31.03.2021 | Presseinfo Nr. 14

Der Arbeitsmarkt im März 2021

Frühjahrsaufschwung startet pünktlich trotz Corona und Lockdown
 

Der statistische Zähltag im Vorjahr war der 12.03.2020. Zu diesem Zeitpunkt stand Deutschland noch am Beginn der Corona-Pandemie. Erst im April zeigten sich deutliche Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Eckwerte der Arbeitsmarktstatistik. Die Entwicklung im Vergleich Vorjahresmonat stellt somit einen Vergleich mit einem Arbeitsmarkt dar, der noch kaum durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie belastet war.

Frühjahrsaufschwung startet pünktlich trotz Corona und Lockdown

Nachdem die Arbeitslosigkeit im Februar aufgrund des – echten - Winters und des Lockdowns noch geringfügig stieg, setzte die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt im März dynamisch ein. Der Abbau der Arbeitslosigkeit belief sich in den vergangenen vier Wochen auf 912 Personen (-6,4 Prozent). Der Rückgang fiel um über ein Drittel (+35,9 Prozent) kräftiger aus als letztes Jahr, obwohl damals die Corona Krise statistisch noch nicht zu Buche schlug und der März im Zeichen eines normalen Frühjahrsaufschwungs stand.

Die Zahl der Arbeitslosen liegt im Agenturbezirk Bamberg-Coburg aktuell mit 13 424 Frauen und Männern um 22,0 Prozent bzw. 2 418 Personen über dem Vorjahresniveau. Die Arbeitslosenquote sank im März um 0,3 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent. Vor einem Jahr, zu Beginn der Krise betrug sie 3,1 Prozent.

In den letzten vier Wochen fanden 1 699 Menschen eine neue Beschäftigung, 63,4 Prozent mehr als im Februar und lediglich 3,4 Prozent weniger (-59) als im Vorjahr. 1 068 Menschen verloren ihren Arbeitsplatz, 19,9 Prozent (-265) weniger als im Vormonat und 20,0 Prozent (-267) weniger als in 2020. Seit vier Monaten liegt die Zahl der Kündigungen unter dem Vorjahreswert. Das Entlassungsrisiko ist damit sogar geringer als vor der Krise, ein Beleg dafür, dass durch die Kurzarbeit viele Arbeitsplätze erhalten bleiben. Die Beschäftigungschancen haben beinahe wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Jedoch gibt es hier je nach Branche große Unterschiede.

Beschäftigungsentwicklung – Insgesamt betrachtet nur leichter Rückgang, Licht und Schatten je nach Branche

Ende September 2020, dem aktuellsten Quartalsstichtag der Beschäftigungsstatistik, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Bamberg–Coburg auf 247 183. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das eine Abnahme um 1 158 Beschäftigte oder 0,5 Prozent. Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme bei öffentlichen Verwaltungen (+2 672) sowie Verkehr und Lager (+1 465), am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe (-3 422). Im Gastgewerbe ging die Beschäftigung um 274 Personen und in der Zeitarbeit um 233 Menschen zurück.

Arbeitsmarktentwicklung
Frühjahrsaufschwung für die Einen, hoffen auf Lockerungen nach Ostern für die Anderen

Einschätzung von Brigitte Glos, Leiterin der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, zur aktuellen Situation am Arbeitsmarkt:

„Nach einem noch leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Februar startete mit dem meteorologischen Frühlingsbeginn im März die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt in unserem gesamten Arbeitsagenturbezirk durch. Obwohl die Osterfeiertage, die oftmals für Wiedereinstellungen noch abgewartet werden, in diesem Jahr relativ früh liegen, haben viele Betriebe ihre über den Winter freigestellten Mitarbeiter bereits wiedereingestellt. Überwiegend Männer profitieren vom saisonalen Aufschwung nach der Winterpause, da sie den Großteil der in witterungsabhängigen Berufen Beschäftigten ausmachen. Sie sind vom Abbau der Arbeitslosigkeit zu 82,7 Prozent (-754 Personen bzw. –8,8 Prozent) betroffen. Bei den Frauen sank zum sonst üblichen Start in die Tourismussaison die Arbeitslosigkeit (-158 Frauen bzw. -2,8 Prozent) um einiges verhaltener. Während im Bauhandwerk 19,4 Prozent mehr eine Beschäftigung aufnahmen als im März letzten Jahres, waren es im Lebensmittel- und Gastgewerbe gut die Hälfte weniger (-48,8 Prozent) gewesen.

Gut ein Jahr nach Beginn der Corona Krise hat sich die Nachfrage an Arbeitskräften wieder erholt. Weniger Entlassungen und fast so viele Neueinstellungen wie vor der Krise sind ein Indiz dafür. Obwohl der zweite Lockdown mittlerweile fünf Monate andauert, gibt es viel Bewegung am Arbeitsmarkt. Bumerang Effekte bei vermehrten Befristungen bleiben da jedoch nicht aus. Im März fanden überwiegend saisonal bedingt 631 mehr Arbeitslose eine neue Beschäftigung als entlassen wurden. Corona war und ist eine Bewährungsprobe für den Arbeitsmarkt. Während es im Handwerk und der Industrie wieder bergauf geht, hoffen Handel, Verkehr, Reise- und Gastgewerbe auf wirtschaftliche Lockerungen nach Ostern.“

Kurzarbeit – November Lockdown, erneuter Anstieg um über ein Drittel

Im November 2020 (Hochrechnung aktuellster Wert) bezogen im Agenturbezirk insgesamt 2 277 Betriebe für 19 266 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld. 7,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren in Kurzarbeit.

Nachdem sich die Kurzarbeit von April bis August mehr als halbiert hatte, verringerte sie sich danach mit deutlich geringerer Intensität. Wie sich der seit Anfang November andauernde Lockdown, der im Dezember nochmals verschärft wurde, auf die Inanspruchnahme von Kurzarbeit letztendlich auswirkt, ist noch offen, da die Statistik für Kurzarbeit nach deren Abrechnung im Nachhinein erhoben wird. Ersten Hochrechnungen zu Folge erhöhte sich die Zahl der Betriebe von Oktober auf November um 34,3 Prozent.

Frühjahrsbelebung sagt Winter ade
Arbeitslosigkeit sinkt in allen Kreisen und Städten

Der Arbeitsmarkt der Agentur Bamberg-Coburg umfasst folgende sieben Gebietskörperschaften: Stadt und Landkreis Bamberg, Stadt und Landkreis Coburg sowie die Landkreise Forchheim, Kronach und Lichtenfels.

Trotz des Wintereinbruchs und des fortgesetzten Lockdowns gab es bereits im Februar einen ersten leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit in einigen Regionen. Im März verabschiedete sich der Winter nun endgültig. Die Frühjahresbelebung setzte mit einer Intensität wie in den Jahren vor der Corona Krise ein und sorgte für einen Beschäftigungsanstieg in sämtlichen Kreisen und Städten.

Die Landkreise Kronach (-11,5 Prozent), Bamberg (-8,4 Prozent) Forchheim (-7,3 Prozent), Lichtenfels (-7,2 Prozent) und Coburg (-4,4 Prozent) verzeichneten erfahrungsgemäß den kräftigsten Rückgang der Arbeitslosigkeit. Aber auch in den beiden kreisfreien Städten Bamberg (-2,7 Prozent) und Coburg (-2,0 Prozent) nahm sie im März ab.

Im Vergleich zum Vorjahr verbucht das Bamberger Land (+32,3 Prozent) weiterhin den größten Anstieg, gefolgt von der Stadt Bamberg (+28,6 Prozent), den Landkreisen Forchheim (+28,1 Prozent) und Coburg (+18,3 Prozent), der Stadt Coburg (+17,1 Prozent) sowie Kronach (+11,7 Prozent). In Lichtenfels (+10,6 Prozent) fällt er wie in den Monaten zuvor am geringsten aus.

Die niedrigste Arbeitslosenquote und Vollbeschäftigung hat der Landkreis Bamberg mit 2,9 Prozent, während sie in der Stadt Coburg mit 6,0 Prozent am höchsten ist.

Stellenmarkt
Stellenbestand übertrifft erstmals wieder Vorkrisenniveau – Höchststand seit 17 Monaten

Der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg bekam im März
1 746 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote gemeldet, 16,4 Prozent (+246) mehr als im Vorjahr.

Brigitte Glos: „Trotz der andauernden wirtschaftlichen Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie setzte sich der Erholungskurs am Stellenmarkt in den vergangenen Monaten kontinuierlich peu à peu fort. Erstmals seit einem Jahr gibt es im Stellenpool wieder mehr Jobangebote als vor der Krise. Mit 6 831 Angeboten ist der Bestand um 102 bzw. 1,5 Prozent größer als im März 2020. Das ist der Höchststand seit Oktober 2019. Damals gab es 7 040 Offerten. Auf 100 gemeldete Stellen kommen aktuell statistisch nur 197 arbeitslose potentielle Bewerber.“

Der Großteil der Stellenangebote entfällt auf die folgenden Berufsbereiche: 2 168 Produktion, Fertigung, 1 276 Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit, 1 110 Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung, 717 Bau, Architektur, Vermessung und Gebäudetechnik.

Im Bereich kaufmännische Dienstleistungen, Handel, Vertrieb, Tourismus gingen die Stellen seit dem letzten Jahr am gravierendsten um 15,6 Prozent auf 615 zurück. Auch der Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit verzeichnet einen Rückgang (-7,1 Prozent). Die größten Zuwächse haben Naturwissenschaft, IT Berufe (+32,7 Prozent) und Bürotätigkeiten (Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung) mit plus 30,9 Prozent.

Jobcenter – Im März noch kein Frühjahrsrückgang

4 949 Personen waren Ende März bei den Jobcentern des Agenturbezirks arbeitslos gemeldet. In den letzten vier Wochen hat ihre Zahl um 152 Personen (+3,2 Prozent) zugenommen. Der Rechtskreis des SGB II ist vom jahreszeitlichen Auf und Ab am Arbeitsmarkt nicht so ausgeprägt betroffen wie der des SGB III. Daher entfiel der gesamte Rückgang der Arbeitslosigkeit im März auf den Versichertenbereich des SGB III. In den letzten zwölf Monaten stieg die Arbeitslosigkeit im SGB II Bereich um 28,6 Prozent (+1 102 Personen), während sie im SGB III um 18,4 Prozent (+ 1 316 Personen) größer wurde. Aufgrund des Arbeitslosengeldanspruchs erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen im Verlauf der Corona Krise anfänglich zum überwiegenden Teil im Versichertenbereich des SGB III. Ein Jahr nach Beginn der Corona Krise liegt der Anstieg mittlerweile bei den Jobcentern sichtbar über dem vom SGB III.

Arbeitsmarktentwicklung in den Regionen

Stadt Coburg

In der Stadt Coburg verringerte sich die Arbeitslosigkeit zum Frühlingsanfang im März um 28 (-2,0 Prozent) Personen auf 1 383. Sie liegt um 17,1 Prozent (+202 Personen) über dem Niveau des Vorjahres. Es verloren 14,3 Prozent (-18) weniger Menschen ihre Beschäftigung als im letzten Jahr. Zeitgleich fanden 11 Personen
(-9,6 Prozent) weniger einen neuen Arbeitsplatz. Die Arbeitslosenquote zählt 6,0 Prozent (Februar 6,1 Prozent, Vorjahr 5,1 Prozent).

Im März meldeten die Arbeitgeber aus der Stadt Coburg dem Arbeitgeberservice 195 sozialversicherungspflichtige Stellen. Das sind 15,4 Prozent (+26) mehr als vor zwölf Monaten. Der Stellenzugang übertrifft seit einem halben Jahr kontinuierlich das Vorjahresniveau. Im Bestand sind aktuell 823 Beschäftigungsangebote, 7,3 Prozent (56) mehr als vor einem Jahr.

Landkreis Coburg

Im Landkreis Coburg sorgte die bereits im Februar begonnene Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt im März für einen fühlbaren Beschäftigungsanstieg. Die Arbeitslosigkeit reduzierte sich um 91 (-4,4 Prozent) Personen auf 1 961. Es verloren 8,5 Prozent weniger Menschen (-16) ihre Beschäftigung als im Vorjahr. Gleichzeitig fanden 2,4 Prozent (-5) weniger Personen einen neuen Job. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahr um 18,3 Prozent (+304 Personen) gestiegen. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,9 Prozent (Februar 4,1 Prozent, Vorjahr 3,3 Prozent).

Der Arbeitgeberservice bekam im März 201 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote aus dem Landkreis gemeldet, 14,2 Prozent (+25) mehr als vor einem Jahr. Im Stellenpool sind derzeit 920 Beschäftigungsangebote, lediglich 1,2 Prozent weniger (-11) als vor zwölf Monaten.

Landkreis Kronach

Die Zahl der Arbeitslosen sank zum Auftakt in den Frühling im Landkreis Kronach um 196 Personen oder 11,5 Prozent. Das ist der stärkste Rückgang unter allen Kreisen und Städten im Agenturbezirk Bamberg-Coburg. Ende März waren 1 515 Menschen arbeitslos gemeldet, 11,7 Prozent (+159 Personen) mehr als vor einem Jahr. Es verloren 45,6 Prozent bzw. 88 Menschen weniger ihre Beschäftigung als im letzten Jahr. Zeitgleich fanden 13 Personen weniger (-4,9 Prozent) einen neuen Arbeitsplatz. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich seit Februar um 0,5 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent. Vor einem Jahr zählte sie 3,5 Prozent.

Aus dem Landkreis Kronach wurden im März 108 Jobangebote dem Arbeitgeberservice gemeldet. Das sind 20,6 Prozent weniger (-28) als im Vorjahr. Das Gros des Minus entfiel auf den Bereich der Zeitarbeit, von der 19 Stellen weniger als im Vorjahr gemeldet wurden. Aktuell sind im Bestand 604 sozialversicherungspflichtige Stellen, lediglich 3,2 Prozent weniger (-20) als vor zwölf Monaten.

Landkreis Lichtenfels

Im März nahm im Landkreis Lichtenfels durch die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt die Arbeitslosigkeit um 123 Menschen oder 7,2 Prozent ab. 87,8 Prozent des Rückgangs entfiel auf Männer, da diese überwiegend in der Forstwirtschaft, den Bau- und Handwerksberufen beschäftigt sind. Im Bereich Gastronomie und Tourismus hingegen, wo der Frauenanteil an Beschäftigten höher ist, gibt es aufgrund des Lockdowns aktuell wenig Bewegung am Arbeitsmarkt. Ende des ersten Quartals waren
1 592 Personen arbeitslos gemeldet, 10,6 Prozent mehr (+153) als vor einem Jahr. Lichtenfels verzeichnet weiterhin im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit
Bamberg – Coburg in der Corona Krise den geringsten Anstieg der Arbeitslosigkeit.

In den vergangenen vier Wochen verloren 20,8 Prozent weniger Menschen (-31) ihre Beschäftigung als in 2020. Gleichzeitig fanden lediglich zwei Personen weniger einen neuen Job. Die Arbeitslosenquote sank seit Februar um 0,3 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent (Vorjahr 3,7 Prozent).

Der Arbeitgeberservice bekam im März aus dem Landkreis Lichtenfels 210 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote gemeldet, 11,8 Prozent weniger (-28) als vor einem Jahr. Der Stellenpool liegt mit aktuell 922 Arbeitsplatzangeboten nahezu (-2) auf dem Vorjahresniveau.

Bamberg Stadt

In der Stadt Bamberg sorgte die einsetzende Frühjahrsbelebung im März für einen ersten Rückgang der Arbeitslosigkeit. Ende des Monats waren 2 134 Personen arbeitslos gemeldet, 59 Personen weniger (-2,7 Prozent) als im Februar. Im Vergleich zum Vorjahr sind 28,6 Prozent (+474) mehr Personen arbeitslos gemeldet. In den vergangenen vier Wochen verloren 28,4 Prozent weniger (-58) Menschen ihren Job als im Vorjahr. Gleichzeitig fanden 10,8 Prozent (-25) weniger eine neue Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,0 Prozent (Februar 5,2 Prozent, Vorjahr 3,9 Prozent).

Im März meldeten die Betriebe aus der Stadt Bamberg 378 sozialversicherungspflichtige Stellen, 16,3 Prozent mehr (+53) als vor einem Jahr. Im Stellenpool des Arbeitgeberservice gibt es aktuell 1 389 Jobangebote, 2,7 Prozent mehr (+37) als in 2020. Seit Oktober 2019 gab es nicht mehr so viele Stellenangebote im Bestand.

Landkreis Bamberg

Die jährliche Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt fällt im Landkreis Bamberg agiler aus als in der Stadt. Der schon im Februar gestartete Rückgang der Arbeitslosigkeit legte in den letzten vier Wochen an Dynamik zu. Sie sank um 8,4 Prozent bzw. 240 Personen auf 2 624 Menschen. Es wurden 26,7 Prozent weniger Menschen (-79) gekündigt als im letzten Jahr, während 5,3 Prozent mehr (+20) einen neuen Job fanden. Ende März waren 640 mehr Personen (+32,3 Prozent) arbeitslos gemeldet als vor zwölf Monaten. Die Arbeitslosenquote sank im März um 0,3 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent (Vorjahr 2,2 Prozent). Das ist Vollbeschäftigung und die niedrigste Quote im gesamten Agenturbezirk.

Aus dem Landkreis Bamberg wurden im März 393 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote beim Arbeitgeberservice gemeldet, 65,8 Prozent mehr (+165) als im letzten Jahr. Im Bestand befinden sich derzeit 1 418 Jobangebote, 4,3 Prozent mehr (+58) als im Vorjahr. Seit Dezember 2019 gab es nicht mehr so viele Stellenangebote im Bestand.

Landkreis Forchheim

Im Landkreis Forchheim gewann die bereits im Februar begonnene Frühjahrsbelebung trotz des erneut verlängerten Lockdowns deutlich an Fahrt. Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich im März um 7,3 Prozent bzw. 175 Personen auf 2 215. Seit dem letzten Jahr ist die Arbeitslosigkeit jedoch um 28,1 Prozent (+486 Personen) gestiegen. Es verloren im abgelaufenen Monat 12,8 Prozent mehr Personen (+23) ihren Arbeitsplatz als im letzten Jahr. Gleichzeitig fanden 6,4 Prozent weniger Menschen (-23) eine neue Beschäftigung als in 2020. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,3 Prozent (Februar 3,5 Prozent, Vorjahr 2,6 Prozent).

Im März bekam der Arbeitgeberservice 261 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsangebote gemeldet, 19,2 Prozent mehr (+42) als im Vorjahr. Im Bestand gibt es 755 Stellen, lediglich 2,1 Prozent weniger (-16) als vor einem Jahr.