31.03.2020 | Presseinfo Nr. 16

Rückblick auf den Arbeitsmarkt im März

- Märzdaten bilden Arbeitsmarkt vor Beginn der Krise ab - Arbeitslosigkeit rückläufig
- Über die aktuelle Situation zur Kurzarbeit wird in Kürze gesondert berichtet

Vorbemerkung der Leiterin der Agentur für Arbeit, Gundula Sutter: „Die Folgen der Corona-Krise und deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt können wir frühestens ab dem nächsten Monat beginnen zu dokumentieren und zu bilanzieren. Zurzeit können wir das noch nicht tun. Denn der Stichtag, an dem die Arbeitsmarktdaten für den März erhoben wurden, war der 12. März 2020 – vier Tage, bevor die Ausbreitung des Coronavirus und in der Folge die Maßnahmen der Politik die wirtschaftlichen Aktivitäten stark eingeschränkt haben. Aus diesem Grund berichten wir in verkürzter Form von der Entwicklung am Arbeitsmarkt bis zu diesem Zeitpunkt. Auch auf Daten zum Ausbildungsmarkt wird verzichtet“:

Die Arbeitslosigkeit war im März leicht gesunken, die Arbeitslosenquote beträgt 4,9 Prozent. Die Nachfrage nach Arbeitskräften war angestiegen.

Bereits im Februar hatte die jahreszeitlich übliche Belebung des Arbeitsmarktes leicht eingesetzt. Dies setzte sich auch im März bis zu o.g. Termin fort. Das Angebot an neu zu besetzenden Stellen hatte im Februar stark zugenommen und sich im März wieder abgeschwächt.

 

Arbeitsmarkt, Gesamtzahl und Quote:

Im März waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach insgesamt 9 294 Menschen arbeitslos, 419 oder 4,3 Prozent weniger als im Februar und 151 oder 1,7 Prozent mehr als im März des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote beträgt 4,9 Prozent – ebenso wie im März des Vorjahres. Die Frühjahrsbelebung hatte die Arbeitslosigkeit sinken lassen.

 

Stellen und Beschäftigung:

Im März waren 574 Stellen neu zu besetzen - ein Rückgang zum Februar um rund 35 Prozent. Der Bestand an Stellen ist nahezu unverändert und liegt bei 3196.

121 932 Menschen waren zum 30.09.2019 (aktuellster Datenstand) im Agenturbezirk Bad Kreuznach sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 0,8 Prozent mehr als zum 30.09.2018 (Vorjahresquartal) und 1,8 Prozent mehr als zum 30.06.2019 (Vorquartal).

 

Regionaler Arbeitsmarkt:

Von Februar auf März ging die Arbeitslosigkeit in allen Regionen innerhalb des Agenturbezirks zurück, besonders deutlich im Rhein-Hunsrück-Kreis.

 

Arbeitslosenquoten nach Geschäftsstellen:

Agenturbezirk Bad Kreuznach insgesamt: 9 294 Arbeitslose (- 419)

- fiel von 5,2 Prozent auf 4,9 Prozent (Vorjahr 4,9 Prozent)

Bad Kreuznach: 3 331 Arbeitslose (- 128)

- fiel von 5,6 Prozent auf 5,3 Prozent (Vorjahr 5,4 Prozent)

Birkenfeld: 826 Arbeitslose (- 17)

- fiel von 5,3 Prozent auf 5,2 Prozent (Vorjahr 5,1 Prozent)

Idar-Oberstein: 1 780 Arbeitslose (- 62)

- fiel von 6,6 Prozent auf 6,4 Prozent (Vorjahr 6,0 Prozent)

Kirn: 1 280 Arbeitslose (- 13)

- stagnierte bei 5,6 Prozent (Vorjahr 5,9 Prozent)

Simmern: 1 224 Arbeitslose (- 121)

- fiel von 3,6 Prozent auf 3,3 Prozent (Vorjahr 3,3 Prozent)

Boppard: 853 Arbeitslose (- 78)

- fiel von 4,2 Prozent auf 3,8 Prozent (Vorjahr 3,5 Prozent)

 

Arbeitslosenquoten nach Landkreisen:

Landkreis Bad Kreuznach: 4 611 (- 141)

- fiel von 5,6 Prozent auf 5,4 Prozent (Vorjahr 5,5 Prozent)

Landkreis Birkenfeld: 2 606 (- 79)

- fiel von 6,1 Prozent auf 6,0 Prozent (Vorjahr 5,7 Prozent)

Landkreis Rhein-Hunsrück: 2 077 (- 199)

- fiel von 3,8 Prozent auf 3,5 Prozent (Vorjahr 3,4 Prozent)

 

Kurzüberblick über die Arbeitsmärkte auf Kreisebene:

In allen drei Landkreisen ging die Arbeitslosigkeit von Februar auf März zurück.

 

Landkreis Bad Kreuznach:

Im Landkreis Bad Kreuznach fiel die Arbeitslosenquote von 5,6 Prozent auf 5,4 Prozent (Vorjahr 5,5 Prozent). Die Zahl der neu gemeldeten Stellen ist seit Februar um rund 44 Prozent, gegenüber März des Vorjahres um rund 28 Prozent  gesunken.

 

Landkreis Birkenfeld:

Die Arbeitslosenquote fiel im Landkreis Birkenfeld von 6,1 Prozent auf 6,0 Prozent (Vorjahr 5,7 Prozent). Die Zahl der neu gemeldeten Stellen ist seit Februar um rund 17 Prozent, gegenüber März des Vorjahres um 42,5 Prozent gesunken.

 

Rhein-Hunsrück-Kreis:

Die Arbeitslosenquote fiel im Landkreis Rhein-Hunsrück von 3,8 Prozent auf 3,5 Prozent (Vorjahr 3,4 Prozent). Die Zahl der neu gemeldeten Stellen ist seit Februar um 34,2 Prozent, gegenüber März des Vorjahres um rund 30 Prozent gesunken.