Allgemeine Infos zur Überbrückung

Informationen zu Auslandsaufenthalten

Schüleraustausch/High-School:

Der Schüleraustausch findet weiterhin unter den vor Ort gegebenen Umständen statt.
Zu Bedenken ist das Corona Handling des Gastlandes:

  • auch dort werden evtl. Schulen geschlossen und es gibt nur Homeschooling
  • es werden vor Ort in den Schulen weniger bis keine Sportkurse angeboten
  • das Freizeitangebot ist wie hier, auch in den anderen Ländern stark eingeschränkt
  • es wird aufgrund der Umstände weniger Gasteltern geben, die bereit sind, ein Gastkind in Pandemiezeiten aufzunehmen
  • Schulen nehmen weniger Gastschüler/-innen auf

Da die gebuchte Organisation auch als Reiseveranstalter gilt, sind die Schüler/-innen nach dem Pauschalreiserecht abgesichert. Das bezieht sich auch auf eine evtl. Stornierung des geplanten Aufenthaltes.

„Bei einer eventuellen Rückholung haben Eltern Anspruch auf eine Entschädigung für die entgangene Auslandszeit ihrer Kinder, da Austauschprogramme unter das Pauschalreisegesetz fallen (Angaben ohne Gewähr – Auszug aus einer Info der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein vom 15.4.2020).“

Aufgrund der finanziellen Tragweite bieten Organisationen folgende Optionen für die Schüler/-innen an:

  • Umbuchung auf ein anderes Land
  • späterer Reisebeginn

 ungern wegen Rückerstattungen: Absage des geplanten Programmes

Work & Travel:

  1. Die Reise erfolgt mit einer Organisation: die Organisation informiert über Einschränkungen, Möglichkeiten oder Absage des Programmes (es gelten die AGB`s)
  2. Die Reise erfolgt eigenverantwortlich ohne Organisation: hier sind auf Reisebestimmungen des jeweiligen Landes zu achten. Achtung: Das Arbeits-Angebot für Helferstellen kann zurzeit stark eingeschränkt sein.

Au-Pair:

Der Auslandsaufenthalt als Au-Pair ist grundsätzlich möglich, Beschränkungen variieren von Land zu Land. Organisationen gelten als Pauschalreiseanbieter. Bei evtl. Rückholungen oder Abbrüchen wegen eines erneuten Lockdowns gelten die Bestimmungen des Pauschalreiserechts.

Freiwilligendienste im Ausland:

Die Freiwilligendienste sind weiterhin eingeschränkt möglich. Auskünfte geben die Entsendeorganisationen. Zum Beispiel: Kreisjugendring Stormarn e.V.

Weiterführende Informationen zum Corona-Virus erhalten Sie hier:
Robert Koch-Institut
Bundesgesundheitsministerium
Auswärtiges Amt

Überbrückungsmöglichkeiten

Ihr wollt einen Zeitraum überbrücken und etwas Gutes tun? Durch einen Freiwilligendienst oder eine Auslandserfahrung einen Pluspunkt für eure Bewerbung sammeln? Vielleicht eine andere Sprache lernen und andere Kulturen kennenlernen? Andere Arbeitswelten erleben und reisen?Dann könnten diese Vorschläge dir weiterhelfen:

Ich bleibe in Deutschland

  • Bundesfreiwilligendienst: Im Bundesfreiwilligendienst engagieren sich Menschen ohne Altersbeschränkung für das Allgemeinwohl, insbesondere im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich sowie im Bereich des Sports, der Integration und des Zivil- und Katastrophenschutzes.
  • Freiwilliges Soziales Jahr (auch im Sport oder in der Kultur; Denkmalpflege): Das Freiwillige Soziale Jahr ist ein sozialer Freiwilligendienst in Deutschland für Jugendliche und junge Erwachsene, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt und noch nicht das 27. Lebensjahr vollendet haben.
  • Sprachkurse: Auch in Deutschland möglich, um seine Sprachkenntnisse aufzufrischen und zu verbessern.
  • Praktikum: Schnuppert in eure spätere Arbeitswelt mit einem freiwilligen Praktikum. Vielleicht ergibt sich daraus euer Ausbildungsplatz. Tipp: Schaut euch den Ausbildungsmarkt mit freien Stellen an und kontaktiert die einzelnen Betriebe für ein Praktikum.
  • Jobben: Ihr verdient für einen bestimmten Zeitraum Geld mit einem Gelegen-heitsjob und auch hier bietet sich die Möglichkeit in die Arbeitswelt hinein zu schnuppern.

Ich will ins Ausland:

  • Freiwilligendienste im Ausland: bei einem Freiwilligendienst engagiert ihr euch für eine bestimmte Zeit in einer Einrichtung, Organisation oder in einem Projekt im Ausland und macht dabei erste Erfahrungen in der Berufswelt. Langzeitfreiwilligendienste dauern meist 6 bis 12 Monate. Es gibt geförderte und nicht-geförderte Freiwilligendienste. Beispiele sind: IJFD, Europäischer Solidaritätskorps (ESK), weltwärts, kulturweit, Dt,-franz. Freiwilligendienst, FSJ/FÖJ im Ausland.

Eine grafische Übersicht findest du bei rausvonzuhause.de

  • Sprachreisen: Eine Sprachreise ist ein Auslandsaufenthalt mit dem Ziel Fremdsprachenkenntnisse zu erwerben oder zu verbessern.

  • Au-Pair: Au-pair nennt man junge Erwachsene oder in manchen Staaten auch Jugendliche, die gegen Verpflegung, Unterkunft und Taschengeld bei einer Gastfamilie im Ausland tätig sind, um im Gegenzug Sprache und Kultur des Gastlandes bzw. der Gastregion kennenzulernen.

  • Praktika: Während eines Auslandspraktikums könnt ihr in die Arbeitswelt hineinschnuppern und Kenntnisse aus eurer Ausbildung oder eurem Studium anwenden. Außerdem lernt ihr die Arbeits- und Lebensgewohnheiten eines anderen Landes kennenzulernen und könnt eure Sprachkenntnisse verbessern. Allerdings sind Auslandspraktika oft unbezahlt, es gibt aber verschiedene Förderprogramme.

  • Work & travel: ist eine bestimmte Form des Reisens, die vor allem bei jungen Erwachsenen beliebt ist. Zweck dieser Reisen ist das Kennenlernen eines Landes, seiner Kultur sowie der Sprache. Work & Travel unterscheidet sich von anderen Reiseformen dadurch, dass der Reisende sich die nötigen finanziellen Mittel durch das Verrichten von kurzen oder auch längeren Gelegenheitsjobs vor Ort („Jobhopping“) verdient.

 

Infos und Beratung zu den genannten Angeboten:

  1. Berufsberatung der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe Telefon: 04531 167 154
  2. Alle Fragen rund um das Thema „Ich gehe ins Ausland“: EURES-Assistentin Matina Kock; Email: badoldesloe.biz@arbeitsagentur.de

Fördermöglichkeiten und Stipendien für Auslandsaufenthalte

Fördermöglichkeiten für Schüleraufenthalte im Ausland

Datenbank und Suchmaschine:Stipendienlotse

Schüler-Stipendien richten sich z.B. an:

  • Besonders begabte Schüler/innen
  • Schüler/innen, die besonderes außerschulisches Engagement zeigen
  • Schüler/innen mit erhöhtem Förderbedarf
  • Schüler/innen die an einem Austausch zwischen bestimmten Partnerländern teilnehmen

Finanzierungsmöglichkeiten

Auslands-Bafög für Schüler: Das Auslands-Bafög ist eine finanzielle Förderung des deutschen Staates für Auslandsaufenthalte sowohl innerhalb, als auch außerhalb Europas.
Stipendien und Zuschüsse: Regierungen, Jugendwerke, Stiftungen und Vereine vergeben oft Voll- oder Teilstipendien an Schüler/innen. Aber auch manche privaten Anbieter vergeben Stipendien, meist unter der Voraussetzung, dass man sich für eines ihrer Programme entscheidet.
 
Einige Stipendien für Schüleraustausch/High School Year im Überblick:

  • Parlamentarisches Patenschafts-Programm (PPP) - des deutschen Bundestages und des US-Congress für ein Austauschjahr in den USA. Reise- und Programmkosten sowie die notwendigen Versicherungskosten werden übernommen, mehrere Austauschorganisationen führen das Programm durch.
  • Brigitte-Sauzay Programm des Deutsch Französisches Jugendwerks (DFJW) für einen dreimonatigen individuellen Schüleraustausch zwischen Deutschland und Frankreich.
  • Weltenbürger Stipendium des unabhängigen Bildungsberatungsdienstes Weltweiser, zusammen mit Austauschorganisationen und Unternehmen. Stifter und Bedingungen der Stipendien variieren jährlich.
  • AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.: größtenteils Teilstipendien
  • Open Door International e.V.: bieten verschiede Teil- und Vollstipendien.
  • Partnership International e.V.: bieten  Teilstipendien.
  • Stiftung Nordlicht: Teil- und Vollstipendien.
  • Kreuzberger Kinderstiftung: Teilstipendien
  • Assist
  • American Institute For Foreign Study Group (AIFS): Vollstipendien
  • Youth for Understanding (YFU): : div. (Teil-)Stipendien

Geförderte Programme:
Die Voraussetzungen, variieren je nach Geldgeber/Stifter, Programm, Zielland und weiteren Faktoren. In der Regel wird ein bestimmtes Mindestalter vorausgesetzt. Darüber hinaus wird beispielsweise ein besonderes außerschulisches Engagement, gute Sprachkenntnisse und Schulnoten vorausgesetzt.

Gemeinnützige Entsendeorganisationen (bspw. AFS e.V., Aifs. etc.) bieten oft Programme für Auslandsaufenthalte an, die vom Staat oder der EU subventioniert werden (z.B. Internationaler Jugendfreiwilligendienst oder Freiwilliges Ökologisches Jahr). Das bedeutet, ein Teil der Kosten wird erstattet. Teilnahme oft an einen Schulabschluss gebunden – je nach Programm.

Fördertöpfe: z.B. bei Kommunen, Gemeinden und Schule verfügen teilweise über Fördertöpfe, aus denen sie auch Auslandsaufenthalte von Schüler/innen bezuschusst werden

Austauschorganisation: vergeben Teilstipendien zur Abdeckung eines Teils der Kosten. Voraussetzungen: guter Notendurchschnitt (mind. 2,0), gute Fremdsprachenkenntnisse des jeweiligen Austauschlandes und außerschulisches Engagement (z.B. Nachhilfeunterricht).

Ein Stipendium von Verbänden: Auch Verbände bieten Stipendien für ein Auslandsjahr an. Der Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustausch (AJA) vergibt jedes Jahr AJA-Stipendien an Jugendliche, unabhängig von Bildungsgrad und finanziellem Hintergrund.

Ein Stipendium von Stiftungen:
Für eine bestimmte Zielgruppe, oder für einen Austausch in einer bestimmten Region
So vergibt zum Beispiel die Kreuzberger Kinderstiftung Stipendien speziell für Mittel- und Realschüler. Bei der Stiftung Mercator wird ein  Schüleraustausch in die Türkei und  China gefördert.
 
Ein Stipendium von Firmen: Verschiedene Firmen in Deutschland bieten ein „Mitarbeiterkinder-Stipendium“ für Schüleraustausch an. Auf ein solches Stipendium können sich Jugendliche bewerben, wenn mindestens ein Elternteil bei der jeweiligen Firma arbeitet.

Austauschprogramme vom Land Schleswig-Holstein:
Programm Brigitte-Sauzay: beruht auf Aufnahme und Besuch eines Schülers aus Frankreich/Deutschland f. jeweils 3 Monate in der Region Pays de la Loire. Für Schülerinnen/Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 11, die seit mindestens zwei Jahren Französisch lernen und bereits ein gutes Sprachniveau haben. Pauschaler Zuschuss zu den Fahrtkosten, keine Teilnahmegebühren.

VOLTAIRE-Programm: Dauer ein Jahr, davon mindestens 23 Wochen Aufenthalt in Frankreich. Beruht auf Aufnahme und Besuch eines Schülers aus Frankreich/Deutschland. Für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 10.
Zuschuss für das Kulturportfolio i.H.v. von 10€ pro Woche plus  Fahrtkostenzuschuss.

Miniassistent/Miniassistants : Französische und deutsche Jugendliche fungieren als "Botschafterin" oder "Botschafter" ihrer eigenen Sprache und Kultur und stellen diese jüngeren Schülerinnen und Schülern in den Grundschulen vor um Lust auf das Lernen von Deutsch oder Französisch zu wecken(nur möglich im Rahmen des längerfristigen individuellen Schüleraustausches zwischen dem Land Schleswig-Holstein mit den Pays de la Loire). Ablauf:2 monatige Assistenz in den Grundschulen in Frankreich und Deutschland (Programm beruht auf Gegenseitigkeit)

Schweiz: Gegenseitiger 2-wöchiger Schüleraustausch um Land und Kultur kennenzulernen. Kosten gedeckelt auf 300 Euro.

Stipendien für Studierende:

Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V

myStipendium

Stipendientipps

Zusätzlich Auslands-Bafög: finanzielle Förderung für Auslandsaufenthalte www.bafög.de

Reisestipendien: DiscoverEU Travel-Pass (i.d.R. Zugticket) für eine bis zu 4-wöchige Reise durch die Mitgliedstaaten der EU. Hauptverkehrsmittel ist der Zug. Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Versicherung etc. müssen selbst getragen werden. Teilnahme: junge Leute, die die Staatsbürgerschaft eines EU-Mitgliedsstaates haben und in einem bestimmten Zeitraum 18 Jahre alt (geworden) sind. Alleinreisen oder als Gruppe (max. 5 Leute) möglich. Bewerbung: Beantwortung eines Fragenkatalogs, dann erfolgt eine Verlosung.
Während der Reise: Erstellung und Veröffentlichung eines Erlebnisberichts z.B. über Social Media.

Reisestipendien der zis Stiftung für Studienreisen: für junge Leute zwischen 16 und 20 Jahren, Reisedauer mindestens vier Wochen in ein EU-Land der Wahl und bearbeitet dort ein selbst gewähltes Thema, z.B. Käseherstellung in Frankreich, erneuerbare Energien in Norwegen. Das Reisestipendium beträgt 600 Euro. Freie Wahl des Transportmittels, jedoch kein Flugzeug. Erfahrungen und Erlebnisse werden in einem Reisetagebuch dokumentiert, zusätzlich ein Abschlussbericht erwartet.:

Reisestipendien der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa: für junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahren. Die Stipendien ermöglichen eine 2- bis 6-wöchige Reise (je nach Programm) durch Europa. Während der Reise beschäftigt man sich mit aktuellen politischen, sozialen oder kulturellen Fragen in Europa. Die Ergebnisse werden anhand von Videoblogs, Fotos und / oder einem Reisebericht dokumentiert. Ziel des Programmes:  das gegenseitige Verständnis in Europa zu fördern und die Europäische Integration weiter voranzutreiben.
Bewerbung: Bewerbungsschluss 1. Mai. Bei der Auswahl bevorzugt werden junge Leute, denen es bisher nicht oder kaum möglich war, Europa zu bereisen.

  1. Das „Was verbindet Europa“-Stipendium ist ein „Interrail Global Pass“, mit dem man für 2-4 Wochen mit dem Zug durch Europa reisen kann. Unterkunft, Verpflegung, Versicherung usw. müssen selbst gezahlt werden. Während der Reise befasst man sich mit der Frage, was Europa zusammenhält. Bewerber/-innen müssen einen Wohnsitz in der EU, Russland oder der Türkei haben.
  2. Das Reisestipendium Griechenland richtet sich an junge Menschen, die für 3-6 Wochen Griechenland auf eigene Faust erkunden und dabei ein selbstgewähltes Thema bearbeiten. Dieses sollte sich mit der Frage beschäftigen, wie junge Menschen mit den Krisen in Griechenland umgehen. Bewerber/- innen müssen einen Wohnsitz in Deutschland haben. Das Stipendium beträgt 600 Euro.
  3. Das Reisestipendium für junge Menschen ohne Abitur ermöglicht eine 3-6-wöchige Reise in ein oder mehrere Länder Europas. Für Auszubildende kann die Reisedauer auf 2 Wochen verkürzt werden. Während der Reise bearbeitet man ein frei gewähltes Thema. Dieses sollte einen Bezug zur europäischen Einigung haben, z.B. Lebensbedingungen Jugendlicher oder das (Aus-)Bildungssystem in eurem Reiseland. Bewerber/-innen müssen ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Das Stipendium beträgt 600 Euro.
  4. Das Reisestipendium „Zukunft Europas“ ermöglicht eine 3-6-wöchige Reise in ein oder mehrere Länder Europas. Während der Reise recherchiert man zum Thema „Arbeiten in Europa“. Bewerber/-innen müssen einen Wohnsitz in der EU haben. Das Stipendium beträgt 600 Euro.