30.06.2021 | Presseinfo Nr. 39

Kreis Stormarn: Arbeitsmarkt erholt sich im Juni weiter – Arbeitslosenquote sinkt 3,6 Prozent

♦ 4.832 arbeitslose Menschen im Kreis Stormarn – 102 weniger als im Mai
♦ Arbeitslosenquote 3,6 Prozent – minus 0,1 Prozentpunkt zum Vormonat
♦ Stellenmeldungen nehmen deutlich zu  
 

Auch im Juni hat die Zahl arbeitsloser Menschen im Kreis Stormarn erneut abgenommen. So sind in diesem Monat 102 Menschen weniger als noch im Mai bei der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe arbeitslos gemeldet. Die Gesamtzahl beträgt aktuell 4.832.

In der Folge ist die Arbeitslosenquote gegenüber Mai um 0,1 Prozentpunkt auf jetzt 3,6 Prozent gesunken.

Vor einem Jahr waren im Juni 5.357 Menschen und damit 525 mehr arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 4,1 Prozent.

„Die deutlich gesunkenen Infektionszahlen und die damit einhergehenden Lockerungen machen sich am Arbeitsmarkt bemerkbar. Mit jetzt 3,6 Prozent registrieren wir die niedrigste Arbeitslosenquote seit Inkrafttreten der Corona-Beschränkungen im März vergangenen Jahres. Die Arbeitslosigkeit sinkt kontinuierlich. Insbesondere zwei Indikatoren deuten darauf hin, dass sich der Arbeitsmarkt auch außerhalb der saisonalen Schwankungen weiter positiv entwickelt. So liegt die Zahl der Menschen, die sich aus einer Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos gemeldet haben, im Juni mit 412 auf einem sehr niedrigen Niveau. Daneben registrieren wir mit 479 neuen sozialversicherungspflichtigen Stellen den höchsten Stellenzugang in einem Monat seit Oktober 2018. Das zeigt mir, dass die Unternehmen steigende Personalbedarfe haben und lässt mich hoffnungsvoll nach vorne blicken“, sagt Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten für den Kreis Stormarn.  

Sozialversicherungspflichtige Stellen

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im Juni 479 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden. Das sind 82 mehr (plus 20,7 Prozent) als im Vormonat und 225 mehr (plus 88,6 Prozent) als im Juni vergangenen Jahres.

Damit sind aktuell insgesamt 2.042 sozialversicherungspflichtige Stellen im Kreis Stormarn zu besetzen, 155 oder 8,2 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind dies 166 Stellen mehr.

„Der hohe Stellenzugang in diesem Monat zeigt, dass die Unternehmen zunehmend wieder mehr neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter suchen. Insbesondere in den Bereichen Einzel- und Großhandel, Verkehr und Lagerei, Baugewerbe sowie öffentliche Verwaltung sind deutlich mehr Stellen als in den Vormonaten dazugekommen“, sagt die Agenturchefin.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen im Kreis Stormarn insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind. „Im Kreis Stormarn beträgt die Zahl der Unterbeschäftigten aktuell 6.356. Die Unterbeschäftigungsquote liegt bei 4,7 Prozent und hat damit um 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat abgenommen. Im Juni des Vorjahres lag sie bei 5,1 Prozent“, so Wieczorek.

Nicht als arbeitslos gezählt werden beispielsweise Teilnehmende an Weiterbildungsmaßnahmen und in Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind, sowie geflüchtete Menschen, die einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters besuchen. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht.

Kurzarbeit

Die Zahl der Betriebe aus dem Kreis Stormarn, die im Juni* neu Kurzarbeit angezeigt haben, liegt bei 19. In den Anzeigen wird bei 199 Beschäftigten ein Arbeitsausfall erwartet. Im Vormonat lag die Zahl bei insgesamt 22 Neuanzeigen für 72 Mitarbeitende, im April waren es 18 Anzeigen für 182 Beschäftigte.

„Die Zahl neuer Anzeigen auf Kurzarbeit hat sich auf vergleichsweise niedrigem Niveau eingependelt. Mit den jetzt geltenden Lockerungen gehe ich davon aus, dass coronabedingte Arbeitsausfälle weniger werden“, sagt die Chefin der Arbeitsagentur.  

Daten zum tatsächlichen Umfang der Kurzarbeit im Kreis Stormarn liegen jetzt für den Monat Januar vor. „Seinerzeit waren insgesamt 7.412 Beschäftigte in 1.192 Betrieben von einem Arbeitsausfall betroffen. Die verschärften Lockdown-Regelungen ab Mitte Dezember hatten die Kurzarbeit wieder deutlicher ansteigen lassen. Insgesamt 2.031 Mitarbeitende mehr als im Dezember hatten in der Folge kurzgearbeitet, die Zahl der Unternehmen in Kurzarbeit stieg um 180“, berichtet Wieczorek.  

*bis zum 24. Juni 2021

Ausbildungsmarkt: auch jetzt noch gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz – Hotline in der Ferienzeit nutzen

Bei der Suche nach Auszubildenden für den kommenden Ausbildungsbeginn sind die Unternehmen im Kreis Stormarn jetzt in der heißen Phase. Seit Herbst vergangenen Jahres haben sie der Arbeitsagentur insgesamt 1.517 Ausbildungsstellen gemeldet. Das sind 26 oder 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Für 667 und damit knapp 44 Prozent sind aktuell aber noch keine Auszubildenden gefunden.

Daher appelliert Agenturchefin Wieczorek insbesondere an die Ausbildungssuchenden, die sich bislang nicht bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur gemeldet haben: „Nutzt in den Ferien die Zeit und die Angebote unserer Berufsberatung, um Euch bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz helfen zu lassen.  Es bestehen auch auf den letzten Metern gute Chancen für den Einstieg in eine Ausbildung.“ In den Sommerferien ist für Jugendliche aus den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg extra eine Hotline eingerichtet worden. „Dienstags und donnerstags in der Zeit von 8 - 15 Uhr sind unsere Berufsberaterinnen und Berufsberater unter der Rufnummer 0 45 31 / 167 - 154 ohne Umwege direkt am Telefon erreichbar“, so Wieczorek.