13.11.2020 | Presseinfo Nr. 61

Neue Wege in der Beratung

Nichts ist beim Austausch zwischen Ratsuchenden und Beratern wertvoller als das persönliche Gespräch, der Kontakt von Angesicht zu Angesicht. In der Corona-Krise ist der aber vielfach nicht mehr wie gewohnt möglich.

Deshalb geht die Agentur für Arbeit in der Beratung neue Wege. Seit kurzem bietet sie für Jugendliche, die Unterstützung der Berufsberatung suchen, und in der beruflichen Rehabilitation neben der weiter nach Terminvereinbarung stattfindenden persönlichen und der telefonischen Beratung die Videokommunikation als weitere Möglichkeit an.

 „Ich war echt überrascht über das moderne Angebot meines Berufsberaters“, berichtet Selina Rösch von ihren Erfahrungen. Die 19-jährige Sigmaringerin hat als Bewerberin für ein duales Studium an einer Videoberatung mit Berufsberater Stefan Feuerstein von der Agentur für Arbeit teilgenommen. „Es war natürlich schade, dass kein persönliches Gespräch möglich war. Aber per Video hat das sehr gut geklappt. Mir hat das Gespräch wirklich weitergeholfen. Und es war total unkompliziert. Ich musste dafür nicht mal irgendeine besondere Anwendung herunterladen oder installieren.“

Feuerstein freut sich über diese zusätzliche Kommunikationsmöglichkeit. „Jugendliche brauchen gerade in dieser Zeit, in der die Möglichkeiten der beruflichen Orientierung und die Kontaktaufnahme zu Ausbildungs-betrieben eingeschränkt sind, unsere Unterstützung. Manches lässt sich aber am Telefon nicht optimal besprechen. Die Videoberatung ist dafür eine hervorragende Ergänzung, so lange wir aus Gründen des Gesundheitsschutzes weniger persönliche Kontakte haben können.“

Fest steht aber für Feuerstein und seine Kolleginnen und Kollegen, dass die Videoberatung das persönliche Gespräch nicht ersetzen wird, sondern nur eine Ergänzung zu den hoffentlich bald wieder in größerem Umfang möglichen direkten Kontakten sein kann.

Die Videoberatung in der Agentur für Arbeit steht noch ganz am Anfang. Dieses Angebot wird schrittweise ausgeweitet. Beratungsfachkräfte dürfen diese Form der Beratung nur von ihrem Arbeitsplatz aus anbieten, so dass der Datenschutz während der Beratung gewährleistet ist. Für Kundinnen und Kunden ist diese Form der Beratung freiwillig. Wer sich nicht über einen Bildschirm beraten lassen möchte, muss das auch künftig nicht.