01.09.2020 | Presseinfo Nr. 50

Herzogtum Lauenburg: Arbeitsmarkt stabilisiert sich - Arbeitslosigkeit nimmt im August leicht ab

• 6.270 arbeitslose Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg – 13 weniger als im Juli
• Arbeitslosenquote unverändert zum Vormonat bei 5,9 Prozent
• Ausbildungsmarkt: Fast jede dritte Ausbildungsstelle noch nicht besetzt

Im August hat die Zahl arbeitsloser Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg um 13 abgenommen und beträgt jetzt 6.270.

Dies blieb ohne Auswirkung auf die Arbeitslosenquote, die unverändert zum Vormonat bei 5,9 Prozent liegt. Vor einem Jahr waren im August 4.948 Menschen und damit 1.322 weniger arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 4,7 Prozent.

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie bestimmen weiter das Geschehen am Arbeitsmarkt im Kreis Herzogtum Lauenburg, auch wenn sich der Einfluss abschwächt. Die Arbeitslosigkeit hat in diesem Monat erstmals seit März wieder abgenommen. Der Rückgang fällt mit einem Minus von 13 zum Juli jedoch nur leicht aus und bleibt ohne positive Auswirkung auf die Arbeitslosenquote. Der Arbeitsmarkt stabilisiert sich“, sagt Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe, zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten. „Ich sehe zwei positive Entwicklungen in diesem Monat. Einmal ist die Zahl derer, die sich aus einer Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos gemeldet haben zum Vormonat deutlich von 497 auf 428 zurückgegangen. Auf der anderen Seite haben in diesem Monat auch wieder erheblich mehr Menschen eine Erwerbstätigkeit aufnehmen können. Ihre Zahl ist von 329 im Juli auf jetzt 448 und damit einen Jahreshöchstwert gestiegen. Beide Entwicklungen haben zu der leichten Entspannung am Arbeitsmarkt in diesem Monat beigetragen.”

Sozialversicherungspflichtige Stellen

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im August 188 neue sozialversicherungspflichtige Stellen von Unternehmen aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg gemeldet worden. Das sind elf (minus 5,5 Prozent) weniger als im Vormonat und 94 weniger als im Vorjahresmonat.

„Die meisten neuen Stellen wurden aus verschiedenen Dienstleitungsbereichen, dem Gesundheitswesen und dem Handel gemeldet. Dabei werden zu zwei Dritteln ausgebildete Fachkräfte gesucht. Über die Ferienwochen haben die Stellenmeldungen zu den Vormonaten zwar leicht zugenommen, bleiben insgesamt aber weiter deutlich unter den Vorjahreszahlen“, sagt die Agenturchefin.

Aktuell sind insgesamt 1.198 sozialversicherungspflichtige Stellen im Kreis Herzogtum Lauenburg zu besetzen, 14 oder 1,2 Prozent mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat liegt die Zahl der Stellen aktuell um 311 oder 20,6 Prozent niedriger.

Kurzarbeit

Seit Anfang März sind bei der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe 1.564 Anzeigen auf Kurzarbeit von Unternehmen aus dem Lauenburgischen eingegangen. Davon entfielen sieben auf den Monat August.

„Hochgerechnete Zahlen zur realisierten Kurzarbeit für den Monat April ergeben, dass in unserem Agenturbezirk, der die Kreise Herzogtum Lauenburg und Herzogtum Lauenburg umfasst, in insgesamt 2.908 Betrieben kurzgearbeitet wurde. Dabei waren insgesamt 19.809 Beschäftigte von einem Arbeits- und Entgeltausfall betroffen und haben Kurzarbeitergeld erhalten“, so Wieczorek*. Im März hatten noch 8.409 Mitarbeitende in 1.620 Unternehmen kurzgearbeitet.

Für den Monat März gibt es jetzt auch erste Zahlen zur Kurzarbeit für die beiden Kreise. „Im Herzogtum Lauenburg haben in 653 Betrieben 3.131 betroffene Beschäftigte kurzgearbeitet, im Kreis Stormarn waren es in 967 Betrieben insgesamt 5.278 Kurzarbeitende“, berichtet die Chefin der Arbeitsagentur. 

* Daten auf Ebene der Kreise für den Monat April liegen erst Ende September vor.  

Ausbildungsmarkt

Nach dem ersten Starttermin Anfang August beginnt morgen für weitere Jugendliche die Ausbildung. Doch auch für diejenigen, die noch keinen Ausbildungsvertrag haben, bestehen weiter Chancen auf einen Ausbildungsplatz, erklärt die Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe. Von den ursprünglich 953 gemeldeten Ausbildungsstellen im Kreis Herzogtum Lauenburg sind 295 noch vakant.   

„Damit werden für fast jede dritte Ausbildungsstelle weiterhin Auszubildende gesucht. Es gibt also keinen Grund, bei den Bemühungen jetzt nachzulassen“, sagt Wieczorek. „Die Kammern, die Beruflichen Schulen und wir möchten erneut betonen: Auch nach den beiden üblichen Einstiegsterminen Anfang August und Anfang September ist es nicht zu spät, in eine Ausbildung einzusteigen. Bis in den November hinein wird ein Ausbildungsstart möglich sein. An die Unternehmen wie an die jungen Menschen appelliere ich daher, ihre Aktivitäten nicht einzustellen und auch in den kommenden Wochen weiter Ausbildungsverträge abzuschließen.“

Die Agenturchefin möchte kleine und mittlere Ausbildungsbetriebe mit bis zu 249 Beschäftigten, die in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen sind, auf die Förderungen aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ hinweisen: „Informieren Sie sich auf unserer Internetseite www.arbeitsagentur.de/unternehmen, ob eine der Förderungen oder Zuschüsse für Ihren Betrieb in Frage kommt. Dort finden Sie auch die notwendigen Antragsunterlagen.“ Bei Fragen sind die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus dem Arbeitgeber-Service unter der kostenfreien Rufnummer 0 8 00 / 4 5555 20 zu erreichen.

Unterstützung finden ausbildungssuchende Jugendliche bei der Berufsberatung unter der Hotline 0 45 31 – 167 154 oder sie schreiben eine E-Mail an badoldesloe.berufsberatung@arbeitsagentur.de.