01.03.2019 | Presseinfo Nr. 9

Arbeitsmarkt schon im Frühjahrsmodus

• Arbeitslosigkeit nach nur einem Wintermonat schon wieder rückläufig
• Weniger Arbeitslosmeldungen und mehr Abmeldungen in Arbeit
• Nachfrage nach Arbeitskräften deutlich angestiegen

Die Arbeitslosigkeit ist im Februar schon wieder gesunken, die Arbeitslosenquote beträgt nun 5,1 Prozent. Die Nachfrage nach Arbeitskräften wächst.

Im Januar stieg die Arbeitslosigkeit witterungsbedingt stark an, im Februar ging sie bereits wieder zurück – intensiver als in den beiden Jahren davor. Insofern fiel die Wintersaison 2018/2019 eher kurz aus. Die aktuelle Dynamik zeigt sich insbesondere an der vergleichsweise niedrigen Zahl an Arbeitslosmeldungen und hohen Zahl an Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit.
Und dies trotz einer saisonalen Besonderheit: Aufgrund der Ausbildungsabschlüsse der dreieineinhalbjährigen Ausbildungsberufe mussten sich etwas mehr junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos melden.
In den regionalen Unternehmen und Verwaltungen herrschte bereits im Januar hoher Arbeitskräftebedarf, dieser entwickelte sich im Februar weiter nach oben. Anders der bundesweite Stellenindex: dieser ging von Januar auf Februar um einen Punkt zurück. „Damit setzt die Frühjahrsbelebung in diesem Jahr in unserer Region auffallend schnell ein“, stellt Gundula Sutter, Leiterin der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach fest.
 

Arbeitsmarkt, Gesamtzahl und Quote:

Im Februar waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach insgesamt 9 491 Menschen arbeitslos, 257 oder 2,6 Prozent weniger als im Januar. Insofern dauerte der jahreszeitlich übliche Anstieg der Arbeitslosigkeit im Winter nur einen Monat lang. Bereits im Februar ging die Arbeitslosigkeit wieder zurück, die Arbeitslosenquote fiel aktuell von 5,2 Prozent auf 5,1 Prozent.
Die Betreuung der arbeitslosen Menschen erfolgt in zwei getrennten Rechtskreisen: 3 638 Personen oder 38,3 Prozent wurden im Februar von der Arbeitsagentur (Arbeitslosenversicherung/SGB III), 5 853 oder 61,7 Prozent von den Jobcentern (Grundsicherung/SGB II) betreut. Der aktuelle Rückgang vollzog sich in beiden Rechtskreisen.
Innerhalb eines Jahres – also im Vergleich zwischen Februar 2018 und Februar 2019 - sind insgesamt 613 oder 6,1 Prozent weniger Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote betrug vor einem Jahr 5,5 Prozent.

 

Bewegungen (An- und Abmeldungen):

2 479 Personen wurden im Monat Februar erstmals oder erneut arbeitslos. Dies sind 13 Prozent weniger als im Januar und 3,8 Prozent weniger als im Februar des Vorjahres. Darunter fiel die Zahl derer, die unmittelbar nach einer Beschäftigung arbeitslos wurden, sogar um fast 40 Prozent geringer aus als im Januar und auch um rund sieben Prozent geringer als vor einem Jahr um diese Zeit.
Und das obwohl sich aufgrund der Ausbildungsabschlüsse der dreieineinhalbjährigen Ausbildungsberufe wie in jedem Jahr um diese Zeit etwas mehr junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos melden mussten.
Die Zahl der Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit in Erwerbstätigkeit stieg gegenüber Januar deutlich an (um mehr als 50 Prozent) und liegt auch um 6,5 Prozent höher als vor einem Jahr.

Weniger Arbeitslosmeldungen und deutlich mehr Abmeldungen in Beschäftigung kennzeichnen einen dynamischen Arbeitsmarkt nach der Winterpause.

 

Stellen:

Bereits im Januar hatte das Personalgeschäft intensiv eingesetzt. Im Februar waren nun 1 000 Stellen neu zu besetzen, fast 35 Prozent mehr als im Januar und rund 17 Prozent mehr als im Februar des Vorjahres.
Der Bestand an Stellen hat sich gegenüber dem Vormonat leicht reduziert (-2,2 Prozent) und liegt um rund elf Prozent über dem Wert des Februar 2018: Insgesamt 3 104 Stellen sind aktuell vakant, davon sind 92,3 Prozent unbefristet und 92,8 Prozent sofort frei. Im Februar wurden in nahezu allen Bereichen mehr Arbeitskräfte gesucht.

 

Regionaler Arbeitsmarkt:

Von Januar auf Februar fiel die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk um 2,6 Prozent.
Vorjahresvergleich: Fast im gesamten Bezirk waren weniger Menschen arbeitslos als vor einem Jahr. Besonders deutlich fiel der Rückgang binnen Jahresfrist in Boppard (- 10,0 Prozent) und in Simmern (- 9,4 Prozent) aus. Birkenfeld bildete die Ausnahme, hier lag die Arbeitslosigkeit um 4,9 Prozent höher als vor einem Jahr.

 

Arbeitslosenquoten nach Geschäftsstellen:

  • Bad Kreuznach insgesamt: 9 491 Arbeitslose (- 257)

     - fiel von 5,2 Prozent auf 5,1 Prozent (Vorjahr 5,5 Prozent)

  • Kreuznach: 3 431 Arbeitslose (- 50)

     - fiel von 5,6 Prozent auf 5,5 Prozent (Vorjahr 6,0 Prozent)

  • Birkenfeld: 821 Arbeitslose (- 32)

     - fiel von 5,4 Prozent auf 5,2 Prozent (Vorjahr 5,0 Prozent)

  • Idar-Oberstein: 1 682 Arbeitslose (- 43)

     - fiel von 6,2 Prozent auf 6,1 Prozent (Vorjahr 6,6 Prozent)

  • Kirn: 1 407 Arbeitslose (- 41)

     - fiel von 6,3 Prozent auf 6,1 Prozent (Vorjahr 6,3 Prozent)

  • Simmern: 1 292 Arbeitslose (- 70)

     - fiel von 3,7 Prozent auf 3,5 Prozent (Vorjahr 3,9 Prozent)

  • Boppard: 858 Arbeitslose (- 21)

     - fiel von 4,0 Prozent auf 3,9 Prozent (Vorjahr 4,5 Prozent)

 

Arbeitslosenquoten nach Landkreisen:

  • Landkreis Bad Kreuznach: 4 838 (- 91)

     - fiel von 5,8 auf 5,7 Prozent (Vorjahr 6,1 Prozent)

  • Landkreis Birkenfeld: 2 503 (- 75)

     - fiel von 5,9 Prozent auf 5,7 Prozent (Vorjahr 6,0 Prozent)

  • Landkreis Rhein-Hunsrück: 2 150 (- 91)

     - fiel von 3,8 Prozent auf 3,7 Prozent (Vorjahr 4,1 Prozent)

 

Kurzüberblick über die Arbeitsmärkte auf Kreisebene:

Landkreis Bad Kreuznach:

Im Landkreis Bad Kreuznach fiel die Arbeitslosigkeit seit Januar um 1,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote fiel von 5,8 Prozent auf 5,7 Prozent (Vorjahr 6,1 Prozent).

Dieser Rückgang bezog sich auf beide Rechtskreise und es profitierten fast alle Personengruppen davon. Die Ausnahme bildeten die Jüngeren aus bereits beschriebenen Gründen und Menschen mit Behinderung.

Im Februar meldeten sich deutlich weniger Menschen arbeitslos als im Januar und auch weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten auch deutlich mehr als im Januar und mehr als vor einem Jahr in Arbeit einmünden.

Gegenüber dem Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit im Landkreis Bad Kreuznach insgesamt zurück (- 5,7 Prozent).

Die Zahl der neu gemeldeten Stellen war im Landkreis Bad Kreuznach bereits im Januar gestiegen und hat im Februar um weitere 14,7 Prozent zugenommen. Auch gegenüber dem Vorjahresmonat fällt der Anstieg mit fast 30 Prozent deutlich aus.

 

Landkreis Birkenfeld:

Im Landkreis Birkenfeld fiel die Arbeitslosigkeit seit Januar um 2,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote fiel von 5,9 auf 5,7 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie 6,0 Prozent betragen.

Von diesem Rückgang profitierten nicht alle Personengruppen, er vollzog sich jedoch in beiden Rechtskreisen.

Im Februar meldeten sich deutlich weniger Menschen arbeitslos als im Januar und auch weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten auch deutlich mehr als im Januar und mehr als vor einem Jahr in Arbeit einmünden.

Gegenüber dem Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit im Landkreis Birkenfeld insgesamt zurück (- 3,6 Prozent).

Die Zahl der neu zu besetzenden Stellen ist gegenüber dem Vormonat um rund 30 Prozent angestiegen, liegt aber noch unter dem Wert des Februar 2018.

 

Rhein-Hunsrück-Kreis:

Im Rhein-Hunsrück-Kreis fiel die Arbeitslosigkeit seit Januar um 4,1 Prozent und damit stärker als in den beiden anderen Landkreisen. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 3,7 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie 4,1 Prozent betragen.

Von diesem Rückgang profitierten alle Personengruppen mit Ausnahme der Jüngeren aus bereits erläuterten Gründen und er vollzog sich in beiden Rechtskreisen.

Im Februar meldeten sich deutlich weniger Menschen arbeitslos als im Januar und auch weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten auch deutlich mehr als im Januar, aber weniger als vor einem Jahr in Arbeit einmünden.

Gegenüber dem Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit im Landkreis Rhein-Hunsrück insgesamt zurück (- 9,6 Prozent). Dieser Rückgang fiel stärker als in den beiden anderen Landkreisen aus.

Die Zahl der neu zu besetzenden Stellen ist im Rhein-Hunsrück-Kreis gegenüber Januar um fast 80 Prozent gestiegen und liegt auch um rund 20 Prozent über dem Wert des Februar 2018.