02.03.2022 | Presseinfo Nr. 10

Arbeitslosigkeit geht bereits im Februar wieder zurück

  • Winterarbeitslosigkeit überwunden
  • Unternehmen erwarten wirtschaftliche Erholung und suchen Arbeitskräfte
  • Weniger Anträge auf Kurzarbeit

Die Arbeitslosigkeit ist im Februar leicht gesunken, die Arbeitslosenquote beträgt weiterhin 5,0 Prozent.
Der Februar brachte bereits Signale wirtschaftlicher Erholung am Arbeitsmarkt mit sich. Nach einem kurzen Wintereinbruch mit steigender Arbeitslosigkeit zeigten mit Perspektiven der Lockerung die heimischen Unternehmen bereits wieder einen erhöhten Arbeitskräftebedarf an. „Noch bestehende leichte regionale Unterschiede gleichen sich erfahrungsgemäß in den nächsten ein bis zwei Monaten aus“, erklärt Alexander Embach, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach. Die möglichen Auswirkungen des russischen Angriffs auf die Ukraine können noch nicht abgeschätzt werden.

Kurzarbeit:
Im Februar wurden 67 neue Anzeigen von Kurzarbeit von Unternehmen für 496 Personen eingereicht (vorläufig geprüfte Daten bis 24.02.).
Daten zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit stehen aufgrund des Abrechnungsverfahrens zwischenzeitlich bis August 2021 zur Verfügung: In der Höchstphase im April 2020 waren 22 310 Personen in 2 446 Betrieben in Kurzarbeit. Im August 2021 waren es 2 985 Personen in 476 Betrieben.

Arbeitsmarkt, Gesamtzahl und Quote:
Nach einer Unterbrechung von nur zwei Monaten konnte die Arbeitslosigkeit im Februar schon wieder leicht sinken. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach waren insgesamt 9 332 Menschen arbeitslos, 54 oder 0,6 Prozent weniger als im Januar und 1 990 oder 17,6 Prozent weniger als im Februar des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote hat sich seit Januar nicht verändert, sie beträgt weiterhin 5,0 Prozent.
Frauen und Jüngere profitieren in diesem Monat noch nicht von der gerade einsetzenden günstigen Entwicklung.
Vorjahresvergleich: Die Arbeitslosenquote lag im Februar des Vorjahres noch bei 6,0 Prozent.
Der Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr stabilisiert sich weiter.

Bewegungen (An- und Abmeldungen):
Im Februar haben sich weniger Menschen neu oder erneut arbeitslos gemeldet als im Januar (- 11,6 Prozent), insbesondere nach Erwerbstätigkeit (- 37,4 Prozent). Ihre Zahl blieb auch leicht hinter der des Vorjahresmonats (Februar 2021) zurück. Etwas mehr junge Menschen als im Monat zuvor wurden nach einer Ausbildung arbeitslos. Dies ist auf die Abschlussprüfungen der dreieinhalbjährigen Ausbildungsgänge zurückzuführen.
Letzten Monat konnten sich auch mehr Menschen als im Januar (+ 23,8 Prozent) aus der Arbeitslosigkeit abmelden. Darunter fielen die Aufnahmen von Erwerbstätigkeit um rund ein Viertel höher aus. Das Niveau von Abmeldungen des Vorjahresmonats wurde jedoch noch nicht ganz erreicht.

Stellen:
Beim Stellenzugang wirkte sich die übliche Winterpause nur im Januar aus. Schon im Februar zog die Nachfrage nach Arbeitskräften wieder deutlich an: 837 neu zu besetzende Arbeitsstellen und damit 21,7 Prozent mehr als im Januar wurden angeboten. Das waren auch fast 30 Prozent mehr als vor einem Jahr um die gleiche Zeit.  
Gegenüber Januar brauchten nahezu alle Branchen mehr Personal. Lediglich in der Gastronomie und im Handel war der Bedarf etwas geringer als im Vormonat.
Der Bestand an Stellen ist zum Januar ebenfalls gestiegen (+ 4,3 Prozent) und liegt um 36,3 Prozent höher als im Vorjahresmonat.

Regionaler Arbeitsmarkt:
Innerhalb des Agenturbezirks ging die Arbeitslosigkeit in Idar-Oberstein und Simmern nennenswert zurück. In den anderen Regionen wirkten sich die geringfügigen Veränderungen noch nicht auf die Arbeitslosenquoten aus. Einzig in Kirn stieg die Arbeitslosenquote noch einmal leicht an.

Arbeitslosenquoten nach Geschäftsstellen:

  • Agenturbezirk Bad Kreuznach insgesamt: 9 332 Arbeitslose (- 54)
    - stagnierte auf 5,0 Prozent (Vorjahr 6,0 Prozent)
  • Bad Kreuznach: 3 532 Arbeitslose (- 22)
    - stagnierte auf 5,7 Prozent (Vorjahr 6,6 Prozent)
  • Birkenfeld: 809 Arbeitslose (+- 0)
    - stagnierte auf 5,1 Prozent (Vorjahr 6,2 Prozent)
  • Idar-Oberstein: 1 593 Arbeitslose (- 26)
    - fiel von 5,9 Prozent auf 5,8 Prozent (Vorjahr 7,0 Prozent)
  • Kirn: 1 352 Arbeitslose (+ 6)
    - stieg von 5,9 Prozent auf 6,0 Prozent (Vorjahr 6,9 Prozent)
  • Simmern: 1 226 Arbeitslose (- 14)
    - fiel von 3,4 Prozent auf 3,3 Prozent (Vorjahr 4,4 Prozent)
  • Boppard: 820 Arbeitslose (+ 2)
    - stagnierte auf 3,7 Prozent (Vorjahr 4,8 Prozent)

Überblick über die Arbeitsmärkte auf Kreisebene:
Landkreis Bad Kreuznach:

Kurzarbeit:
Im Februar wurden 32 neue Anzeigen von Kurzarbeit von Unternehmen für 230 Personen eingereicht (vorläufig geprüfte Daten bis 24.02.).
Daten zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit stehen aufgrund des Abrechnungsverfahrens zwischenzeitlich bis August 2021 zur Verfügung: In der Höchstphase im April 2020 waren         9 124 Personen in 1 070 Betrieben in Kurzarbeit. Im August 2021 waren es 1 109 Personen in 201 Betrieben.

Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Im Januar waren im Landkreis Bad Kreuznach insgesamt 4 884 Menschen arbeitslos, 16 oder 0,3 Prozent weniger als im Januar und 825 oder 14,5 Prozent weniger als im Februar des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote fiel von 5,8 Prozent im Januar auf 5,7 Prozent im Februar. Im Februar des Vorjahres betrug sie noch 6,7 Prozent.

Bewegungen:
Im Februar haben sich weniger Menschen neu oder erneut arbeitslos gemeldet als im Januar (- 9,4 Prozent), insbesondere nach Erwerbstätigkeit (- 38,1 Prozent). Ihre Zahl blieb auch leicht hinter der des Vorjahresmonats (Februar 2021) zurück. Etwas mehr junge Menschen als im Monat zuvor wurden nach einer Ausbildung arbeitslos. Dies ist auf die Abschlussprüfungen der dreieinhalbjährigen Ausbildungsgänge zurückzuführen.
Letzten Monat konnten sich auch mehr Menschen als im Januar (+ 24,2 Prozent) aus der Arbeitslosigkeit abmelden. Darunter fielen die Aufnahmen von Erwerbstätigkeit um 13,3 Prozent höher aus. Das Niveau von Abmeldungen des Vorjahresmonats wurde jedoch noch nicht ganz erreicht.

Stellen:
Beim Stellenzugang wirkte sich die übliche Winterpause nur im Januar aus. Schon im Februar zog die Nachfrage nach Arbeitskräften wieder an: 330 neu zu besetzende Arbeitsstellen und damit 7,8 Prozent mehr als im Januar wurden angeboten. Das waren etwa gleich viele wie vor einem Jahr um die gleiche Zeit. 
Gegenüber Januar brauchte insbesondere das Baugewerbe mehr Arbeitskräfte.
Der Bestand an Stellen ist zum Januar ebenfalls gestiegen (+ 2,0 Prozent) und liegt um ein Drittel höher als im Vorjahresmonat.

Landkreis Birkenfeld:

Kurzarbeit:
Im Februar wurden 11 neue Anzeigen von Kurzarbeit von Unternehmen für 36 Personen eingereicht (vorläufig geprüfte Daten bis 24.02.).
Daten zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit stehen aufgrund des Abrechnungsverfahrens zwischenzeitlich bis August 2021 zur Verfügung: In der Höchstphase im April 2020 waren         6 265 Personen in 638 Betrieben in Kurzarbeit. Im August 2021 waren es 1 051 Personen in 141 Betrieben.

Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Im Februar waren im Landkreis Birkenfeld insgesamt 2 402 Menschen arbeitslos, 26 oder 1,1 Prozent weniger als im Januar und 516 oder 17,7 Prozent weniger als im Februar des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote stagnierte auf 5,6 Prozent. Im Februar des Vorjahres betrug sie noch 6,7 Prozent.

Bewegungen:
Im Februar haben sich weniger Menschen neu oder erneut arbeitslos gemeldet als im Januar (- 8,7 Prozent), insbesondere nach Erwerbstätigkeit (- 30,0 Prozent). Es waren ähnlich viele wie vor einem Jahr. Etwas mehr junge Menschen als im Vormonat und Vorjahresmonat wurden nach einer Ausbildung arbeitslos. Dies ist auf die Abschlussprüfungen der dreieinhalbjährigen Ausbildungsgänge zurückzuführen.
Letzten Monat konnten sich auch mehr Menschen als im Januar (+ 22,2 Prozent) aus der Arbeitslosigkeit abmelden. Darunter fielen die Aufnahmen von Erwerbstätigkeit um 31,7 Prozent höher aus. Auch das Niveau von Abmeldungen des Vorjahresmonats wurde übertroffen.

Stellen:
Beim Stellenzugang wirkte sich die übliche Winterpause nur im Januar aus. Schon im Februar zog die Nachfrage nach Arbeitskräften wieder deutlich an: 244 neu zu besetzende Arbeitsstellen und damit fast 80 Prozent mehr als im Januar wurden angeboten. Das waren auch rund 90 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Gegenüber Januar brauchten fast alle Branchen mehr Arbeitskräfte, insbesondere aber Zeitarbeit, Baugewerbe und verarbeitendes Gewerbe (hier: Herstellung von Metallerzeugnissen und Kfz-Teilen).
Der Bestand an Stellen ist zum Januar ebenfalls gestiegen (+ 15,8 Prozent) und liegt um 38,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat.

Rhein-Hunsrück-Kreis:

Kurzarbeit:
Im Februar wurden 24 neue Anzeigen von Kurzarbeit von Unternehmen für 230 Personen eingereicht (vorläufig geprüfte Daten bis 24.02.).
Daten zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit stehen aufgrund des Abrechnungsverfahrens zwischenzeitlich bis August 2021 zur Verfügung: In der Höchstphase im April 2020 waren         6 921 Personen in 738 Betrieben in Kurzarbeit. Im August 2021 waren es 825 Personen in 134 Betrieben.

Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Im Januar waren im Landkreis Rhein-Hunsrück insgesamt 2 046 Menschen arbeitslos, 12 oder 0,6 Prozent weniger als im Januar und 649 oder 24,1 Prozent weniger als im Februar des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote stagnierte auf 3,5 Prozent. Im Februar des Vorjahres betrug sie 4,5 Prozent.

Bewegungen:
Im Februar haben sich weniger Menschen neu oder erneut arbeitslos gemeldet als im Januar (- 17,3 Prozent), insbesondere nach Erwerbstätigkeit (- 41,6 Prozent). Es waren ähnlich viele wie vor einem Jahr. Etwas mehr junge Menschen als im Vormonat wurden nach einer Ausbildung arbeitslos. Dies ist auf die Abschlussprüfungen der dreieinhalbjährigen Ausbildungsgänge zurückzuführen.
Letzten Monat konnten sich auch mehr Menschen als im Januar (+ 24,6 Prozent) aus der Arbeitslosigkeit abmelden. Auch die Aufnahmen von Erwerbstätigkeit fielen um 43,8 Prozenthöher aus. Das Niveau von Abmeldungen des Vorjahresmonats wurde jedoch noch nicht ganz erreicht.

Stellen:
Beim Stellenzugang wirkte sich die übliche Winterpause nur im Januar aus. Schon im Februar zog die Nachfrage nach Arbeitskräften wieder an: 263 neu zu besetzende Arbeitsstellen und damit 6,9 Prozent mehr als im Januar wurden angeboten. Das waren 37,7 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Gegenüber Januar brauchten insbesondere Zeitarbeit und Baugewerbe mehr Arbeitskräfte, weniger als im Januar die Gastronomie.
Der Bestand an Stellen ist zum Januar ebenfalls gestiegen (+ 1,2 Prozent) und liegt um 37,9 Prozent höher als im Vorjahresmonat.