30.06.2022 | Presseinfo Nr. 32

Der Arbeitsmarkt im Juni 2022

Sprunghafter Anstieg der Arbeitslosigkeit trotz stabiler Konjunktur
 

Statistischer Hinweis

Da die Menschen, die seit Februar 2022 aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet sind, seit dem 1. Juni von den Jobcentern betreut werden, erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen deutlich in allen Kreisen und Städten des Bezirks.

Die geflüchteten Ukrainer haben drei Monate Zeit, ihre Anträge in den Jobcentern zu stellen. Durch die Übergangsregelung können sie bis zum Wechsel weiterhin ihre Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. Diese Übergangsregelung stellt sicher, dass alle Menschen ihr Geld verlässlich bekommen und sich keine Lücke auftut. Dies bedeutet aber auch, dass noch nicht alle Geflüchteten in der Statistik erfasst sind.

Sprunghafter Anstieg der Arbeitslosigkeit trotz stabiler Konjunktur

Die Zahl der Arbeitslosen nahm im letzten Monat um 987 Personen (+10,0 Prozent) auf 10 870 Menschen zu. Der gesamte Anstieg entfiel auf Geflüchtete aus der Ukraine. Ihre Arbeitslosigkeit stieg im letzten Monat um 1 050 Personen auf 1 131. Da der Großteil von ihnen (79,1 Prozent) Frauen sind, erhöhte sich deren Arbeitslosigkeit seit Mai insgesamt um 19,5 Prozent (+830) auf 5 088. Die Jugendarbeitslosigkeit (unter 20 Jahre) erhöhte sich im letzten Monat um 52,4 Prozent (+87) auf 253. Der komplette Anstieg entfiel auf Jugendliche Ukrainer (+102 auf insgesamt 106).

Die Arbeitslosigkeit der Ausländer wuchs seit Mai infolgedessen um 62,2 Prozent (+1 106) auf 2 883. Mehr als jeder vierte Arbeitslose (+26,5 Prozent) hat aktuell einen ausländischen Pass, 42,9 Prozent (+866) mehr als vor einem Jahr.

Jedoch war die Gesamtzahl aller Arbeitslosen am Ende des ersten Halbjahres mit
10 870 Menschen um 7,7 Prozent bzw. 905 Personen niedriger als in 2021. Die Arbeitslosenquote stieg im Juni moderat um 0,2 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent. Vor einem Jahr lag ihr Wert bei 3,4 Prozent.

Im letzten Monat verloren 1 228 Männer und Frauen ihren Arbeitsplatz und meldeten sich arbeitslos, 328 Personen bzw. 36,4 Prozent mehr als in 2021. Die Zunahme resultiert teilweise aus Meldungen von geflüchteten Ukrainern, die ihren vorherigen Job in der Heimat aufgrund des Krieges verloren haben und dies bei der Arbeitslosmeldung angaben. Zeitgleich konnten 922 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden. Das sind 214 oder 18,8 Prozent weniger als im letzten Jahr.

Arbeitsmarktentwicklung
Arbeitsmarkt besser als die Zahlen

Einschätzung von Stefan Trebes, dem Leiter der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, zur aktuellen Situation am Arbeitsmarkt:

„Der Abbau der Arbeitslosigkeit fand letzten Monat im Bezirk der Agentur für Arbeit
Bamberg-Coburg ein abruptes Ende. Die Menschen, die seit Februar 2022 aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet sind, werden seit Juni von den Jobcentern betreut. Saisontypisch wäre ein moderater Rückgang der Arbeitslosigkeit, der jedoch von dem sprunghaften Anstieg bei den Jobcentern überlagert wird. Das spiegelt sich auch in diesem Jahr wieder in der Statistik des Versichertenbereichs des SGBIII. Hier nahm die Arbeitslosigkeit im Juni in allen Regionen wie üblich leicht ab. Bis Mitte Juni haben insgesamt 2 444 Ukrainer im erwerbsfähigen Alter (mindestens 15 Jahre alt) mit den Jobcentern ersten Kontakt aufgenommen, um Leistungen zu beantragen.

Ich rechne daher auch in den kommenden Monaten mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit. Der leistungsrechtliche Übertritt der Ukrainer in die Betreuung durch die Jobcenter ist bisher gut gelungen. Aktuell analysieren wir die möglichen Integrationsperspektiven und entwickeln die nächsten Schritte. Für viele hat das Erlernen der deutschen Sprache oberste Priorität, da sie der Schlüssel für einen Job ist, der ihrer bisherigen Qualifikation entspricht. Das braucht jedoch Zeit.

Trotz der angespannten gesamtwirtschaftlichen Situation sind die Beschäftigungsaussichten weiterhin sehr gut. Der Arbeitsmarkt ist aus Arbeitnehmersicht positiv. Es melden sich nur vereinzelt gut ausgebildete Fachkräfte. Viele finden schnell wieder eine Arbeit. Das bietet natürlich auch Chancen für die Geflüchteten. Im vergangenen Monat meldeten sich auch junge Fachkräfte, die nach Abschluss ihrer Ausbildung nicht übernommen werden konnten, arbeitslos. Ich gehe davon aus, dass wir diese frischgebackenen Bewerber relativ schnell wieder in Beschäftigung bringen können. Aufgrund des großen Fachkräftebedarfs sind Gelernte sehr gefragt. Aber auch Helfer treffen auf einen noch guten Arbeitsmarkt.“

Solider Beschäftigungsanstieg setzt sich leicht fort

Es gibt 247 605 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (aktuellster Wert 12/2021) im Agenturbezirk Bamberg-Coburg. Das sind 0,6 Prozent bzw. 1 451 mehr als ein Jahr zuvor und 1 834 (+0,8 Prozent) als vor zwei Jahren. Die die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Ausländer nahm im letzten Jahr überproportional um 8,1 Prozent bzw. 1 713 auf 22 749 zu. Gut jeder elfte Beschäftigte (9,2 Prozent) hat somit einen ausländischen Pass.

Kurzarbeit stabilisiert weiterhin Jobs und Leistungsfähigkeit der Betriebe

Im Februar 2022 (Hochrechnung aktuellster Wert) bezogen im Agenturbezirk insgesamt 891Betriebe für 5 837 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld. 2,4 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren in Kurzarbeit. Die Zahl der Kurzarbeiter sank seit Januar um 6,6 Prozent (-410). Wie sich die Folgen des Ukraine Kriegs auf die Kurzarbeit letztendlich auswirken, ist noch ungewiss. Er führt seit Monaten zu Lieferengpässen und massiven Preisanstiegen. Um Entlassungen von Fachkräften zu vermeiden, setzen einige Arbeitgeber auf die Kurzarbeit, um Ausfallzeiten zu überbrücken.

Anstieg der Arbeitslosigkeit in allen Städten und Kreisen

Der Arbeitsmarkt der Agentur Bamberg-Coburg umfasst folgende Gebietskörperschaften: Stadt und Landkreis Bamberg, Stadt und Landkreis Coburg sowie die Landkreise Forchheim, Kronach und Lichtenfels.

„Der Rückgang der Arbeitslosigkeit vom Mai durch die weiterhin stabile Konjunktur hätte sich unter normalen Umständen in allen Regionen fortgesetzt. Da die Menschen, die aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet sind, seit Juni von den Jobcentern betreut werden, erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen hingegen spürbar im gesamten Agenturbezirk.“ - sagt Trebes.

Der Landkreis Coburg verzeichnete den größten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juni mit 13,7 Prozent, gefolgt vom Landkreis Forchheim (+12,8 Prozent), dem Landkreis Kronach (+11,7 Prozent) und der Stadt Coburg (+10,9 Prozent).

Aber auch im Landkreis Lichtenfels (+9,6 Prozent), dem Landkreis Bamberg (+7,0 Prozent) und in der Stadt Bamberg (+5,9 Prozent) erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen in den letzten vier Wochen sichtbar.

Die Arbeitslosigkeit liegt in den meisten Regionen nur noch leicht unter dem Vorjahreswert, während sie im Mai noch agenturbezirksweit deutlich im zweistelligen Bereich kleiner war. Die Landkreise Bamberg (-16,3 Prozent) und Kronach (-12,0 Prozent) liegen am weitesten unter dem Vorjahreswert, gefolgt von der Stadt Bamberg (-6,8 Prozent), Forchheim (-6,2 Prozent), dem Landkreis Coburg (-4,1 Prozent) und Lichtenfels (-2,9 Prozent). In der Stadt Coburg ist die Arbeitslosigkeit lediglich noch um 1,3 Prozent kleiner als vor einem Jahr.

Die niedrigste Arbeitslosenquote und Vollbeschäftigung haben weiterhin die Landkreise Bamberg (2,2 Prozent), Forchheim (2,7 Prozent), Kronach (3,0 Prozent), während sie in der Stadt Coburg mit 5,5 Prozent am höchsten ist.

Stellenmarkt trotz Turbulenzen weiter auf Rekordkurs

Im Mai bekam der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg
1 808 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsangebote gemeldet, 5,7 Prozent bzw. 110 weniger als im vergangenen Jahr. Der Stellenbestand ist um ein Drittel (+33,4 Prozent) bzw. insgesamt 2 463 Angebote seit dem letzten Jahr größer geworden.

Seit Bestehen der Bundesrepublik gab es noch nie so viele Arbeitsplatzangebote. Rein statistisch kommen auf 100 gemeldete sozialversicherungspflichtige Stellen aktuell lediglich 110 potentielle arbeitslose Bewerber.

Das Gros der beim Arbeitgeberservice gemeldeten Arbeitsplatzangebote entfällt auf folgende Berufsbereiche: 3 178 Produktion und Fertigung, 1 894 Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit, 1 406 Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung, 1 217 kaufmännische Dienstleistungen, Handel, Vertrieb, Tourismus sowie 864 Bau, Architektur, Vermessung und Gebäudetechnik.

Die größten Zuwächse seit dem letzten Jahr gibt es bei kaufmännischen Dienstleistungen, Handel, Vertrieb, Tourismus (+49,0 Prozent), Bürotätigkeiten (Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung) mit plus 44,6 Prozent, Produktion und Fertigung (+38,1 Prozent), Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit (+32,1 Prozent), Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (+21,8 Prozent) sowie dem Bauhandwerk (+21,3 Prozent).

Jobcenter – Sprunghafter Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juni wegen Betreuung Geflüchteter aus der Ukraine
In den Jobcentern erhöhte sich im letzten Monat die Arbeitslosigkeit sprunghaft um über ein Viertel (+27,4 Prozent) bzw.1 133 Menschen. Ende Juni waren 5 262 Personen arbeitslos gemeldet. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit der letzten vier Wochen entfällt somit komplett auf die Grundsicherung. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis des SGB II um 502 Personen (+10,5 Prozent) gestiegen. Ursache ist die Betreuung der Flüchtlinge aus der Ukraine, die nun in der Arbeitslosenstatistik mitgezählt werden. Da noch nicht alle endgültig bei den Jobcentern erfasst sind, wird die Zahl der Arbeitslosen auch in den kommenden Monaten dort weiter steigen.

Das SGB III verzeichnet hingegen im Juni einen für die Jahreszeit konjunkturell typischen leichten weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit um 2,5 Prozent bzw. 146 Menschen auf 5 608. Dort ist die Zahl der Arbeitslosen seit 2021 um 1 407 Personen bzw. 20,1 Prozent geschrumpft.

Arbeitsmarktentwicklung in den Regionen

Stadt Coburg

Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich in der Stadt Coburg im Juni um 121 Personen (+10,9 Prozent). Ende des ersten Halbjahres waren 1 231 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosigkeit liegt um 16 Frauen und Männer bzw. 1,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Arbeitslosenquote nahm seit Mai um 0,6 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent zu. Vor einem Jahr betrug sie 5,4 Prozent.

Der Großteil des Anstiegs im Juni entfiel auf Geflüchtete aus der Ukraine. Ihre Arbeitslosigkeit nahm im letzten Monat um über 110 Personen auf 118 zu.

Im Juni meldeten die Arbeitgeber aus der Stadt Coburg dem Arbeitgeberservice 408 sozialversicherungspflichtige Stellen, 72,2 Prozent oder 171 Stellenangebote mehr als im Vorjahr. Im Bestand sind aktuell 1 340 Jobangebote, 458 (+51,9 Prozent) mehr als im Juni 2021. Coburg verzeichnet im Vorjahresvergleich agenturbezirksweit den größten Zuwachs an neugemeldeten Stellen sowie im Bestand.

Landkreis Coburg

Auch im Landkreis Coburg stieg die Zahl der Arbeitslosen im vergangenen Monat sprunghaft um 205 Personen (+13,7 Prozent) auf 1 697. Im Vorjahresvergleich liegt sie jedoch noch um 4,1 Prozent bzw. 72 Menschen darunter. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich seit dem Vormonat um 0,4 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent (Vorjahr 3,5 Prozent).

Der gesamte Anstieg im Juni entfiel auf Geflüchtete aus der Ukraine. Ihre Arbeitslosigkeit erhöhte sich im letzten Monat um über 210 Personen auf 216.

Der Arbeitgeberservice konnte in diesem Monat 238 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsangebote aus dem Landkreis Coburg entgegennehmen, 27 mehr (+12,8 Prozent) als im Vorjahr. Im Bestand gibt es aktuell 1 249 Jobperspektiven, 322 (+34,7 Prozent) mehr als vor zwölf Monaten.

Landkreis Kronach

Im Landkreis Kronach nahm die Zahl der Arbeitslosen im Juni um 118 Personen oder 11,7 Prozent zu. Ende der ersten Jahreshälfte waren 1 125 Personen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind es jedoch 153 bzw. 12,0 Prozent weniger. Die Arbeitslosenquote stieg in den vergangenen vier Wochen um 0,3 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent. Das ist per Definition Vollbeschäftigung. Die Marke zur Vollbeschäftigung liegt bei 3,0 Prozent. Der Vorjahreswert lag bei 3,3 Prozent.

Fast der gesamte Anstieg im Juni entfiel auf Geflüchtete aus der Ukraine. Ihre Arbeitslosigkeit wuchs im letzten Monat um 113 Personen auf 117.

Aus dem Landkreis Kronach gingen beim Arbeitgeberservice im Juni 148 versicherungspflichtige Stellenangebote ein, 15,9 Prozent (-28) weniger als im Vorjahr. Im Stellenpool gibt es aktuell 842 Vakanzen, 140 bzw. 19,9 Prozent mehr als 2021.

Landkreis Lichtenfels

Im Landkreis Lichtenfels waren Ende Juni zum Sommeranfang 1 318 Personen arbeitslos registriert. Seit Mai ist ihre Zahl um 115 Menschen oder 9,6 Prozent gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit um 40 bzw. 2,9 Prozent kleiner. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Juni um 0,3 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 3,5 Prozent.

Der ganze Anstieg im Juni entfiel auf Geflüchtete aus der Ukraine. Ihre Arbeitslosigkeit erhöhte sich im letzten Monat um 140 Personen auf 151.

Der Arbeitgeberservice bekam aus dem Landkreis Lichtenfels 183 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote gemeldet,41 weniger (-18,3 Prozent) als im Vorjahr. Aktuell sind 1 271 Jobangebote im Stellenpool, 33,2 Prozent (+317) mehr als im letzten Jahr. Rein statistisch betrachtet entfallen auf 100 gemeldete Stellenagebote lediglich 104 potentielle arbeitslose Bewerber.

Bamberg Stadt

Im Juni stieg in der Stadt Bamberg die Arbeitslosigkeit um 99 Personen (+5,9 Prozent). Am Ende des ersten Halbjahrs waren 1 780 Arbeitslose gemeldet, 130 bzw. 6,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 4,2 Prozent (Mai 4,0 Prozent). Vor einem Jahr lag sie bei 4,5 Prozent.

Der gesamte Anstieg im Juni entfiel auf Geflüchtete aus der Ukraine. Ihre Arbeitslosigkeit nahm im letzten Monat um 112 Personen auf 120 zu.

Im Juni meldeten die Betriebe aus dem Stadtgebiet 302 sozialversicherungspflichtige Jobangebote dem Arbeitgeberservice, 85 (-22,0 Prozent) weniger als im letzten Jahr. Im Stellenpool sind aktuell 1 924 Beschäftigungsangebote, 460 (31,4 Prozent) mehr als 2021.

Landkreis Bamberg

Im Landkreis Bamberg erhöhte sich die Arbeitslosigkeit im Juni um 125 Personen
(+7,0 Prozent) auf 1 915 Menschen. Die Zahl der Arbeitslosen liegt um 16,3 Prozent (-374 Personen) unter dem Vorjahresniveau. Die Arbeitslosenquote beträgt 2,2 Prozent (Mai 2,0 Prozent, Vorjahr 2,6 Prozent). Das ist Vollbeschäftigung und weiterhin die niedrigste Quote im gesamten Agenturbezirk. Die Marke zur Vollbeschäftigung liegt bei 3,0 Prozent.

Der gesamte Anstieg im Juni entfiel auf Geflüchtete aus der Ukraine. Ihre Arbeitslosigkeit erhöhte sich im letzten Monat um über 130 Personen auf 137.

Aus dem Bamberger Land gingen beim Arbeitgeberservice im Juni 279 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote ein, 121 (-30,3 Prozent) weniger als im Vorjahr. Im Bestand befinden sich aktuell 1 938 Offerten, 499 (+34,7 Prozent) mehr als vor zwölf Monaten.

Landkreis Forchheim

Im Landkreis Forchheim stieg die Zahl der Arbeitslosen im Juni um 204 Personen (+12,8 Prozent) auf 1 804 Menschen. Im Vergleich zum letzten Jahr ist sie um 120 Personen bzw. 6,2 Prozent niedriger. Die Arbeitslosenquote nahm seit Mai um 0,3 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent zu Das ist Vollbeschäftigung, die ab einem Wert von 3,0 Prozent gilt. Vor einem Jahr betrug die Quote 2,9 Prozent.

Der komplette Anstieg im Juni entfiel auf Geflüchtete aus der Ukraine. Ihre Arbeitslosigkeit erhöhte sich im letzten Monat um 219 Personen auf 272.

Im Juni meldeten die Betriebe beim Arbeitgeberservice 250 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsangebote, 33 (-11,7 Prozent) weniger als im Vorjahr. Im Pool befinden sich momentan 1 283 Gesuche nach Arbeitskräften. Vor zwölf Monaten waren es 267 (-26,3 Prozent) weniger gewesen