorjahr 60 Erwerbslose oder 2,0 Prozent mehr gemeldet.

Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 4,7 Prozent.  

Der Bestand offener Stellen lag bei 855 Stellen und damit 54 Stellen oder 5,9 Prozent unter dem Vormonatswert. Im Vergleich zum Vorjahr 2020 lag der Bestand mit 72 Stellen bzw. 9,2 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Der Zugang offener Stellen lag im Vormonatsvergleich bei 267 Stellen. Dies waren 22 Stellen bzw. 7,6 Prozent weniger. Im Vergleich zum Vorjahr 2020 waren 93 Stellen mehr gemeldet worden, was einem Plus von 53,4 Prozent entspricht. Seit Jahresbeginn meldeten die Unternehmen im Main-Taunus-Kreis insgesamt 2.721 Stellen, 802 Stellen mehr (+ 41,8 Prozent) als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.    

Kreis Groß-Gerau

Im Kreis Groß-Gerau belief sich die Zahl, der von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen im November auf 7.787. Das waren 227 Personen weniger als im Vormonat (- 2,8 Prozent) und 1.450 weniger (- 15,7 Prozent) als vor einem Jahr.   

Darunter waren 2.999 Menschen dem Rechtskreis SGB III und 4.788 dem Rechtskreis SGB II zugeordnet. Gemessen an der Gesamtzahl entfielen somit 38,5 Prozent der Gemeldeten auf den Bereich der Arbeitslosenversicherung und 61,5 Prozent auf den Bereich der Grundsicherung.

Die Arbeitslosigkeit stellt sich wie folgt in den beiden Rechtskreisen dar: SGB III: - 213 Personen oder – 6,6 Prozent; SGB II: - 14 Personen oder – 0,3 Prozent). So waren 1.458 Menschen im Rechtskreis SGB III weniger arbeitslos als vor einem Jahr (- 32,7 Prozent). Im Rechtskreis SGB II waren es 8 Menschen mehr (+ 0,2 Prozent).  

Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote bei 6,0 Prozent.

Der Stellenzugang im Landkreis Groß-Gerau belief sich auf 354 Stellen. Dies entspricht einem Plus von 15 Stellen bzw. 4,4 Prozent mehr als im Vormonatsvergleich. Im Vorjahresvergleich 2020 waren 4 Stellen oder 1,1 ,9 Prozent mehr gemeldet worden. Seit Jahresbeginn meldeten die Unternehmen insgesamt 3.700 offene Stellen. Das waren 374 Stellen oder 11,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Stellenbestand lag mit 1.322 gemeldeten Stellen unter dem Vormonatswert (- 163 Stellen oder – 11,0 Prozent) und mit 14 Stellen über dem Wert von 2020 (+1,1 Prozent).    

Kurzarbeit

Im November wurden erstmals wieder mehr Anträge auf Kurzarbeitergeld gestellt.

Agenturbezirk Bad Homburg

Insgesamt gingen im Agenturbezirk im November diesen Jahres 21 Anzeigen für Kurzarbeit ein. Angemeldet wurde die Kurzarbeit für insgesamt 506 Beschäftigte.

Hochtaunuskreis

Im November hatten die Unternehmen 6 neue Anzeigen auf Kurzarbeit eingereicht. Für insgesamt 380 Beschäftigte wurde diese angemeldet.

Main-Taunus-Kreis

In diesem Monat gingen bei der Arbeitsagentur 12 neue Anzeigen auf Kurzarbeit ein. Es wurden 107 potentielle Kurzarbeiter neu gemeldet.

Kreis Groß-Gerau

In diesem Monat kamen 3 neue Anzeigen hinzu. Damit wurde für 19 Beschäftigte noch Kurzarbeit angemeldet.