29.03.2019 | Presseinfo Nr. 18

Belebung am Arbeitsmarkt fällt regional unterschiedlich aus

- Arbeitslosigkeit weiter rückläufig

- Weniger Arbeitslosmeldungen und mehr Abmeldungen in Arbeit

- Nachfrage nach Arbeitskräften rückläufig, bleibt aber auf hohem Niveau

Die Arbeitslosigkeit ist im März weiter gesunken, die Arbeitslosenquote beträgt nun 4,9 Prozent. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich auf hohem Niveau.

Die Frühjahresbelebung hatte in diesem Jahr bereits im Februar intensiv eingesetzt. Die Winterarbeitslosigkeit wird nun Monat für Monat wieder abgebaut. Im März war dies sehr stark im Rhein-Hunsrück-Kreis der Fall. Üblicherweise folgt diese Entwicklung im April und manchmal auch noch im Mai in den beiden anderen - weniger saisonal geprägten - Landkreisen des Agenturbezirks.

Auch die Stellensituation zeigte bereits im Januar und Februar hohen Arbeitskräftebedarf der Unternehmen, dieser ist im März zurückgegangen, bleibt aber auf einem hohen Niveau. „Hier in der Region waren wir zu Jahresbeginn besonders begünstigt“, betont Gundula Sutter, Leiterin der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach. Sie erwartet eine Fortsetzung der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt im Verlauf der nächsten Monate, womöglich in etwas abgeschwächter Form.

Arbeitsmarkt, Gesamtzahl und Quote:

Im März waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach insgesamt 9 143 Menschen arbeitslos, 348 oder 3,7 Prozent weniger als im Februar. Damit hat die bereits im Februar begonnene Frühjahrsbelebung weiter positiv gewirkt. Die Arbeitslosenquote fiel von 5,1 Prozent auf 4,9 Prozent. Die Betreuung der arbeitslosen Menschen erfolgt in zwei getrennten Rechtskreisen: 3 356 Personen oder 36,7 Prozent wurden im März von der Arbeitsagentur (Arbeitslosenversicherung/SGB III), 5 787 oder 63,3 Prozent von den Jobcentern (Grundsicherung/SGB II) betreut. Der aktuelle Rückgang vollzog sich in beiden Rechtskreisen. Innerhalb eines Jahres – also im Vergleich zwischen März 2018 und März 2019 - sind insgesamt 571 oder 5,9 Prozent weniger Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote betrug vor einem Jahr 5,2 Prozent.

Bewegungen (An- und Abmeldungen):

2 297 Personen wurden im Monat März erstmals oder erneut arbeitslos. Dies sind 7,3 Prozent weniger als im Februar und 1,5 Prozent mehr als im März des Vorjahres. Darunter fiel die Zahl derer, die unmittelbar nach einer Beschäftigung arbeitslos wurden seit Februar um rund 10 Prozent. Gegenüber dem März des Vorjahres liegt sie leicht (um 1,7 Prozent) höher. Vom aktuellen Rückgang der Arbeitslosigkeit profitierten alle Personengruppen. Die Zahl der Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit insgesamt war leicht rückläufig (- 3,4 Prozent). Allerdings stieg darunter die Zahl der Abmeldungen in Erwerbstätigkeit um 12,4 Prozent an. Gegenüber dem März des Vorjahres bleibt dieser Wert um acht Prozent zurück. Mehr Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit als Anmeldungen in Arbeitslosigkeit führen zu rückläufiger Arbeitslosigkeit im März.

Stellen:

Im März waren 849 Stellen neu zu besetzen, 15,1 Prozent weniger als im Februar und 1,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Bereits im Januar hatte die Nachfrage nach Arbeitskräften stark eingesetzt, das aktuelle Niveau ist aber noch immer hoch. Der Bestand an Stellen hat sich weiter gesteigert (+ 0,7 Prozent) und liegt auch um fast sieben Prozent über dem Wert des März 2018: Insgesamt 3 127 Stellen sind aktuell vakant, davon sind 91,4 Prozent unbefristet und 92,8 Prozent sofort frei. Im März hatte insbesondere das verarbeitende Gewerbe erhöhten Kräftebedarf, weniger Personal brauchten Baugewerbe, Zeitarbeit und Gastronomie, die klassischen Saisonbetriebe.

Regionaler Arbeitsmarkt:

Von Februar auf März fiel die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk um 3,7 Prozent. Besonders in Simmern und in Boppard ging die Arbeitslosigkeit zurück. Vorjahresvergleich: Fast im gesamten Bezirk sind weniger Menschen arbeitslos als vor einem Jahr. Besonders deutlich fiel der Rückgang binnen Jahresfrist in Simmern (- 12,6 Prozent) aus. Birkenfeld bildete die Ausnahme, hier liegt die Arbeitslosigkeit um 3,2 Prozent höher als vor einem Jahr.

Arbeitslosenquoten nach Geschäftsstellen:

  • Agenturbezirk Bad Kreuznach insgesamt: 9 143 Arbeitslose (- 348)

- fiel von 5,1 Prozent auf 4,9 Prozent (Vorjahr 5,2 Prozent)

  • Bad Kreuznach: 3 332 Arbeitslose (- 99)

- viel von 5,5 Prozent auf 5,4 Prozent (Vorjahr 5,9 Prozent)

  • Birkenfeld: 817 Arbeitslose (- 4)

- fiel von 5,2 Prozent auf 5,1 Prozent (Vorjahr 5,0 Prozent)

  • Idar-Oberstein: 1 666 Arbeitslose (- 16)

- fiel von 6,1 Prozent auf 6,0 Prozent (Vorjahr 6,2 Prozent)

  •  Kirn: 1 340 Arbeitslose (- 67)

- fiel von 6,1 Prozent auf 5,9 Prozent (Vorjahr 6,1 Prozent)

  • Simmern: 1 211 Arbeitslose (- 81)

- fiel von 3,5 Prozent auf 3,3 Prozent (Vorjahr 3,8 Prozent)

  • Boppard: 777 Arbeitslose (- 81)

- fiel von 3,9 Prozent auf 3,5 Prozent (Vorjahr: 3,9 Prozent)

 

Arbeitslosenquoten nach Landkreisen:

  • Landkreis Bad Kreuznach: 4 672 (- 166)

- fiel von 5,7 auf 5,5 Prozent (Vorjahr 5,9 prozent)

  • Landkreis Birkenfeld: 2 483 (- 20)

- stagnierte auf 5,7 Prozent (Vorjahr 5,8 Prozent)

  • Landkreis Rhein-Hunsrück: 1 988 (- 162)

- fiel von 3,7 Prozent auf 3,4 Prozent (Vorjahr 3,8 Prozent)

 

Kurzüberblick über die Arbeitsmärkte auf Kreisebene:

Landkreis Bad Kreuznach:

Im Landkreis Bad Kreuznach fiel die Arbeitslosigkeit seit Februar um 3,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote fiel von 5,7 Prozent auf 5,5 Prozent (Vorjahr 5,9 Prozent). Dieser Rückgang bezog sich auf beide Rechtskreise. Mit Ausnahme der schwerbehinderten Menschen profitierten alle Personengruppen davon. Im März meldeten sich deutlich weniger Menschen arbeitslos als im Februar und etwa gleich viele wie vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten mehr Menschen als im Februar und etwas mehr als vor einem Jahr in Arbeit einmünden. Gegenüber dem Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit im Landkreis Bad Kreuznach insgesamt zurück (- 6,3 Prozent). Die Zahl der neu gemeldeten Stellen war im Landkreis Bad Kreuznach im Januar und Februar stark gestiegen und ging nun um rund ein Drittel zurück. Der Stellenzugang fiel auch um 16,2 Prozent geringer aus als im März 2018.

Landkreis Birkenfeld:

Im Landkreis Birkenfeld konnte die Arbeitslosigkeit von Februar auf März nur minimal (- 0,8 Prozent) sinken. Die Arbeitslosenquote blieb deshalb auch unverändert bei 5,7 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie 5,8 Prozent betragen. Während die Arbeitslosigkeit im Rechtskreis Arbeitslosenversicherung zurückging, stieg sie im Bereich der Grundsicherung leicht an. Im März meldeten sich weniger Menschen arbeitslos als im Februar und etwa gleich viele wie vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten sich mehr als im Februar in Beschäftigung abmelden, dies sind aber weniger als vor einem Jahr. Gegenüber dem Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit im Landkreis Birkenfeld insgesamt nur leicht zurück (- 1,2 Prozent). Die Zahl der neu zu besetzenden Stellen ist gegenüber dem Vormonat um mehr als 20 Prozent angestiegen und liegt auch um annähernd 20 Prozent über dem Wert des März 2018.

Rhein-Hunsrück-Kreis:

Im Rhein-Hunsrück-Kreis fiel die Arbeitslosigkeit seit Februar um 7,5 Prozent und damit erneut stärker als in den beiden anderen Landkreisen. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 3,4 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie 3,8 Prozent betragen. Von diesem Rückgang profitierten alle Personengruppen und er vollzog sich in beiden Rechtskreisen. Im März meldeten sich deutlich weniger Menschen arbeitslos als im Februar, aber etwas mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten sich etwa gleich viele aus der Arbeitslosigkeit abmelden. Gegenüber dem Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit im Landkreis Rhein-Hunsrück insgesamt zurück (- 10,3 Prozent). Auch dieser Rückgang fiel stärker als in den beiden anderen Landkreisen aus. Die Zahl der neu zu besetzenden Stellen ist im Rhein-Hunsrück-Kreis gegenüber Februar um rund 10 Prozent gesunken, liegt aber um vier Prozent über dem Wert des März 2018.