31.01.2019 | Presseinfo Nr. 6

Witterung wirkt sich stark auf Arbeitslosigkeit aus


- Arbeitslosigkeit ist jahreszeitlich üblich angestiegen auf 5,2 Prozent
- Nachfrage nach Arbeitskräften zieht schon wieder an
 
Die Arbeitslosigkeit ist im Januar deutlich gestiegen, die Arbeitslosenquote beträgt nun 5,2 Prozent. Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat bereits wieder angezogen.
Im Januar stieg die Arbeitslosigkeit aufgrund kalter Witterung deutlich an. Diese jahreszeitlich übliche Entwicklung erreichte alle Personengruppen und Regionen. Dabei fiel der Anstieg der Arbeitslosigkeit insgesamt etwas höher aus als im letzten Jahr. Der Wintereinbruch führte demnach zu einer saisonal geprägten, in der Höhe aber durchschnittlichen Steigerung der Arbeitslosenzahl. Diese Effekte wirkten im Hunsrück und im Landkreis Birkenfeld etwas stärker als im Landkreis Bad Kreuznach, was ebenfalls üblich ist.
Diese Winterpause leisteten sich die Unternehmen und Verwaltungen in der Region im Hinblick auf ihr Personalgeschäft jedoch nicht. Bereits im Januar stieg die Zahl der neuen Stellenangebote wieder an. „Auch deshalb gehen wir für 2019 von einer weiterhin dynamischen und positiven Entwicklung am regionalen Arbeitsmarkt aus“, betont Bertram Schuster, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach.
 
Arbeitsmarkt, Gesamtzahl und Quote:
Im Januar waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach insgesamt 9 748 Menschen arbeitslos, 859 oder 9,7 Prozent mehr als im Dezember. Der jahreszeitlich übliche Anstieg von Dezember auf Januar fiel zwar etwas höher aus als im Vorjahr, liegt jedoch im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Die Ausnahme bildete eher das vergangene Jahr 2018. Die Arbeitslosenquote stieg aktuell von 4,7 Prozent im Dezember auf 5,2 Prozent im Januar.
Die Betreuung der arbeitslosen Menschen erfolgt in zwei getrennten Rechtskreisen: 3 726 Personen oder 38,2 Prozent wurden im Januar von der Arbeitsagentur (Arbeitslosenversicherung/SGB III), 6 022 oder 61,8 Prozent von den Jobcentern (Grundsicherung/SGB II) betreut. Der aktuelle Anstieg vollzog sich in beiden Rechtskreisen. Aufgrund der saisonalen Komponente stieg insbesondere die Arbeitslosigkeit im Rechtskreis Arbeitslosenversicherung an, denn hier wirken sich saisonale und konjunkturelle Veränderungen aufgrund der Marktnähe unmittelbarer aus.
Innerhalb eines Jahres – also im Vergleich von Januar 2018 und Januar 2019 - sind insgesamt 457 oder 4,5 Prozent weniger Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote betrug vor einem Jahr 5,5 Prozent.
 
 
Bewegungen (An- und Abmeldungen):
2 850 Personen wurden im Monat Januar erstmals oder erneut arbeitslos. Dies sind rund 13 Prozent mehr als im Dezember und 3,5 Prozent mehr als im Januar des Vorjahres. Darunter fiel die Zahl derer, die unmittelbar nach einer Beschäftigung arbeitslos wurden, sogar geringer aus als vor einem Jahr. Die Steigerung gegenüber dem letztjährigen Januar ergibt sich durch mehr Arbeitslosmeldungen nach Aus- und vor allem nach Weiterbildungen.
Die Zahl der Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit fiel gegenüber Dezember um rund elf Prozent. Jedoch konnten sich etwas mehr (rund zwei Prozent) als im Januar des letzten Jahres aus der Arbeitslosigkeit abmelden.
 
Stellen:
Im Januar waren 743 Stellen neu zu besetzen, 3,9 Prozent mehr als im Dezember und rund 21 Prozent mehr als im Januar des Vorjahres. Damit setzt das Personalgeschäft von Wirtschaft und Verwaltung nach der Weihnachtszeit früh und intensiv ein.
Der Bestand an Stellen hat sich gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent erhöht und liegt 17,3 Prozent über dem Wert des Januar 2018: Insgesamt 3 174 Stellen sind aktuell vakant, davon sind 92,3 Prozent unbefristet und 95,1 Prozent sofort frei.
Im Januar wurden insbesondere mehr Arbeitskräfte in der Zeitarbeit gesucht. In den meisten anderen Bereichen wurden noch weniger Stellen gemeldet.
 
Regionaler Arbeitsmarkt:
Von Dezember auf Januar stieg die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk um 9,7 Prozent. Die saisonale Komponente führte überall zu einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit.
Vorjahresvergleich: Fast im gesamten Bezirk waren weniger Menschen arbeitslos als vor einem Jahr. Besonders deutlich fiel der Rückgang binnen Jahresfrist in Bad Kreuznach (- 7,5 Prozent) und in Idar-Oberstein (- 5,0 Prozent) aus. Birkenfeld bildete die Ausnahme, hier lag die Arbeitslosigkeit um 5,6 Prozent höher als vor einem Jahr.
 
 
Arbeitslosenquoten nach Geschäftsstellen:
< > Bad Kreuznach insgesamt: 9 748 Arbeitslose (+ 859)stieg von 4,7 Prozent auf 5,2 Prozent (Vorjahr 5,5 Prozent)

< > Kreuznach: 3 481 Arbeitslose (+ 172)stieg von 5,3 Prozent auf 5,6 Prozent (Vorjahr 6,1 Prozent)

< > 853 Arbeitslose (+ 95)stieg von 4,8 Prozent auf 5,4 Prozent (Vorjahr 5,2 Prozent)

< > 1 725 Arbeitslose (+ 190)stieg von

< > 1 448 Arbeitslose (+ 108)stieg von

< > 1 362 Arbeitslose (+ 138)stieg von

< > 879 Arbeitslose (+ 156)stieg von 3,3 Prozent auf 4,0 Prozent
 
Arbeitslosenquoten nach Landkreisen:

< > Bad Kreuznach: 4 929 (+ 280)stieg von 5,5 auf 5,8 Prozent

< > Birkenfeld: 2 578 (+ 285)stieg von 5,2 Prozent auf 5,9 Prozent

< > Rhein-Hunsrück: 2 241 (+ 294)stieg von 3,3 Prozent auf
 
 
Kurzüberblick über die Arbeitsmärkte auf Kreisebene:
Landkreis Bad Kreuznach:
Im Landkreis Bad Kreuznach stieg die Arbeitslosigkeit seit Dezember um 6,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,5 Prozent auf 5,8 Prozent (Vorjahr 6,2 Prozent).

Von diesem Anstieg waren mit Ausnahme der Jüngeren unter 20 Jahren alle Personengruppen betroffen und er vollzog sich in beiden Rechtskreisen.
Im Januar meldeten sich mehr Menschen arbeitslos als im Dezember und auch mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten aber auch viel mehr als vor einem Jahr in Arbeit einmünden.
Gegenüber dem Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit im Landkreis Bad Kreuznach insgesamt zurück (- 6,2 Prozent). Dieser Rückgang fiel stärker als in den beiden anderen Landkreisen aus.
Die Zahl der neu gemeldeten Stellen ist im Landkreis Bad Kreuznach gegenüber Dezember bereits wieder um rund 30 Prozent gestiegen und liegt um 36,5 Prozent über dem Wert des Januar 2018.
 
Landkreis Birkenfeld:
Im Landkreis Birkenfeld stieg die Arbeitslosigkeit seit Dezember um 12,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,2 auf 5,9 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie 6,1 Prozent betragen.
Von diesem Anstieg waren ausnahmslos alle Personengruppen betroffen und er vollzog sich in beiden Rechtskreisen.
Im Januar meldeten sich mehr Menschen arbeitslos als im Dezember und etwa gleich viele wie vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten weniger in Beschäftigung einmünden – sowohl gegenüber Vormonat als auch gegenüber Vorjahresmonat.
Gegenüber dem Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit im Landkreis Birkenfeld insgesamt zurück (- 1,7 Prozent).
Die Zahl der neu zu besetzenden Stellen ist gegenüber dem Vormonat rückläufig und liegt auch unter dem Wert des Januar 2018.
 
 
 
Rhein-Hunsrück-Kreis:
Im Rhein-Hunsrück-Kreis stieg die Arbeitslosigkeit seit Dezember saisonbedingt um 15,1 Prozent und damit stärker als in den beiden anderen Landkreisen. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 3,8 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie 4,0 Prozent betragen.
Von diesem Anstieg waren alle Personengruppen betroffen und er vollzog sich in beiden Rechtskreisen.
Im Januar meldeten sich mehr Menschen arbeitslos, es waren jedoch etwas weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten weniger als im Dezember in Arbeit einmünden, jedoch mehr als im Januar des letzten Jahres.
Gegenüber dem Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit im Landkreis Rhein-Hunsrück insgesamt zurück (- 3,7 Prozent).
Die Zahl der neu zu besetzenden Stellen ist im Rhein-Hunsrück-Kreis gegenüber Dezember um rund 20 Prozent gesunken und liegt jedoch um rund 20 Prozent über dem Wert des Januar 2018.