01.06.2021 | Presseinfo Nr. 18

Positive Aussichten am Arbeitsmarkt - Perspektiven am Ausbildungsmarkt

  • Arbeitslosigkeit gesunken, Nachfrage nach Arbeitskräften etwas geringer
  • Weiterhin Kurzarbeit bei niedriger Zahl von Neuanträgen
  • Ausbildungsmarkt: Mehr Stellen als Bewerber

Die Arbeitslosigkeit ist im Mai gesunken, die Arbeitslosenquote beträgt 5,5 Prozent. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist etwas gesunken.

„Der positive Trend der letzten Monate setzt sich auch im Mai fort. Es bestehen zwar noch kleine regionale Unterschiede, aber überall stehen die Zeichen auf Erholung“, berichtet Gundula Sutter, Leiterin der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach. „Die Aussichten für die weitere Entwicklung am Arbeitsmarkt sind positiv“, so Sutter.

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist im Mai höher ausgefallen als üblich. Erstmals seit Beginn der Pandemie ist auch die Zahl der langzeitarbeitslosen Menschen zum Vormonat nicht angestiegen, sondern leicht gesunken.

Noch immer stabilisiert Kurzarbeit den Arbeitsmarkt, die Neuanträge gehen jedoch sehr deutlich zurück.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften fiel gegenüber März und April zwar etwas ab, dies dürfte aber nur vorübergehend sein.

Am Ausbildungsmarkt bieten sich durchaus Chancen für Ausbildungswillige, denn die Zahl der Ausbildungsstellen übersteigt die Zahl der interessierten Jugendlichen.

Kurzarbeit:

Im Mai wurden 38 neue Anzeigen von Kurzarbeit von Unternehmen für 269 Personen eingereicht (vorläufig geprüfte Daten).

Daten zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit stehen aufgrund des Abrechnungsverfahrens zwischenzeitlich von März bis November 2020 zur Verfügung:

In der Höchstphase im April 2020 waren 22 310 Personen in 2 446 Betrieben in Kurzarbeit. Im Oktober 2020 waren es 6 889 Personen in 870 Betrieben, im November erfolgte ein Anstieg auf 8 314 Personen in 1 195 Betrieben.

Arbeitsmarkt, Gesamtzahl und Quote:

Bereits seit Februar wirkt sich die Frühjahrsbelebung am regionalen Arbeitsmarkt positiv aus, im April zuletzt etwas verhaltener. Von April auf Mai ist die Arbeitslosigkeit wieder deutlicher zurückgegangen, auch in höherem Umfang als üblich. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach waren insgesamt 10 314 Menschen arbeitslos, 365 oder 3,4 Prozent weniger als im April und 927 oder 8,2 Prozent weniger als im Mai des Vorjahres.

Die Arbeitslosenquote ist von 5,7 Prozent im April auf 5,5 Prozent im Mai gesunken. Damit liegt die Arbeitslosenquote deutlich unter der des Mai 2020. Vor einem Jahr – kurz nach Beginn der Coronakrise - hatte sie 6,0 Prozent betragen.

Vom aktuellen Rückgang von April auf Mai profitieren alle Personengruppen, auch die der langzeitarbeitslosen Menschen. In den zurückliegenden Monaten der Pandemie war deren Zahl kontinuierlich angestiegen. Deshalb sind nun fast 30 Prozent mehr Menschen langzeitarbeitslos als vor einem Jahr.

Bewegungen (An- und Abmeldungen):

Im Mai meldeten sich insgesamt deutlich weniger Menschen arbeitslos, insbesondere nach Erwerbstätigkeit und im Vergleich zum Vorjahr.

Dass sich etwas mehr Menschen nach Ausbildung arbeitslos meldeten, ist auf Weiterbildungen und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zurückzuführen. Denn im Vergleich zum Vorjahr werden wieder mehr Personen im Rahmen von arbeitsmarkpolitischen Maßnahmen gefördert.

Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit ist zwar gegenüber April rückläufig, liegt aber sehr deutlich über der des Vorjahresmonats.

Hier führte insbesondere der Beginn von Maßnahmen und Weiterbildungen zur Beendigung von Arbeitslosigkeit. Etwas mehr Jugendliche als vor einem Jahr nahmen außerdem schulische Ausbildungen auf.

Stellen:

Gegenüber März und April hatten Wirtschaft und Verwaltung im Mai etwas weniger Arbeitskräftebedarf: 645 neue Arbeitsstellen waren zu besetzen, 10,4 Prozent weniger als im April und 40,8 Prozent mehr als im Mai des Vorjahres.

Der Bestand an Stellen ist ähnlich hoch wie im April und gegenüber dem Vorjahresmonat um 12,2 Prozent gestiegen. Insgesamt 2 861 Stellen sind zurzeit vakant.

Im Mai hatten insbesondere Arbeitgeber aus dem sozialen Bereich und dem Gesundheitswesen höheren Arbeitskräftebedarf. Auch der öffentliche Dienst und die Gastronomie übermittelten mehr freie Stellen.

Regionaler Arbeitsmarkt:

Innerhalb des Agenturbezirks ging die Arbeitslosigkeit von April auf Mai überall zurück: In geringerem Umfang in Boppard und Bad Kreuznach und in höherem Umfang in Birkenfeld und Simmern.


Arbeitslosenquoten nach Geschäftsstellen:

  • Agenturbezirk Bad Kreuznach insgesamt: 10 314 Arbeitslose (- 365)

-fiel von 5,7 Prozent auf 5,5 Prozent (Vorjahr 6,0 Prozent)

  • Bad Kreuznach: 3 910 Arbeitslose (- 96)

- fiel von 6,4 Prozent auf 6,3 Prozent (Vorjahr 6,5 Prozent)

  • Birkenfeld: 838 Arbeitslose (- 45)

- fiel von 5,5 Prozent auf 5,3 Prozent (Vorjahr 6,4 Prozent)

  • Idar-Oberstein: 1 754 Arbeitslose (- 59)

- fiel von 6,6 Prozent auf 6,4 Prozent (Vorjahr 7,3 Prozent)

  • Kirn: 1 421 Arbeitslose (- 69)

- fiel von 6,5 Prozent auf 6,3 Prozent (Vorjahr 6,7 Prozent)

  • Simmern: 1 384 Arbeitslose (- 74)

- fiel von 4,0 Prozent auf 3,8 Prozent (Vorjahr 4,2 Prozent)

  • Boppard: 1 007 Arbeitslose (- 22)

- stagnierte auf 4,6 Prozent (Vorjahr 4,8 Prozent)

Überblick über die Arbeitsmärkte auf Kreisebene:

Landkreis Bad Kreuznach:

Kurzarbeit:

Im Mai wurden 16 neue Anzeigen von Kurzarbeit von Unternehmen für 119 Personen eingereicht (vorläufig geprüfte Daten).

Daten zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit stehen aufgrund des Abrechnungsverfahrens zwischenzeitlich von März bis November 2020 zur Verfügung:

In der Höchstphase im April 2020 waren 9 124 Personen in 1 070 Betrieben in Kurzarbeit. Im Oktober 2020 waren es 2 503 Personen in 363 Betrieben, im November erfolgte ein Anstieg auf 3 384 Personen in 523 Betrieben.

Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:

Im Mai waren im Landkreis Bad Kreuznach insgesamt 5 331 Menschen arbeitslos, 165 oder 3,0 Prozent weniger als im April und 255 oder 4,6 Prozent weniger als im Mai des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote fiel von 6,5 Prozent auf 6,3 Prozent. Im Mai des Vorjahres betrug sie 6,6 Prozent.

Bewegungen:

Im Mai meldeten sich insgesamt deutlich weniger Menschen arbeitslos, insbesondere nach Erwerbstätigkeit und im Vergleich zum Vorjahr.

Dass sich etwas mehr Menschen nach Ausbildung arbeitslos meldeten, ist auf Weiterbildungen und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zurückzuführen.

Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit ist gegenüber April sehr leicht rückläufig, liegt aber sehr deutlich über der des Vorjahresmonats. Hier führte insbesondere der Beginn von Maßnahmen und Weiterbildungen zur Beendigung von Arbeitslosigkeit.

Stellen:
Gegenüber März und April hatten Wirtschaft und Verwaltung im Mai etwas weniger Arbeitskräftebedarf: 299 neue Arbeitsstellen waren zu besetzen, 19 Prozent weniger als im April und rund 60 Prozent mehr als im Mai des Vorjahres.

Der Bestand an Stellen ist ähnlich wie im April und gegenüber dem Vorjahresmonat um 16,1 Prozent gestiegen. Insgesamt 1 271 Stellen sind zurzeit vakant.

Im Mai hatten insbesondere Arbeitgeber aus dem Handel höheren Arbeitskräftebedarf. Auch der öffentliche Dienst übermittelte mehr freie Stellen.

Landkreis Birkenfeld:

Kurzarbeit:

Im Mai wurden 9 neue Anzeigen von Kurzarbeit von Unternehmen für 72 Personen eingereicht (vorläufig geprüfte Daten).

Daten zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit stehen aufgrund des Abrechnungsverfahrens zwischenzeitlich von März bis November 2020 zur Verfügung:

In der Höchstphase im April 2020 waren 6 265 Personen in 638 Betrieben in Kurzarbeit. Im Oktober 2020 waren es 1 780 Personen in 275 Betrieben, im November erfolgte ein Anstieg auf 1 962 Personen in 327 Betrieben.

Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:

Im Mai waren im Landkreis Birkenfeld insgesamt 2 592 Menschen arbeitslos, 104 oder 3,9 Prozent weniger als im April und 434 oder 14,3 Prozent weniger als im Mai des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote fiel von 6,2 Prozent auf 6,0 Prozent. Im Mai des Vorjahres betrug sie 6,9 Prozent.

Bewegungen:

Im Mai meldeten sich insgesamt deutlich weniger Menschen arbeitslos, insbesondere nach Erwerbstätigkeit und im Vergleich zum Vorjahr.

Dass sich etwas mehr Menschen nach Ausbildung arbeitslos meldeten, ist auf Weiterbildungen und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zurückzuführen.

Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit ist gegenüber April leicht angestiegen und liegt sehr deutlich über der des Vorjahresmonats. Hier führte insbesondere der Beginn von Maßnahmen und Weiterbildungen zur Beendigung von Arbeitslosigkeit.

Stellen:
Der Arbeitskräftebedarf von Wirtschaft und Verwaltung im Mai ist ähnlich wie in den vorhergehenden Monaten März und April: 136 neue Arbeitsstellen waren zu besetzen, 3,0 Prozent mehr als im April und rund 42 Prozent mehr als im Mai des Vorjahres.

Der Bestand an Stellen ist etwas niedriger als im April (- 4,2 Prozent) und gegenüber dem Vorjahresmonat um 23,8 Prozent gestiegen. Insgesamt 530 Stellen sind zurzeit vakant.

Im Mai hatten insbesondere Arbeitgeber aus dem verarbeitenden Gewerbe höheren Arbeitskräftebedarf. Auch aus dem Gesundheitswesen wurden mehr Stellen übermittelt.

Rhein-Hunsrück-Kreis:

Kurzarbeit:

Im Mai wurden 13 neue Anzeigen von Kurzarbeit von Unternehmen für 78 Personen eingereicht (vorläufig geprüfte Daten).

Daten zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit stehen aufgrund des Abrechnungsverfahrens zwischenzeitlich von März bis November 2020 zur Verfügung:

In der Höchstphase im April 2020 waren 6 921 Personen in 738 Betrieben in Kurzarbeit. Im Oktober 2020 waren es 2 606 Personen in 232 Betrieben, im November erfolgte ein Anstieg auf 2 968 Personen in 345 Betrieben.

Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:

Im Mai waren im Landkreis Rhein-Hunsrück insgesamt 2 391 Menschen arbeitslos, 96 oder 3,9 Prozent weniger als im April und 238 oder 9,1 Prozent weniger als im Mai des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote fiel von 4,2 Prozent auf 4,1 Prozent. Im Mai des Vorjahres betrug sie 4,4 Prozent.

Bewegungen:

Im Mai meldeten sich insgesamt deutlich weniger Menschen arbeitslos, insbesondere nach Erwerbstätigkeit und im Vergleich zum Vorjahr.

Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit ist gegenüber April leicht rückläufig, liegt aber deutlich über der des Vorjahresmonats. Hier führte insbesondere der Beginn von Maßnahmen und Weiterbildungen zur Beendigung von Arbeitslosigkeit.

Stellen:
Gegenüber März und April hatten Wirtschaft und Verwaltung im Mai etwas weniger Arbeitskräftebedarf: 210 neue Arbeitsstellen waren zu besetzen, 4,1 Prozent weniger als im April und 20 Prozent mehr als im Mai des Vorjahres.

Der Bestand an Stellen ist gegenüber April um 4,2 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,3 Prozent gestiegen. Insgesamt 1 060 Stellen sind zurzeit vakant.

Im Mai hatten insbesondere Arbeitgeber aus den Branchen Gastronomie, Zeitarbeit und dem Gesundheitswesen höheren Arbeitskräftebedarf. Auch der öffentliche Dienst übermittelte mehr freie Stellen.

Der Ausbildungsmarkt im Ausbildungsjahr 2020/2021:

In dem seit Oktober laufenden Ausbildungsjahr 2020/2021 sind bis Mai insgesamt 15,1 Prozent weniger Jugendliche (1 487) als im vorhergehenden Ausbildungsjahr auf die Berufsberatung zugekommen. Auch die Zahl der Ausbildungsstellen (1 850) ging um 9,8 Prozent zurück.

Trotz des Rückgangs von Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt stehen den Jugendlichen in allen drei Landkreisen rein rechnerisch genügend Ausbildungsstellen zur Verfügung. Wie in den Vorjahren ist die Besonderheit im Rhein-Hunsrück-Kreis, dass die Stellenzahl die Bewerberzahl sehr stark übersteigt. In den Landkreisen Bad Kreuznach und Birkenfeld ist das Verhältnis zwischen Stellen und Bewerbern eher ausgeglichen.

So sind aktuell etwa ein Viertel weniger Jugendliche ohne Ausbildungsangebot als vor einem Jahr und es sind auch rund zehn Prozent weniger Stellen unbesetzt.

Trotz der sehr unsicheren Situation gelingt die individuelle Beratung und Begleitung beim Suchprozess am Ausbildungsmarkt recht gut. Die Jugendlichen, die sich an die Berufsberatung gewandt hatten, sind dankbar für die Kontaktwege und melden sich regelmäßig.

Für alle, die noch keinen Kontakt aufgenommen haben, gilt:

Jeder, der Hilfe bei der beruflichen Orientierung oder der Suche nach einer Ausbildungsstelle braucht, sollte sich direkt an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach 0800 / 4 5555 00 wenden.

Weitere Infos: https://www.arbeitsagentur.de/m/ausbildungklarmachen/ -  Finde Deine Berufung! #AusbildungKlarmachen