Stormarn: Arbeitsmarkt entspannt sich im September etwas – Quote sinkt wieder unter vier Prozent

Die Zahl arbeitsloser Menschen hat im September um 140 abgenommen und liegt bei 5.157. Die Arbeitslosenquote ist in der Folge zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkt gesunken und liegt jetzt bei 3,9 Prozent. Vor einem Jahr waren 565 Menschen weniger auf Jobsuche. Der Stellenbestand ist mit 2.320 Stellen leicht zum Vormonat gestiegen.

29.09.2023 | Presseinfo Nr. 85

  • 5.157 arbeitslose Menschen im Kreis Stormarn – 140 weniger als im August
  • Arbeitslosenquote sinkt um 0,1 Prozentpunkt auf 3,9 Prozent
  • Im September haben wieder mehr Jobsuchende eine Erwerbstätigkeit aufgenommen

Nachdem in den vergangenen beiden Monaten die Zahl arbeitsloser Menschen im Kreis Stormarn jeweils zugenommen hatte, ist die Arbeitslosigkeit im aktuellen Monat September wieder gesunken. Gegenüber August sind 140 Menschen weniger bei den Agenturen für Arbeit in Bad Oldesloe, Ahrensburg und Reinbek sowie dem Jobcenter Stormarn arbeitslos gemeldet. Insgesamt sind dies jetzt 5.157. In Folge des Rückgangs sinkt die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkt zum Vormonat und liegt im September bei 3,9 Prozent.
Im vergangenen Jahr waren im September 4.592 Menschen und damit 565 weniger arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 3,5 Prozent.
„Im September haben wir erstmalig in diesem Jahr wieder einen spürbaren Rückgang der Arbeitslosigkeit gesehen. Das Minus von 140 arbeitslosen Menschen ist der deutlichste Rückgang im Kreis Stormarn zu einem Monatswechsel seit Mai 2022. Nachdem eine saisonale Frühjahrsbelebung ausgeblieben war, zeigt der September eine leichte Herbstbelebung, auch wenn diese weniger deutlich ausfällt als in früheren Jahren. Für die positive Entwicklung in diesem Monat sehe ich im Wesentlichen zwei Gründe: Es haben sich zum einen weniger Menschen aus einer Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos gemeldet als in den beiden Vormonaten. Zugleich haben wieder mehr Menschen eine Erwerbstätigkeit aufgenommen und sich aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet. Mit 465 im aktuellen Monat liegt deren Zahl sogar auf einem Höchstwert für dieses Jahr. Mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung hat die Arbeitslosigkeit zum Vorjahr zugenommen, aber der Arbeitsmarkt im Kreis bietet auch weiterhin Chancen, einen neuen Job zu finden“, sagt Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten.

Sozialversicherungspflichtige Stellen

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im September 270 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden. Insgesamt sind damit jetzt 2.320 sozialversicherungspflichtige Stellen im Kreis Stormarn zu besetzen, 37 oder 1,6 Prozent mehr als im Vormonat. 
„Der Stellenbestand hat sich seit dem Frühjahr jetzt bei knapp über 2.300 vakanten Stellen eingependelt. Auch wenn die Unternehmen im Vergleich zu den Vormonaten bei der Meldung neuer Stellen zurückhaltender geworden sind, bleibt ihr Personalbedarf insgesamt groß“, so Wieczorek.    
Im Vorjahresmonat waren noch 2.714 Stellen als vakant gemeldet, 394 Stellen mehr (plus 14,5 Prozent) als im aktuellen Septembermonat. „Konjunkturbedingt hat insbesondere im Handel (minus 119 Stellen zum Vorjahresmonat), in der Arbeitnehmerüberlassung (minus 93), im verarbeitenden Gewerbe (minus 66) und im Bereich Verkehr und Lagerei (minus 43) die Zahl der zu besetzenden Stellen im Kreis zum Vorjahr abgenommen. Aber auch in diesen Branchen gilt: Trotz des Rückgangs wird weiterhin Personal gesucht und sie bieten Jobchancen“, erklärt die Chefin der Arbeitsagentur.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind. „Im Kreis Stormarn beträgt die Zahl der Unterbeschäftigten aktuell 6.841. Die Unterbeschäftigungsquote ist damit ebenfalls um 0,1 Prozentpunkt gesunken und liegt jetzt bei 5,1 Prozent. Im September des Vorjahres betrug sie 4,6 Prozent“, so Wieczorek. 
Nicht als arbeitslos gezählt werden beispielsweise Teilnehmende an Weiterbildungsmaßnahmen und in Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind, sowie geflüchtete Menschen, die einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine berufsvorbereitende Maßnahme der Arbeitsagentur oder des Jobcenters besuchen. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht.