04.01.2019 | Presseinfo Nr. 1

Nur durch Winter steigt Arbeitslosigkeit

• Arbeitslosigkeit ist jahreszeitlich üblich angestiegen auf nun 4,7 Prozent
• Nachfrage nach Arbeitskräften aktuell rückläufig
• Trend zu steigender Beschäftigung ungebrochen

• Arbeitslosigkeit ist jahreszeitlich üblich angestiegen auf nun 4,7 Prozent

• Nachfrage nach Arbeitskräften aktuell rückläufig

• Trend zu steigender Beschäftigung ungebrochen

 

Die Arbeitslosigkeit ist im Dezember gestiegen, die Arbeitslosenquote beträgt nun 4,7 Prozent. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist zurzeit rückläufig. Wie in jedem Winter stieg die Arbeitslosigkeit im Dezember an. Diese Entwicklung betraf alle Personengruppen und alle Regionen in etwas unterschiedlicher Ausprägung. Auch wenn sich in diesem Dezember mehr Menschen arbeitslos melden mussten als vor einem Jahr, dürfte sich an dem insgesamt positiven Trend am Arbeitsmarkt so schnell nichts ändern. Davon ist Gundula Sutter, Leiterin der Agentur für Arbeit überzeugt: „Denn erneut ist die Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stärker als im Landesdurchschnitt gestiegen. Auch die Anzahl der Stellenangebote verspricht weiterhin gute Perspektiven für Arbeitsuchende. Der aktuelle Rückgang der neu gemeldeten Stellen ist lediglich saisonbedingt“, so die Agenturleiterin.Die hohe Beschäftigungszahl und die damit verbundenen Einkommen stärken auch nach Auffassung des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung die Binnenkonjunktur und machen einen wirtschaftlichen Abschwung unwahrscheinlich.

Arbeitsmarkt, Gesamtzahl und Quote:

Im Dezember waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach insgesamt 8 889 Menschen arbeitslos, 267 oder 3,1 Prozent mehr als im November. Der jahreszeitlich übliche Anstieg von November auf Dezember fiel zwar etwas höher aus als im Vorjahr, liegt aber im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Die Arbeitslosenquote betrug im Dezember 4,7 Prozent.

Die Betreuung der arbeitslosen Menschen erfolgt in zwei getrennten Rechtskreisen: 3 118 Personen oder 35,1 Prozent wurden im Dezember von der Arbeitsagentur (Arbeitslosenversicherung/SGB III), 5 771 oder 64,9 Prozent von den Jobcentern (Grundsicherung/SGB II) betreut.

Der aktuelle Rückgang vollzog sich in beiden Rechtskreisen.

Innerhalb eines Jahres – also im Vergleich von Dezember 2017 und Dezember 2018 - sind insgesamt 533 oder 5,7 Prozent weniger Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote betrug vor einem Jahr noch 5,1 Prozent.

 

Bewegungen (An- und Abmeldungen):

2 474 Personen wurden im Monat Dezember erstmals oder erneut arbeitslos. Dies sind 44 oder 1,8 Prozent mehr als im November und rund 350 oder 16 Prozent mehr als im Dezember des Vorjahres. Die Steigerung gegenüber dem letztjährigen Dezember ergibt sich insbesondere durch mehr Arbeitslosmeldungen nach Aus- und vor allem Weiterbildungen, aber auch nach Beschäftigung.

Die Zahl der Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit fiel gegenüber November um 11,3 Prozent. Jedoch konnten sich 120 Personen (rund sechs Prozent) mehr als im Dezember desletzten Jahres aus der Arbeitslosigkeit abmelden.

Stellen:

Im Dezember waren 715 Stellen neu zu besetzen, 15,6 Prozent weniger als im November und rund zwölf Prozent weniger als im Dezember des Vorjahres.

Der Bestand an Stellen hat sich gegenüber dem Vormonat um 4,4 Prozent reduziert und liegt 11,4 Prozent über dem Wert des Dezember 2017: Insgesamt 3 165 Stellen sind aktuell vakant, davon sind 91,2 Prozent unbefristet und 92,5 Prozent sofort frei.

Im Dezember wurden insbesondere mehr Arbeitskräfte im Gastgewerbe, aber auch im öffentlichen Dienst und in der Gesundheitsbranche gesucht. Weniger Stellen wurden durch Arbeitnehmerüberlassungen angeboten.

Beschäftigung:

118 471 Menschen waren zum 30.06.2018 (aktuellster Datenstand) im Agenturbezirk Bad Kreuznach sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind 1,8 Prozent mehr als zum 30.06.2017 (Vorjahresquartal) und 0,6 Prozent mehr als zum 31.03.2018 (Vorquartal).

Der Anstieg zum Vorjahresquartal fiel im hiesigen Bezirk erneut höher aus als im Landesdurchschnitt. In Rheinland-Pfalz stieg die Beschäftigung von 30.06.2017 auf 30.06.2018 um 1,6 Prozent.

Regionaler Arbeitsmarkt:

Von November auf Dezember stieg die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk um 3,1 Prozent. Die saisonale Komponente führte überall zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit – am stärksten in Birkenfeld.

Vorjahresvergleich: Im gesamten Bezirk waren weniger Menschen arbeitslos als vor einem Jahr. Besonders deutlich fiel der Rückgang binnen Jahresfrist in Bad Kreuznach (- 8,1 Prozent) und in Idar-Oberstein (- 7,7 Prozent) aus. Am wenigsten konnte diesmal Birkenfeld von der Veränderung seit dem Vorjahr profitieren (- 1,6 Prozent).

Arbeitslosenquoten nach Geschäftsstellen:

• Agenturbezirk Bad Kreuznach insgesamt: 8 889 Arbeitslose (+ 267)
- stieg von 4,6 Prozent auf 4,7 Prozent (Vorjahr 5,1 Prozent)

• Bad Kreuznach: 3 309 Arbeitslose (+ 51)
- stieg von 5,2 Prozent auf 5,3 Prozent (Vorjahr 5,9 Prozent)

• Birkenfeld: 758 Arbeitslose (+ 39)
- stieg von 4,5 Prozent auf 4,8 Prozent (Vorjahr 4,9 Prozent)

• Idar-Oberstein: 1 535 Arbeitslose (+ 48)
- stieg von 5,4 Prozent auf 5,5 Prozent (Vorjahr 6,0 Prozent)

• Kirn: 1 340 Arbeitslose (+ 26)
- stieg von 5,7 Prozent auf 5,9 Prozent (Vorjahr 6,0 Prozent)

• Simmern: 1 224 Arbeitslose (+ 80)
- stieg von 3,1 Prozent auf 3,3 Prozent (Vorjahr 3,4 Prozent)

• Boppard: 723 Arbeitslose (+ 23)
- stieg von 3,2 Prozent auf 3,3 Prozent (Vorjahr 3,5 Prozent)

Arbeitslosenquoten nach Landkreisen:

• Landkreis Bad Kreuznach: 4 649 (+ 77)
- stieg von 5,4 auf 5,5 Prozent (Vorjahr 5,9 Prozent)

• Landkreis Birkenfeld: 2 293 (+ 87)
- stieg von 5,0 Prozent auf 5,2 Prozent (Vorjahr 5,6 Prozent)

• Landkreis Rhein-Hunsrück: 1 844 (+ 103)
- stieg von 3,1 Prozent auf 3,3 Prozent (Vorjahr 3,5 Prozent)

 

Kurzüberblick über die Arbeitsmärkte auf Kreisebene:

Landkreis Bad Kreuznach:

Im Landkreis Bad Kreuznach stieg die Arbeitslosigkeit seit November um 1,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,4 Prozent auf 5,5 Prozent (Vorjahr 5,9 Prozent).

Von diesem Anstieg waren mit Ausnahme der Jüngeren alle Personengruppen betroffen und er vollzog sich in beiden Rechtskreisen.

Im Dezember meldeten sich schon wieder weniger Menschen arbeitslos als noch im November, aber es waren deutlich mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten aber auch viel mehr als vor einem Jahr in Arbeit einmünden.

Gegenüber dem Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit im Landkreis Bad Kreuznach insgesamt zurück (- 6,7 Prozent). Dieser Rückgang fiel stärker als in den beiden anderen Landkreisen aus.

Die Zahl der neu gemeldeten Stellen ist im Landkreis Bad Kreuznach gegenüber November um 8,8 Prozent gesunken und liegt um acht Prozent unter dem Wert des Dezember 2017.

 

Landkreis Birkenfeld:

Im Landkreis Birkenfeld stieg die Arbeitslosigkeit seit November um 3,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,0 auf 5,2 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie 5,6 Prozent betragen.

Von diesem Anstieg waren ausnahmslos alle Personengruppen betroffen und er vollzog sich in beiden Rechtskreisen.

Die saisonübliche Eintrübung führt zu geringer Dynamik am regionalen Arbeitsmarkt: mehr Menschen mussten sich arbeitslos melden, weniger konnten sich aus der Arbeitslosigkeit abmelden.

Das gilt sowohl in Bezug auf den Vormonat als auch den Vorjahresmonat.

Gegenüber dem Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit im Landkreis Birkenfeld insgesamt zurück (- 5,8 Prozent).

Die Zahl der neu zu besetzenden Stellen hat sich im Landkreis Birkenfeld zum Vormonat kaum verändert. Gegenüber Dezember 2017 liegt der Wert um 8,9 Prozent höher.

 

Rhein-Hunsrück-Kreis:

Im Rhein-Hunsrück-Kreis stieg die Arbeitslosigkeit seit November um 5,6 Prozent. Damit stieg die Arbeitslosenquote von 3,1 auf 3,3 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie 3,5 Prozent betragen.

Von diesem Anstieg waren mit Ausnahme der langzeitarbeitslosen Menschen alle Personengruppen betroffen und er vollzog sich in beiden Rechtskreisen. Im Dezember meldeten sich mehr Menschen arbeitslos, es waren auch deutlich mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten weniger als im November in Arbeit einmünden, jedoch mehr als im Dezember des letzten Jahres.

Gegenüber dem Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit im Landkreis Rhein-Hunsrück insgesamt zurück (- 3,0 Prozent).

Die Zahl der neu zu besetzenden Stellen ist im Rhein-Hunsrück-Kreis gegenüber November um rund 30 Prozent gesunken und liegt um rund ein Viertel unter dem Wert des Dezember 2017.