31.08.2021 | Presseinfo Nr. 27

Erholung am Arbeits- und Ausbildungsmarkt setzt sich fort

  • Arbeitslosigkeit sinkt weiter
  • Fast keine Neuanträge auf Kurzarbeit
  • Ausbildungsmarkt: Auch im September noch gute Chancen für Jugendliche

Die Arbeitslosigkeit ist im August weiter gesunken, die Arbeitslosenquote beträgt 5,1 Prozent. Nach wie vor verläuft die Entwicklung der Beschäftigung positiv, die Veränderungen fielen jedoch jahreszeitlich bedingt weniger dynamisch aus als in den Monaten davor.

„Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist erfreulicherweise auch im Sommer weiter gesunken und ist nur noch leicht über dem Niveau vor zwei Jahren“, berichtet Alexander Embach, Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach. „Vom Rückgang profitieren in diesen Monat alle Personengruppen, besonders jedoch die jüngeren und jugendlichen Arbeitslosen.“

Nachdem im August viele der jungen Schul- und Ausbildungsabsolventen ihre Arbeitslosigkeit wieder beendeten, sank die Arbeitslosenquote für diese Altersgruppe stärker.

Auch am Ausbildungsmarkt übersteigt die Stellenzahl die Bewerberzahl, wenngleich hier noch nicht alle Bewerber versorgt und auch noch nicht alle Stellen besetzt sind. Viele Entscheidungen fallen nicht zuletzt wegen der Vielfalt an Möglichkeiten für junge Menschen „auf die letzte Minute“.

Kurzarbeit:

Im August wurden drei neue Anzeigen von Kurzarbeit von Unternehmen für fünf Personen eingereicht (vorläufig geprüfte Daten).

Daten zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit stehen aufgrund des Abrechnungsverfahrens zwischenzeitlich von März bis Februar 2021 zur Verfügung:

In der Höchstphase im April 2020 waren 22 310 Personen in 2 446 Betrieben in Kurzarbeit. Im Februar waren es 11 275 Personen in 1 672 Betrieben.

Arbeitsmarkt, Gesamtzahl und Quote:

Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt setzte sich auch im August fort. Die Arbeitslosigkeit ist seit Juli weiter leicht zurückgegangen, wenn auch nicht mehr so stark wie im Vormonat. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach waren insgesamt 9 617 Menschen arbeitslos, 172 oder 1,8 Prozent weniger als im Juli und 2 145 oder 18,2 Prozent weniger als im August des Vorjahres.

Die Arbeitslosenquote ist von 5,2 Prozent im Juli auf 5,1 Prozent im August gesunken. Damit liegt die Arbeitslosenquote deutlich unter der des August 2020. Damals lag die Arbeitslosenquote noch bei 6,3 Prozent.

Nach Personengruppen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit recht unterschiedlich, allerdings waren bei allen Rückgänge gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen. Sie Spanne der Veränderungen reicht im August von einem Rückgang um 35 Prozent bei den unter 25jährigen bis zu einem Rückgang von 10 Prozent bei Personen im Alter von 50 Jahren und älter.

Bewegungen (An- und Abmeldungen):

Im August meldeten sich etwas mehr Menschen arbeitslos als im Vormonat (1 972), sowohl nach Erwerbstätigkeit (+ 18,6 Prozent) als auch nach einer Ausbildung (+ 7,7 Prozent), insgesamt allerdings 36 Prozent weniger als im August des letzten Jahres.  

Die Abmeldungen in Erwerbstätigkeit fiel etwas geringer aus als im Vormonat (681 oder -2,9 Prozent), aber lag um 5,6 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Die Abmeldungen in Ausbildung fielen zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres mit 556 um 10,5 Prozent höher aus als noch im Juli, waren aber vergleichbar mit denen im Vorjahresmonat.

Somit steht dem Zugang an Arbeitslosen von 1 972 ein Abgang von 2 157 Personen gegenüber.

Stellen:

Die Nachfrage nach Arbeitskräften zog im August wieder sehr deutlich an und liegt mit 761 neu angebotenen Arbeitsstellen um 1,9 Prozent höher als im Juli und um 11,9 Prozent höher als im Vorjahresmonat.

Auch der Bestand an Stellen ist gegenüber Vormonat (+ 2,7 Prozent) und Vorjahresmonat

(+ 30,5 Prozent) gestiegen. Insgesamt 3 276 Stellen sind zurzeit vakant.

Der höhere Arbeitskräftebedarf war im August besonders deutlich in den Bereichen Holzbe- und –verarbeitung, Sozialarbeiter- und (Heil)Erziehungsberufen sowie der öffentlichen Verwaltung.

Der Zugang an neuen Stellen ging vor allem im Baugewerbe (-32,8 Prozent) sowie bei der Überlassung von Arbeitskräften (-49 Prozent) gegenüber dem Vormonat zurück.

Regionaler Arbeitsmarkt:

Innerhalb des Agenturbezirks ging die Arbeitslosigkeit von Juli auf August fast überall leicht zurück, außer in Bad Kreuznach, wo sie stagnierte.

Arbeitslosenquoten nach Geschäftsstellen:

  • Agenturbezirk Bad Kreuznach insgesamt: 9 617 Arbeitslose (- 172)

- fiel von 5,2 Prozent auf 5,1 Prozent (Vorjahr 6,6 Prozent)

  • Bad Kreuznach: 3 761 Arbeitslose (+11)

- Stagniert bei 6,0 Prozent (Vorjahr 7,0 Prozent)

  • Birkenfeld: 794 Arbeitslose (-19)

- fiel von 5,1 Prozent auf 5,0 Prozent (Vorjahr 6,1 Prozent)

  • Idar-Oberstein: 1 671 Arbeitslose (- 33)

- fiel von 6,1 Prozent auf 6,1 Prozent (Vorjahr 7,6 Prozent)

  • Kirn: 1 344 Arbeitslose (- 37)

- fiel von 6,1 Prozent auf 5,9 Prozent (Vorjahr 7,2 Prozent)

  • Simmern: 1 281 Arbeitslose (- 26)

- fiel von 3,6 Prozent auf 3,5 Prozent (Vorjahr 4,3 Prozent)

  • Boppard: 766 Arbeitslose (- 68)

- fiel von 3,8 Prozent auf 3,5 Prozent (Vorjahr 4,8 Prozent)

Überblick über die Arbeitsmärkte auf Kreisebene:

Landkreis Bad Kreuznach:

Kurzarbeit:

Im August wurden weniger als drei* neue Anzeigen von Kurzarbeit von Unternehmen eingereicht (vorläufig geprüfte Daten).

Daten zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit stehen aufgrund des Abrechnungsverfahrens zwischenzeitlich von März bis Februar 2021 zur Verfügung:

In der Höchstphase im April 2020 waren 9 124 Personen in 1 070 Betrieben in Kurzarbeit.

Im Februar 2021 waren es 4 098 Personen in 732 Betrieben.

*statistische Auswertung erfolgt nicht unter drei

Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:

Im August waren im Landkreis Bad Kreuznach insgesamt 5 105 Menschen arbeitslos, 26 oder 0,5 Prozent weniger als im Juli und 910 oder 15,1 Prozent weniger als im August des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote stagnierte bei 6,0 Prozent. Im August des Vorjahres betrug sie 7,1 Prozent.

Bewegungen:

Im August meldeten sich, wie bereits in den beiden Vormonaten, etwas mehr Menschen arbeitslos, die Zahl der neuen Meldungen liegt mit 973 aber um 3,2 Prozent unter denen im Vorjahresmonat. Von den Arbeitslosmeldungen erfolgten 261 nach Abschluss einer Berufsausbildung und 298 nach einer Erwerbstätigkeit.

Gleichzeitig konnten sich erfreulicherweise mehr als im Juli aus der Arbeitslosigkeit abmelden (+2,2 Prozent), das waren jedoch rund 10 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 298 Personen nahmen eine Erwerbstätigkeit (12,6 Prozent weniger als im Juli).

Wie im Monat August üblich, konnten sich 27,3 Prozent Personen mehr als im Juli (+21,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat) wegen Beginn einer Berufsausbildung abmelden.

Somit liegt die Zahl der Abgänge über der der Zugänge an Arbeitslosen.

Stellen:
Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist im August leicht um 16 neue Arbeitsstellen gestiegen, 4,7 Prozent mehr als im Juli und auch 4,7 Prozent mehr als im August des Vorjahres.

Auch der Bestand an Stellen ist gegenüber Vormonat (+ 4,4 Prozent) und Vorjahresmonat    (+ 28,9 Prozent) gestiegen. Insgesamt 1 498 Stellen sind zurzeit vakant. Vor allem im Bereich der Bürotätigkeiten sowie bei den Sozial- und (Heil-)Erziehungsberufen ist der Bedarf an Fachkräften leicht gestiegen. .

Landkreis Birkenfeld:

Kurzarbeit:

Im August wurden weniger als drei* neue Anzeigen von Kurzarbeit von Unternehmen eingereicht (vorläufig geprüfte Daten).

Daten zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit stehen aufgrund des Abrechnungsverfahrens zwischenzeitlich von März bis Februar 2021 zur Verfügung:

In der Höchstphase im April 2020 waren 6 265 Personen in 638 Betrieben in Kurzarbeit.

Im Februar 2021 waren es 3 734 Personen in 439 Betrieben.

*statistische Auswertung erfolgt nicht unter drei

Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:

Im August waren im Landkreis Birkenfeld insgesamt 2 465 Menschen arbeitslos, 52 oder 2,1 Prozent weniger als im Juli und 615 oder 20,0 Prozent weniger als im August des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote fiel von 5,8 Prozent auf 5,7 Prozent. Im August des Vorjahres betrug sie 7,1 Prozent.

Bewegungen:

Im August meldeten sich fast 500 Menschen mehr (+24,4 Prozent) arbeitslos als im Juli.  Der Zugang nach einer Erwerbstätigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 14,3 Prozent gestiegen, im Vergleich zum Vorjahresmonat sind das allerdings 19,1 Prozent weniger Neumeldungen.

Gleichzeitig konnten sich mehr in Erwerbstätigkeit abmelden, sowohl im Vergleich zu Vormonat (+ 23,7 Prozent) als auch zu Vorjahresmonat (+ 17,7Prozent). Die Abmeldungen in Ausbildung fielen gegenüber dem Vormonat um 15,7 Prozent höher aus, liegen aber auf dem Niveau vom August des letzten Jahres.

Stellen:
Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist im August um 148 neue Arbeitsstellen gestiegen, das sind 23,7 Prozent weniger als noch im Vormonat, aber 31 Prozent mehr als im August des letzten Jahres.  

Der Bestand an Stellen ist gegenüber Vormonat (+ 2,0 Prozent) und Vorjahresmonat (+36,8 Prozent) gestiegen. Insgesamt 610 Stellen sind zurzeit vakant.

Vor allem werden Fachkräfte im Bereich Büro / Sekretariat sowie Personal in Reinigungsberufen gesucht.

Rhein-Hunsrück-Kreis:

Kurzarbeit:

Im August wurden weniger als drei* neue Anzeigen von Kurzarbeit von Unternehmen eingereicht (vorläufig geprüfte Daten).

Daten zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit stehen aufgrund des Abrechnungsverfahrens zwischenzeitlich von März bis Februar 2021 zur Verfügung:

In der Höchstphase im April 2020 waren 6 921 Personen in 738 Betrieben in Kurzarbeit.

Im Februar 2021 waren es 3 443 Personen in 501 Betrieben.

*statistische Auswertung erfolgt nicht unter drei

Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:

Im August waren im Landkreis Rhein-Hunsrück insgesamt 2 047 Menschen arbeitslos, 94 oder 4,4 Prozent weniger als im Juli und 620 oder 23,2 Prozent weniger als im August des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote fiel von 3,7 Prozent auf 3,5 Prozent. Im August des Vorjahres betrug sie 4,5 Prozent.

Bewegungen:

Im August meldeten sich, wie schon in den Vormonaten, insgesamt etwas mehr Menschen arbeitslos. Gegenüber dem Vormonat waren es 6,2 Prozent mehr (+6,4 Prozent gegenüber August 2020). Die Meldungen aus einer Erwerbstätigkeit liegen mit 167 um 10,6 Prozent höher als im Juli, allerdings 6,2 Prozent niedriger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Erfreulicherweise ist die Zahl der Meldungen nach einer Ausbildung mit 166 um 6,2 Prozent niedriger als im Vormonat, aber um 2,5 Prozent höher als im August des Vorjahres.

Gleichzeitig konnten sich mehr Menschen aus der Arbeitslosigkeit abmelden (593), sowohl im Vergleich zu Vormonat (+ 2,2 Prozent) als auch zu Vorjahresmonat (+ 15,1 Prozent).

Die Zahl der Abmeldungen in Ausbildung (148) ist, trotz Beginn des neuen Ausbildungsjahres im August, um 13,5 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken, liegt aber trotzdem um 12,1 Prozent über dem Vorjahresmonat.

Stellen:
Die Nachfrage nach Arbeitskräften zog im August sehr deutlich an – sowohl im Vergleich zum Juli als auch im Vergleich zum August 2020. 256 neue Arbeitsstellen waren zu besetzen, 20,8 Prozent mehr als im Juli und 13,3 Prozent mehr als im August des Vorjahres.

Der Bestand an Stellen ist gegenüber Vormonat nur leicht um 0,9 Prozent gestiegen, gegenüber dem Vorjahresmonat ist aber ein starker Anstieg um 29,5 Prozent zu verzeichnen. Insgesamt 1 168 Stellen sind zurzeit vakant.

Vor allem Arbeitskräfte im Bereich der Holzbe- und Verarbeitung sowie im Gaststättengewerbe, insbesondere im Bereich des Küchenpersonals, werden gesucht.

Der Ausbildungsmarkt im Ausbildungsjahr 2020/2021:

In dem seit Oktober laufenden Ausbildungsjahr 2020/2021 sind bis August insgesamt 16,5 Prozent weniger Jugendliche (1 629) als im vorhergehenden Ausbildungsjahr auf die Berufsberatung zugekommen. Auch die Zahl der Ausbildungsstellen (2 058) ging um 6,3 Prozent zurück.

Trotz des Rückgangs von Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt lassen sich für diesen Sommer durchaus noch Ausbildungsverträge schließen. Unverändert werden Fachkräfte gebraucht, es stehen noch zahlreiche offene Ausbildungsstellen zur Verfügung. Dabei ist die Vielfalt an Möglichkeiten wirklich groß. Ob im Handwerk, der Industrie, dem Handel, in kaufmännischen oder Gesundheitsberufen, überall sind noch Ausbildungsplätze zu haben. Es ist noch nicht zu spät! Auch, wenn in vielen Betrieben die Ausbildungen bereits gestartet sind, ist es möglich, den beruflichen Einstieg klarzumachen.

Für alle, die noch keinen Kontakt aufgenommen haben, gilt:

Jeder, der Hilfe bei der beruflichen Orientierung oder der Suche nach einer Ausbildungsstelle braucht, sollte sich direkt an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach 0800 / 4 5555 00 wenden.

Weitere Infos: https://www.arbeitsagentur.de/m/ausbildungklarmachen/ -  Finde Deine Berufung! #AusbildungKlarmachen