02.03.2021 | Presseinfo Nr. 10

Viele Menschen haben einen neuen Job gefunden

Im Februar machen sich erste Anzeichen einer saisonüblichen Erholung am Arbeitsmarkt bemerkbar. 

Die Arbeitslosigkeit liegt zwar wegen Corona weiter fast um ein Viertel über dem Vorjahresniveau, ist aber in den vergangenen vier Wochen stärker gesunken als im Jahr zuvor. Derzeit sind 7.540 Menschen arbeitslos gemeldet, 2,0 Prozent weniger als im Januar. Der Rückgang fiel stärker aus als im Landesschnitt.

Getragen wird der Rückgang der Arbeitslosenzahlen von der ungewöhnlich stark gestiegenen Zahl derer, die eine neue Erwerbstätigkeit beginnen konnten. 600 Menschen fanden im Februar einen neuen Job, fast 40 Prozent mehr als im Januar und auch ein Fünftel mehr als im Jahr zuvor. Zugleich ging die Zahl neuer Arbeitslosmeldungen spürbar zurück.

„Vor einem Jahr war Corona auf dem Arbeitsmarkt noch gar nicht angekommen. Deshalb verwundert nicht, dass im Vergleich zu 2020 die Arbeitslosigkeit jetzt unter Corona-Einfluss deutlich höher ist. Aber es gibt positive Signale, denn der Abstand zum Vorjahr wird allmählich wieder kleiner und liegt mit 24 Prozent klar unter dem Landesschnitt. Der heimische Arbeitsmarkt ist auch in dieser Krise aufnahmefähig, wie die Zahl der Abmeldungen von Arbeitslosen in Arbeit belegt“, kommentiert Anke Traber, Leiterin der Agentur für Arbeit Balingen, die aktuellen Zahlen.

Arbeitskräftenachfrage stemmt sich gegen den Landestrend
„Bei den gemeldeten Arbeitsstellen stemmt sich die Agentur Balingen gegen den Landestrend und hat beim Zugang seit Jahresbeginn sogar eine positive Entwicklung vorzuweisen“, so Traber zur Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage. Mit 930 neuen gemeldeten Stellen ist die Nachfrage um 70 Prozent höher als im Januar. Seit Jahresbeginn wurden bereits 1.480 Stellen gemeldet und damit etwas mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres.

Rückgang nur in der Arbeitslosenversicherung
Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitiert nur der von der Agentur für Arbeit betreute Bereich der Arbeitslosenversicherung. Der Bestand der bei der Agentur für Arbeit gemeldeten Arbeitslosen ist um 230 Personen bzw. 4,7 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der von den Jobcentern Zollernalbkreis und Landkreis Sigmaringen betreuten Arbeitslosen in der Grundsicherung ist dagegen in den letzten vier Wochen um 75 Personen bzw.21,6 Prozent gestiegen. 

Arbeitslosenquoten im Agenturbezirk um ein Zehntel gesunken
Die Arbeitslosenquote ging in den beiden Landkreisen Sigmaringen und Zollernalbkreis und damit auch im gesamten Agenturbezirk um 0,1 Prozentpunkte zurück. Für den gesamten Agenturbezirk errechnet sich eine Quote von 4,1 Prozent. Für den Zollernalbkreis ergeben 100 Arbeitslose weniger eine Quote von 4,3 Prozent. Im Landkreis Sigmaringen führt der Rückgang der Arbeitslosigkeit um 50 Personen zu einer Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent.