29.01.2021 | Presseinfo Nr. 5

Arbeitsmarkt zum Jahresauftakt weiter von Corona geprägt

Arbeitslosigkeit steigt im Januar nicht so stark wie in den Vorjahren

Zu Beginn des Jahres sind wie immer im Januar deutlich mehr Menschen arbeitslos geworden als Arbeitslose einen Job finden konnten. Der Anstieg fiel aber geringer aus als in den Vorjahren. Zum Berichtstermin im Januar waren 7.690 Männer und Frauen ohne Beschäftigung, 510 mehr als um die Weihnachtszeit. Die Arbeitslosenquote für den gesamten Agenturbezirk kletterte um 0,3 Punkte auf 4,2 Prozent. 

„Die gestiegene Arbeitslosenzahl ist für uns keine Überraschung. Für den Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar sind in erster Linie saisonale Gründe ausschlaggebend. Hinzu kommen der traditionelle Kündigungstermin und das Ende vieler befristeter Arbeitsverträge zum Jahresende, die ebenfalls zu vermehrten Arbeitslosmeldungen führten“, erläutert Anke Traber, Leiterin der Agentur für Arbeit in Balingen. „Unsere Zuwachsrate zum Vormonat ist aber niedriger als in den vergangenen Jahren. Das liegt daran, dass wegen Corona die Zahlen ohnehin schon zuvor deutlich höher waren“, so Traber weiter. Im Vergleich zum Dezember stieg die Arbeitslosigkeit um rund 7 Prozent. „Der Arbeitslosenbestand ist zwar um ein Viertel höher als vor einem Jahr, bleibt aber klar unter den Höchstwerten des vergangenen Sommers.“

Deutlich mehr Zu- als Abgänge 
Im Januar haben sich 1.730 Männer und Frauen erstmals oder erneut arbeitslos gemeldet, 300 mehr als im Dezember. Etwas mehr als die Hälfte der Arbeitslosmeldungen erfolgte zum Ende einer Erwerbstätigkeit. Für 1.230 Menschen, 130 weniger als im Dezember, ging die Zeit der Arbeitslosigkeit zu Ende. 430 Männer und Frauen haben eine neue Stelle gefunden.

Entwicklung in den Landkreisen und Geschäftseinheiten
Die Arbeitslosenquote ist in den Geschäftseinheiten des Agenturbezirks um zwei bis drei Zehntel gestiegen. Im Zollernalbkreis beträgt sie jetzt 4,4 Prozent, darunter Albstadt mit 5,1 Prozent, Balingen mit 3,9 Prozent und Hechingen mit 4,0 Prozent. Im Landkreis Sigmaringen stieg die Quote auf 3,9 Prozent.

Im Zollernalbkreis gibt es derzeit insgesamt rund 4.750 Arbeitslose (Albstadt 2.050, Balingen 1.290 und Hechingen 1.410). Davon werden 2.900 von der Agentur für Arbeit und rund 1.850 vom Jobcenter betreut.

Im Landkreis Sigmaringen sind 2.940 Arbeitslose registriert, davon 1.860 bei der Agentur für Arbeit und 1.080 beim Jobcenter.